// SachBücher
Nachdem die Bettfedern um das Matratzenoutlet der Charlotte Roche ein wenig verflogen sind, kann man vielleicht mal zu den Büchern kommen, die nicht zur Gattung Fiktion-als-Sachbuch gehören. So dient die mit verschmitzten Lächeln vorgetragene Behauptung der Autorin, dass in Feuchtgebiete Selbsterlebtes zu lesen wäre, der Irreführung der bestellten Literaturkritiker, die prompt, bis auf einzelne Ausnahmen, darauf hereinfallen. Vom Augenblinzeln dieser
Lara Croft der Talkshows kirre gemacht, vergessen sie oder übersehen vorsätzlich, den Text auf seine literarische Qualität zu untersuchen. Ein Pseudoroman, der als Pseudosachbuch gelesen wird. Im Oszilieren der Gattungen beginnen die Augen zu flimmern und die Lippen zu beben. Nicht zu vergessen, der absolut lächerliche Gestus der Kritik an all diesem stümperhaften Herumfummeln an den Geschlechtsteilen, wo doch in Wahrheit Aufklärung und Kritik unter einem Berg von wahllos zusammengeworfenen Hygienemitteln begraben wurde. Man kann festhalten, dass die Republik hier einer ebenso begabten wie konsequenten Autorendarstellerin auf den Schleim gegangen ist. Und doch müsste das Buch mit Volkmar Siguschs Neosexualitäten gut zu erklären sein, wenn es nicht ohnehin vom schlaksigen Ghostwriter als Anwendungsbeispiel eben dieses Buches konzipiert wurde. » weiter lesen