Avraham Burg: Hitler besiegen

Im Jahre 1948 versammelte sich der Jüdische Nationalrat unter dem Bild Theodor Herzls, des Begründers der zionistischen Bewegung, um den Staat Israel zu gründen. Herzl hatte von Köln aus die ersten Schritte zur Begründung der Bewegung unternommen. Seine jüngste Tochter, Margarete Herzl, wurde im Holocaust ermordet.
In den von Israel besetzten Gebieten leben über 200.000 Israelis und orthodoxe Einwanderer inmitten einer palästinensischen Mehrheitsbevölkerung. Frieden in Israel und Palästina hängt untrennbar mit der politischen Lösung der Konflikte zusammen. Warum gelingt dies nicht? Avraham Burg scheut sich nicht, die Gründe für die Schwierigkeiten Israels Frieden zu finden mit der Erfahrung des Holocaust kurzzuschließen. Er sagt: „Weil nichts wie der Holocaust ist, ist alles erlaubt.“ Frieden in Israel wäre dann auch der Weg Hitler zu besiegen.

Hier zu einem Interview mit Alfred Grosser aus dem Jahr 2007

Für sein Buch erhielt Avraham Burg den italienischen Premio Napoli. Die Jury dieses Literaturpreises besteht aus 14 Literaturwissenschaftlern, Historikern, Journalisten, Übersetzern und Autoren.

Gewinner der letzten Jahre in der Kategorie ausländische Literatur waren u.a. Georges Didi-Huberman,
Per Olov Enquist, Peter Esterhazy, Orhan Pamuk und Uwe Timm.


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