Nutzer gewinnen im Sachbuch

19.07.2010
Regierungspräsidium Tübingen
Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen

Großer Sitzungssaal, W101
Konrad-Adenauer-Straße 20
72072 Tübingen

Die öffentlichen Bibliotheken sehen sich durch den veränderten Medienmarkt und das geänderte Medienverhalten gravierenden Veränderungen in der Sachbuchausleihe gegenüber. Wie sehen die Verlage die Situation? Welche Entwicklungen zeichnen sich jetzt ab, was ist längerfristig an Veränderungen zu erwarten? Abschließende Antworten sind schwer möglich. Vielleicht führt es aber weiter, wenn man klärt, was Sachbücher eigentlich sind, wer sie liest und was von ihnen zu erwarten ist. Von dort werden auch Schlussfolgerungen über die gar nicht so dramatischen Veränderungen des Sachbuchmarktes möglich.

Programm

+ Geschichte und Grundformen des Sachbuchs in Deutschland
+ Wer liest Sachbücher?
+ Wählen und sortieren: Optimierung des Einkaufs
+ Präsentation von Sachbüchern
+ Kompetent beraten – erfolgreich vermitteln
+ Zukunft des Sachbuchs in den Zeiten der Digitalisierung
+ Neue Chancen für Veranstaltungen vor Ort
+ Aktuelle Trends und Neuerscheinungen

Links zu die Veranstaltung vorbereitenden Texten:

Wissenstransfer allein reicht nicht aus. Was macht ein Sachbuch zum Bestseller? Ein Interview. Börsenblatt.net 02.02.2010.
http://www.boersenblatt.net/356140/

Stabile Seitenlage. Sachbücher werden vor allem nach ihren Inhalten beurteilt, seltener nach ihrer literarischen Qualität. Ein Interview. BuchMarkt Juni 2009, S. 54-55
Hier die Datei des Interviews im pdf-Format.

„Junge, wenn Du aus dem Haus gehst, steck dir ein Taschentuch ein“. Ein Interview. www.lit06.de 2006
http://www.lit06.de/archiv_rat/index_ratgeber.html

Bücher entstehen im Gespräch. Verdrängt das Internet wirklich das Lesen von Büchern? BuchMarkt Februar 2010. S. 42 - 47.
Hier die Datei des Textes im pdf-Format.

Deutschlandradio Kultur. Lesart: Das politische Buchmagazin. Global und regional? -Zukunftstrends. Rezensenten: Sylke Tempel und Michael Schikowski. Gesendet am 05.04.2010.
Hier der Link zum Podcast.
Hier der Link zur schriftlichen Fassung der Rezensionen.

Alle Träume des Lebens beginnen in der Jugend. Heinrich Harrers Sieben Jahre in Tibet. Online-Publikation 2007. Zu finden unter www.sachbuchforschung.de. Direkt unter http://www2.hu-berlin.de/sachbuchforschung/CONTENT/Artikel/Rezensionen/w006.html

Ein ärgerliches Buch. Rolf Steininger über Jörg Friedrichs Yalu. Eine Rezensionsrezension. Online-Publikation 2008. Zu finden unter www.sachbuchforschung.de. Direkt unter http://www2.hu-berlin.de/sachbuchforschung/CONTENT/Artikel/Rezensionen/f049.html

Immer schön sachlich. Eine kleine Geschichte des Sachbuchs. 1919 - 1945 Online unter www.sachbuchforschung.de. Direkt unter: http://www2.hu-berlin.de/sachbuchforschung/CONTENT/sachbuchgeschichte.html

// SachBuchforschung

Hier werden Beobachtungen zur Sachbuchforschung gesammelt. Eigene Mitteilungen, die der Forschung dienlich sein mögen, kommen hinzu.

Immer schön sachlich. Kleine Geschichte des Sachbuchs. 1870 - 1918

Mit Register und einem Vorwort von Prof. Dr. Erhard Schütz.
Bramann Verlag: Frankfurt 2010.
€ 16,00 ISBN 978-3-934054-42-4

Die seit 2006 unter www.sachbuchforschung.de publizierte Kleine Geschichte des Sachbuchs ist nun für den Zeitraum bis 1918 abgeschlossen. Sie erscheint im Sommer 2010 als erweiterter und um ein Register ergänzter Separatdruck unter dem Titel Immer schön sachlich. Eine kleine Geschichte des Sachbuchs.1870 – 1918 im Bramann Verlag.

Am Ende dieses ersten Teils der Geschichte des Sachbuchs haben die Leser ein wohl gefülltes und gehütetes Bücherbord, auf dem neben verbilligt produzierter Nationalliteratur zahlreiche Kleinschriften zur Natur, Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft stehen. Zu den Autoren und Verlegern, die in diesem Teil besprochen werden zählen u. a.:

Adler, Alfred; Ament, Wilhelm; Andreas-Salomé, Lou; Bahr, Anna; Bahr, Herrmann; Ball, Hugo; Bard, Julius; Bebel, August; Bechstein, Johann Matthäus; Behrens, Peter; Bekker, Paul; Bernhardi, Friedrich von; Bernstein, Aaron; Bie, Oscar; Bierbaum, Otto Julius; Bismarck, Otto von; Blos, Wilhelm; Blüher, Hans; Bonsels, Waldemar; Bonus, Arthur; Brahm, Otto; Brockhaus, Albert; Brod, Max; Bölsche, Wilhelm; Büchner, Ludwig; Bürgel, Bruno H.; Buber, Martin; Bunsen, Marie von; Burckhardt, Jacob; Carlyles, Thomas; Carnegie, Andrew; Chamberlain, Houston Steward; Churchill, Winston; Christ, Lena; Class, Heinrich; Dehmel, Richard; Dekker, Hermann; Delbrück, Hans; Dewitz, Hans Prehn von; Diederichs, Eugen; Duimchen, Theodor; Dohm, Hedwig; Dreiser, Theodore; Ehrenberg, Richard; Einstein, Albert; Engel, Eduard; Eucken, Rudolf; Eyth, Max; Felder, Franz Michael; Förster, Friedrich W. Förster-Nietzsche, Elisabeth; Freud, Sigmund; Friedegg, Ernst; Friedell, Egon; Frimmel, Theodor von; Fritsch, Theodor; Gansberg, Fritz; George, Henry; Germandt, Otto; Gillhoff, Johannes; Göhre, Paul; Goltz, Joachim von der; Grabowsky, Adolf; Grimm, Herman; Grottewitz, Curt; Günther, Siegmund; Gundolf, Friedrich; Haeckel, Ernst; Haecker, Theodor; Harnack, Adolf von; Hauptmann, Gerhard; Hedin, Sven; Heim Karl; Hellpach, Willy; Hesse, Herrmann; Hirsch, Franz; Hirzel, Salomon; Hofmannsthal, Hugo von; Holitscher, Arthur; Huch, Ricarda; Humboldt, Wilhelm von; James, William; Jacques, Norbert; Kafka, Franz; Kandinsky, Wassily; Kassner, Rudolf; Keller, Walther; Kellermann, Bernhard; Kerr, Alfred; Key, Ellen; Kiepenheuer, Gustav; Kippenberg, Anton; Kirchmayr, Hermann; Koelsch, Adolf; Kunowski, Lothar von; Lagerlöf, Selma; Lamprecht, Karl; Landsberg, Hans; Langbehn, Julius; Langen, Albert; Langenwiesche, Karl Robert; Lettow-Vorbeck, Paul; Lipsius, Marie; Ludwig, Emil; Luschan, Felix von; Luxemburg, Rosa; Mach, Ernst; Maeterlinck, Maurice; Mann Thomas; Marc, Franz; Marholm, Laura; Mehring, Franz; Meier-Graefe, Julius; Meinecke, Friedrich; Merezkowskij, Dimitrj; Meyer, M. Wilhelm; Meyer, Richard M.; Möbius, A. F.; Möbius, Carl; Morgenstern, Christian; Mommsen, Theodor; Montessori, Maria; Müller, Franz Carl; Muther, Richard; Myers, Gustavus; Naumann, Friedrich; Nehmann, Euchar; Nietzsche, Friedrich; Norden, Eduard; Norris, Frank; Otto, Rudolf; Paulsen, Friedrich; Piper, Reinhard; Pfordten, Hermann von der; Plehn, Hans; Poellnitz, Rudolf von; Preuß, Hugo; Rathenau, Walther; Raymond; Reiner, Karl; Riegl, Alois; Riezler, Kurt; Rohrbach, Paul; Rolland, Romain; Ruedorffer, J .J. (pseudonym für Riezler); Saja, Karl; Schillings, Georg; Schleich, Ernst Ludwig; Schmelzer, Karl; Schweninger, Ernst; Seemann, Arthur; Sinclair, Upton; Sombart, Werner; Sonnleitner, A. Th. (pseudonym für Tluchor); Steinhausen, Georg; Steffen, Gustav F.; Stöcker, Helene; Swehn, Jürnjakob; Thomas-San-Galli, W. Alexander; Thompson, William; Tluchor, Alois; Treitschke, Heinrich von; Tucholsky, Kurt; Trotha, Lothar von; Tschudi, Hugo von; Tönnies, Ferdinand; Unruh, Conrad von; Vanderbilt, Astor; Virchow, Rudolf; Waiblinger, Ernst; Weber, Alfred; Weber, Max;Weber, Max Maria von; Wedekind, Frank; Weiniger, Otto; Werner, Anton von; Wiegler, Paul; Wölfflin, Heinrich; Wundt, Wilhelm; Ziegler, Theobald; Zimmermann, Wilhelm.

Hier zur online-Version des Zeitraums 1918 - 1945.

Wie man die Knef wird

Anne Blenklein, buchhändlerische Auszubildende, schreibt über den zuerst 1970 veröffentlichten Erfolgstitel von Hildegard Knef. Ein Erfolg, der auch als eines der ersten Beispiele für die Vermarktung von Büchern durch und über die Talkshow gilt. Dass der Titel unserer Rezensentin am Ende recht wirr vorkam, tat dem Buch - das alles andere nur kein Roman ist wie die Neuausgabe frech behauptet - keinen Abbruch.


Hildegard Knef
Der geschenkte Gaul.
Bericht aus einem Leben.
Roman
edel Edition Moewig 2008

Hildegard Knef, eine Frau aus den Anfängen des 20. Jahrhundert: Über eine Kunstschule gelangt sie zum Schauspielerei und tritt schon bald in kleinen Stücken auf. Als besonders schön wird sie nicht bezeichnet, aber eben als etwas Besonderes. Der Krieg bricht aus und sie schlägt sich durch, ist Gefangene bei den Russen. Dann geht’s auf nach Amerika, natürlich nach Hollywood. Sie trifft Leute wie den Regisseur David Selznick, Henry Miller, Marlene Dietrich und Billy Wilder.

Der „Bericht aus einem Leben“ ist unstet von der Schreibweise her und wahrscheinlich war der Autorin innerlich auch so zumute. Sie schreibt anfangs erzählerisch, angenehm zu lesen, dann geht sie über in einen kurzen, Aussagen aneinanderreihenden Schreibstil, der oft sehr treffend, oft gehetzt daher kommt. Zuweilen auch schwierig zu lesen, man braucht etwas Geduld für manche Abschnitte. Viele Eindrücke beschreibt sie, wichtige Gespräche auch Wort für Wort. Später fügt sie eine Datumsangabe mit ein, währned anfangs die Kapitel nummeriert waren. Dann beginnt sie auch, in den Zeiten zu springen, von ‘49 nach ‘69 beispielsweise. Ob es nur mir so geht, dass ich nicht immer ganz folgen konnte, weiß ich nicht.