// SachBuchhandel

Silvia Maul, Ursula Kracht, Bettina Witt, Bernd Abele, Guido Marquard und Michael Schikowski laden auch in 2012 für die Verlage Bibliographisches Institut, forum independent, Reclam, S. Fischer und Campus zum abendlichen Treff ein.
Geboten werden Gespräche und Unterhaltung zu den wichtigsten Neuerscheinungen der Verlage.
Ein gemeinsames Abendessen rundet den Sachbuchabend ab.
Immer schön sachlich - Der 5. Sachbuchabend in Frankfurt
Dienstag, den 25.09.2012, Uhr 20.00
Restaurant Arche Nova im Öko-Haus,
Kasseler Straße 1a
60486 Frankfurt
www.arche-nova.de
Immer schön sachlich - Der 6. Sachbuchabend in Duisburg
Montag, den 01.10.2012, Uhr 20.00
Restaurant Der kleine Prinz
Schwanenstr. 5
47051 Duisburg
Der kleine Prinz
Immer schön sachlich - Der 7. Sachbuchabend in Bielefeld
Montag, den 22.10.2012, Uhr 20.00
Ort wird noch bekannt gegeben
Immer schön sachlich - Der 8. Sachbuchabend in Köln
Montag, den 29.10.2012, Uhr 20.00
Restaurant Secco
Simrockstraße
Köln-Ehrenfeld
Anmeldung bitte über Ihre Vertreter.
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Im Herbst 2011 wurden u.a. folgende Bücher vorgestellt:
Gerhard Paul
Bilder, die Geschichte schrieben
1900 bis heute
V & R 2011
24,95 € ISBN 978 3 525 30024 4
Oskar Gudmundsson: Snorri Sturluson
Homer des Nordens
Eine Biografie
Böhlau 2011
24,90 € ISBN 978 3 412 20743 4
Jean-Claude Kaufmann
Sex@mour
Wie das Internet unser Liebesleben verändert
UVK 2011
19,90 € ISBN 978 3 86764 283 5
Hugh Johnson
Bäume
Die Wald- und Gartenbäume der Welt
Haupt 2011
59,90 € ISBN 978 3 258 07672 0
Mary Beard
Pompeji
Das Leben in einer römischen Stadt
Reclam 2011
29,95 € ISBN 978 3 15 010755 3
Steven Pinker
Gewalt.
Eine neue Geschichte der Menschheit
S. Fischer 2011
€ ca. 26,00 ISBN 3-10-061604-3
ET: 21.10.2011
Tim Flannery
Auf Gedeih und Verderb.
Die Erde und wir: Geschichte und Zukunft einer besonderen Beziehung.
S. Fischer 2011
€ 22,95 ISBN 3-10-021114-9
Simon Sebag Montefiore
Jerusalem
Die Biographie
S. Fischer 2011
€ 28,00 ISBN 3-10-050611-5
Torsten Körner
Probeliegen.
Geschichten vom Tod
S. Fischer 2011
€ 18,95 ISBN 978-3-502-15131-6
Kreatives Schreiben
Stephan Porombka
Schreiben unter Strom
Experimentieren mit Twitter, Blogs, Facebook & Co.
14,95 € ISBN 978-3-411-74921-8
Kreatives Schreiben
Christian Schärf
Schreiben Tag für Tag
Journal und Tagebuch
14,95 € ISBN 978-3-411-74901-0
John J. Mearshheimer:
Lüge!
Vom Wert der Unwahrheit
Campus 2011
€ 14,99 ISBN 3-593-39469-5
Linda Kaplan Thaler, Robin Koval
Erfolg ist eine Kleinigkeit.
Warum schon kleine Dinge Großes bewirken
Campus 2011
€ 17,99 ISBN 3593-39239-4
Catherine Hakim
Erotisches Kapital.
Das Geheimnis erfolgreicher Menschen
Campus 2011
€ 19,99 ISBN 3-593-39468-8
Hermann Scherer
Glückskinder.
Warum manche lebenslang Chancen suchen - und andere sie täglich nutzen
Campus 2011
€ 19,99 ISBN 3-593-39349-0
Michael Lewis:
Boomerang.
Europas harte Landung
Campus 2011
€ 24,99 ISBN 3-593-39471-8
ET 14.11.2011
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Im Herbst 2010 wurden folgende Bücher vorgestellt:
Winfried Speitkamp
Ohrfeige, Duell und Ehrenmord
Eine Geschichte der Ehre
Reclam 2010
Ladislaus Loeb
Geschäfte mit dem Teufel
Die Tragödie des Judenretters Rezsö Kasztner
Ein Überlebender erzählt
Böhlau 2010
Frank Kolb
Tatort “Troia”
Geschichte - Mythen - Politik
Schöningh 2010
Patricia Holm
Faszinierende Fische
Biologie, Bedeutung und Zukunft
Haupt 2010
Stefan Klein
Vom Sinnn des Gebens
Warum Selbstlosigkeit in der Evolution siegt
und wir mit Egoismus nicht weiterkommen
S. Fischer 2010
Alexandros Stefanidis
Beim Griechen
Wie mein Vater in unserer Taverne Geschichte schrieb
Fischer Taschenbuch 2010
Thilo Bode
Die Essensfälscher
Was uns die Lebensmittelkonzerne auf die Teller lügen
S. Fischer 2010
Gisela Graichen, Matthias Gretzschel
Die Prussen
Der Untergang eines Volkes und sein preußisches Erbe
Scherz 2010
John Darwin
Der imperiale Traum
Die Globalgeschichte großer Reich 1400 - 2000
Campus 2010
Floris Cohen
Die zweite Erschaffung der Welt
Wie die moderne Naturwissenschaft entstand
Campus 2010
Hagen Seidel
Arcandors Absturz
Wie man einen Milliardenkonzern ruiniert
Campus 2010
Michael Lewis
The Big Short
Wie eine Handvoll Trader die Welt verzockte
Campus 2010
Leseexemplar verpasst? Einfach bei Ihrem Vertreter per Mail melden!
// SachBuchforschung
Übung zur praktischen Verlagsarbeit
WiSe 2011/12, Freitag Uhr 8.00 - 10.00
Dozent: Michael Schikowski
Wichtige Informationen:
Der die Übung begleitende READER kann ab dem 05.10.2011 im
A & A Digital Print Center, Franziskanerstr. 1 in Bonn
ausgedruckt werden.
SPRECHSTUNDE nach Vereinbarung per Mail nach der Sitzung 9.45 Uhr in Raum AR IV, Bibliotheksraum im 2.OG
Link zum SEMINARPLAN
Link zum LITERATURVERZEICHNIS
Seminarbeschreibung
Die genaue Kenntnis der Formen und Traditionen der Sachliteratur ist für jede praktische Tätigkeit in einem Verlag, ob es sich dabei um das Lektorat, die Presse oder den Vertrieb handelt, unerlässlich.
Im Zentrum dieser Übung stehen die Einzelveröffentlichungen der Sachliteratur, die sogenannten Sachbücher. Dabei werden die sprachlichen Merkmale der einzelnen Grundformen wie Biografie, Reportage, Ratgeber und Streitschrift benannt und auf ihre Funktion hin untersucht. Anhand dieser Grundformen, ihren Konjunkturen zumal, werden die Rezeptions- und Marktbedingungen der Sachliteratur innerhalb der Konsumgesellschaft erläutert.
Literaturbetrieb
Die Geschichte der erzählenden Sachliteratur klärt über die sozialgeschichtlichen Grundlagen des heutigen Literaturbetriebs auf. Durch diese vorbereitenden Erkundungen werden die gegenwärtigen Produktions- und Kommunikationsbedingungen der Sachliteratur deutlich.
Formen
Im Mittelpunkt des ersten Teils steht eine wichtige Gattung der Sachliteratur: das Portrait. Ein Publikationstyp, der sich bei Lesern großer Beliebtheit erfreute und daher Autoren wie Herbert Eulenberg, Stefan Zweig oder Maximilian Harden große Erfolge bescherte. Als weitere Formen der Non Fiktion werden Reportagen, Ratgeber und Streitschriften besprochen. Im Reader finden sich dazu Beipieltexte, die in der Sitzung gemeinsam analysiert werden.
Methoden
Die Methoden, die auch in der Verlagspraxis eine Analyse der Sachliteratur erst ermöglichen, werden vorgestellt. Der methodische Zugriff kann durch die Erzähltheorie, Literatursoziologie, Kulturwissenschaft und und Diskurstheorie erprobt werden. Der Reader bietet dazu einführende Texte.
Leistungsnachweise
Teilnahmebedingung ist die Anfertigung eines Kurzreferats. Das Skript des Referats sollte eine Woche vorher abgegeben bzw. gemailt werden an michael.schikowski(at)t-online.de. Das Referat besteht in der Regel darin, einen Text aus dem Reader für das Seminar vorzubereiten.
Der Text muss genau gelesen werden. Fremdworte müssen erklärt werden, Personen, auf die im Text Bezug genommen wird, müssen dem Plenum erläutert werden. Der Text sollte für das Seminar zusammengefasst werden. Das Buch, aus dem der Text stammt, sollte aus der Bibliothek entliehen, der Text im Buch aufgesucht und im Kontext des Buches erläutert werden.
Die wichtigsten Kriterien für ein erfolgreiches Kurzreferat sind: sprachlicher Ausdruck, Gestaltung, Verständlichkeit, Interaktion mit dem Plenum.
Hausarbeit - Der Gegenstand der Hausarbeit ist in der Regel ein Text der populären Sachliteratur, der analysiert werden soll. Folgende Punkte sollten in der Hausarbeit berücksichtigt werden: Autor, Verlag, Buchkörper, zeitgeschichtlicher Hintergrund, Inhalt, Text, Rezeption. Besonders wichtig ist allerdings, dass die im Reader aufgeführten theoretischen Texte für die Textanalyse fruchtbar gemacht werden. Dabei kann je nach Eignung auch ein eigener Schwerpunkt in der Erzähltheorie, der Literatursoziologie, der Kulturwissenschaft oder der Diskurstheorie gewählt werden.
Weitere Hinweise
Ein erster Einstieg in die Arbeit am Text könnte das eigene Leseerlebnis sein. Gleichwohl gilt, dass für die Hausarbeit ein wissenschaftlicher Schreibstil verlangt wird, dem mündlichkeitsnahe bzw. auch in populären Sachbüchern gängige Formulierungen fehlen.
Über die formalen Anforderungen an eine Seminararbeit klären die Hinweise zur Anfertigung von literaturwissenschaftlichen Seminararbeiten auf, die auf der Institutshomepage unter http://www.germanistik.uni-bonn.de/content/studium/downloads nachzulesen sind.
Für die schriftlichen Arbeiten zitiere ich Gabriela Ruhmann, Leiterin des Schreibzentrums der Ruhr-Universität Bochum:
“Auf fatale Weise unterschätzen Studierende die Komplexität und den Aufwand des Schreibprozesses. Dass die erwartete gedankliche und sprachliche Präzision nicht auf Anhieb, sondern nur durch mehrfaches inhaltliches, strukturelles und sprachliches Überarbeiten zu erzielen ist, gehört nicht zu ihrem Bild vom Schreiben.”
Eine Fehleinschätzung, die nicht allein für die Arbeit in einem Verlag zu ungünstigen Ergebnissen führt. Schreibarbeit, welcher Art sie auch sei, ist immer durch einen großen Aufwand gekennzeichnet. Aber es gibt Hilfe, die man in Anspruch nehmen sollte.
Hilfestellungen
Es ist möglich, die Zwischenergebnisse des Schreibprozesses und die Gliederung an michael.schikowski(at)t-online.de zu mailen und in der Sprechstunde zu besprechen. Dringend zu empfehlen ist außerdem, mit anderen Studierenden die Rohfassung der Hausarbeiten auszutauschen. Schließlich ist die Bereitschaft, die eigene Arbeit mehrfach zu überarbeiten, eine der wichtigsten Voraussetzungen für jeden erfolgreichen Schreibprozess.
Quelle des Zitats und der Hilfestellungen: Gabriela Ruhmann: Schreiben im Studium. In: Wissen was zählt. Hrsg. Interne Fortbildung und Beratung (IFB), Ruhr-Universität Bochum 2010. S. 96-101. Zitat S. 97.
// SachBücher
Romina Raske, buchhändlerische Auszubildende, schreibt über Ferdinand von Schirach:
Ferdinand von Schirach
Schuld. Stories
Piper
Ferdinand von Schirach arbeitet seit 1994 als Anwalt und Strafverteidiger in Berlin. In seinem Buch beschreibt er Fälle, die ihm in seinem Berufsalltag begegnet sind. Dabei scheinen die einzelnen Mandate geradezu unglaublich und lassen seinen Leser nicht selten nachdenklich oder auch wütend zurück. Da geht es zum Beispiel um die Vergewaltigung eines Mädchens und die Täter kommen ohne Strafe davon oder in einem anderen Fall sitzt ein Mann unschuldig im Gefängnis, da die Aussagen der Zeugen glaubwürdig waren.
Schirach wirft in seinen fünfzehn Kurzgeschichten Fragen nach Schuld und Unschuld, angemessener Strafe und unserem Rechtssystem auf, die schwer mit einer Pauschal-Antwort abgefertigt werden können. Zu komplex die Thematik, zu speziell der Einzelfall und zu unterschiedlich die individuellen Meinungen.
Mit Schuld veröffentlicht Schirach neben Verbrechen bereits den zweiten Band mit Kurzgeschichten dieser Art. Und auch in diesem Band besticht wieder die sachliche, zurückgenommene, schnörkellose Schreibweise Schirachs, die unglaublich gut zu seinen Fällen passt und den Leser gerade deshalb so sehr in seinen Bann zieht.