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	<title>Immer schön sachlich &#187; SachBuchforschung</title>
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	<description>Neue Sachbücher</description>
	<pubDate>Fri, 11 May 2012 09:30:45 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
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		<title>Non Fiktion WiSe 2012/13</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 18:48:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Übung zur praktischen Verlagsarbeit
WiSe 2012/13, Freitag Uhr 8.00 - 10.00
Dozent: Michael Schikowski
Wichtige Informationen: 
Der die Übung begleitende READER kann Anfang
September 2012 im A &#038; A Digital Print Center, Franziskanerstr. 1  in Bonn
ausgedruckt bzw. abgeholt werden.
SPRECHSTUNDE nach Vereinbarung per Mail nach der Sitzung 9.45 Uhr in Raum AR IV, Bibliotheksraum im 2.OG
Link zum SEMINARPLAN.
Link zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Übung zur praktischen Verlagsarbeit</strong></p>
<p>WiSe 2012/13, Freitag Uhr 8.00 - 10.00<br />
Dozent: Michael Schikowski</p>
<p><strong>Wichtige Informationen: </strong></p>
<p><strong>Der die Übung begleitende READER kann Anfang<br />
September 2012 im A &#038; A Digital Print Center, Franziskanerstr. 1  in Bonn<br />
ausgedruckt bzw. abgeholt werden.</strong></p>
<p>SPRECHSTUNDE nach Vereinbarung per Mail nach der Sitzung 9.45 Uhr in Raum AR IV, Bibliotheksraum im 2.OG</p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/seminarplan-wintersemester-2012/13/">Link zum SEMINARPLAN.</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-zu-non-fiktion/">Link zum LITERATURVERZEICHNIS</a></p>
<p><strong>Seminarbeschreibung</strong></p>
<p>Die genaue Kenntnis der Formen und Traditionen der Sachliteratur ist für jede praktische Tätigkeit in einem Verlag, ob es sich dabei um das Lektorat, die Presse, die Werbung oder den Vertrieb handelt, unerlässlich.</p>
<p>Im Zentrum der Übung stehen die Einzelveröffentlichungen der Sachliteratur, die sogenannten Sachbücher. Dabei werden die sprachlichen Merkmale der einzelnen Grundformen wie Biografie, Jugendsachbuch, Reportage, Ratgeber und Streitschrift benannt und auf ihre Funktion hin untersucht. Das Sachbuch wird als eigentümlicher Hybrid erläutert. Anhand der Grundformen, ihren Konjunkturen zumal, werden die Rezeptions- und Marktbedingungen der Sachliteratur innerhalb der Konsumgesellschaft erläutert.  </p>
<p><strong>Sachliteraturgeschichte</strong></p>
<p>In diesem Semester soll die Geschichte der deutschsprachigen Sachliteratur von 1820 bis heute im Mittelpunkt stehen. Die Geschichte der erzählenden Sachliteratur klärt über die sozialgeschichtlichen Grundlagen auch des heutigen Literaturbetriebs auf. Durch diese vorbereitenden Erkundungen werden die gegenwärtigen Produktions- und Kommunikationsbedingungen der Sachliteratur deutlich.</p>
<p><strong>Formen</strong></p>
<p>Wir wollen uns intensiv mit den Klassikern der Sachliteratur beschäftigen. Als weitere Einzelformen der Non Fiktion werden Reportagen, Ratgeber, Biografien, Autobiografien und Streitschriften besprochen. Im Reader finden sich dazu Beispieltexte, die in der Sitzung gemeinsam analysiert werden.  </p>
<p><strong>Methoden</strong></p>
<p>Die Methoden, die auch in der Verlagspraxis eine Analyse der Sachliteratur erst ermöglichen, werden vorgestellt. Der methodische Zugriff kann durch die Erzähltheorie, Literatursoziologie, Kulturwissenschaft und und Diskurstheorie erprobt werden. Der Reader bietet dazu einführende Texte.</p>
<p><strong>Leistungsnachweise</strong></p>
<p>Teilnahmebedingung ist die Anfertigung eines Kurzreferats. Das Skript des Referats sollte eine Woche vorher abgegeben bzw. gemailt werden an michael.schikowski(at)t-online.de. Das Referat besteht in der Regel darin, einen Text aus dem Reader für das Seminar vorzubereiten. </p>
<p>Der Text muss genau gelesen werden. Fremdworte müssen erklärt werden, Personen, auf die im Text Bezug genommen wird, müssen dem Plenum erläutert werden. Der Text sollte für das Seminar zusammengefasst werden. Das Buch, aus dem der Text stammt, sollte aus der Bibliothek entliehen, der Text im Buch aufgesucht und im Kontext des Buches erläutert werden. </p>
<p>Die wichtigsten Kriterien für ein erfolgreiches Kurzreferat sind: sprachlicher Ausdruck, Gestaltung, Verständlichkeit, Interaktion mit dem Plenum. </p>
<p>Hausarbeit - Der Gegenstand der Hausarbeit ist in der Regel ein Text der populären Sachliteratur, der analysiert werden soll. Folgende Punkte sollten in der Hausarbeit berücksichtigt werden: Autor, Verlag, Buchkörper, zeitgeschichtlicher Hintergrund, Inhalt, Text, Rezeption. Besonders wichtig ist allerdings, dass die im Reader aufgeführten theoretischen Texte für die Textanalyse fruchtbar gemacht werden. Dabei kann je nach Eignung auch ein eigener Schwerpunkt in der Erzähltheorie, der Literatursoziologie, der Kulturwissenschaft oder der Diskurstheorie gewählt werden. </p>
<p>Weitere Hinweise</p>
<p>Ein erster Einstieg in die Arbeit am Text könnte das eigene Leseerlebnis sein. Gleichwohl gilt, dass für die Hausarbeit ein wissenschaftlicher Schreibstil verlangt wird, dem mündlichkeitsnahe bzw. auch in populären Sachbüchern gängige Formulierungen fehlen. </p>
<p>Über die formalen Anforderungen an eine Seminararbeit klären die Hinweise zur Anfertigung von literaturwissenschaftlichen Seminararbeiten auf, die auf der Institutshomepage unter http://www.germanistik.uni-bonn.de/content/studium/downloads nachzulesen sind. </p>
<p>Für die schriftlichen Arbeiten zitiere ich Gabriela Ruhmann, Leiterin des Schreibzentrums der Ruhr-Universität Bochum: </p>
<p>&#8220;Auf fatale Weise unterschätzen Studierende die Komplexität und den Aufwand des Schreibprozesses. Dass die erwartete gedankliche und sprachliche Präzision nicht auf Anhieb, sondern nur durch mehrfaches inhaltliches, strukturelles und sprachliches Überarbeiten zu erzielen ist, gehört nicht zu ihrem Bild vom Schreiben.&#8221; </p>
<p>Eine Fehleinschätzung, die nicht allein für die Arbeit in einem Verlag zu ungünstigen Ergebnissen führt. Schreibarbeit, welcher Art sie auch sei, ist immer durch einen großen Aufwand gekennzeichnet. Aber es gibt Hilfe, die man in Anspruch nehmen sollte.</p>
<p>Hilfestellungen</p>
<p>Es ist möglich, die Zwischenergebnisse des Schreibprozesses und die Gliederung an michael.schikowski(at)t-online.de zu mailen und in der Sprechstunde zu besprechen. Dringend zu empfehlen ist außerdem, mit anderen Studierenden die Rohfassung der Hausarbeiten auszutauschen. Schließlich ist die Bereitschaft, die eigene Arbeit mehrfach zu überarbeiten, eine der wichtigsten Voraussetzungen für jeden erfolgreichen Schreibprozess.</p>
<p>Quelle des Zitats und der Hilfestellungen: Gabriela Ruhmann: Schreiben im Studium. In: Wissen was zählt. Hrsg. Interne Fortbildung und Beratung (IFB), Ruhr-Universität Bochum 2010. S. 96-101. Zitat S. 97.</p>
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		<title>Sachregister</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/sachregister/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 07:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Beste Sachbücher 2011
Beste Sachbücher 2010
Beste Sachbücher 2009
Beste Sachbücher 2008
Biografie
Börne-Preis 2012
Börne-Preis 2011
Buchhandel
Corine-Preis 2011
Corine-Preis 2010
Corine-Preis 2009
creative writing
Danksagung
E-Book
Johann-Heinrich-Merck-Preis 2010
Jugendsachbuch
Kanon
Kommunikation
Konsumgesellschaft
Kulturwissenschaft 1
Kulturwissenschaft 2
Leseliste
Literaturbetriebsforschung
NDR Kultur Sachbuchpreis 2011NDR Kultur Sachbuchpreis 2010
NDR Kultur Sachbuchpreis 2009
Philosophie
Preis der Leipziger Buchmesse 2012
Preis der Leipziger Buchmesse 2011
Preis der Leipziger Buchmesse 2010
Preise
Reiseliteratur 1
Reiseliteratur 2
Reportage
Rezensionen
Sachbuchgeschichte
Sachbuchklassiker
Sachliteraturunterricht
Trend
Veranstaltungen
Vorurteile
Wissen
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/das-beste-sachbuch-und-die-besten-sachbucher-2011/">Beste Sachbücher 2011</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/das-beste-sachbuch-und-die-besten-sachbucher-2010/">Beste Sachbücher 2010</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/die-besten-deutschsprachigen-sachbucher-des-jahres-2009/">Beste Sachbücher 2009</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/die-besten-deutschsprachigen-sachbucher-des-jahres-2008/">Beste Sachbücher 2008</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/rapunzel-lass-deinen-bart-herunter/">Biografie</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/borne-preis-2012/">Börne-Preis 2012</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/borne-preis-2011/">Börne-Preis 2011</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/%e2%80%9edieser-langweilige-und-wenig-ertragliche-zustand-%e2%80%a6%e2%80%9c/">Buchhandel</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/corine-sachbuchpreistrager-2011/">Corine-Preis 2011</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/corine-sachbuchpreistrage-2010/">Corine-Preis 2010</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/corine-sachbuchpreistrager-2009/">Corine-Preis 2009</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/wie-schreiben-zwischen-creative-writing-und-literaturwissenschaft/">creative writing</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/sag-beim-abdruck-leise-danke-warum-sich-autoren-nicht-uberall-bedanken-mussen/">Danksagung</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/im-maschinenraum-des-literaturbetriebs/">E-Book</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/johann-heinrich-merck-preis-2010/">Johann-Heinrich-Merck-Preis 2010</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/wann-kommt-der-potter-effekt-neue-jugendsachbucher/">Jugendsachbuch</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/die-100-sachbuch-klassiker-ein-kanon/">Kanon</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/im-maschinenraum-des-literaturbetriebs/">Kommunikation</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/der-betrieb-bucher-machen-kommunizieren-verbreiten/">Konsumgesellschaft</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/kulturwissenschaft-als-lightwissenschaft-wer-schutzt-die-kulturwissenschaft-vor-den-anspruchen-ihrer-vertreter/">Kulturwissenschaft 1</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/lest-stadtplane/">Kulturwissenschaft 2</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/die-100-sachbuch-klassiker-ein-kanon/">Leseliste</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturbetriebsforschung/">Literaturbetriebsforschung</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/ndr-sachbuchpreis-2011/">NDR Kultur Sachbuchpreis 2011</a><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/ndr-kultur-sachbuchpreis-preistrager-und-shortlist-2010/">NDR Kultur Sachbuchpreis 2010</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/ndr-kultur-sachbuchpreis-longlist/">NDR Kultur Sachbuchpreis 2009</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/die-drei-zugange-zur-philosophie/">Philosophie</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/preis-der-leipziger-buchmesse-2012/">Preis der Leipziger Buchmesse 2012</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/preis-der-leipziger-buchmesse-2011/">Preis der Leipziger Buchmesse 2011</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/preis-der-leipziger-buchmesse-2010/">Preis der Leipziger Buchmesse 2010</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/ein-neuer-sachbuchpreis/">Preise</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/embedded-schriftsteller/">Reiseliteratur 1</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/mrs-mortimers-sohne-die-neuen-unsentimentalen-reisebucher/">Reiseliteratur 2</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/drei-reisen-in-die-dunkelheit/">Reportage</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/autoren-der-sachen-an-sich/">Rezensionen</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/sachbuchgeschichte/">Sachbuchgeschichte</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/die-100-sachbuch-klassiker-ein-kanon/">Sachbuchklassiker</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/jungen-lesen-fakten-anregungen-zu-einem-neuen-sachliteraturunterricht/">Sachliteraturunterricht</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/der-trend-als-wille-und-vorstellung-buchmesse-2008/">Trend</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/die-wasserleichen-der-poesie/">Veranstaltungen</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/mitteilungen-an-einen-jungen-dichter-das-28-poetenfest-in-erlangen/">Vorurteile</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/der-deutsche-tapetenbuchhandel/">Wissen</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Non Fiktion SoSe 2012</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/non-fiktion-sose-2012/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/non-fiktion-sose-2012/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 08:57:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Übung zur praktischen Verlagsarbeit
SoSe 2012, Freitag Uhr 8.00 - 10.00
Dozent: Michael Schikowski
Wichtige Informationen: 
Der die Übung begleitende READER kann im
A &#038; A Digital Print Center, Franziskanerstr. 1  in Bonn
ausgedruckt werden.
SPRECHSTUNDE nach Vereinbarung per Mail nach der Sitzung 9.45 Uhr in Raum AR IV, Bibliotheksraum im 2.OG
Link zum SEMINARPLAN.
Link zum LITERATURVERZEICHNIS
Seminarbeschreibung
Die genaue Kenntnis der Formen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Übung zur praktischen Verlagsarbeit</strong></p>
<p>SoSe 2012, Freitag Uhr 8.00 - 10.00<br />
Dozent: Michael Schikowski</p>
<p><strong>Wichtige Informationen: </strong></p>
<p><strong>Der die Übung begleitende READER kann im<br />
A &#038; A Digital Print Center, Franziskanerstr. 1  in Bonn<br />
ausgedruckt werden.</strong></p>
<p>SPRECHSTUNDE nach Vereinbarung per Mail nach der Sitzung 9.45 Uhr in Raum AR IV, Bibliotheksraum im 2.OG</p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/seminarplan-sommersemester-2012/">Link zum SEMINARPLAN.</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-zu-non-fiktion/">Link zum LITERATURVERZEICHNIS</a></p>
<p><strong>Seminarbeschreibung</strong></p>
<p>Die genaue Kenntnis der Formen und Traditionen der Sachliteratur ist für jede praktische Tätigkeit in einem Verlag, ob es sich dabei um das Lektorat, die Presse, die Werbung oder den Vertrieb handelt, unerlässlich.</p>
<p>Im Zentrum der Übung stehen die Einzelveröffentlichungen der Sachliteratur, die sogenannten Sachbücher. Dabei werden die sprachlichen Merkmale der einzelnen Grundformen wie Biografie, Jugendsachbuch, Reportage, Ratgeber und Streitschrift benannt und auf ihre Funktion hin untersucht. Das Sachbuch wird als eigentümlicher Hybrid erläutert. Anhand der Grundformen, ihren Konjunkturen zumal, werden die Rezeptions- und Marktbedingungen der Sachliteratur innerhalb der Konsumgesellschaft erläutert.  </p>
<p><strong>Literaturbetrieb</strong></p>
<p>Die Geschichte der erzählenden Sachliteratur klärt über die sozialgeschichtlichen Grundlagen des heutigen Literaturbetriebs auf. Durch diese vorbereitenden Erkundungen werden die gegenwärtigen Produktions- und Kommunikationsbedingungen der Sachliteratur deutlich.</p>
<p><strong>Formen</strong></p>
<p>In diesem Semester soll die Form des populären Sachbuchs  im Mittelpunkt stehen. Wir wollen uns intensiv mit den Klassikern dieses Genres z. B. von Emil Ludwig, C. W. Ceram, Ludwig Marcuse und Dieter Hildebrandt, beschäftigen. Als weitere Formen der Non Fiktion werden Reportagen, Ratgeber und Streitschriften besprochen. Im Reader finden sich dazu Beipieltexte, die in der Sitzung gemeinsam analysiert werden.  </p>
<p><strong>Methoden</strong></p>
<p>Die Methoden, die auch in der Verlagspraxis eine Analyse der Sachliteratur erst ermöglichen, werden vorgestellt. Der methodische Zugriff kann durch die Erzähltheorie, Literatursoziologie, Kulturwissenschaft und und Diskurstheorie erprobt werden. Der Reader bietet dazu einführende Texte.</p>
<p><strong>Leistungsnachweise</strong></p>
<p>Teilnahmebedingung ist die Anfertigung eines Kurzreferats. Das Skript des Referats sollte eine Woche vorher abgegeben bzw. gemailt werden an michael.schikowski(at)t-online.de. Das Referat besteht in der Regel darin, einen Text aus dem Reader für das Seminar vorzubereiten. </p>
<p>Der Text muss genau gelesen werden. Fremdworte müssen erklärt werden, Personen, auf die im Text Bezug genommen wird, müssen dem Plenum erläutert werden. Der Text sollte für das Seminar zusammengefasst werden. Das Buch, aus dem der Text stammt, sollte aus der Bibliothek entliehen, der Text im Buch aufgesucht und im Kontext des Buches erläutert werden. </p>
<p>Die wichtigsten Kriterien für ein erfolgreiches Kurzreferat sind: sprachlicher Ausdruck, Gestaltung, Verständlichkeit, Interaktion mit dem Plenum. </p>
<p>Hausarbeit - Der Gegenstand der Hausarbeit ist in der Regel ein Text der populären Sachliteratur, der analysiert werden soll. Folgende Punkte sollten in der Hausarbeit berücksichtigt werden: Autor, Verlag, Buchkörper, zeitgeschichtlicher Hintergrund, Inhalt, Text, Rezeption. Besonders wichtig ist allerdings, dass die im Reader aufgeführten theoretischen Texte für die Textanalyse fruchtbar gemacht werden. Dabei kann je nach Eignung auch ein eigener Schwerpunkt in der Erzähltheorie, der Literatursoziologie, der Kulturwissenschaft oder der Diskurstheorie gewählt werden. </p>
<p>Weitere Hinweise</p>
<p>Ein erster Einstieg in die Arbeit am Text könnte das eigene Leseerlebnis sein. Gleichwohl gilt, dass für die Hausarbeit ein wissenschaftlicher Schreibstil verlangt wird, dem mündlichkeitsnahe bzw. auch in populären Sachbüchern gängige Formulierungen fehlen. </p>
<p>Über die formalen Anforderungen an eine Seminararbeit klären die Hinweise zur Anfertigung von literaturwissenschaftlichen Seminararbeiten auf, die auf der Institutshomepage unter http://www.germanistik.uni-bonn.de/content/studium/downloads nachzulesen sind. </p>
<p>Für die schriftlichen Arbeiten zitiere ich Gabriela Ruhmann, Leiterin des Schreibzentrums der Ruhr-Universität Bochum: </p>
<p>&#8220;Auf fatale Weise unterschätzen Studierende die Komplexität und den Aufwand des Schreibprozesses. Dass die erwartete gedankliche und sprachliche Präzision nicht auf Anhieb, sondern nur durch mehrfaches inhaltliches, strukturelles und sprachliches Überarbeiten zu erzielen ist, gehört nicht zu ihrem Bild vom Schreiben.&#8221; </p>
<p>Eine Fehleinschätzung, die nicht allein für die Arbeit in einem Verlag zu ungünstigen Ergebnissen führt. Schreibarbeit, welcher Art sie auch sei, ist immer durch einen großen Aufwand gekennzeichnet. Aber es gibt Hilfe, die man in Anspruch nehmen sollte.</p>
<p>Hilfestellungen</p>
<p>Es ist möglich, die Zwischenergebnisse des Schreibprozesses und die Gliederung an michael.schikowski(at)t-online.de zu mailen und in der Sprechstunde zu besprechen. Dringend zu empfehlen ist außerdem, mit anderen Studierenden die Rohfassung der Hausarbeiten auszutauschen. Schließlich ist die Bereitschaft, die eigene Arbeit mehrfach zu überarbeiten, eine der wichtigsten Voraussetzungen für jeden erfolgreichen Schreibprozess.</p>
<p>Quelle des Zitats und der Hilfestellungen: Gabriela Ruhmann: Schreiben im Studium. In: Wissen was zählt. Hrsg. Interne Fortbildung und Beratung (IFB), Ruhr-Universität Bochum 2010. S. 96-101. Zitat S. 97.</p>
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		</item>
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		<title>Was haben Sie gegen das Wort Sachbuch?</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/was-haben-sie-gegen-das-wort-sachbuch/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/was-haben-sie-gegen-das-wort-sachbuch/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 16:50:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wolfgang Beck, Verlagsleiter C. H. Beck, beantwortet diese Frage so:
Das Sachbuch spielt bei uns eine eminente Rolle, mehr noch als die Belletristik, die vor elf Jahren dazukam. Aber das Wort »Sachbuch« ist unglücklich gewählt, es deckt die Vielfalt an Genres zu und wertet die Bücher ab. Wie kann man Geisteswissenschaften und Philosophie, wie kann man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wolfgang Beck, Verlagsleiter C. H. Beck, beantwortet diese Frage so:</p>
<p><em>Das Sachbuch spielt bei uns eine eminente Rolle, mehr noch als die Belletristik, die vor elf Jahren dazukam. Aber das Wort »Sachbuch« ist unglücklich gewählt, es deckt die Vielfalt an Genres zu und wertet die Bücher ab. Wie kann man Geisteswissenschaften und Philosophie, wie kann man Platon, Aristoteles und Wittgenstein, wie kann man Biografien alle unter dieses dürre Wort subsumieren? Das englische »Non-Fiction« wäre mir da lieber. Die Franzosen sprechen von »Essay«, was ebenfalls besser ist als »Sachbuch«, das nüchtern und menschenfern klingt. Dabei geht es um Schicksale, Historie, menschliche Dramen. Denken Sie nur an Saul. Friedländers »Das Dritte Reich und die Juden« — ein Werk der Geschichte und darstellerisch gesehen ein Kunstwerk.</em></p>
<p>Aus: &#8220;Sachbuch klingt so menschenfern&#8221;, Verleger Wolfgang Beck im Gespräch mit Michael Roesler-Graichen, Börsenblatt, 178. Jahrgang, 22.09.2011, Heft 38, S. 31.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Non Fiktion WiSe 2011/12</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/non-fiktion-wise-201112/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/non-fiktion-wise-201112/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 15:34:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=1058</guid>
		<description><![CDATA[Übung zur praktischen Verlagsarbeit
WiSe 2011/12, Freitag Uhr 8.00 - 10.00
Dozent: Michael Schikowski
Wichtige Informationen: 
Der die Übung begleitende READER kann ab dem 05.10.2011 im
A &#038; A Digital Print Center, Franziskanerstr. 1 in Bonn
ausgedruckt werden.
SPRECHSTUNDE nach Vereinbarung per Mail nach der Sitzung 9.45 Uhr in Raum AR IV, Bibliotheksraum im 2.OG
Link zum SEMINARPLAN
Link zum LITERATURVERZEICHNIS
Seminarbeschreibung
Die genaue Kenntnis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Übung zur praktischen Verlagsarbeit</strong></p>
<p>WiSe 2011/12, Freitag Uhr 8.00 - 10.00<br />
Dozent: Michael Schikowski</p>
<p><strong>Wichtige Informationen: </strong></p>
<p><strong>Der die Übung begleitende READER kann ab dem 05.10.2011 im<br />
A &#038; A Digital Print Center, Franziskanerstr. 1 in Bonn<br />
ausgedruckt werden.</strong></p>
<p>SPRECHSTUNDE nach Vereinbarung per Mail nach der Sitzung 9.45 Uhr in Raum AR IV, Bibliotheksraum im 2.OG</p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/seminarplan-wise-201112/">Link zum SEMINARPLAN</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-zu-non-fiktion/">Link zum LITERATURVERZEICHNIS</a></p>
<p><strong>Seminarbeschreibung</strong></p>
<p>Die genaue Kenntnis der Formen und Traditionen der Sachliteratur ist für jede praktische Tätigkeit in einem Verlag, ob es sich dabei um das Lektorat, die Presse oder den Vertrieb handelt, unerlässlich.</p>
<p>Im Zentrum dieser Übung stehen die Einzelveröffentlichungen der Sachliteratur, die sogenannten Sachbücher. Dabei werden die sprachlichen Merkmale der einzelnen Grundformen wie Biografie, Reportage, Ratgeber und Streitschrift benannt und auf ihre Funktion hin untersucht. Anhand dieser Grundformen, ihren Konjunkturen zumal, werden die Rezeptions- und Marktbedingungen der Sachliteratur innerhalb der Konsumgesellschaft erläutert.</p>
<p><strong>Literaturbetrieb</strong></p>
<p>Die Geschichte der erzählenden Sachliteratur klärt über die sozialgeschichtlichen Grundlagen des heutigen Literaturbetriebs auf. Durch diese vorbereitenden Erkundungen werden die gegenwärtigen Produktions- und Kommunikationsbedingungen der Sachliteratur deutlich.</p>
<p><strong>Formen</strong></p>
<p>Im Mittelpunkt des ersten Teils steht eine wichtige Gattung der Sachliteratur: das Portrait. Ein Publikationstyp, der sich bei Lesern großer Beliebtheit erfreute und daher Autoren wie Herbert Eulenberg, Stefan Zweig oder Maximilian Harden große Erfolge bescherte. Als weitere Formen der Non Fiktion werden Reportagen, Ratgeber und Streitschriften besprochen. Im Reader finden sich dazu Beipieltexte, die in der Sitzung gemeinsam analysiert werden.  </p>
<p><strong>Methoden</strong></p>
<p>Die Methoden, die auch in der Verlagspraxis eine Analyse der Sachliteratur erst ermöglichen, werden vorgestellt. Der methodische Zugriff kann durch die Erzähltheorie, Literatursoziologie, Kulturwissenschaft und und Diskurstheorie erprobt werden. Der Reader bietet dazu einführende Texte.</p>
<p><strong>Leistungsnachweise</strong></p>
<p>Teilnahmebedingung ist die Anfertigung eines Kurzreferats. Das Skript des Referats sollte eine Woche vorher abgegeben bzw. gemailt werden an michael.schikowski(at)t-online.de. Das Referat besteht in der Regel darin, einen Text aus dem Reader für das Seminar vorzubereiten. </p>
<p>Der Text muss genau gelesen werden. Fremdworte müssen erklärt werden, Personen, auf die im Text Bezug genommen wird, müssen dem Plenum erläutert werden. Der Text sollte für das Seminar zusammengefasst werden. Das Buch, aus dem der Text stammt, sollte aus der Bibliothek entliehen, der Text im Buch aufgesucht und im Kontext des Buches erläutert werden. </p>
<p>Die wichtigsten Kriterien für ein erfolgreiches Kurzreferat sind: sprachlicher Ausdruck, Gestaltung, Verständlichkeit, Interaktion mit dem Plenum. </p>
<p>Hausarbeit - Der Gegenstand der Hausarbeit ist in der Regel ein Text der populären Sachliteratur, der analysiert werden soll. Folgende Punkte sollten in der Hausarbeit berücksichtigt werden: Autor, Verlag, Buchkörper, zeitgeschichtlicher Hintergrund, Inhalt, Text, Rezeption. Besonders wichtig ist allerdings, dass die im Reader aufgeführten theoretischen Texte für die Textanalyse fruchtbar gemacht werden. Dabei kann je nach Eignung auch ein eigener Schwerpunkt in der Erzähltheorie, der Literatursoziologie, der Kulturwissenschaft oder der Diskurstheorie gewählt werden. </p>
<p>Weitere Hinweise</p>
<p>Ein erster Einstieg in die Arbeit am Text könnte das eigene Leseerlebnis sein. Gleichwohl gilt, dass für die Hausarbeit ein wissenschaftlicher Schreibstil verlangt wird, dem mündlichkeitsnahe bzw. auch in populären Sachbüchern gängige Formulierungen fehlen. </p>
<p>Über die formalen Anforderungen an eine Seminararbeit klären die Hinweise zur Anfertigung von literaturwissenschaftlichen Seminararbeiten auf, die auf der Institutshomepage unter http://www.germanistik.uni-bonn.de/content/studium/downloads nachzulesen sind. </p>
<p>Für die schriftlichen Arbeiten zitiere ich Gabriela Ruhmann, Leiterin des Schreibzentrums der Ruhr-Universität Bochum: </p>
<p>&#8220;Auf fatale Weise unterschätzen Studierende die Komplexität und den Aufwand des Schreibprozesses. Dass die erwartete gedankliche und sprachliche Präzision nicht auf Anhieb, sondern nur durch mehrfaches inhaltliches, strukturelles und sprachliches Überarbeiten zu erzielen ist, gehört nicht zu ihrem Bild vom Schreiben.&#8221; </p>
<p>Eine Fehleinschätzung, die nicht allein für die Arbeit in einem Verlag zu ungünstigen Ergebnissen führt. Schreibarbeit, welcher Art sie auch sei, ist immer durch einen großen Aufwand gekennzeichnet. Aber es gibt Hilfe, die man in Anspruch nehmen sollte.</p>
<p>Hilfestellungen</p>
<p>Es ist möglich, die Zwischenergebnisse des Schreibprozesses und die Gliederung an michael.schikowski(at)t-online.de zu mailen und in der Sprechstunde zu besprechen. Dringend zu empfehlen ist außerdem, mit anderen Studierenden die Rohfassung der Hausarbeiten auszutauschen. Schließlich ist die Bereitschaft, die eigene Arbeit mehrfach zu überarbeiten, eine der wichtigsten Voraussetzungen für jeden erfolgreichen Schreibprozess.</p>
<p>Quelle des Zitats und der Hilfestellungen: Gabriela Ruhmann: Schreiben im Studium. In: Wissen was zählt. Hrsg. Interne Fortbildung und Beratung (IFB), Ruhr-Universität Bochum 2010. S. 96-101. Zitat S. 97.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wer Schreibzeug hat, hat noch nicht das Zeug zum Schreiben - die richtige Haltung für Ratgeber- und Sachbuchautoren</title>
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		<pubDate>Tue, 17 May 2011 15:18:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<category><![CDATA[Gorus]]></category>

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		<description><![CDATA[von Oliver Gorus
Die Haltung des Ratgeberautors
Helfen und beraten - Der Ratgeberautor ist ein Helfer. Was auch immer sein Thema sein mag – er möchte seinen Lesern dabei helfen, eine Situation zu bewältigen, sich neue Fähigkeiten anzueignen und Fehler zu vermeiden. Ratgeber haben immer etwas Pädagogisches, und wem es so gar nicht liegt, andere Menschen anzuleiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Oliver Gorus</p>
<p><strong>Die Haltung des Ratgeberautors</strong></p>
<p><em>Helfen und beraten</em> - Der Ratgeberautor ist ein Helfer. Was auch immer sein Thema sein mag – er möchte seinen Lesern dabei helfen, eine Situation zu bewältigen, sich neue Fähigkeiten anzueignen und Fehler zu vermeiden. Ratgeber haben immer etwas Pädagogisches, und wem es so gar nicht liegt, andere Menschen anzuleiten und zu unterstützen, ist hier im falschen Genre. Tatsächlich scheitern unerfahrene Ratgeberautoren häufig daran, dass sie lediglich ihr Wissen ausbreiten, aber es nicht verstehen, dem Leser ganz konkret und in einzelnen Schritten aufzuzeigen, wie etwas nun wirklich geht. Der Ratgeberautor muss beim Schreiben am nächsten bei seinem Leser sein, immer auf Augenhöhe. Und er sollte sich in seiner Rolle als Helfer und Berater wohl fühlen und nicht befangen sein. Diese Tugenden machen einen guten Ratgeberautor aus:</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1035" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/schreiben.jpg" alt="" width="405" height="537" /> <em>Schreibartikel oder &#8220;Schreib Artikel&#8221;.</em></p>
<p><strong>Tugenden des Ratgeberautors</strong></p>
<p><em>Glaubwürdigkeit</em> - „Kennen Sie einen Wegweiser, der selber in die Richtung geht, die er anzeigt?“ Diese ironische Bemerkung des Philosophen Max Scheler spießt eine leider verbreitete Schwäche von Beratern und Ratgebern auf. Wer ist mir nicht schon alles begegnet! Der Projektmanagement-Experte, der seine Termine verschwitzt und sich verzettelt. Die Etikette-Trainerin, die sich wie die Axt im Walde benimmt. Der umwelt- und klimapolitische Vordenker, der täglich 40 Kilometer mit dem Auto zwischen Eigenheim und Büro zurücklegt. Papier ist geduldig – aber als Autor sind Sie Teil Ihres Buches. Authentische Ratgeberautoren empfehlen anderen nur das, was sie selbst tun oder zu tun bereit sind. Sie sind kein bloßer Wegweiser, sondern gehen in die richtige Richtung selber voran.</p>
<p><em>Einfühlungsvermögen</em> - Ratgeberautoren haben es stets mit „Betroffenen“ als Leser zu tun. Das heißt, der Leser möchte in einer ganz bestimmten Situation wissen, wie man etwas macht – sei es Rückenschmerzen bekämpfen, Geld Gewinn bringend anlegen oder indonesisch kochen. Je besser sich der Ratgeberautor – auch emotional – in die Situation seines Lesers hineinversetzen kann, desto mehr wird er bei ihm positiv bewirken. Erfolgreiche Ratgeberautoren überlegen beim Schreiben ganz genau, was der Leser im nächsten Schritt braucht und wie er am besten erreichbar ist.</p>
<p><em>Humor</em> - Es ist nicht immer einfach, etwas besser zu wissen und anderen den Weg zu weisen. Das hat mit Beeinflussung zu tun – wo wir doch alle freie und verantwortliche Individuen sind, die souverän entscheiden möchten. Gegen die Skrupel, anderen immer sagen zu müssen, wo es langgeht, hilft eine gute Portion Humor. Beliebt sind Ratgeberautoren, die sich selbst nicht ganz so ernst nehmen, zu ihren eigenen Schwächen und Niederlagen stehen und all die Probleme, zu deren Lösung sie beitragen wollen, auch einmal augenzwinkernd betrachten können. Alles halb so wild, denken sie oft beim Schreiben, und ihre Gelassenheit überträgt sich dann wie von selbst auf die Leser, die bei ihnen Rat suchen.</p>
<p><strong>Die Haltung des Sachbuchautors</strong></p>
<p><em>Unterhalten und Impulse geben</em> - Der Sachbuchautor ist intelligenter Unterhalter, Spiegel des Zeitgeistes, gesellschaftlicher Impulsgeber. Worüber auch immer er schreibt – es soll viele Menschen interessieren, neugierig machen, anregen oder auch aufregen. Sachbuchautoren haben eine gesunde Portion Geltungsdrang. Wer mit seinen Büchern nicht groß herauskommen möchte, wer nicht interviewt werden und sich in öffentliche Debatten einmischen will, sollte lieber Fachbücher oder Ratgeber schreiben. In der Haltung der Stars unter den Sachbuchautoren findet sich auch immer ein Schuss Künstlertum – von Habitus und Auftreten her haben sie gewisse Ähnlichkeiten mit Belletristikautoren, Schauspielern oder Regisseuren. Und beim Schreiben kommen bei ihnen tatsächlich die entsprechenden Talente zum Einsatz: literarisches Gespür, die Fähigkeit zur Selbstdarstellung und die Kunst, ein Thema effektvoll zu inszenieren. Das sind die wichtigsten Tugenden eines Sachbuchautors:</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1036" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/gluck-und-spreu.jpg" alt="" width="441" height="326" /> <em>Mit etwas Glück bekommt jeder Autor den Blick fürs Wesentliche.</em></p>
<p><strong>Tugenden des Sachbuchautors</strong></p>
<p><em>Begeisterung</em> - Wer von einem Thema nicht wirklich fasziniert ist, sollte darüber auch kein Sachbuch schreiben. Hingegen spürt jeder Leser, ob der Autor beim Schreiben begeistert bei der Sache war – und diese Begeisterung überträgt sich dann oft ganz automatisch. Mit seiner Leidenschaft für ein Thema ist der Sachbuchautor für viele Leser ein bewundertes Vorbild. Denn ganz in einer Sache aufgehen, die man sich selbst ausgesucht hat – das möchten fast alle Menschen gern. Den Sachbuchautor begeistert aber nicht nur sein Thema, sondern auch der Umgang mit Sprache, ja das Bücherschreiben an sich. Und das ist eine der Voraussetzungen für seinen Erfolg.</p>
<p><em>Authentizität</em> - Der Sachbuchautor gibt beim Schreiben relativ viel von seiner Persönlichkeit preis. Ist die persönliche Färbung beim Ratgeber gefährlich (die Verlage sind bei Erfahrungsberichten sofort skeptisch), so ist sie beim Sachbuch erlaubt und erwünscht. Dazu muss der Sachbuchautor eine bejahende Haltung einnehmen. Er kann sich nicht wie ein altmodischer Wissenschaftler hinter seinem Thema verstecken. Er sollte vielmehr jederzeit bereit sein, etwas Persönliches von sich durchscheinen zu lassen und Farbe zu bekennen – was mit dem Risiko verbunden ist, von einigen abgelehnt zu werden. Je authentischer ein Sachbuchautor sich gibt, je einmaliger seine Persönlichkeit ist und je charakteristischer der Ton, den er in seinen Büchern anschlägt, desto größer sind seine Marktchancen.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1033" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/these.jpg" alt="" width="400" height="664" /> <em>Thesen finden überall eine Fläche und daher braucht nicht jede immer schon ein ganzes Buch.</em></p>
<p><em>Trendbewusstsein</em> - Sachbücher sind zum großen Teil aktuelle und schnelllebige Bücher. Ein Sachbuchautor muss spüren, was viele Menschen bewegt, was die Gesellschaft umtreibt. Idealerweise erkennt er sogar, was die Menschen nicht jetzt, sondern in einem oder zwei Jahren (also nach Erscheinen seines Buches) am meisten beschäftigen wird. Wer im Elfenbeinturm um seine Spezialthemen kreisen möchte, sollte sich nicht als Sachbuchautor versuchen. Zum Trendbewusstsein gehört auch ein Gespür für Stilfragen. Auf welche Art und Weise tauschen sich Menschen heute aus, welche Reizwörter kursieren, mit welcher Mode wird gerade geliebäugelt? (Selbst wer sich bewusst dagegen stellen will, muss darüber Bescheid wissen.) Sachbuchautoren sind nah am Zeitgeist. Über ein und dasselbe Thema hätten sie vor zehn Jahren anders geschrieben und würden es zehn Jahre weiter wieder anders anpacken.</p>
<p>Egal, ob Sachbuch, Fachbuch oder Ratgeber: Stets prägt es die Haltung des wahren Autors, in einen Dialog mit seinem Leser treten zu wollen. An seinem Schreibtisch und vor seinem Computer mag der Autor allein sein – aber er weiß, für wen er schreibt und ihm ist beim Schreiben bewusst, dass er bei einem Gegenüber etwas auslösen wird. Es ist ein zeitverzögerter Dialog, aber nichtsdestotrotz findet er statt. Der Autor kann ihn in Gedanken vorwegnehmen und die möglichen Reaktionen seines Lesers durchspielen. Je nach Genre mag er sich den Dialog mit dem Leser wie ein Kolloquium, wie ein Beratungsgespräch oder wie eine hitzige Talkshow vorstellen – doch in jedem Fall ist dem Autor klar, dass er mit seinen Gedanken und Worten nicht allein ist. Kein Wunder, dass inzwischen in allen drei Gattungen die direkte Leseransprache zum zeitgemäßen und guten Ton gehört. Der Leser, das ist heute ein Gegenüber – auf Augenhöhe mit dem Autor.</p>
<p>Aus: Oliver Gorus: Erfolgreich als Sachbuchautor. Gabal 2011. Mit freundlicher Genehmigung des Gabal Verlags. (Fotos: Michael Schikowski)</p>
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		<title>Seminarplan SoSe 2011</title>
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		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/seminarplan-sose-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Mar 2011 16:41:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Sprechstunde nach Vereinbarung per Mail
nach der Sitzung 9.45 Uhr in Raum AR IV, Bibliotheksraum im 2.OG
Der begleitende Reader kann im Digitalprintcenter, Bonn
ausgedruckt werden.
1. Sitzung: 08.04. Einführung
2. Sitzung: 15.04. Einführung
Grundlage Reader S. 5 - 21
Kurzreferat N.N.: Buch und Verlag
Kurzreferat N.N.: Sachbuch und Literaturagentur
22.04. Karfreitag
3. Sitzung: 29.04. Einführung
Kurzreferat N.N.: Friedenthal, Goethe
Kurzreferat N.N.: Küstenmacher, Simplify your life
Grundlage Reader [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sprechstunde nach Vereinbarung per Mail<br />
nach der Sitzung 9.45 Uhr in Raum AR IV, Bibliotheksraum im 2.OG</p>
<p>Der begleitende Reader kann im Digitalprintcenter, Bonn<br />
ausgedruckt werden.</p>
<p>1. Sitzung: 08.04. Einführung</p>
<p>2. Sitzung: 15.04. Einführung<br />
Grundlage Reader S. 5 - 21<br />
Kurzreferat N.N.: Buch und Verlag<br />
Kurzreferat N.N.: Sachbuch und Literaturagentur</p>
<p>22.04. Karfreitag</p>
<p>3. Sitzung: 29.04. Einführung<br />
Kurzreferat N.N.: Friedenthal, Goethe<br />
Kurzreferat N.N.: Küstenmacher, Simplify your life<br />
Grundlage Reader S. 22 - 34</p>
<p>4. Sitzung: 06.05. Formentheorie: Reportage<br />
Grundlage Reader S. 34 - 53<br />
Kurzreferat N.N.: Haller und Brunhold</p>
<p>5. Sitzung: 13.05. Formen: Reportage<br />
Kurzreferat N.N.: Volker Zastrow: Die Vier</p>
<p>6. Sitzung: 20.05. Formentheorie: Streitschrift<br />
Grundlage Reader S. 54 - 58<br />
Kurzreferat N.N. Klausnitzer<br />
Kurzreferat N.N. Rhetorik (Schlüter, Grundkurs der Rhetorik)</p>
<p>7. Sitzung: 27.05. Formen: Streitschrift<br />
Kurzreferate N.N. Deschner, Kitsch, Konvention und Kunst</p>
<p>8. Sitzung: 03.06. Formentheorie: Ratgeber</p>
<p>9. Sitzung: 10.06. Formen: Ratgeber<br />
Kurzreferat N.N. Miller, Das Drama des begabten Kindes,<br />
Kurzreferat N.N. Haarer, Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind)</p>
<p>17.06. Pfingstferien</p>
<p>10. Sitzung: 24.06. Methoden<br />
Grundlage Reader S. 58 - 114<br />
Kurzreferat N.N. Erzähltheorie<br />
Kurzreferat N.N. Literatursoziologie</p>
<p>11. Sitzung: 01.07. Methoden<br />
Textgrundlage hier als pdf<br />
“Modelle der Germanistik zur Analyse des Literaturbetriebs”<br />
Gastreferent: Michael Buchmann, Karlsruhe Institute of Technology</p>
<p>12. Sitzung: 08.07. Methoden<br />
Grundlage Reader S. 115 - 148<br />
Kurzreferat N.N. Kulturwissenschaft<br />
Kurzreferat N.N. Diskurstheorie</p>
<p>13. Sitzung: 15.07. Geschichte</p>
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		<item>
		<title>Modelle der Germanistik zur Analyse des Literaturbetriebs</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/modelle-der-germanistik-zur-analyse-des-literaturbetriebs/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 18:42:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Vortrag von Michael Buchmann
im Rahmen der Übung Non Fiktion - Übungen zur praktischen Verlagsarbeit

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Institut für Germanistik, 

Hier zur Textgrundlage zu dieser Veranstaltung von Michael Buchmann:
uni-bonn-mai-2010-buchmann1
Wie lassen sich Texte adäquat daraufhin untersuchen, welchen Bedingungen sie im Literaturbetrieb unterworfen sind? Germanistische Modelle beschränken sich zumeist auf die Interpretation von Texten und berücksichtigen allenfalls noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Vortrag von Michael Buchmann<br />
im Rahmen der Übung <em>Non Fiktion - Übungen zur praktischen Verlagsarbeit</em><br />
<strong><br />
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn<br />
Institut für Germanistik, </p>
<p></strong></p>
<p>Hier zur Textgrundlage zu dieser Veranstaltung von Michael Buchmann:<br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/uni-bonn-mai-2010-buchmann1.pdf">uni-bonn-mai-2010-buchmann1</a></p>
<p>Wie lassen sich Texte adäquat daraufhin untersuchen, welchen Bedingungen sie im Literaturbetrieb unterworfen sind? Germanistische Modelle beschränken sich zumeist auf die Interpretation von Texten und berücksichtigen allenfalls noch deren Kritik und Kanonisierung.</p>
<p>Dabei bieten einige germanistische Modelle durchaus genügend Handwerkszeug, auch erstens Texte außerhalb des eng begrenzten Gegenstandsbereichs der fiktionalen Literatur zu untersuchen, wie beispielsweise Sachbücher. Zweitens lässt sich mit ihrer Hilfe auch durchaus der Einfluss des Literaturbetriebs auf die Entstehung, Form und Verbreitung dieser Texte analysieren.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-776" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/illus-006.jpg" alt="" width="432" height="324" /> <em>Hier ein Unterhaltungsbetrieb neueren Typs, der unter dem Titel Big Wave alle Register objektiver Erlebnisreize zieht. Allerdings schlägt der Literaturbetrieb längst seine eigenen Wellen. Junge Männer zum Mitreisen werden halt überall gesucht!</em></p>
<p>Dies soll zunächst an Beispielen aus der Wissenschaftsgeschichte gezeigt werden anhand der Texte von Wilhelm Scherer, Siegfried Kracauer und Levin Schücking, darauf aufbauend aber auch an Methoden wie der empirischen Literaturwissenschaft, der Literatursoziologie, der Rezeptionsästhetik oder der bourdieuschen Feldtheorie.</p>
<p>Textgrundlage zu dieser Veranstaltung von Michael Buchmann:<br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/uni-bonn-mai-2010-buchmann1.pdf">uni-bonn-mai-2010-buchmann1</a></p>
<p><em>Am Studienzentrum Kulturarbeit (SZK) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) können Studierende das Modul &#8220;Literaturbetrieb&#8221; im Rahmen des Studiengangs &#8220;Angewandte Kulturwissenschaft/Kulturarbeit&#8221; absolvieren. Verantwortlich für das Modul &#8220;Literaturbetrieb&#8221; ist Michael Buchmann.</em></p>
<p><em>Der komplette Reader, aus dem die Textgrundlagen zu seinem Vortrag in Bonn stammen, ist hier abrufbar:<br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/buchmann_skript_literaturbetrieb-stand-mai-2010.pdf">buchmann_skript_literaturbetrieb-stand-mai-2010</a></em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Non Fiktion SoSe 2011</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/non-fiktion-sose-2011/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/non-fiktion-sose-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Mar 2011 17:52:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=880</guid>
		<description><![CDATA[Die genaue Kenntnis der Formen und Traditionen der Sachliteratur ist für jede praktische Tätigkeit in einem Verlag, ob es sich dabei um das Lektorat, die Presse oder den Vertrieb handelt, unerlässlich.
Freitag Uhr 8.00 - 10.00
Dozent: Michael Schikowski
Der das Seminar begleitende Reader ist bei A &#038; A Digitalprintcenter, Bonn
hinterlegt und kann dort ausgedruckt werden.
Sprechstunde nach Vereinbarung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die genaue Kenntnis der Formen und Traditionen der Sachliteratur ist für jede praktische Tätigkeit in einem Verlag, ob es sich dabei um das Lektorat, die Presse oder den Vertrieb handelt, unerlässlich.</p>
<p>Freitag Uhr 8.00 - 10.00<br />
Dozent: Michael Schikowski</p>
<p>Der das Seminar begleitende Reader ist bei A &#038; A Digitalprintcenter, Bonn<br />
hinterlegt und kann dort ausgedruckt werden.</p>
<p>Sprechstunde nach Vereinbarung per Mail<br />
nach der Sitzung 9.45 Uhr in Raum AR IV, Bibliotheksraum im 2.OG</p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-zu-non-fiktion/">Zum LITERATURVERZEICHNIS</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/seminarplan-sose-2011/">Zum SEMINARPLAN</a></p>
<p>Im Zentrum dieser Übung stehen die Einzelveröffentlichungen der Sachliteratur, die sogenannten Sachbücher. Dabei werden die sprachlichen Merkmale der einzelnen Grundformen wie Biografie, Reportage, Ratgeber und Streitschrift benannt und auf ihre Funktion hin untersucht. Anhand dieser Grundformen, ihren Konjunkturen zumal, werden die Rezeptions- und Marktbedingungen der Sachliteratur innerhalb der Konsumgesellschaft erläutert.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1015" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/img_0659.jpg" alt="" width="433" height="337" /></p>
<p><strong>Literaturbetrieb</strong></p>
<p>Die Geschichte der erzählenden Sachliteratur klärt über die sozialgeschichtlichen Grundlagen des heutigen Literaturbetriebs auf. Durch diese vorbereitenden Erkundungen werden die gegenwärtigen Produktions- und Kommunikationsbedingungen der Sachliteratur deutlich.</p>
<p><strong>Ratgeber</strong></p>
<p>Im Mittelpunkt des ersten Teils steht eine wichtige Gattung der Sachliteratur: der Ratgeber. Dabei werden ausgesuchte neuere Beispiele im Mittelpunkt stehen. Daneben werden die Reportage und die Streitschrift analysiert. Auf eine eingehende Textanalyse wird dabei besonderen Wert gelegt.</p>
<p><strong>Methoden</strong></p>
<p>Die Methoden, die auch in der Verlagspraxis eine Analyse der Sachliteratur erst ermöglichen, werden vorgestellt. Der methodische Zugriff kann durch die Erzähltheorie, Literatursoziologie, Kulturwissenschaft und und Diskurstheorie erprobt werden. Dazu steht ein ausführlicher Reader zur Verfügung.</p>
<p><strong>Geschichte</strong></p>
<p>Die umfangreiche Geschichte der Sachliteratur wird durch einen Querschnitt durch die Erziehungsratgeber und Aufklärungsbücher präzise fassbar. Aus der Fülle der Literatur seien nur Johanna Haarers, Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind (1934), Alice Millers Das Drama des begabten Kindes (1979) und Fritz Kahns Unser Geschlechtsleben- Ein Führer und Berater für Jedermann (1937) genannt.</p>
<p><strong>Kurzreferat</strong></p>
<p>Teilnahmebedingung ist die Anfertigung eines Kurzreferats. Das Skript des Referats sollte eine Woche vorher abgegeben bzw. gemailt werden an michael.schikowski(at)t-online.de. Das Referat besteht in der Regel darin, einen Text aus dem Reader für das Seminar vorzubereiten.</p>
<p>Der Text muss genau gelesen werden. Fremdworte müssen erklärt werden, Personen, auf die im Text Bezug genommen wird, müssen dem Plenum erläutert werden. Der Text sollte für das Seminar zusammengefasst werden. Das Buch, aus dem der Text stammt, sollte aus der Bibliothek entliehen, der Text im Buch aufgesucht und im Kontext des Buches erläutert werden.</p>
<p>Die wichtigsten Kriterien für ein erfolgreiches Kurzreferat sind: sprachlicher Ausdruck, Gestaltung, Verständlichkeit, Interaktion mit dem Plenum.</p>
<p><strong>Hausarbeit</strong></p>
<p>Der Gegenstand der Hausarbeit ist in der Regel ein Text der populären Sachliteratur, der analysiert werden soll. Folgende Punkte sollten in der Hausarbeit berücksichtigt werden: Autor, Verlag, Buchkörper, zeitgeschichtlicher Hintergrund, Inhalt, Text, Rezeption. Besonders wichtig ist allerdings, dass die im Reader aufgeführten theoretischen Texte für die Textanalyse fruchtbar gemacht werden. Dabei kann je nach Eignung auch ein eigener Schwerpunkt in der Erzähltheorie, der Literatursoziologie, der Kulturwissenschaft oder der Diskurstheorie gewählt werden.</p>
<p><strong>Schreiben</strong></p>
<p>Ein erster Einstieg in die Arbeit am Text könnte das eigene Leseerlebnis sein. Gleichwohl gilt, dass für die Hausarbeit ein wissenschaftlicher Schreibstil verlangt wird, dem mündlichkeitsnahe bzw. auch in populären Sachbüchern gängige Formulierungen fehlen.</p>
<p>Über die formalen Anforderungen an eine Seminararbeit klären die <em>Hinweise zur Anfertigung von literaturwissenschaftlichen Seminararbeiten</em> auf, die auf der Institutshomepage unter <a href="http://www.germanistik.uni-bonn.de/content/studium/downloads">http://www.germanistik.uni-bonn.de/content/studium/downloads</a> nachzulesen sind.</p>
<p>Für die schriftlichen Arbeiten zitiere ich Gabriela Ruhmann, Leiterin des Schreibzentrums der Ruhr-Universität Bochum:</p>
<p>&#8220;Auf fatale Weise unterschätzen Studierende die Komplexität und den Aufwand des Schreibprozesses. Dass die erwartete gedankliche und sprachliche Präzision nicht auf Anhieb, sondern nur durch mehrfaches inhaltliches, strukturelles und sprachliches Überarbeiten zu erzielen ist, gehört nicht zu ihrem Bild vom Schreiben.&#8221;</p>
<p>Eine Fehleinschätzung, die nicht allein für die Arbeit in einem Verlag zu ungünstigen Ergebnissen führt. Schreibarbeit, welcher Art sie auch sei, ist immer durch einen großen Aufwand gekennzeichnet. Aber es gibt Hilfe, die man in Anspruch nehmen sollte.</p>
<p><strong>Hilfestellungen</strong></p>
<p>Es ist möglich, die Zwischenergebnisse des Schreibprozesses und die Gliederung an michael.schikowski(at)t-online.de zu mailen und in der Sprechstunde zu besprechen. Dringend zu empfehlen ist außerdem, mit anderen Studierenden die Rohfassung der Hausarbeiten auszutauschen. Schließlich ist die Bereitschaft, die eigene Arbeit mehrfach zu überarbeiten, eine der wichtigsten Voraussetzungen für jeden erfolgreichen Schreibprozess.</p>
<p>Quelle des Zitats und der Hilfestellungen: Gabriela Ruhmann: Schreiben im Studium. In: Wissen was zählt. Hrsg. Interne Fortbildung und Beratung (IFB), Ruhr-Universität Bochum 2010. S. 96-101. Zitat S. 97.</p>
<p><a href="http://wasmitbuechern.de/jobs//">http://wasmitbuechern.de/jobs//</a></p>
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		<title>Wahnspiele</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/wahnspiele/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Mar 2011 10:33:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[
Andy Hahnemann
Texturen des Globalen
Geopolitik und populäre Literatur in der Zwischenkriegszeit 1918 - 1939
Universitätsverlag Winter 2010
In den allgemein gebräuchlichen Bezeichnungen wie der &#8216;geistigen Brandstiftern&#8217; und &#8216;irregeleiteter Wirrköpfe&#8217; drückt sich das Spannungsverhältnis von Geist und Tat aus. Wie eine Gesellschaft Geist und Tat ineinander vermittelt, lässt sich an ihren populären Kommunikationsmedien besonders gut zeigen.
Andy Hahnemanns Dissertation, hervorgegangen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/hahnemann1-100x153.jpg" alt="" title="" width="100" height="153" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1012" /></p>
<p><strong>Andy Hahnemann</strong><br />
Texturen des Globalen<br />
Geopolitik und populäre Literatur in der Zwischenkriegszeit 1918 - 1939<br />
Universitätsverlag Winter 2010</p>
<p>In den allgemein gebräuchlichen Bezeichnungen wie der &#8216;geistigen Brandstiftern&#8217; und &#8216;irregeleiteter Wirrköpfe&#8217; drückt sich das Spannungsverhältnis von Geist und Tat aus. Wie eine Gesellschaft Geist und Tat ineinander vermittelt, lässt sich an ihren populären Kommunikationsmedien besonders gut zeigen.</p>
<p>Andy Hahnemanns Dissertation, hervorgegangen aus dem Forschungsprojekt um Erhard Schütz (Berlin)und Stephan Porombka (Hildesheim), zeigt diese Verflechtung von Geist und Tat als die <em>Texturen des Globalen </em>genau und ausgezeichnet lesbar. </p>
<p>Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen die geopolitischen und geostrategischen Bücher von Anton Zischka, Ivar Lissner, Hans Dominik, Walther Pahl, Colin Ross, Margret Boveri, A. E. Johann, Paul Schmitz-Kairo und Eugen Diesel. Eine Literatur, die höchst voraussetzungsreich ist. Aus zwei Gründen. </p>
<p>Einerseits ist sie nur in Kenntnis der nahezu tagespolitischen Zusammenhänge der Zeit von 1918 bis 1939 zu verstehen. Diese Zusammenhänge betreffen nicht allein Erdkundliches, sondern auch Wirtschaft und Politik, sie werden von Hahnemann nicht eigens beschrieben, gleichwohl bilden sie eine wichtige Voraussetzung. Dabei ergeben sich andererseits Begriffe wie Interessens- und Einflusssphären, die höchst unscharf sind und sowohl als irreale Phantasma erscheinen, sich aber zugleich als konkrete politische Handlungsanweisung auswirken können.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1009" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/verlagspros.jpg" alt="" width="393" height="489" /><br />
<em>Ein Prospekt wahrer &#8220;Goldstücke&#8221;</em></p>
<p>Unter der Überschrift Globalisierung ist das neuerliche Interesse an diesen Zusammenhängen unübersehbar. So lässt sich Andy Hahnemann auch darauf hin ertragreich lesen, was man mit geopolitischen Argumentationen an Aufmerksamkeitsteuerung, zum Beispiel mit der Wendung von Peter Struck, als der &#8220;Verteidigung Deutschlands am Hindukusch&#8221; , bewerkstelligen kann.</p>
<p>Zugleich offenbart sich in diesen Texten eine komplexe Struktur von furchterregender Allmachtsphantasie, der Landgewinnung im Mittelmeer (Hermann Sörgel) und Überschwemmungsangst durch China, begrifflich verdichtet als &#8216;gelbe Gefahr&#8217;. Hier wäre damit reichlich Material für eine Fortsetzung der <em>Männerphantasien</em>, die Klaus Theweleit 1977 veröffentlichte.  </p>
<p>Die älteren Leser dieses Buches werden gar - wie der Rezensent - sich daran erinnert fühlen, was an Sprachmustern und Welterklärungspartikeln im gedanklichen Hausrat der Großeltern sich davon fand. Andy Hahnemann erschließt uns hier die Quellen dieser Vorstellungen.</p>
<p><strong>Weitere Aufgaben</strong></p>
<p>Diese Arbeit ist grundlegend. Welche Anschlüsse an sie sind denkbar? Der Vorschlag von Stefan Hermes in seiner <a href="http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=14698&#038;ausgabe=201009">Besprechung <em>Vom Kampf der Kontinente</em></a> für literaturkritik.de, den Lichtkegel auf Fiktion auszuweiten, führt nur zu der üblichen Selbstnobilitierung über Namen, die im <em>Kindler</em> eine Rolle spielen und die Hermes auch prompt alle nennt. Dass Andy Hahnemann selbst genau dieser Verlockung widersteht, ist beispielhaft.  </p>
<p>Interessanter erscheint also die Parzellierung des Konvoluts nach Einzeluntersuchungen. Dazu gehört die Geschichte populärer Wortprägungen, die Rezeption durch gewaltgeprägte Männerbünde und die Verfolgung so unterschiedlich verlaufender Karrieren wie die von Colin Ross, der sich 1945 erschießt, und die von Ivar Lissner, der nach dem Krieg Chefredakteur der Zeitschrift <em>Kristall</em> wird.</p>
<p><strong>Realitätseffekte</strong></p>
<p>Der Mechanismus von Geist und Tat zeitigt Phänomene, die man nur in genauer Analyse erschließt. Diese setzt weniger Ideologiekritik voraus, als eigentliche Lektüre. Dabei kann Andy Hahnemann die verblüffende Feststellung machen, dass in dem Augenblick, als die Nationalsozialisten ihre geopolitischen Vorstellungen in die Tat umzusetzen begannen, die Autoren zunehmend sachlicher und realistischer wurden. &#8220;Sind die 20er Jahre von einem oft ins Fantstaische gehenden Überschwang gekennzeichnet, findet in den 30er Jahren eine sichtbare Versachlichung statt&#8221;, schreibt Hahnemann. </p>
<p>Andy Hahemann hat mit den <em>Texturen des Globalen</em> einen Textkorpus erschlossen, in dem Geist und Tat ein unentwirrbares Geflecht ergeben, das in seiner Rhetorik der Selbstimmunisierung scheitert: &#8220;Interessiert ist diese Ästhetik stets nur an Phänomenen der Konzentrationen, der Marschrichtungen und Homogenisierungen; alles andere erscheint als vernachlässigbar und gilt als überflüssig.&#8221; Die Katastrophe, als die Weltgeschichte angesehen wird, wird erzeugt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Preis der Leipziger Buchmesse 2011</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/preis-der-leipziger-buchmesse-2011/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/preis-der-leipziger-buchmesse-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Feb 2011 10:53:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<category><![CDATA[Bahners]]></category>

		<category><![CDATA[Böhm]]></category>

		<category><![CDATA[Duve]]></category>

		<category><![CDATA[Knott]]></category>

		<category><![CDATA[Ritter]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Kategorie bestes Sachbuch/Essayistik
erhielt den Preis der Leipziger Buchmesse 2011:

Henning Ritter
Notizhefte
Berlin Verlag 2010
Zur Besprechung des Buches unter dem Titel
In Grauwacke gemeißelt hier. 
Weiterhin nominiert waren in der Rubrik Sachbuch/Essayistik:
Patrick Bahners 
Die Panikmacher.
Die deutsche Angst vor dem Islam.
Eine Streitschrift
C.H. Beck 2011
Zur Besprechung des Buches unter dem Titel Migration als Ware hier.

Andrea Böhm 
Gott und die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Kategorie bestes Sachbuch/Essayistik<br />
erhielt den Preis der Leipziger Buchmesse 2011:</p>
<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-999" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/ritter-100x159.jpg" alt="" width="64" height="108" /></p>
<p><strong>Henning Ritter</strong><br />
Notizhefte<br />
Berlin Verlag 2010</p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/in-grauwacke-gemeiselt/">Zur Besprechung des Buches unter dem Titel<br />
<em>In Grauwacke gemeißelt</em> hier. </a></p>
<p>Weiterhin nominiert waren in der Rubrik Sachbuch/Essayistik:</p>
<p><strong>Patrick Bahners </strong><br />
Die Panikmacher.<br />
Die deutsche Angst vor dem Islam.<br />
Eine Streitschrift<br />
C.H. Beck 2011</p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/migration-als-ware/">Zur Besprechung des Buches unter dem Titel <em>Migration als Ware </em>hier.</a></p>
<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-996" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/bohm.jpg" alt="" width="52" height="85" /><br />
<strong>Andrea Böhm </strong><br />
Gott und die Krokodile.<br />
Eine Reise durch den Kongo<br />
Pantheon Verlag 2010</p>
<p><strong>Karen Duve</strong><br />
Anständig essen.<br />
Ein Selbstversuch<br />
Galiani Verlag 2010</p>
<p><strong>Marie Luise Knott</strong><br />
Verlernen.<br />
Denkwege bei Hannah Arendt<br />
Matthes &amp; Seitz 2010</p>
<p>Ein attraktiver kulturgeschichtlicher Essay, ebenso knapp wie klar. Gelassen und humorvoll wie die Arendt, nicht zuletzt durch die dem Buch mitgegebenen wunderbaren Bildsprachspiele von Nanne Meyer.</p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/preis-der-leipziger-buchmesse-2010/">Zum Preis der Leipziger Buchmesse 2010. </a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mit der Macht zur Marktmacht</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/mit-der-macht-zur-marktmacht/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/mit-der-macht-zur-marktmacht/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 27 Jan 2011 07:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<category><![CDATA[Adam]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=962</guid>
		<description><![CDATA[ Christian Adam
Lesen unter Hitler
Autoren, Bestseller, Leser im Dritten Reich
Galiani 2010
Mit diesem Buch hat Christian Adam eine ebenso interessante wie gut lesbare Studie geschrieben, die uns den Schlüssel zum Verständnis von Opas Bücherschrank liefert. Wenn man sich, wie Victor Klemperer, dazu entschließt, die Bestseller der eigenen Zeit zu lesen, dann ist ihm das Ziel, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/adam1-100x159.jpg" alt="" title="" width="100" height="159" class="alignleft size-thumbnail wp-image-961" /> <strong>Christian Adam</strong><br />
Lesen unter Hitler<br />
Autoren, Bestseller, Leser im Dritten Reich<br />
Galiani 2010</p>
<p>Mit diesem Buch hat Christian Adam eine ebenso interessante wie gut lesbare Studie geschrieben, die uns den Schlüssel zum Verständnis von Opas Bücherschrank liefert. Wenn man sich, wie Victor Klemperer, dazu entschließt, die Bestseller der eigenen Zeit zu lesen, dann ist ihm das Ziel, das Denken der eigenen Zeit zu verstehen, Rechtfertigung genug. Uns heutigen sind viele der von Adam genannten Bücher fremd und fern. Allein, die entsetzliche Langeweile, die die Romane verströmen, ihre Abgedroschenheit und die perfide Argumentation der Sachbücher, die durch die Macht zur Marktmacht wurden, lehrt lesen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Papier und Bleistift</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/papier-und-bleistift/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/papier-und-bleistift/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Jan 2011 08:44:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=960</guid>
		<description><![CDATA[ Volker R. Remmert, Ute Schneider
Eine Disziplin und ihre Verleger
Disziplinenkultur und Publikationswesen der Mathematik in Deutschland
1871-1949 (= Mainzer Historische Kulturwissenschaften Bd. 4)
transcript 2010
In seiner 1939 erschienenen populären Darstellung Geist der Mathematik schrieb Max Bense: &#8220;Insofern die Mathematik gegenwärtig ihr höchstes Niveau erreicht, ist es notwendig, daß sie ein Beitrag der Bildung wird. Wenn auch vielleicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/schneider1.jpg" alt="" title="" width="118" height="180" class="alignleft size-medium wp-image-956" /> <strong>Volker R. Remmert, Ute Schneider</strong><br />
Eine Disziplin und ihre Verleger<br />
Disziplinenkultur und Publikationswesen der Mathematik in Deutschland<br />
1871-1949 (= Mainzer Historische Kulturwissenschaften Bd. 4)<br />
transcript 2010</p>
<p>In seiner 1939 erschienenen populären Darstellung <em>Geist der Mathematik</em> schrieb Max Bense: &#8220;Insofern die Mathematik gegenwärtig ihr höchstes Niveau erreicht, ist es notwendig, daß sie ein Beitrag der Bildung wird. Wenn auch vielleicht nicht ihre Erkenntnisse populär werden, so doch der Geist dieser Erkenntnisse, der ein Geist der kühnen Tiefe, der kühlen Klarheit und der verborgenen Gedankenleidenschaft ist.&#8221; </p>
<p>In diesen Sätzen, mit denen Max Bense sein Schreiben über die Mathematik rechtfertigt, lassen sich gut auf die Fragestellungen von Volker Remmert und Ute Schneider anwenden: Warum Mathematik verlegen? Wie wurde die Entwicklung der Disziplin Mathematik durch das Publikationswesen beeinflusst?</p>
<p>Mit Bense sieht man schon, wie sich hier die Mathematik durch pathetische Formeln von der &#8216;kühnen Tiefe und kühlen Klarheit&#8217; der sozialen Einbindung zu entziehen weiß. Papier und Bleistift, mehr braucht es danach nicht. Dagegen zeigen Remmert und Schneider wie beispielsweise die &#8220;Antimathematik&#8221; vor 1900, die Wirtschaftskrise nach 1918 und der Nationalsozialismus ihre Spuren in der Entwicklung dieser Disziplin hinterlassen haben.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.immer-schoen-sachlich.de/papier-und-bleistift/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Welttag des Sachbuchs am 2. Januar</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/welttag-des-sachbuchs-am-2-januar/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/welttag-des-sachbuchs-am-2-januar/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 2010 22:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=937</guid>
		<description><![CDATA[Der Welttag des Buches liegt traditionell auf dem 23. April. Seit dem 02.01.2011, an dem der 150. Geburtstag von Wilhelm Bölsche gefeiert wurde, gilt dieser Tag als Welttag des Sachbuchs.
Wilhelm Bölsche wurde am 02.01.1861 in Köln geboren, er verstarb am 31.08.1939 in Schreiberhau. Mit dem Text Die naturwissenschaftlichen Grundlagen der Poesie von 1887 gehört er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://www.welttag-des-buches.de/de/135793">Welttag des Buches</a> liegt traditionell auf dem 23. April. Seit dem 02.01.2011, an dem der 150. Geburtstag von Wilhelm Bölsche gefeiert wurde, gilt dieser Tag als <em>Welttag des Sachbuchs</em>.</p>
<p>Wilhelm Bölsche wurde am 02.01.1861 in Köln geboren, er verstarb am 31.08.1939 in Schreiberhau. Mit dem Text <em>Die naturwissenschaftlichen Grundlagen der Poesie</em> von 1887 gehört er zu den Wegbereitern des Naturalismus.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-938" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/boelsche-eiszeit-cover-150x240.jpg" alt="" width="130" height="208" />Als ein ganz anderer Autor und Wegbereiter zeigt sich Wilhelm Bölsche durch seine zahlreichen Veröffentlichen im Genre des populären Sachbuchs. Dazu zählen u.a. <em>Vom Bazillus zum Affenmenschen</em> von 1900 und <em>Eiszeit und Klimawechsel</em> von 1919.</p>
<p>Auch theoretisch hat Wilhelm Bölsche sich mit dem populären Sachbuch beschäftigt. Der Text <em>Wie und warum soll man Naturwissenschaft ins Volk tragen?</em>, der aus dem Jahre 1913 stammt, wird von Safia Azzouni ausführlich kommentiert. <a href="http://www2.hu-berlin.de/sachbuchforschung/CONTENT/arbeitsblaetter.html?row=0#start">Der Text ist hier nachlesbar.</a> Safia Azzouni forscht am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und hat zahlreiche Artikel zu Wilhelm Bölsche veröffentlicht.</p>
<p>Wilhelm Bölsches populäres Hauptwerk ist <em>Das Liebesleben in der Natur</em>, das in drei Bänden von 1898 bis 1903 erschien. Man kann es zu den <a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/die-100-sachbuch-klassiker-ein-kanon/">Sachbuch-Klassikern </a>rechnen. </p>
<p>„Mein Buch wendet sich an alle&#8221;, schreibt er darin, &#8220;die vernünftig denken können und den Mut haben, sich eine eigene Weltanschauung zu bilden. Die Welt ist ein zäher Sauerteig, und wer hindurch will, darf sich vor keinen Himmeln und vor keinen Höllen scheuen. Selbstverständlich habe ich an reife Menschen dabei gedacht. Reif ist aber jeder, der einmal die Erleuchtungsstunde durchlebt hat, da ihm der Drang nach Erkenntnis aufgegangen ist; da er eingesehen hat, dass dieses ganze flüchtige Menschenleben mit all seiner Hatz durch die paar Jahre und all seinen Enttäuschungen ein unendlicher Blödsinn ist, wenn wir ihm nicht einen höheren Sinn durch die Erkenntnis geben, durch das kleine Lichtstümpfchen ‚Denken’, das uns in all dem Finstergraus verliehen ist.“</p>
<p><em>Im Frühjahr 1897 besucht Eugen Diederichs, der kurz zuvor seinen eigenen Verlag gegründet hatte, den Journalisten und Schriftsteller Wilhelm Bölsche. Bölsche hatte einige Jahre zuvor eine <em>Entwicklungsgeschichte der Natur</em> unter dem antiquiert wirkenden Gesamttitel <em>Hausschatz des Wissens</em> bei J. Neumann verlegt. Unter dem Titel <em>Das Liebesleben in der Natur </em>wurde nun ein neuer und populärer Zugriff versucht. Nach zehn Jahren hat Diederichs über 30.000 Exemplare verkauft und kann eine Neuauflage herausgeben. </em></p>
<p><em><img class="alignleft size-medium wp-image-939" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/boelsche-bazillus-cover-150x234.jpg" alt="" width="131" height="205" />Wilhelm Bölsche schreibt in äußerst kurzen Sätzen und in direkter Anrede des Lesers. Manche Sätze bleiben unvollständig. Im Vorwort zur Neuauflage nennt er dies den „Biedermeier-Stil der Erzählung“, dieser und der „Humor“ sind ihm Stilmittel, das Buch möglichst weit weg von erotischer Literatur zu platzieren. Der erste Biograf Bölsches allerdings erklärt den Erfolg des Buches gerade auch aus der „erotischen Zugkraft“ des Titels. Zudem bewegt er sich im Schwung zahlreicher zeitgenössischer Veröffentlichungen zur Sexualität. In zehn Kapiteln wird die Entwicklung des Lebens von der Urzelle zum Menschen geschildert. Der Mensch als lebendiges Wesen, der Leser also, ist dabei immer mit jeder Entwicklungsstufe des Lebens verbunden und kann im Text stets als Nachfahre der tierischen Lebensstufen einbezogen werden. Zugleich werden von Bölsche die Entwicklungsstufen des Menschen stets auf Formen der Entwicklung im Tierreich zurückbezogen. </em></p>
<p><em>Das Problem einer weitgehend von moralischen Wertungen freien Darstellung der Sexualität bedurfte anderer Sicherungsmaßnahmen. Diese liegen bei Bölsche nur zum Teil im Pathos der Natürlichkeit. Seinem Selbstverständnis nach sind ebenso die Grundtatsachen zweitrangig, auch wenn sie in der zweiten Auflage aus der „Spezialliteratur“, die im Buch nirgends nachgewiesen wird, ergänzt wurden. „Denn das ist die andre und wesentliche Seite des Buches: dass es dieses gesamte Gerüst nur gebraucht für einen einheitlichen Gedankenbau, in dem es sich um Werte einer Weltanschauung handelt. (…) Es ist keine popularisierende Übersetzung, sondern subjektives Eigenwerk.“ Damit beansprucht Bölsche für sein Werk eine das Gemüt ansprechende, also erlebnishafte Erkenntnis, in der alle Einzelinformationen zusammenfließen. </em></p>
<p>Kursivtext aus: Michael Schikowski: Immer schön sachlich. Kleine Geschichte des Sachbuchs 1870 - 1918. Bramann Verlag 2010.<br />
Coverabbildungen aus: <a href="http://www2.hu-berlin.de/sachbuchforschung/CONTENT/SBDB/SBDBstart.php5">Andy Hahemann: Datenbank zur Sachbuchforschung</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Literaturverzeichnis zu Non Fiktion</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-zu-non-fiktion/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-zu-non-fiktion/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Dec 2010 17:44:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=765</guid>
		<description><![CDATA[
Wie schreibt man einen Bestseller? Es geht nur um die Variation von 26 Buchstaben.
1. Formen
Formen allgemein
Reportage 
Streitschrift 
Biografie
Autobiografie
Tagebuch
Essay
Ratgeber
2. Methoden und Theorien
Methoden und Theorien allgemein
Buchwissenschaft
Erzähltheorie
Literatursoziologie
Kulturwissenschaft
Diskurstheorie
3. Autoren
Barbara Beuys
Wilhelm Bölsche
C. W. Ceram
Sigrid Damm
Richard Friedenthal
Dieter Hildebrandt
Ricarda Huch
Robert Jungck
Dieter Kühn
Emil Ludwig
Ludwig Marcuse
Rudolf Pörtner
Alice Schwarzer
Carola Stern
Eva Weissweiler
Roger Willemsen
Stefan Zweig
4. Sachbuchgeschichte
Sachbuchgeschichte allgemein
Natur
Technik
Technik - Auto
Stoffe 
Wirtschaft 
Geschichte 
1914
Generationen
Kinder und Erziehung
Liebe und Beziehung 
Bevölkerungsentwicklung
Medien
Deutschland
Frankreich
Amerika
Russland
Städte
Küche
Gesundheit
Recht
5. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-980" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/buchstaben.jpg" alt="" width="392" height="293" /></p>
<p><em>Wie schreibt man einen Bestseller? Es geht nur um die Variation von 26 Buchstaben.</em></p>
<p><strong>1. Formen</strong></a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-formen-allgemein/">Formen allgemein</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-formen-reportage/">Reportage </a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-formen-streitschrift/">Streitschrift </a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-formen-biografie/">Biografie</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-formen-autobiografie/">Autobiografie</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-formen-tagebuch/">Tagebuch</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-formen-essay/">Essay</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-formen-ratgeber/">Ratgeber</a></p>
<p><strong>2. Methoden und Theorien</strong></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-methoden-und-theorien-allgemein/">Methoden und Theorien allgemein</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-methoden-buchwissenschaft/">Buchwissenschaft</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-methoden-und-theorien-erzahltheorie/">Erzähltheorie</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-methoden-und-theorien-literatursoziologie/">Literatursoziologie</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-methoden-und-theorien-kulturwissenschaft/">Kulturwissenschaft</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-methoden-und-theorien-diskurstheorie/">Diskurstheorie</a></p>
<p><strong>3. Autoren</strong></p>
<p>Barbara Beuys</p>
<p>Wilhelm Bölsche</p>
<p>C. W. Ceram</p>
<p>Sigrid Damm</p>
<p>Richard Friedenthal</p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/dieter-hildebrandt/">Dieter Hildebrandt</a></p>
<p>Ricarda Huch</p>
<p>Robert Jungck</p>
<p>Dieter Kühn</p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/emil-ludwig/">Emil Ludwig</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/ludwig-marcuse/">Ludwig Marcuse</a></p>
<p>Rudolf Pörtner</p>
<p>Alice Schwarzer</p>
<p>Carola Stern</p>
<p>Eva Weissweiler</p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/roger-willemsen/">Roger Willemsen</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/stefan-zweig/">Stefan Zweig</a></p>
<p><strong>4. Sachbuchgeschichte</strong></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchgeschichte-allgemein/">Sachbuchgeschichte allgemein</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchgeschichte-natur/">Natur</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchgeschichte-technik/">Technik</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchgeschichte-technik-auto/">Technik - Auto</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchgeschichte-stoffe/">Stoffe </a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchgeschichte-wirtschaft/">Wirtschaft </a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchgeschichte-geschichte/">Geschichte </a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchgeschichte-1914/">1914</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchgeschichte-generation/">Generationen</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchgeschichte-erziehung/">Kinder und Erziehung</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchgeschichte-beziehung-und-liebe/">Liebe und Beziehung </a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchgeschichte-bevolkerungsentwicklung/">Bevölkerungsentwicklung</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchgeschichte-medien/">Medien</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchgeschichte-deutschlandreise/">Deutschland</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchgeschichte-frankreich/">Frankreich</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchgeschichte-amerika/">Amerika</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/sachbuchgeschichte-literaturverzeichnis-russland/">Russland</a></p>
<p>Städte</p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchgeschichte-kuche/">Küche</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/sachbuchgeschichte-gesundheit/">Gesundheit</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchgeschichte-recht/">Recht</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchdidaktik/"><strong>5. Sachbuchdidaktik</strong></a></p>
<p><strong><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchkritik/">6. Sachbuchkritik</a></strong></p>
<p>Stand: März 2012</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das beste Sachbuch und die besten Sachbücher 2010</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/das-beste-sachbuch-und-die-besten-sachbucher-2010/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/das-beste-sachbuch-und-die-besten-sachbucher-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 28 Dec 2010 13:08:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<category><![CDATA[Arens]]></category>

		<category><![CDATA[Beuys]]></category>

		<category><![CDATA[Mania]]></category>

		<category><![CDATA[Passig]]></category>

		<category><![CDATA[Scholz]]></category>

		<category><![CDATA[Soentgen]]></category>

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		<category><![CDATA[von Uslar]]></category>

		<category><![CDATA[Zierul]]></category>

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		<description><![CDATA[Die besten deutschsprachigen Sachbücher des Jahres wurden auf dieser Seite bereits in den Jahren 2008  und 2009 präsentiert. Ein Preisgeld steht nicht zur Verfügung und die Jury besteht aus nur einer Person.
Ausgezeichnet werden Bücher in folgenden Kategorien: erzählendes zeitgeschichtliches Sachbuch, erzählendes historisches Sachbuch, erzählendes naturwissenschaftliches Sachbuch, Jugendsachbuch, Bildsachbuch, Reportage, Biografie und Ratgeber. 
Die beste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die besten deutschsprachigen Sachbücher des Jahres wurden auf dieser Seite bereits <a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/die-besten-deutschsprachigen-sachbucher-des-jahres-2008/">in den Jahren 2008 </a> und <a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/die-besten-deutschsprachigen-sachbucher-des-jahres-2009/">2009</a> präsentiert. Ein Preisgeld steht nicht zur Verfügung und die Jury besteht aus nur einer Person.</p>
<p>Ausgezeichnet werden Bücher in folgenden Kategorien: erzählendes zeitgeschichtliches Sachbuch, erzählendes historisches Sachbuch, erzählendes naturwissenschaftliches Sachbuch, Jugendsachbuch, Bildsachbuch, Reportage, Biografie und Ratgeber. </p>
<p><strong>Die beste Sachbuch des Jahres 2010 ist:</strong></p>
<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-926" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/soentgen1-100x146.jpg" alt="" width="92" height="135" /><strong>Jens Soentgen</strong><br />
Von den Sternen bis zum Tau<br />
Eine Entdeckungsreise durch die Natur<br />
Peter Hammer 2010</p>
<p><em>„Naturwissenschaft macht glücklich“, meint Jens Soentgen und vertraut eher seinem Text als der sonst üblichen üppigen Bebilderung. Durch die eingestreuten Bilder von Vitali Konstantinov wird nebenher deutlich, dass die ausufernde Bebilderung der einschlägigen Naturbuchverlage die Experimentierfreude zu Hause mehr ersetzt als anregt. Nicht allein aus der Danksagung des Autors ergibt sich, dass wir es hier mit einem Mehrgenerationenbuch zu tun haben. Ein wunderbares Varieté der Anschauung, ein ausgezeichnet geschriebenes Blätterwerk der Anregung, ein zeitloses Vademecum für die ganze oder halbe Familie.</em></p>
<p><em><strong>Wie hoch ist der Baum? </strong></em><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/03-titelnummer-3.mp3"><br />
Eine Leseprobe aus:<br />
Soentgen, Von den Sternen bis zum Tau<br />
gelesen von Friederike Frey</a> Dauer: 1,44 Min.</p>
<p><strong>Als weitere beste Sachbücher 2010 sind zu nennen:</p>
<p>In der Kategorie bestes erzählendes zeitgeschichtliches Sachbuch:</strong></p>
<p><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/zierul1.jpg" alt="" title="" width="51" height="85" class="alignleft size-medium wp-image-936" /><br />
<strong>Sarah Zierul</strong><br />
Der Kampf um die Tiefsee<br />
Wettlauf um die Rohstoffe der Erde<br />
Hoffmann und Campe 2010</p>
<p><em>Sarah Zierul taucht nicht unter in den Fluten der Information. Anschaulich und klug geht sie mit ihren Lesern auf Tauchgang zu einem unbekannten Kontinent, der gerade erst erschlossen wird.</em></p>
<p><strong>In der Kategorie bestes erzählendes historisches Sachbuch:</strong></p>
<p><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/steidele1.jpg" alt="" title="" width="51" height="85" class="alignleft size-medium wp-image-935" /><br />
<strong>Angela Steidele</strong><br />
Geschichte einer Liebe<br />
Adele Schopenhauer und Sibylle Mertens<br />
Insel 2010</p>
<p><strong>In der Kategorie bestes erzählendes naturwissenschaftliches Sachbuch:</strong></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-932" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/mania3.jpg" alt="" width="72" height="110" /><strong>Hubert Mania</strong><br />
Kettenreaktion<br />
Die Geschichte der Atombombe<br />
Rowohlt 2010</p>
<p><em>Hubert Mania ist nach seinem &#8216;Gauß&#8217; und nun mit &#8216;Kettenreaktion&#8217; auf dem besten Weg ein Klassiker zu werden, ein Klassiker der deutschsprachigen naturwissenschaftlichen Sachliteratur.</em></p>
<p><strong>In der Kategorie bestes Bildsachbuch:</strong></p>
<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-927" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/arens-100x116.jpg" alt="" width="100" height="116" /> <strong>Detlev Arens</strong><br />
Der deutsche Wald<br />
Fackelträger 2010</p>
<p><em>Detlev Arens gelingt mit diesem bemerkenswert gut geschriebenen und sehr raffiniert bebilderten Buch den Wald, den ja jeder mag, auf zugleich vertraute und neue Art zu beschreiben. Der Wald präsentiert sich hier als Spiegel und als Zuflucht, der Wald als Welt.</em></p>
<p><strong>In der Kategorie beste Reportage:</strong></p>
<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-933" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/uslar1.jpg" alt="" width="56" height="94" /><strong>Moritz von Uslar</strong><br />
Deutschboden<br />
Eine teilnehmende Beobachtung<br />
Kiepenheuer &#038; Witsch 2010</p>
<p><em>Von Uslar wagt sich raus und traut sich zudem mit Sachen zurück, die man nicht von ihm erwartet in Berlin.</em></p>
<p>Dieses Buch wurde auf dieser Seite schon besprochen: <a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/unter-menschen/">Hier</a>.</p>
<p><strong>In der Kategorie beste Biografie:</strong></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-930" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/beuys.jpg" alt="" width="85" height="132" /><strong>Barbara Beuys</strong><br />
Sophie Scholl<br />
Hanser 2010</p>
<p><em>Seit gut drei Jahrzehnten arbeitet diese Autorin an einem beeindruckenden Oeuvre, das sich ausschließlich der Sachliteratur widmet. Ein Werk, das bleiben wird. So wie diese Scholl-Biografie.  Beeindruckend wie voraussetzungslos die Beuys zu schreiben versteht und an diesem Leben zeigen kann, wie man sich über Briefe und Tagebücher auf der Höhe der Forschung bewegt.</em></p>
<p><strong>In der Kategorie bester Ratgeber:</strong></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-934" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/passig3.jpg" alt="" width="60" height="98" /><strong>Kathrin Passig / Aleks Scholz</strong><br />
Verirren<br />
Eine Anleitung für Anfänger und Fortgeschrittene<br />
Rowohlt Berlin 2010</p>
<p><em>Wissen, wo&#8217;s kurz geht, aber das eher lange beschreiben müssen, ist eine Eigenschaft von Menschen, die nicht begreifen, dass Unschärfen zum Leben gehören. Man kann mit allen Vorkehrungen nur schwer sich unterwegs fühlen. Wer weiß, dass man &#8216;Stille Post&#8217; nicht per SMS spielen kann, wird diesen ausgezeichneten Ratgeber der Abweichung und Verirrung sofort verlegen.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Jungen - Lesen - Fakten. Anregungen zu einem neuen Sachliteraturunterricht</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/jungen-lesen-fakten-anregungen-zu-einem-neuen-sachliteraturunterricht/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/jungen-lesen-fakten-anregungen-zu-einem-neuen-sachliteraturunterricht/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 08 Dec 2010 11:21:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Weiterbildungsangebot für Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer
&#8220;Er interessierte sich für meine Kamera, ich erläuterte ihm meine Optik.
Andere lasen.&#8221;
Max Frisch, Homo faber (1957)
Der erste Nobelpreis für Literatur, der an einen Deutschen ging, wurde dem Historiker Theodor Mommsen verliehen. Einem Sachbuchautor. Offensichtlich herrschte, als dieser Literaturpreis vergeben wurde, ein im Vergleich zu heute anderes Literaturverständnis. 

Hochkultur
Das heutige Verständnis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Weiterbildungsangebot für Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer</strong></p>
<p><em>&#8220;Er interessierte sich für meine Kamera, ich erläuterte ihm meine Optik.<br />
Andere lasen.&#8221;<br />
Max Frisch, Homo faber (1957)</em></p>
<p>Der erste Nobelpreis für Literatur, der an einen Deutschen ging, wurde dem Historiker Theodor Mommsen verliehen. Einem Sachbuchautor. Offensichtlich herrschte, als dieser Literaturpreis vergeben wurde, ein im Vergleich zu heute anderes Literaturverständnis. </p>
<p><a href='http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/buch3.jpg'><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/buch3-150x163.jpg" alt="" title="buch3" width="150" height="163" class="alignnone size-medium wp-image-906" /></a><br />
<em>Hochkultur</em></p>
<p>Das heutige Verständnis lässt sich vor allem als begriffliche Engführung beschreiben: Der Begriff „Literatur“ wird auf fiktionale Literatur bezogen. „Lesen“ wird als Kulturpraxis verstanden, die Sachliteratur ausschließt. Ein „Kanon“, der sich über die Form des Essays hinaus auch den Formen Reportage oder Biografie öffnete, existiert nicht. Der Begriff „Sachbuch“ bleibt literaturwissenschaftlich notorisch unterbestimmt. Die „Kritik“ klebt an Inhalten und lässt alle Instrumente der Analyse, die Stilistik und Rhetorik zu Verfügung stellen, in der Regel ungenutzt. In „Literaturgeschichten“ bleibt die Sachliteratur fast ganz unberücksichtigt.</p>
<p>Und nun Sachliteratur im Unterricht? Bekanntlich werden die Weichen der Lesebiografien schon früh gestellt. Im Ergebnis sind dann laut Leseforschung zehn Mal mehr Männer als Frauen ausschließliche Sachbuchleser. Sachliteratur kann also ein Baustein sein zur notwendigen Hebung der Lesefähigkeit von Jungen.</p>
<p>In dieser Veranstaltung soll Sachliteratur - jenseits der notwendigen inhaltlichen Debatten - als Literatur ins Auge gefasst werden. Dazu ist es notwendig, die eigene Lesesozialisation, die durch die Exklusivität der fiktionalen Literatur wesentlich bestimmt wird, kritisch in den Blick zu nehmen.</p>
<p>Sachliteratur lässt sich durch eine gattungstheoretische, erzähltheoretische, rezeptionstheoretische und literatursoziologische Bestimmung näher erfassen. Aufgrund dieser Bestimmungen kann die an vorgeblich essentiellen Fakten orientierte Lesehaltung vor allem der Jungen kritisch reflektiert werden.</p>
<p>Wie kann über diesen Zugang die Lesebiografie der Schüler erweitert und vor allem fortgeführt werden? Was haben Sachbücher in der Vergangenheit geleistet, was las zum Beispiel der junge Albert Einstein? Was können Sachbücher hier in Zukunft leisten? Welche Formen sind in der Sachliteratur anzutreffen? Welche Klassiker - jenseits von Ceram - gibt es und sollten in keiner Schulbibliothek fehlen? Welches Sachbuch haben Sie zuletzt gelesen? Und war das überhaupt ein Sachbuch?</p>
<p><em><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchdidaktik/">Link zu Veröffentlichungen zur Sachbuchdidaktik.</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/materialausgabe/">Link zu Publikationen.</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Immer schön sachlich. Kleine Geschichte des Sachbuchs. 1870 - 1918</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/immer-schon-sachlich-eine-kleine-geschichte-des-sachbuchs-erster-teil-1870-1918/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Dec 2010 10:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[
Michael Schikowski:
Immer schön sachlich
Kleine Geschichte des Sachbuchs 1870 – 1918 
Mit Register und einem Vorwort
von Prof. Dr. Erhard Schütz.
Bramann Verlag: Frankfurt 2010
111 S. ISBN 978-3-934054-42-4.
PRESSE:
Tabula Rasa, 05.06.2011: &#8220;Schikowski hat mit seiner Geschichte des Sachbuchs im Kaiserreich (der hoffentlich noch weitere Bände folgen) einen wichtigen Beitrag zur Erforschung des Literatur- und Verlagsbetriebs geleistet. Und es ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-809" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/immerschoensachlich_ansicht-100x147.jpg" alt="" width="100" height="147" /><br />
<strong>Michael Schikowski:<br />
Immer schön sachlich<br />
Kleine Geschichte des Sachbuchs 1870 – 1918 </strong><br />
Mit Register und einem Vorwort<br />
von Prof. Dr. Erhard Schütz.</p>
<p>Bramann Verlag: Frankfurt 2010<br />
111 S. ISBN 978-3-934054-42-4.</p>
<p>PRESSE:</p>
<p><strong><a href="http://www.tabularasa-jena.de/artikel/artikel_3438/">Tabula Rasa</strong>, 05.06.2011</a>: &#8220;Schikowski hat mit seiner Geschichte des Sachbuchs im Kaiserreich (der hoffentlich noch weitere Bände folgen) einen wichtigen Beitrag zur Erforschung des Literatur- und Verlagsbetriebs geleistet. Und es ist ihm gelungen, lesbar und unterhaltsam zu informieren – ganz so wie das gute Sachbuch es sollte.&#8221; (Bernd Villhauer)</p>
<p><strong>der Freitag</strong>, 09.02.2011: &#8220;Zu diesem Buch habe ich ein kleines Geleitwort geschrieben. Darf ich nun hier nicht drüber schreiben? Doch wie sollte man, da <em>Immer schön sachlich </em>in einem recht verborgenen Verlag erschienen ist, erfahren, warum ich es getan habe? Weil es nämlich ein wirklich gutes, gut recherchiertes und ebenso geschriebenes Buch ist.&#8221; (Erhard Schütz)</p>
<p><strong>FAZ</strong> Nr. 1 vom 03.01.2011: &#8220;Die versammelten Kolumnen kann man als gute Erinnerung an manche fast vergessenen Autoren und Titel nehmen, nicht zuletzt im Fach der Wissenschaftspopularisierung.&#8221; (Helmut Mayer)</p>
<p><strong>WDR 3 Mosaik </strong>vom 03.12.2010: &#8220;Ein echter Fachmann fürs Sachbuch.&#8221; (Raoul Mörchen) </p>
<p><strong>Süddeutsche Zeitung </strong>vom 30.10.2010. Hier zum Artikel <a href="http://www.nansenundpiccard.de/var/site/storage/original/application/6c62abb4857fe523e7a2d05c14aa5e70.pdf">&#8220;Zur Klage der Nation&#8221; von Tobias Moorstedt</a>, der neuere Debattenbücher in der SZ</a> bespricht und <em>Immer schön sachlich</em> heranzieht.<br />
________________________________________</p>
<p><em>Immer schön sachlich. Kleine Geschichte des Sachbuchs </em>wird fortgesetzt. Die Kapitel des 2. Teils 1919 - 1945 sind auf dem Portal der Sachbuchforscher der Universität Mainz ab 2012 nachzulesen.</p>
<p>01 Tiere sehen dich an 05/10<br />
02 Ameisen 06/10<br />
03 Aus dem Leben der Bienen 07/10<br />
04 Du und das Leben 08/10<br />
05 Ruhmesblätter der Technik 09/10<br />
06 Hammerschläge 10/10<br />
07 Das Weltreich der Technik 11/10<br />
08 Die eisernen Engel 12/10<br />
09 Große Ingenieure 02/11<br />
10 Das Auto erobert die Welt 03/11<br />
11 Mein Mann der Rennfahrer 04/11<br />
12 Der Mensch fliegt 05/11<br />
13 Du und die Elektrizität 06/11<br />
14 Der Mensch und die Technik 07/11<br />
15 Sage und Siegeszug des Kaffees 08/11<br />
16 Brot für 2 Milliarden Menschen 09/11<br />
17 Anilin 10/11<br />
18 Flüssiges Gold 11/11</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Sachtexte für Kinder und Jugendliche</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/sachtexte-fur-kinder-und-jugendliche/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Nov 2010 16:06:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=889</guid>
		<description><![CDATA[Sachtexte für Kinder und Jugendliche
Non Fiktion. Arsenal der anderen Gattungen
5. Jahrgang, 2010, Heft 1/2
Hrsg. von Almuth Meissner, David Oels und Henning Wrage
Inhalt:
Klaus-Ulrich Pech: Grenzenloser Belehrungsoptimismus Sachbücher für junge Leser im 19. Jahrhundert 
Rüdiger Steinlein: Fiktionalität und Nicht-Fiktionalität im Kinder- und Jugendsachbuch. Überlegungen zur Bestimmung eines vielgestaltigen Genres
Sabine Berthold: Ökonomie der Wissensgesellschaft Wirtschaft als Sujet in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sachtexte für Kinder und Jugendliche<br />
Non Fiktion. Arsenal der anderen Gattungen<br />
5. Jahrgang, 2010, Heft 1/2</strong><br />
Hrsg. von Almuth Meissner, David Oels und Henning Wrage</p>
<p>Inhalt:</p>
<p><strong>Klaus-Ulrich Pech:</strong> Grenzenloser Belehrungsoptimismus Sachbücher für junge Leser im 19. Jahrhundert </p>
<p><strong>Rüdiger Steinlein:</strong> Fiktionalität und Nicht-Fiktionalität im Kinder- und Jugendsachbuch. Überlegungen zur Bestimmung eines vielgestaltigen Genres</p>
<p><strong>Sabine Berthold: </strong>Ökonomie der Wissensgesellschaft Wirtschaft als Sujet in der Sachliteratur für Kinder und Jugendliche </p>
<p><strong>Heike Elisabeth Jüngst: </strong>Sachcomics für Kinder </p>
<p><strong>Almuth Meissner:</strong> Nach PISA ist vor PISA. Sachtexte lesen im Deutschunterricht </p>
<p><strong>Tanja Tajmel: </strong>Sprachliche Hürden in naturwissenschaftlichen Fachtexten im Schulunterricht mit speziellem Augenmerk auf Leserinnen und Leser nicht-deutscher Herkunftssprache </p>
<p>»Auf die richtige Mischung kommt es an.« <strong>Barbara Lich und Katharina Beckmann</strong>, Textredakteurinnen bei GEOlino, im Gespräch mit Almuth Meissner </p>
<p>»Mir geht es um Wahrhaftigkeit!« <strong>Maja Nielsen</strong>, Autorin der Sachbuchreihe »Abenteuer &#038;Wissen«, im Gespräch mit Anika Hackebarth </p>
<p><strong>Julia Kühn: </strong>Nur kein »Babykram« </p>
<p>»Primär eine sehr spannende Geschichte« <strong>Tilman Spreckelsen </strong>im Gespräch mit David Oels </p>
<p><strong>Silke Körber:</strong> Was soll das Bild im Buch? Überlegungen zum »illustrierten Sachbuch« </p>
<p><strong>Manfred Grieger:</strong> Schriftstellerarbeit am Volkswagen-Mythos. Der Tatsachenroman »Die Autostadt« von Horst Mönnich aus dem Jahre 1951 </p>
<p><strong>Lena Eierhoff: </strong>Der Bungee-Sprung aus dem Elfenbeinturm</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Immer schön sachlich - Das Sachbuch im Buchhandel</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/immer-schon-sachlich-das-sachbuch-im-buchhandel/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Nov 2010 11:20:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Übrigens hilft mir Ihr Seminar mittlerweile richtig im Beruf, da ich jetzt natürlich vermehrt Sachbücher lese (für mich erstaunlich auch mit großem Interesse) und mein Blick doch sehr geschärft ist. Dafür also noch mal vielen Dank! E. Goeden, Mayersche Düren
Diese AG möchte Sie in die Lage versetzen, sich in Ihrem Berufsalltag besser orientieren zu können. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Übrigens hilft mir Ihr Seminar mittlerweile richtig im Beruf, da ich jetzt natürlich vermehrt Sachbücher lese (für mich erstaunlich auch mit großem Interesse) und mein Blick doch sehr geschärft ist. Dafür also noch mal vielen Dank!</em> E. Goeden, Mayersche Düren</p>
<p>Diese AG möchte Sie in die Lage versetzen, sich in Ihrem Berufsalltag besser orientieren zu können. Den Einstieg ins Thema suchen wir dabei über die wichtigsten aktuellen Trends im Sachbuch. Die Grundformen des Sachbuchs und die Verlagsprofile werden Ihnen helfen, Sachbücher besser einzuordnen. Zugleich werden einige Traditionslinien des Sachbuchs, die auch heute noch von Bedeutung sind, genannt.</p>
<p>Diese Vorüberlegungen versetzen Sie in die Lage, sich im Alltag der Kundengespräche einerseits gelassener und andererseits interessierter zu zeigen. Nach einer Übersicht der wichtigsten Titel aus der Backlist, werden die aktuellen Neuerscheinungen des Sachbuchs, die auch innerhalb der AG zur Verfügung stehen werden, vorgestellt und besprochen. </p>
<p>1.	Was ein Sachbuch ist<br />
2.	Formen des Sachbuchs<br />
3.	Sachbuchkunden<br />
4.	Die wichtigsten Sachbücher der Backlist und Bestseller<br />
5.	Neuerscheinungen </p>
<p>Weiterhin besteht für die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, sich als ExpertIn im Bereich Sachbuch zu zertifizieren. <a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/zertifizierung-expertin-im-bereich-sachbuch/">Dazu hier weitere Informationen</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Non Fiktion WiSe 2010/11</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/non-fiktion-wise-201011/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/non-fiktion-wise-201011/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 28 Oct 2010 09:03:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=775</guid>
		<description><![CDATA[Die genaue Kenntnis der Formen und Traditionen der Sachliteratur ist für jede praktische Tätigkeit in einem Verlag, ob es sich dabei um das Lektorat, die Presse oder den Vertrieb handelt, unerlässlich.
WiSe 2010/11, Freitag Uhr 8.00 - 10.00
Dozent: Michael Schikowski
Sprechstunde nach Vereinbarung per Mail
nach der Sitzung 9.45 Uhr in Raum AR IV, Bibliotheksraum im 2.OG
Die Hausarbeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die genaue Kenntnis der Formen und Traditionen der Sachliteratur ist für jede praktische Tätigkeit in einem Verlag, ob es sich dabei um das Lektorat, die Presse oder den Vertrieb handelt, unerlässlich.</p>
<p>WiSe 2010/11, Freitag Uhr 8.00 - 10.00<br />
Dozent: Michael Schikowski</p>
<p>Sprechstunde nach Vereinbarung per Mail<br />
nach der Sitzung 9.45 Uhr in Raum AR IV, Bibliotheksraum im 2.OG</p>
<p>Die Hausarbeit muss in Basis angemeldet werden: zur ersten Prüfungsphase vom 17. bis zum 23. Januar.</p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/seminarplan-ws-20102011/">SEMINARPLAN</a></p>
<p><a href="https://basis.uni-bonn.de/qisserver/rds?state=verpublish&#038;status=init&#038;vmfile=no&#038;publishid=33388&#038;moduleCall=webInfo&#038;publishConfFile=webInfo&#038;publishSubDir=veranstaltung">Zum Eintrag der Veranstaltung im Vorlesungsverzeichnis der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.</a></p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-zu-non-fiktion/">Zum Literaturverzeichnis zu dieser Veranstaltung</a></p>
<p><a href="http://wasmitbuechern.de/jobs//">http://wasmitbuechern.de/jobs//</a></p>
<p>Im Zentrum dieser Übung stehen die Einzelveröffentlichungen der Sachliteratur, die sogenannten Sachbücher. Dabei werden die sprachlichen Merkmale der einzelnen Grundformen wie Biografie, Reportage, Ratgeber und Streitschrift benannt und auf ihre Funktion hin untersucht. Anhand dieser Grundformen, ihren Konjunkturen zumal, werden die Rezeptions- und Marktbedingungen der Sachliteratur innerhalb der Konsumgesellschaft erläutert.</p>
<p><strong>Literaturbetrieb</strong></p>
<p>Die Geschichte der erzählenden Sachliteratur klärt über die sozialgeschichtlichen Grundlagen des heutigen Literaturbetriebs auf. Durch diese vorbereitenden Erkundungen werden die gegenwärtigen Produktions- und Kommunikationsbedingungen der Sachliteratur deutlich.</p>
<p><strong>Streitschrift</strong></p>
<p>Im Mittelpunkt des ersten Teils steht eine wichtige Gattung der Sachliteratur: die Streitschrift. Ein Buchtyp der gelegentlich auch als Thesen- oder Debattenbuch bezeichnet wird.  Dabei werden ausgesuchte neuere Beispiele im Mittelpunkt stehen: z.B. Michael Winterhoff: Warum unsere Kinder Tyrannen werden, Gütersloher Verlagshaus, oder Bernhard Bueb: Lob der Disziplin, Ullstein. Schließlich: Thilo Sarrazin, Deutschland schafft sich ab, DVA.</p>
<p><strong>Methoden</strong></p>
<p>Die Methoden, die auch in der Verlagspraxis eine Analyse der Sachliteratur erst ermöglichen, werden vorgestellt. Der methodische Zugriff kann durch die Erzähltheorie, Literatursoziologie, Kulturwissenschaft und und Diskurstheorie erprobt werden. Dazu steht ein ausführlicher Reader zur Verfügung.</p>
<p><strong>Geschichte</strong></p>
<p>Die umfangreiche Geschichte der Sachliteratur wird durch einen Querschnitt durch die Sachliteratur zur <em>Technik</em> präzise fassbar. Aus der Fülle der Literatur seien nur drei legendäre Technikautoren hervorgehoben: Max Eyth, Hinter Pflug und Schraubstock, Walther Kiaulehn, Die eisernen Engel und Ernst Peter Fischer, Laser. In Absprache können auch andere zur Facherkombination passende Darstellungen vereinbart werden.</p>
<p><strong>Kurzreferat</strong></p>
<p>Teilnahmebedingung ist die Anfertigung eines Kurzreferats. Das Skript des Referats sollte eine Woche vorher abgegeben bzw. gemailt werden an michael.schikowski(at)t-online.de. Das Referat besteht in der Regel darin, einen Text aus dem Reader für das Seminar vorzubereiten. </p>
<p>Der Text muss genau gelesen werden. Fremdworte müssen erklärt werden, Personen, auf die im Text Bezug genommen wird, müssen dem Plenum erläutert werden. Der Text sollte für das Seminar zusammengefasst werden. Das Buch, aus dem der Text stammt, sollte aus der Bibliothek entliehen, der Text im Buch aufgesucht und im Kontext des Buches erläutert werden. </p>
<p>Die wichtigsten Kriterien für ein erfolgreiches Kurzreferat sind: sprachlicher Ausdruck, Gestaltung, Verständlichkeit, Interaktion mit dem Plenum. </p>
<p><strong>Hausarbeit</strong></p>
<p>Der Gegenstand der Hausarbeit ist in der Regel ein Text der populären Sachliteratur, der analysiert werden soll. Folgende Punkte sollten in der Hausarbeit berücksichtigt werden: Autor, Verlag, Buchkörper, zeitgeschichtlicher Hintergrund, Inhalt, Text, Rezeption. Besonders wichtig ist allerdings, dass die im Reader aufgeführten theoretischen Texte für die Textanalyse fruchtbar gemacht werden. Dabei kann je nach Eignung auch ein eigener Schwerpunkt in der Erzähltheorie, der Literatursoziologie, der Kulturwissenschaft oder der Diskurstheorie gewählt werden. </p>
<p><strong>Schreiben</strong></p>
<p>Ein erster Einstieg in die Arbeit am Text könnte das eigene Leseerlebnis sein. Gleichwohl gilt, dass für die Hausarbeit ein wissenschaftlicher Schreibstil verlangt wird, dem mündlichkeitsnahe bzw. auch in populären Sachbüchern gängige Formulierungen fehlen. </p>
<p>Über die formalen Anforderungen an eine Seminararbeit klären die <em>Hinweise zur Anfertigung von literaturwissenschaftlichen Seminararbeiten</em> auf, die auf der Institutshomepage unter <a href="http://www.germanistik.uni-bonn.de/content/studium/downloads">http://www.germanistik.uni-bonn.de/content/studium/downloads</a> nachzulesen sind. </p>
<p>Für die schriftlichen Arbeiten zitiere ich Gabriela Ruhmann, Leiterin des Schreibzentrums der Ruhr-Universität Bochum: </p>
<p>&#8220;Auf fatale Weise unterschätzen Studierende die Komplexität und den Aufwand des Schreibprozesses. Dass die erwartete gedankliche und sprachliche Präzision nicht auf Anhieb, sondern nur durch mehrfaches inhaltliches, strukturelles und sprachliches Überarbeiten zu erzielen ist, gehört nicht zu ihrem Bild vom Schreiben.&#8221; </p>
<p>Eine Fehleinschätzung, die nicht allein für die Arbeit in einem Verlag zu ungünstigen Ergebnissen führt. Schreibarbeit, welcher Art sie auch sei, ist immer durch einen großen Aufwand gekennzeichnet. Aber es gibt Hilfe, die man in Anspruch nehmen sollte.</p>
<p><strong>Hilfestellungen</strong></p>
<p>Es ist möglich, die Zwischenergebnisse des Schreibprozesses und die Gliederung an michael.schikowski(at)t-online.de zu mailen und in der Sprechstunde zu besprechen. Dringend zu empfehlen ist außerdem, mit anderen Studierenden die Rohfassung der Hausarbeiten auszutauschen. Schließlich ist die Bereitschaft, die eigene Arbeit mehrfach zu überarbeiten, eine der wichtigsten Voraussetzungen für jeden erfolgreichen Schreibprozess.</p>
<p>Quelle des Zitats und der Hilfestellungen: Gabriela Ruhmann: Schreiben im Studium. In: Wissen was zählt. Hrsg. Interne Fortbildung und Beratung (IFB), Ruhr-Universität Bochum 2010. S. 96-101. Zitat S. 97.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>NDR Kultur Sachbuchpreis - Preisträger und shortlist 2010</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/ndr-kultur-sachbuchpreis-preistrager-und-shortlist-2010/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/ndr-kultur-sachbuchpreis-preistrager-und-shortlist-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 17 Oct 2010 10:14:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[
Preisträger des NDR Sachbuchpreises 2010 ist Harry Graf Kessler für die Gesamtausgabe seiner Tagebücher. Kessler lebte von 1868 bis 1937, war insofern nicht selbst in der Lage, den Preis entgegen zu nehmen. Die Herausgeber Sabine Gruber und Ulrich Ott vertraten ihn. So erhält 2010 ein Werk einen Preis, das zwar über siebzig Jahre alt ist, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/wp-admin/Keine"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-851" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/kessler-100x78.jpg" alt="" width="100" height="78" /></a></p>
<p>Preisträger des NDR Sachbuchpreises 2010 ist Harry Graf Kessler für die Gesamtausgabe seiner Tagebücher. Kessler lebte von 1868 bis 1937, war insofern nicht selbst in der Lage, den Preis entgegen zu nehmen. Die Herausgeber Sabine Gruber und Ulrich Ott vertraten ihn. So erhält 2010 ein Werk einen Preis, das zwar über siebzig Jahre alt ist, aber erst jetzt komplett vorliegt. So richtig es ist, dass das Tagebuch, selbst das unveröffentlichte Tagebuch eines Toten, zur Sachliteratur gezählt wird, so fragwürdig erscheint diese Vergabepraxis für die Lebenden. Nun kann der Büchner-Preis endlich auch Georg Büchner verliehen werden.</p>
<p><strong>Harry Graf Kessler</strong><br />
Das Tagebuch 1880 - 1937<br />
Bd 9: 1926 - 1937<br />
Klett-Cotta 2010</p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/wp-admin/Keine"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-853" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/alt-100x159.jpg" alt="" width="60" height="93" /></a></p>
<p>John Darwin errang mit „Der imperiale Traum“ zusammen mit Peter-André Alt „Ästhetik des Bösen“ einen zweiten Platz. Vom Preisgeld entfallen 10.000 Euro auf Platz 1 und je 2.000 Euro auf die beiden weiteren Gewinner.</p>
<p><strong>Peter-André Alt</strong><br />
Ästhetik des Bösen<br />
C.H. Beck 2010</p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/wp-admin/Keine"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-852" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/darwin1.jpg" alt="" width="80" height="121" /></a><strong>John Darwin </strong><br />
Der imperiale Traum. Die Globalgeschichte großer Reiche 1400 – 2000<br />
Campus 2010</p>
<p>„John Darwin hat mit seinem Meisterwerk Maßstäbe für eine differenzierte Betrachtung imperialen Denkens und Handelns gesetzt und den Blick für ein Geschichtsbild geschärft, das nicht von der Dominanz Europas ausgeht, sondern von drei konkurrierenden Zentren her gesteuert worden ist: von Europa, der islamischen Welt und Ostasien.“</p>
<p>Wie vermeldet wird, wurden über 800 Einreichungen der Verlage begutachtet. Auf der shortlist fanden sich als weitere Kandidaten:</p>
<p><strong>Bert Hölldobler, Edward O. Wilson</strong><br />
Der Superorganismus<br />
Springer Science + Business Media 2009</p>
<p><strong>Cees Nooteboom</strong><br />
Das Rätsel des Lichts<br />
Schirmer/Mosel 2009</p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/wp-admin/Keine"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-838" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/steidele.jpg" alt="" width="51" height="85" /></a></p>
<p><strong>Angela Steidele</strong><br />
Geschichte einer Liebe.<br />
Adele Schopenhauer<br />
und Sibylle Mertens<br />
Insel 2010</p>
<p><strong>Heinrich August Winkler</strong><br />
Geschichte des Westens<br />
C.H. Beck 2009</p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/wp-admin/Keine"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-839" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/wolf.jpg" alt="" width="56" height="85" /></a></p>
<p><strong>Maryanne Wolf</strong><br />
Das lesende Gehirn<br />
Spektrum Akademischer Verlag 2009</p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/ndr-kultur-sachbuchpreis-longlist/"><em>Hier zu den Preisträgern des Jahres 2009</em>.</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/ein-neuer-sachbuchpreis/"><em>Mehr zum NDR Kultur Sachbuchpreis hier</em>.</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Betrieb - Bücher machen, kommunizieren, verbreiten</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/der-betrieb-bucher-machen-kommunizieren-verbreiten/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/der-betrieb-bucher-machen-kommunizieren-verbreiten/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Sep 2010 10:18:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Beschreibungsebene Deutschlands als Konsumgesellschaft ist auch für das Verständnis der Verlagsarbeit grundlegend. Möglich wären andere Ebenen, zum Beispiel die der Politik oder der Kultur. Dass hier das Buch als Konsumgut und weniger als Instrument der Aufklärung oder Gegenstand der Bildung erscheint, soll diese und weitere Beschreibungskontexte nicht ausschließen. Für die Zwecke einer Literaturbetriebsforschung aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Beschreibungsebene Deutschlands als Konsumgesellschaft ist auch für das Verständnis der Verlagsarbeit grundlegend. Möglich wären andere Ebenen, zum Beispiel die der Politik oder der Kultur. Dass hier das Buch als Konsumgut und weniger als Instrument der Aufklärung oder Gegenstand der Bildung erscheint, soll diese und weitere Beschreibungskontexte nicht ausschließen. Für die Zwecke einer Literaturbetriebsforschung aber sei die Perspektive der Konsumforschung empfohlen, da auf ihrer Basis viele Entscheidungen der Abteilungen Presse, Marketing und Vertrieb gefällt werden. Dies gilt zum Teil auch für wissenschaftliche Publikationen.</p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/wp-admin/Keine"><img class="alignleft size-full wp-image-899" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/img_91301.jpg" alt="" width="391" height="451" /></a> <em>Erst wenn der Inhalt fehlt, wird eine Form sichtbar.</em></p>
<p>Das zentrale Arbeitsmittel des Verlags ist die sogenannte Verlagsvorschau. Sie kündigt die Neuerscheinungen eines Verlags halbjährlich an. Sie wird in der Marketingabteilung konzipiert und von der Presse- und Vertriebsabteilung zur Unterstützung der Kommunikation und des Verkaufs eingesetzt. Sie erscheint Ende Dezember für die Frühjahrsneuerscheinungen und Ende Mai für die Herbsttitel. In der Vorschau lassen sich anschaulich die Strukturen, die Aufgaben und die Kommunikationsstrategien der genannten Abteilungen eines Verlags exemplifizieren. Die unterschiedlichen Märkte Buchhandel, Filialisten und Direktvertrieb werden voneinander abgegrenzt und aus der Sicht der Zusammenarbeit mit dem Verlag und den Abteilungen erläutert.</p>
<p>Die Institution der Produkt-Marketing-Teams wird erläutert. Die Instrumente werden vorgestellt, die vom Marketing und Vertrieb zur Analyse der Marktsituation eingesetzt werden. Auf die einzelnen Zielgruppen wird eingangen. Dabei wird sich zeigen, dass man Bücher, seien es nun Reiseführer, Sachbücher oder Ratgeber, ziemlich präzise einzelnen Milieus zuordnen kann. Wir werden dies in einem praktischen Teil der Sitzung, der so auch in einem Workshop eines Verlags durchgeführt werden könnte, kennen lernen. Zum Schluss sollen noch die zahlreichen Möglichkeiten, die durch die neuen Technologien sich ergeben, vorgestellt und in ihrem möglichen Einfluss auf Bücher und den Buchmarkt betrachtet werden. Einige Vorüberlegungen zu diesem letzten Punkt finden sich <a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/im-maschinenraum-des-literaturbetriebs/">hier. </a></p>
<p>1. Der Betrieb - Presse, Marketing, Vertrieb</p>
<p>2. Die Märkte - Buchhandel, Filialisten, Direktvertrieb</p>
<p>3. Instrumente der Marktforschung - Konsum und Kultur</p>
<p>4. Zielgruppen - Trends setzen, Trends folgen</p>
<p>5. Neue Technologien</p>
<p>Die hier genannte Literatur ist nicht Voraussetzung zur Teilnahme an dieser Veranstaltung. Wer aber tiefer den Fragestellungen des praktischen Literaturbetriebs folgen möchte, der wird hier fündig:</p>
<p><strong>Literatur</strong></p>
<p><strong>Überblickswerke zur Konsumgesellschaft</strong></p>
<p>Heinz-Gerhard Haupt, Claudius Torp (Hg.) Die Konsumgesellschaft in Deutschland 1890-1990. Ein Handbuch, Campus Verlag, Frankfurt 2009</p>
<p>Wolfgang König, Kleine Geschichte der Konsumgesellschaft. Konsum als Lebensform der Moderne, Franz Steiner, Stuttgart 2008</p>
<p>Stefanie Middendorf, Massenkultur. Zur Wahrnehmung gesellschaftlicher Modernität in Frankreich 1880 - 1980, Wallstein Verlag, Göttingen 2009</p>
<p>Dominik Schrage, Die Verfügbarkeit der Dinge. Eine historische Soziologie des Konsums, Campus Verlag 2009</p>
<p><strong>Klassiker der Soziologie</strong><br />
<em>Für einen raschen Zugang zum Werk sind einige ausgewählte Abschnitte angegeben.</em></p>
<p>Thorstein Veblen, Theorie der feinen Leute. Eine ökonomische Untersuchung der Institutionen. Titel der Originalausgabe: &#8220;The Theory of the Leisure Class&#8221; 1899. Diverse Ausgaben bei Kiepenheuer &amp; Witsch und dtv. Letzte lieferbare Ausgabe Fischer Taschenbuch.<br />
Daraus: Die Bildung als Ausdruck der Geldkultur, S. 268-294</p>
<p>Levin L. Schücking, Soziologie der literarischen Geschmacksbildung. Zuerst 1923. 3. neu bearbeitete Auflage, Francke Verlag, Bern und München 1961.<br />
Daraus: Die Aufnahme beim Publikum, S. 76-109 der Ausgabe von 1961.</p>
<p>Siegfried Kracauer, Die Angestellten. Aus dem neuesten Deutschland. suhrkamp taschenbuch 13. Zuerst 1929 in der &#8220;Frankfurter Zeitung&#8221;. Erste Buchausgabe 1932.<br />
Daraus: Unter Nachbarn. S. 81-90 der Taschenbuchausgabe.</p>
<p>Pierre Bourdieu, Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Suhrkam, Frankfurt 1994 (stw Bd. 658). Deutsche EA 1982<br />
Daraus: Nachschrift: Elemente einer &#8220;Vulgärkritik&#8221; der &#8220;reinen&#8221; Kritiken. S. 756-783 der Taschbuchausgabe.</p>
<p>Gerhard Schulze, Die Erlebnisgesellschaft. Kultursoziologie der Gegenwart. Campus, Frankfurt 2005. EA 1992<br />
Daraus: Fünf Milieubeschreibungen. S. 277-331 der Ausgabe von 2005.<br />
Daraus: Übergang wohin? Kommentar im Jahr 2005. S. I-XXII, der Ausgabe von 2005.</p>
<p>Michael Vester, Peter von Oertzen, Heiko Geiling, Thomas Hermann, Dagmar Müller (Hrsg.), Soziale Milieus im gesellschaftlichen Strukturwandel. Zwischen Integration und Ausgrenzung, Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft, Frankfurt 2001</p>
<p><strong>Neuere Literatur </strong></p>
<p>Dan Ariely, Denken hilft zwar, nützt aber nichts. Warum wir immer wieder unvernünftige Entscheidungen treffen. Droemer, München 2008</p>
<p>Oliver Dziemba, Eike Wenzel, Marketing 2020. Die elf neuen Zielgruppen - Wie sie leben, was sie kaufen. Campus, Frankfurt 2009</p>
<p>Jochen Kalka, Florian Allgayer (Hg.) Zielgruppen. Wie sie leben, was sie kaufen, woran sie glauben. mi-Fachverlag, Landsberg am Lech 2006</p>
<p>Martin Lindstrom, Buyology. Warum wir kaufen, was wir kaufen. Campus, Frankfurt 2009</p>
<p>Christian Mikunda, Warum wir uns Gefühle kaufen. Die 7 Hochgefühle und wie man sie weckt, Econ, Berlin 2009</p>
<p>Eva Tenzer, Go Shopping! Warum wir es einfach nicht lassen können. Kiepenheuer, Berlin 2009</p>
<p><strong>Neue Technologien</strong></p>
<p>Chris Anderson, The Long Tail. Der lange Schwanz. Nischenprodukte statt Massenmarkt. Das Geschäft der Zukunft. Hanser, München 2007</p>
<p>Chris Anderson, Free - kostenlos. Geschäftsmodelle für die Herausforderungen des Internets. Campus, Frankfurt 2009</p>
<p>Detlef Bluhm, Von Autoren, Büchern und Piraten. Kleine Geschichte der Buchkultur. Artemis &amp; Winkler, Düsseldorf 2009</p>
<p>Matthias Horx, Technolution. Wie unsere Zukunft sich entwickelt. Campus, Frankfurt 2008</p>
<p>Charlene Li, Josh Bernoff, Facebook, You Tube, Xing &amp; Co. Gewinnen mit Social Technologies. Hanser, München 2009</p>
<p>G. Günter Voß, Kerstin Rieder, Der arbeitende Kunde. Wenn Konsumenten zu unbezahlten Mitarbeitern werden. Campus, Frankfurt 2005</p>
<p><strong>Praxisberichte</strong></p>
<p>Timo Heimerdinger, Der gelebte Konjunktiv. Zur Pragmatik von Ratgeberliteratur in alltagskultureller Perspektive. In: Sachbuch und populäres Wissen im 20. Jahrhundert. Hrsg. von Andy Hahnemann und David Oels. Frankfurt, Peter Lang 2008. S. 97-108.</p>
<p>Michael Schikowski, Geschrieben und verkauft. Das Sachbuch und sein Markt. Einige Anmerkungen In: Non Fiktion. Arsenal der anderen Gattungen. Hrsg. von David Oels, Stephan Porombka, Erhard Schütz, 1. Jahrgang 2006, Heft 1, Die Popularität des Sachbuchs, S. 47–60. (<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/materialausgabe/">Text in der Materialausgabe erhältlich</a>)</p>
<p>Michael Schikowski, Die sozialgeschichtlichen Grundlagen der Warengruppen. In: Klaus-W. Bramann, Michael Schikowski (Hrsg.) Warengruppen - Grundlagen, Allgemeines Sortiment, Fachbuch. Bramann Verlag, Frankfurt. Erscheint 2011.</p>
<p>Bereits durchgeführt als Gastbeitrag im Rahmen des Seminars<br />
<strong>Autorenabend - ganz praktisch</strong><br />
Leitung Priv.-Doz. Dr. Thomas Fechner-Smarsly<br />
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, 10.01.2011</p>
<p><strong>Einführung in den Literaturbetrieb</strong><br />
Leitung Michael Buchmann<br />
Karlsruhe Institute of Technology,<br />
SoSe 2009, WiSe 2009/10, SoSe 2010, WiSe 2010/11<br />
SoSe 2011,</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Come together</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/come-together/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/come-together/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 Sep 2010 07:09:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[BÜCHER - ESSEN - TRINKEN
Silvia Loerke, Ursula Kracht, Bettina Witt, Bernd Abele, Guido Marquard und Michael Schikowski laden auch in 2011 für die Verlage Böhlau, Bibliographisches Institut, Reclam, S. Fischer und Campus zum abendlichen Treff ein. Geboten wird Kulinarisches, Gespräche und Unterhaltung zu den wichtigsten Neuerscheinungen der Verlage. Wegen des großen Erfolgs in Köln, nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BÜCHER - ESSEN - TRINKEN</strong></p>
<p>Silvia Loerke, Ursula Kracht, Bettina Witt, Bernd Abele, Guido Marquard und Michael Schikowski laden auch in 2011 für die Verlage Böhlau, Bibliographisches Institut, Reclam, S. Fischer und Campus zum abendlichen Treff ein. Geboten wird Kulinarisches, Gespräche und Unterhaltung zu den wichtigsten Neuerscheinungen der Verlage. Wegen des großen Erfolgs in Köln, nun an zwei weiteren Standorten:</p>
<p><strong>Come together Duisburg<br />
Dienstag, den 04. im Oktober 2011, Uhr 20.00</strong><br />
Der kleine Prinz<br />
Schwanenstr. 5, 47051 Duisburg<br />
<a href="http://www.wfbm-duisburg.de/index.php?id=29">Der kleine Prinz</a></p>
<p><strong>Come together Köln-Ehrenfeld<br />
Mittwoch, den 05. Oktober 2011, Uhr 20.00</strong><br />
Literaturcafé Goldmund<br />
Glasstraße 2, 50823 Köln-Ehrenfeld<br />
<a href="http://www.goldmundkoeln.de/">www.goldmundkoeln.de</a></p>
<p><strong>Come together Frankfurt-West<br />
Donnerstag, den 06. Oktober 2011, Uhr 20.00</strong><br />
Restaurant Arche Nova im Öko-Haus,<br />
Kasseler Straße 1a, 60486 Frankfurt<br />
<a href="http://www.arche-nova.de/">www.arche-nova.de</a></p>
<p>Anmeldung bitte über Ihre Vertreter.</p>
<p><strong><br />
Im Herbst 2011 werden folgende Bücher vorgestellt:</strong></p>
<p>Gerhard Paul<br />
Bilder, die Geschichte schrieben<br />
1900 bis heute<br />
V &#038; R 2011<br />
24,95 € ISBN 978 3 525 30024 4</p>
<p>Oskar Gudmundsson: Snorri Sturluson<br />
Homer des Nordens<br />
Eine Biografie<br />
Böhlau 2011<br />
24,90 € ISBN 978 3 412 20743 4</p>
<p>Jean-Claude Kaufmann<br />
Sex@mour<br />
Wie das Internet unser Liebesleben verändert<br />
UVK 2011<br />
19,90 € ISBN 978 3 86764 283 5</p>
<p>Hugh Johnson<br />
Bäume<br />
Die Wald- und Gartenbäume der Welt<br />
Haupt 2011<br />
59,90 € ISBN 978 3 258 07672 0</p>
<p>Mary Beard<br />
Pompeji<br />
Das Leben in einer römischen Stadt<br />
Reclam 2011<br />
29,95 € ISBN 978 3 15 010755 3</p>
<p>Steven Pinker<br />
Gewalt.<br />
Eine neue Geschichte der Menschheit<br />
S. Fischer 2011<br />
€ ca. 26,00 ISBN 3-10-061604-3<br />
ET: 21.10.2011</p>
<p>Tim Flannery<br />
Auf Gedeih und Verderb.<br />
Die Erde und wir: Geschichte und Zukunft einer besonderen Beziehung.<br />
S. Fischer 2011<br />
€ 22,95 ISBN 3-10-021114-9</p>
<p>Simon Sebag Montefiore<br />
Jerusalem<br />
Die Biographie<br />
S. Fischer 2011<br />
€ 28,00 ISBN 3-10-050611-5</p>
<p>Torsten Körner<br />
Probeliegen.<br />
Geschichten vom Tod<br />
S. Fischer 2011<br />
€ 18,95 ISBN 978-3-502-15131-6</p>
<p>&#8211;</p>
<p>Kreatives Schreiben<br />
Stephan Porombka<br />
Schreiben unter Strom<br />
Experimentieren mit Twitter, Blogs, Facebook &#038; Co.<br />
14,95 € ISBN 978-3-411-74921-8</p>
<p>Kreatives Schreiben<br />
Christian Schärf<br />
Schreiben Tag für Tag<br />
Journal und Tagebuch<br />
14,95 € ISBN 978-3-411-74901-0</p>
<p>&#8211;</p>
<p>John J. Mearshheimer:<br />
Lüge!<br />
Vom Wert der Unwahrheit<br />
Campus 2011<br />
€ 14,99 ISBN 3-593-39469-5</p>
<p>Linda Kaplan Thaler, Robin Koval<br />
Erfolg ist eine Kleinigkeit.<br />
Warum schon kleine Dinge Großes bewirken<br />
Campus 2011<br />
€ 17,99 ISBN 3593-39239-4</p>
<p>Catherine Hakim<br />
Erotisches Kapital.<br />
Das Geheimnis erfolgreicher Menschen<br />
Campus 2011<br />
€ 19,99 ISBN 3-593-39468-8</p>
<p>Hermann Scherer<br />
Glückskinder.<br />
Warum manche lebenslang Chancen suchen - und andere sie täglich nutzen<br />
Campus 2011<br />
€ 19,99 ISBN 3-593-39349-0</p>
<p>Michael Lewis:<br />
Boomerang.<br />
Europas harte Landung<br />
Campus 2011<br />
€ 24,99  ISBN 3-593-39471-8<br />
ET 14.11.2011</p>
<p><strong>Im Herbst 2010 wurden folgende Bücher vorgestellt:<br />
</strong><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/wp-admin/Keine"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-822" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/speitkamp-100x159.jpg" alt="" width="100" height="159" /></a> <strong>Winfried Speitkamp</strong><br />
Ohrfeige, Duell und Ehrenmord<br />
Eine Geschichte der Ehre<br />
Reclam 2010</p>
<p><strong>Ladislaus Loeb</strong><br />
Geschäfte mit dem Teufel<br />
Die Tragödie des Judenretters Rezsö Kasztner<br />
Ein Überlebender erzählt<br />
Böhlau 2010</p>
<p><strong>Frank Kolb</strong><br />
Tatort &#8220;Troia&#8221;<br />
Geschichte - Mythen - Politik<br />
Schöningh 2010</p>
<p><strong>Patricia Holm</strong><br />
Faszinierende Fische<br />
Biologie, Bedeutung und Zukunft<br />
Haupt 2010</p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/klein.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-823" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/klein-100x163.jpg" alt="" width="100" height="163" /></a> <strong>Stefan Klein</strong><br />
Vom Sinnn des Gebens<br />
Warum Selbstlosigkeit in der Evolution siegt<br />
und wir mit Egoismus nicht weiterkommen<br />
S. Fischer 2010</p>
<p><strong>Alexandros Stefanidis</strong><br />
Beim Griechen<br />
Wie mein Vater in unserer Taverne Geschichte schrieb<br />
Fischer Taschenbuch 2010</p>
<p><strong>Thilo Bode</strong><br />
Die Essensfälscher<br />
Was uns die Lebensmittelkonzerne auf die Teller lügen<br />
S. Fischer 2010</p>
<p><strong>Gisela Graichen, Matthias Gretzschel</strong><br />
Die Prussen<br />
Der Untergang eines Volkes und sein preußisches Erbe<br />
Scherz 2010</p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/wp-admin/Keine"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-824" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/darwin-100x143.jpg" alt="" width="100" height="143" /></a> <strong>John Darwin</strong><br />
Der imperiale Traum<br />
Die Globalgeschichte großer Reich 1400 - 2000<br />
Campus 2010</p>
<p><strong>Floris Cohen</strong><br />
Die zweite Erschaffung der Welt<br />
Wie die moderne Naturwissenschaft entstand<br />
Campus 2010</p>
<p><strong>Hagen Seidel</strong><br />
Arcandors Absturz<br />
Wie man einen Milliardenkonzern ruiniert<br />
Campus 2010</p>
<p><strong>Michael Lewis</strong><br />
The Big Short<br />
Wie eine Handvoll Trader die Welt verzockte<br />
Campus 2010</p>
<p><em>Leseexemplar verpasst? Einfach bei Ihrem Vertreter per Mail melden!</em></p>
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		</item>
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		<title>Corine-Sachbuchpreisträger 2010</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/corine-sachbuchpreistrage-2010/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/corine-sachbuchpreistrage-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 11:59:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit dem Corine-Preis werden literarische Leistungen ausgezeichnet, die sich nach Ansicht des Kuratoriums durch Qualität, Aktualität und Interesse beim Publikum hervorgetan haben. In der Kategorie &#8220;Sachbuch&#8221; wurde 2010 kein Preis vergeben.
Wirtschaftsbuchpreis:
Wolfgang Kersting, Verteidigung des Liberalismus (Murmann)
Bilderwelten:
Herlinde Koelbl, Mein Blick (Steidl)
Focus-Zukunftspreis:
William Kamkwamba und Bryan Mealer, Der Junge, der den Wind einfing (Irisiana)
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem Corine-Preis werden literarische Leistungen ausgezeichnet, die sich nach Ansicht des Kuratoriums durch Qualität, Aktualität und Interesse beim Publikum hervorgetan haben. In der Kategorie &#8220;Sachbuch&#8221; wurde 2010 kein Preis vergeben.</p>
<p><strong>Wirtschaftsbuchpreis:</strong></p>
<p>Wolfgang Kersting, Verteidigung des Liberalismus (Murmann)</p>
<p><strong>Bilderwelten:</strong></p>
<p>Herlinde Koelbl, Mein Blick (Steidl)</p>
<p><strong>Focus-Zukunftspreis:</strong></p>
<p>William Kamkwamba und Bryan Mealer, Der Junge, der den Wind einfing (Irisiana)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Johann-Heinrich-Merck-Preis 2010</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/johann-heinrich-merck-preis-2010/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/johann-heinrich-merck-preis-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 11:38:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<category><![CDATA[Gauß]]></category>

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		<description><![CDATA[
Karl-Markus Gauß
Zu früh, zu spät. Zwei Jahre
dtv 2010
Der Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay geht im Jahr 2010 an den Publizisten Karl-Markus Gauß. In seinem Buch Zu früh, zu spät  schreibt Gauß anlässlich einiger Bemerkungen zu Varnhagen von Ense: &#8220;Man muß bedenken, der &#8216;Essay&#8217; war in seinen Anfängen auch als Ort der gesellschaftlichen Selbstverständigung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/9336286_9336286_xl-100x154.jpg" alt="" title="" width="100" height="154" class="alignleft size-thumbnail wp-image-804" /><br />
<strong>Karl-Markus Gauß</strong><br />
Zu früh, zu spät. Zwei Jahre<br />
dtv 2010</p>
<p>Der Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay geht im Jahr 2010 an den Publizisten Karl-Markus Gauß. In seinem Buch <em>Zu früh, zu spät</em>  schreibt Gauß anlässlich einiger Bemerkungen zu Varnhagen von Ense: &#8220;Man muß bedenken, der &#8216;Essay&#8217; war in seinen Anfängen auch als Ort der gesellschaftlichen Selbstverständigung gedacht, erst in neuester Zeit ist er zu einem literarischen Selbstgespräch geworden, das im glücklichsten Fall seine vereinzelten, nachdenklichen Leser findet. In den Medien allerdings wird die Gattungsbezeichnung &#8216;Essay&#8217; heute geradezu für jede Form von Meinungsprosa verwendet, ja der Essay selbst bereits mit der medialen Intervention verwechselt, auf die er heruntergebracht wurde.&#8221; Diese Bemerkungen werden von Gauß nicht aus literarischer Arroganz zu Papier gebracht. Ganz im Gegenteil. Karl-Markus Gauß ist ein unvoreingenommener Leser, der allen Sinn für die Gattungen der Non Fiktion hat. Wer die Gattungen kennt, kommt nicht darum herum, sie auch zu verteidigen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Nutzer gewinnen im Sachbuch</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 11:04:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die öffentlichen Bibliotheken sehen sich durch den veränderten Medienmarkt und das geänderte Medienverhalten gravierenden Veränderungen in der Sachbuchausleihe gegenüber. Wie sehen die Verlage die Situation? Welche Entwicklungen zeichnen sich jetzt ab, was ist längerfristig an Veränderungen zu erwarten? Abschließende Antworten sind schwer möglich. Vielleicht führt es aber weiter, wenn man klärt, was Sachbücher eigentlich sind, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die öffentlichen Bibliotheken sehen sich durch den veränderten Medienmarkt und das geänderte Medienverhalten gravierenden Veränderungen in der Sachbuchausleihe gegenüber. Wie sehen die Verlage die Situation? Welche Entwicklungen zeichnen sich jetzt ab, was ist längerfristig an Veränderungen zu erwarten? Abschließende Antworten sind schwer möglich. Vielleicht führt es aber weiter, wenn man klärt, was Sachbücher eigentlich sind, wer sie liest und was von ihnen zu erwarten ist. Von dort werden auch Schlussfolgerungen über die gar nicht so dramatischen Veränderungen des Sachbuchmarktes möglich.</p>
<p>Programm</p>
<p>+ Geschichte und Grundformen des Sachbuchs in Deutschland<br />
+ Wer liest Sachbücher?<br />
+ Wählen und sortieren: Optimierung des Einkaufs<br />
+ Präsentation von Sachbüchern<br />
+ Kompetent beraten – erfolgreich vermitteln<br />
+ Zukunft des Sachbuchs in den Zeiten der Digitalisierung<br />
+ Neue Chancen für Veranstaltungen vor Ort<br />
+ Aktuelle Trends und Neuerscheinungen</p>
<p>Bereits durchgeführt für:</p>
<p><strong>Regierungspräsidium Tübingen<br />
Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Literaturverzeichnis Sachbuchgeschichte Recht</title>
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		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchgeschichte-recht/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 13:07:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Recht (nach Erscheinen)
Merkwürdige Rechtsfälle als ein Beitrag zur Geschichte der Menschheit. Nach dem französischen Werk des Pitaval durch mehrere Verfasser ausgearbeitet und mit einer Vorrede begleitet herausgegeben von Schiller. 4 Bde. Jena 1792-1795. (Neu: Schillers Pitaval. Merkwürdige Rechtsfälle als ein Beitrag zur Geschichte der Menschheit. Kommentiert und herausgegeben von Oliver Tekolf. Eichborn: Frankfurt 2005.)
Anselm von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Recht (nach Erscheinen)</p>
<p>Merkwürdige Rechtsfälle als ein Beitrag zur Geschichte der Menschheit. Nach dem französischen Werk des Pitaval durch mehrere Verfasser ausgearbeitet und mit einer Vorrede begleitet herausgegeben von Schiller. 4 Bde. Jena 1792-1795. (Neu: Schillers Pitaval. Merkwürdige Rechtsfälle als ein Beitrag zur Geschichte der Menschheit. Kommentiert und herausgegeben von Oliver Tekolf. Eichborn: Frankfurt 2005.)</p>
<p>Anselm von Feuerbach: Merkwürdige Kriminalrechtsfälle. Gießen 1808 und 1811</p>
<p>Anselm von Feuerbach: Aktenmäßige Darstellung merkwürdiger Verbrechen. 2 Bde. Gießen 1828–1829.</p>
<p>Anselm von Feuerbach: Kaspar Hauser. Beispiel eines Verbrechens am Seelenleben des Menschen. Ansbach 1832.</p>
<p>Willibald Alexis und Julius Eduard Hitzig: Der neue Pitaval. Eine Sammlung der interessantesten Criminalgeschichten aller Länder aus älterer und neuerer Zeit. 60 Bde. Brockhaus: Leipzig, 1842-1890.</p>
<p>L. F. Meissner: Aus den Papieren eines Polizeikommissärs. Wiener Sittenbilder. Reclam: Leipzig 1892-94.</p>
<p>Maximilian Harden: Prozesse. Reiß: Berlin 1913.</p>
<p>Ubald Tartaruga (pseudonym Ehrenfreund): Der Wiener Pitaval. Eine Sammlung der interessantesten Kriminalprozesse aus Alt- und Neu-Wien. 3 Bde. 2. bedeutend vermehrte und reich illustrierte Auflage. C. Barth: Wien, Leipzig 1924.</p>
<p>Hugo Friedländer: Interessante Kriminalprozesse von kulturhistorischer Bedeutung. Darstellung merkwürdiger Rechtsfälle aus Gegenwart und Jüngstvergangenheit. 11 Bde. Berliner Buchversand: Berlin 1911-1921.</p>
<p>Egon Erwin Kisch: Prager Pitaval. Verlag Erich Reiß: Berlin 1931.</p>
<p>Jürgen Thorwald: Die ungeklärten Fälle. Steingrüben: Stuttgart.</p>
<p>Jürgen Thorwald: Die Stunde der Detektive. Werden und Welten der Kriminalistik. Droemer Knaur: Zürich 1965. Wieder unter dem Titel: Das Jahrhundert der Detektive. Wege und Abenteuer der Kriminalistik.</p>
<p>Ferdinand von Schirach: Verbrechen. Stories. Piper: München 2009.</p>
<p>Ferdinand von Schirach: Schuld. Stories. Piper: München 2010.</p>
<p>Martin Block und Birgit Schulz: Die Anwälte. Eine deutsche Geschichte. Fackelträger: Köln 2010.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-974" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/img_7671.jpg" alt="" width="389" height="296" /></p>
<p>Recht (Sekundärliteratur)</p>
<p>Andreas von Arnauld: Was war, was ist - und was sein soll. Erzählen im juristischen Diskurs. In: Christian Klein und Matías Martínez: Wirklichkeitserzählungen. Felder, Formen und Funktionen nicht-literarischen Erzählens. J. B. Metzler: Stuttgart 2009. S. 14-50.</p>
<p>Philipp Müller: Auf der Suche nach dem Täter. Die öffentliche Dramatisierung von Verbrechen im Berlin des Kaiserreichs. Campus: Frankfurt 2005.</p>
<p>Nicolas Pethes: Vom Einzelfall zur Menschheit. Die Fallgeschichte als Medium der Wissenspopularisierung in Recht, Medizin und Literatur. In: Popularisierung und Popularität. Hrsg. Gereon Blaseio, Hedwig Pompe und Jens Ruchatz. Dumont: Köln 2005. S. 63-92.</p>
<p>Jörg Schönert (Hrsg.): Erzählte Kriminalität. Zur Typologie und Funktion von narrativen Darstellungen in Strafrechtspflege, Publizistik und Literatur zwischen 1770 und 1920. Niemeyer: Tübingen 1991.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Quellen für einen Sachbuchkanon</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/quellen-fur-einen-sachbuchkanon/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 14:13:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kanon]]></category>

		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass sich ein Kanon einfach so ergibt, ist illusionär. Man muss sich schon genauer ansehen, was wurde von anderen ausgewählt und was nicht? Sicher aber sind bei den aufgeführten Quellen ganz andere Kriterien zu Grunde gelegt worden, als die, die einen Kanon der Sachliteratur bestimmen müssten? Das soll hier zwar berücksichtigt werden, zweifellos aber geht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass sich ein Kanon einfach so ergibt, ist illusionär. Man muss sich schon genauer ansehen, was wurde von anderen ausgewählt und was nicht? Sicher aber sind bei den aufgeführten Quellen ganz andere Kriterien zu Grunde gelegt worden, als die, die einen Kanon der Sachliteratur bestimmen müssten? Das soll hier zwar berücksichtigt werden, zweifellos aber geht aus der Auswahl der Vergangenheit hervor, was man als bleibenden und wiederzulesenden Bestand der Sachliteratur auffasste.</p>
<p><em>Bücher, die das Jahrhundert bewegten. Zeitanalysen - wiedergelesen. </em>Herausgegeben von Günther Rühle. Piper, München 1978.</p>
<p><em>Kindlers Literaturgeschichte der Gegenwart. Deutschsprachige Sachliteratur. </em>Hrsg. v. Rudolf Radler. München/Zürich: Kindler 1978.</p>
<p><em>Bibliothek der 100 Sachbücher</em>. Herausgegeben von Fritz J. Raddatz. 1982.</p>
<p>Eberhard Rathgeb: <em>Die engagierte Nation. Deutsche Debatten 1945-2005.</em> Hanser, München 2005. </p>
<p><em>Sachbuch, kanonisch.</em> Non Fiktion. Arsenal der anderen Gattungen.  Herausgegeben von David Oels, Stephan Porombke, Erhard Schütz. 2. Jahrgang 2007, Heft 2.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie man die Knef wird</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/wie-man-die-knef-wird/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 08:34:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Anne Blenklein, buchhändlerische Auszubildende, schreibt über den zuerst 1970 veröffentlichten Erfolgstitel von Hildegard Knef. Ein Erfolg, der auch als eines der ersten Beispiele für die Vermarktung von Büchern durch und über die Talkshow gilt. Dass der Titel unserer Rezensentin am Ende recht wirr vorkam, tat dem Buch - das alles andere nur kein Roman ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Anne Blenklein, buchhändlerische Auszubildende, schreibt über den zuerst 1970 veröffentlichten Erfolgstitel von Hildegard Knef. Ein Erfolg, der auch als eines der ersten Beispiele für die Vermarktung von Büchern durch und über die Talkshow gilt. Dass der Titel unserer Rezensentin am Ende recht wirr vorkam, tat dem Buch - das alles andere nur kein Roman ist wie die Neuausgabe frech behauptet - keinen Abbruch.</em></p>
<p><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/knef-100x160.jpg" alt="" title="" width="100" height="160" class="alignleft size-thumbnail wp-image-779" /><br />
<strong>Hildegard Knef</strong><br />
Der geschenkte Gaul.<br />
Bericht aus einem Leben.<br />
Roman<br />
edel Edition Moewig 2008 </p>
<p>Hildegard Knef, eine Frau aus den Anfängen des 20. Jahrhundert: Über eine Kunstschule gelangt sie zum Schauspielerei und tritt schon bald in kleinen Stücken auf. Als besonders schön wird sie nicht bezeichnet, aber eben als etwas Besonderes. Der Krieg bricht aus und sie schlägt sich durch, ist Gefangene bei den Russen. Dann geht’s auf nach Amerika, natürlich nach Hollywood. Sie trifft Leute wie den Regisseur David Selznick, Henry Miller, Marlene Dietrich und Billy Wilder.</p>
<p>Der „Bericht aus einem Leben“ ist unstet von der Schreibweise her und wahrscheinlich war der Autorin innerlich auch so zumute. Sie schreibt anfangs erzählerisch, angenehm zu lesen, dann geht sie über in einen kurzen, Aussagen aneinanderreihenden Schreibstil, der oft sehr treffend, oft gehetzt daher kommt. Zuweilen auch schwierig zu lesen, man braucht etwas Geduld für manche Abschnitte. Viele Eindrücke beschreibt sie, wichtige Gespräche auch Wort für Wort. Später fügt sie eine Datumsangabe mit ein, währned anfangs die Kapitel nummeriert waren. Dann beginnt sie auch, in den Zeiten zu springen, von &#8216;49 nach &#8216;69 beispielsweise. Ob es nur mir so geht, dass ich nicht immer ganz folgen konnte, weiß ich nicht. </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das große Bücherfressen</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/das-grose-bucherfressen/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/das-grose-bucherfressen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 07:38:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Buchmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<category><![CDATA[SachBücher]]></category>

		<category><![CDATA[Haarkötter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=749</guid>
		<description><![CDATA[Hektor Haarkötter
Der Bücherwurm.
Vergnügliches für den besonderen Leser
Primus Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2010
In Bibliotheken ist schlimmer noch als seine Fraßtätigkeit die Verunreinigung durch Kot und bandförmige Spinnfäden, mit denen sich die Puppe umgibt.
Leider führt Hektor Haarkötter ausgerechnet dieses viel versprechende tertium comparationis zwischen tatsächlichem und metaphorischem Bücherwurm nicht aus. Dabei ist die Verdauungsmetapher im Zusammenhang mit der Produktion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/haarkotter-100x151.jpg" alt="" title="" width="100" height="151" class="alignleft size-thumbnail wp-image-750" /><strong>Hektor Haarkötter</strong><br />
Der Bücherwurm.<br />
Vergnügliches für den besonderen Leser<br />
Primus Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2010</p>
<p><em>In Bibliotheken ist schlimmer noch als seine Fraßtätigkeit die Verunreinigung durch Kot und bandförmige Spinnfäden, mit denen sich die Puppe umgibt.</em></p>
<p>Leider führt Hektor Haarkötter ausgerechnet dieses viel versprechende tertium comparationis zwischen tatsächlichem und metaphorischem Bücherwurm nicht aus. Dabei ist die Verdauungsmetapher im Zusammenhang mit der Produktion von Sekundärliteratur nicht neu. Das wohl prominenteste Beispiel findet sich in den Xenien von Goethe und Schiller und ist mit dem Titel <em>Geschwindschreiber</em> versehen:<br />
<em>Was sie gestern gelernt, das wollen sie heute schon lehren –/Ach, was haben die Herrn doch für ein kurzes Gedärm!</em><br />
Nichtsdestotrotz sei weiterhin allen Bibliophilen ein guter Appetit und viel Freude beim Verunreinigen der Bibliotheken gewünscht!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Angewandte Vernunft und Agon - Graciáns „Hand-Orakel“ und Schopenhauers Eristik</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/angewandte-vernunft-und-agon-gracians-%e2%80%9ehand-orakel%e2%80%9c-und-schopenhauers-eristik/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/angewandte-vernunft-und-agon-gracians-%e2%80%9ehand-orakel%e2%80%9c-und-schopenhauers-eristik/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 14:13:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Buchmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=737</guid>
		<description><![CDATA[In seiner in Buchhändler heute erscheinenden Reihe &#8220;Große Denker im Literaturbetrieb&#8221; stellte Michael Buchmann den Philosophen Arthur Schopenhauer als Erfinder eines einfachen Mechanismus der Literaturkritik vor. Ein gutes Buch benötige keine Werbung, also sei Werbung zugleich Kennzeichen schlechter Literatur. Hier nun geht es darum, welcher Mechanismus bei Schopenhauer dem Publizieren und welcher dem Nichtpublizieren zugrunde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>In seiner in Buchhändler heute erscheinenden Reihe &#8220;Große Denker im Literaturbetrieb&#8221; stellte Michael Buchmann den Philosophen Arthur Schopenhauer als Erfinder eines einfachen Mechanismus der Literaturkritik vor. Ein gutes Buch benötige keine Werbung, also sei Werbung zugleich Kennzeichen schlechter Literatur. Hier nun geht es darum, welcher Mechanismus bei Schopenhauer dem Publizieren und welcher dem Nichtpublizieren zugrunde liegt. Dabei zeigt sich, dass das Nichtpublizieren eine Funktion des Publizierens ist. Ganz nebenbei wird von Michael Buchmann die für die Sachbuchforschung immer noch überraschende Aversion des Literaturbetriebs gegen Ratgeber hinsichtlich ihrer historischen Ursprünge bei Schopenhauer erklärt. </em></p>
<p>Am 15. Mai 1829 schrieb der bis dahin grandios erfolglose Arthur Schopenhauer an den Verleger Brockhaus: „Ewr Wohlgeborn nehme ich mir die Freiheit ein Manuskript zur Ansicht zu übersenden, welches ein sehr guter Buchhandels-Artikel werden kann. Da ich jedoch aus individuellen Gründen schlechterdings nicht als der Uebersetzer desselben gekannt seyn will; so erbitte ich mir vor Allem Ihr tiefstes Stillschweigen hierüber.“ Die Rede ist von Graciáns „Oraculo manual y arte de prudencia“ von 1647, das zu dieser Zeit in zwei Übersetzungen ins Deutsche vorlag, eine von 1686 und eine von 1711, beide dem Urteil Schopenhauers nach „sehr unvollkommen“ und „höchst elend“.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-741" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/wurst3.jpg" alt="" width="427" height="395" /><em>Die Darbietungsform von Würsten unterscheidet sich von der die Büchern gilt nur unwesentlich. Es muss alles passen und am Ende entscheidet der mitgegebene Senf.</em></p>
<p>Das „Hand-Orakel“ könnte man als durchaus gleichrangiges Werk in die Riege derer der „dunklen Schriftsteller des Bürgertums“, wie Habermas sie nennt, nämlich Machiavelli, Hobbes und Mandeville einreihen. Das Handorakel beschreibt in Aphorismen, wie man seine Vernunft taktisch so einsetzen kann, damit es dem eigenen gesellschaftlichen Vorteil und Fortkommen dienlich ist. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass es Schopenhauers Geistesaristokratismus und schonungsloser Sicht der Dinge entgegen kommt. Unabhängig davon, ob es tatsächlich individuelle Gründe waren, die ihn dazu bewogen, den Verleger um die in der Verlagsbranche im Umgang mit Manuskripten eigentlich selbstverständliche Diskretion zu bitten, hatte er jedenfalls gute Gründe, die sich direkt aus seinen philosophischen Aussagen und seiner Selbstdarstellung als Philosoph ableiten lassen; oder genauer ausgedrückt: die Weltsicht des „Hand-Orakels“ lässt sich mit der Schopenhauerschen recht gut in Einklang bringen, wohingegen einige seiner veröffentlichten (!) eigenen Aussagen und auch seine Selbstdarstellung dem Vorgehen des Graciánschen Textes widersprechen.</p>
<p>Man wird sich vor diesem Hintergrund nicht wundern, dass Schopenhauer zwar auch einen eigenen kleinen Text verfasst hat, der vor dem Hintergrund desselben agonalen Gesellschaftsbilds ebenfalls die moralfreie Anwendung einer Vernunfttätigkeit beschreibt, nämlich der Argumentation bzw. darüber hinaus der „Kunst, Recht zu behalten“, dass er diesen aber nicht veröffentlicht hat bzw. auch nicht veröffentlichen wollte. Die inhaltlichen Parallelen, die in der Beschreibung taktischer Kunstgriffe bestehen, sind verblüffend, wobei Schopenhauer neben Gracián auch häufig bei der „Topik“ und den „Sophistischen Widerlegungen“ von Aristoteles Anleihen gesucht hat. Hier einige Beispiele:</p>
<p>Am ersten Beispiel, dem argumentum ab utili, lässt sich auch gleich eine Relativierung der Vernunft ablesen, auf deren Wert man sich sonst gerne zur Legitimation beruft; die Vernunft ist nämlich handfesten Interessen unterlegen. Die jeweiligen Interessen des Antagonisten gilt es herauszufinden und wiederum für die eigenen dienstbar zu machen. Gracián beschreibt dies im § 26: „Man muß wissen, wo einem jeden beizukommen sei. Es gibt keinen Willen, der nicht einen eigentümlichen Hang hätte, […] Weiß man, welches für jeden der wirksame Anstoß sei, so ist es, als hätte man den Schlüssel zu seinem Willen.“ und nennt diese Technik liebevoll metaphorisch „Daumenschraube“. Damit übereinstimmend schreibt Schopenhauer in seinem Kunstgriff 35: „Der sobald er praktikabel ist, alle übrigen entbehrlich macht: statt durch Gründe auf den Intellekt, wirke man durch Motive auf den Willen […] denn meistens wiegt ein Lot Wille mehr als ein Zentner Einsicht und Überzeugung.“</p>
<p>Daneben gilt es, wie Gracián es gleich im Aphorismus § 3 bündig formuliert, „Über sein Vorhaben in Ungewissheit [zu] lassen.“ Denn, „mit offenen Karten [zu] spielen, [sei] weder nützlich noch angenehm“. Bei Schopenhauer liest es sich, auf die Argumentation übertragen, im Kunstgriff 4 folgendermaßen: „Wenn man einen Schluß machen will, so lasse man denselben nicht vorhersehn […]“ und noch weiter zurück bei Aristoteles: „Nützlich ist es auch, die Axiome, aus denen die Deduktionen gebildet werden, nicht im Zusammenhang zu erfassen, sondern abwechselnd eines für diese, eines für jene Konklusion; denn wenn die angemessenen [Prämissen] nebeneinander gestellt werden, ist eher offensichtlich, was sich aus ihnen ergeben wird.“</p>
<p>Hier liegt also wieder ein handfester Grund für die Bitte Schopenhauers um Verschweigung des Namens und die Nichtveröffentlichung seiner „Eristik“ vor, nämlich in der grundlegendsten aller Regeln, die vor der Anwendung aller anderen zu berücksichtigen ist, und die durch Platon zu ihrer frühen Perfektion innerhalb des philosophischen Diskurses gelangte und die Gracián erst im § 219 anspricht: „Man gelte nicht für einen Mann von Verstellung, obgleich sich&#8217;s ohne solche heutzutage nicht leben lässt.“</p>
<p>Um nach diesen beiden Gründen, nämlich einmal des Verschweigens zur Erhaltung der Wirksamkeit und einmal des Verschweigens zur Wahrung der eigenen Reputation wieder auf den zuvor angedeuteten zu sprechen zu kommen, sei der vermeintliche implizite Widerspruch angedeutet: argumentiert man schulisch, muss man insofern einen Widerspruch konstatieren, als das explizite Selbstverständnis Schopenhauers als Philosoph und Graciáns als Jesuiten sowohl der Anwendung der dargestellten Techniken als auch deren impliziten Prämissen der Unterlegenheit des Intellekts unter den Willen widerspricht; denn man stellt sich gerne als das Sprachrohr der Wahrheit dar, und einzig darin besteht auch die Legitimation. So schreibt beispielsweise Schopenhauer an Brockhaus, seinen eigenen Misserfolg zu rechtfertigen versuchend und gleichzeitig verächtlich distanzierend gegenüber erfolgreicheren Schriftstellern: „Mir ist hart mitgespielt weil ich die Wahrheit allein suchte, wo Andre unter dem Vorwand derselben ihren Unterhalt suchten und wohl wußten, daß meine Philosophie dem Publiko den Geschmack an der ihrigen benehmen muß. “</p>
<p>Argumentiert man allerdings unter der Voraussetzung der Richtigkeit bzw. besser gesagt der Wirksamkeit der dargestellten Taktiken, muss man konstatieren, dass es sich hier statt um einen Widerspruch um Taktik handelt, die durchaus auf ihre konkrete Intention auf Grundlage des eigenen Inhalts zurückgeführt werden kann. Doch dazu später.</p>
<p>Während das angewandte Wissen einerseits zu Gunsten des Wissens als Selbstzweck disqualifiziert wird, werden die Folgen dieses Verhaltens in § 232 mit wünschenswerter Deutlichkeit ausgesprochen: „Sehr weise Leute sind meistens leicht zu betrügen: denn obgleich sie das Außerordentliche wissen, so sind sie mit dem Alltäglichen des Lebens unbekannt, welches doch notwendiger [!] ist. […] Wozu dient das Wissen, wenn es nicht praktisch ist?“ Dass es davon Ausnahmen zu geben scheint, bestätigen eben diese, bezeichnenderweise als „dunkel“ titulierten sowie zur eigenen Entlastung oft und gerne gescholtenen oben angeführten Schriftsteller. Und sowohl Gracián als auch Schopenhauer schreiben mit ihren heimlichen Texten das, was heute – ebenfalls mit einem verächtlichen Unterton – als „Ratgeber“ bezeichnet wird.</p>
<p>Neben dieser Bevorzugung der Lebensbewältigung gegenüber dem Wissen als Selbstzweck gibt es noch eine weitere Prämisse: „Und doch hat noch keiner so viel gewußt, als er für sich brauchte [&#8230;]“ Was sich im Konkreten übrigens darin widerspiegelt, dass man zwar diejenigen Ratgeber mit Verachtung und Häme überschüttet, die sich auf dasjenige Wissensgebiet beziehen, in dem man vermeintlich oder tatsächlich Spezialist ist, dass man aber gerne auf diejenigen Ratgeber zurück greift, die Hilfe auf einem gänzlich unvertrauten Gebiet versprechen. Während solche Ratgeber tatsächlich konkrete Hilfe versprechen und evtl. auch leisten, scheint sich Gracián in seiner Vorstellung von angewandter Bildung mehr auf die Erzeugung der Wirkung einer Scheingeläufigkeit zu beziehen. Er schreibt in § 22: „Gescheite Leute sind mit einer eleganten und geschmackvollen Belesenheit ausgerüstet, haben ein zeitgemäßes Wissen von allem, was an der Tagesordnung ist, […] sie halten sich einen geistreichen Vorrat witziger Reden und edler Taten, von welchem sie zu rechter Zeit Gebrauch zu machen verstehen.“ Als ob die These nicht provokant genug wäre, setzt Gracián mit der Behauptung, zuweilen sei das Nichtwissen bzw. das vorgebliche Nichtwissen besser als das Wissen im § 120 nach: „Sogar das Wissen muß nach der Mode sein, und da, wo es nicht Mode ist, besteht es gerade darin, daß man den Unwissenden spielt. […]“</p>
<p>Gerade durch diese Texte der „dunklen Schriftsteller des Bürgertums“ lässt sich feststellen, dass die „Gelehrten“ keineswegs zwangsläufig dem Zerrbild des lebensfremden Gelehrten entsprechen müssen, das sie wie in diesem Fall sogar selbst tradieren; zumindest entsprechen sie ihm nicht in ihren kleinen „geheimen“ Schriften. Vielmehr bedienen sie sich der Doppelstrategie verschiedener Diskurse: einem öffentlichen Diskurs einerseits, in dem man sich als interessenloser Wahrheitssucher stilisiert und auf alles offensichtlich zweckgebundene und angewandte Wissen verächtlich herab blicken kann; und andererseits einem Diskurs zwischen Eingeweihten und Geistesaristokraten, in dem man die Kunstgriffe ausspricht, die man ohnehin in mehr oder weniger großem Umfang selbst anwendet und die die Aussagen mindestens genauso bestimmen wie die vorgeblich reine Wahrheitssuche.</p>
<p>Baltasar Gracián<br />
Hand-Orakel und Kunst der Weltklugheit. Aphorismen<br />
S. Fischer 2008</p>
<p>Arthur Schopenhauer<br />
Eristische Dialektik. Die Kunst, Recht zu behalten<br />
Zweitausendeins 2009</p>
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		<title>Technikerzählung und Erzähltechnik - Die Technik im populären Sachbuch</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 10:39:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Erläuterungen zur Sachbuchgeschichte
von Michael Schikowski

Karlsruhe Institute of Technology
Studienzentrum Kulturarbeit (SZK)
30.91 Raum 016
Montag, den 12. Juli 2010

 Gerät, in dem sich Technik und Erzählen vereint darstellt.
Die Technikerzählungen des populären Sachbuchs sind Orientierungshilfen, jedoch nicht etwa für Laien, sondern von Beginn an für Techniker. Ausgewählte Beispiele verschaffen einen ersten Überblick. Dabei wird sich zeigen, dass die Leserschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Erläuterungen zur Sachbuchgeschichte</strong><br />
von Michael Schikowski</p>
<p><strong><br />
Karlsruhe Institute of Technology<br />
Studienzentrum Kulturarbeit (SZK)<br />
30.91 Raum 016<br />
Montag, den 12. Juli 2010<br />
</strong></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-767" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/erzahlhilfe.jpg" alt="" width="144" height="238" /> <em>Gerät, in dem sich Technik und Erzählen vereint darstellt.</em></p>
<p>Die Technikerzählungen des populären Sachbuchs sind Orientierungshilfen, jedoch nicht etwa für Laien, sondern von Beginn an für Techniker. Ausgewählte Beispiele verschaffen einen ersten Überblick. Dabei wird sich zeigen, dass die Leserschaft dieses populären Buchtyps eine Rezeptionshaltung einnimmt, die von denen, die lieber Gedichte lesen, gar nicht so weit entfernt ist. Technikerzählungen sind aufschlussreiche Dokumente der Techniken des Erzählens.</p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchgeschichte-technik/">Zum Literaturverzeichnis (Auswahl)</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Preis der Leipziger Buchmesse 2010</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/preis-der-leipziger-buchmesse-2010/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 20:36:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<category><![CDATA[Raulff]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Kategorie Sachbuch erhielt den Preis der Leipziger Buchmesse 2010:
Ulrich Raulff
Kreis ohne Meister
Beck 2009
Die Stile, die Konventionen und die Schemata der Sachliteratur wie der Literatur werden von preiswürdigen Autoren mal genutzt und mal verkehrt. Ulrich Raulffs Buch ist ein ebenso ausgezeichnetes wie seltenes Beispiel dafür, wie durch Humor etwas, das durch hohles Pathos albern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Kategorie Sachbuch erhielt den Preis der Leipziger Buchmesse 2010:</p>
<p><strong>Ulrich Raulff</strong><br />
Kreis ohne Meister<br />
Beck 2009</p>
<p>Die Stile, die Konventionen und die Schemata der Sachliteratur wie der Literatur werden von preiswürdigen Autoren mal genutzt und mal verkehrt. Ulrich Raulffs Buch ist ein ebenso ausgezeichnetes wie seltenes Beispiel dafür, wie durch Humor etwas, das durch hohles Pathos albern zu werden droht, auf eine raffinierte Art und Weise erträglich gemacht wird. Er hat in <em>Kreis ohne Meister</em> ein Buch über das Nachleben Georges und das Schicksal der einzelnen Mitglieder des Kreises geschrieben. Eine Apostelgeschichte, wenn man so will. Die Zeit nach dem Tode Georges nennt Raulff einmal „nachpharaonische Zeit“. Einige Germanisten im George-Kreis nennt er die „Jungtürken der Geisteswissenschaften“. Edith Landmann war nach Raulff „alles andere als eine heilige Johanna vom Proseminar“. Über Hubertus zu Löwenstein, der nicht zum Georgekreis zu rechnen ist, schreibt er, dass dieser als Brillenträger &#8220;an der ästhetischen Türkontrolle gescheitert“ wäre. Humor als Stil? In der Tat. Diese Einsprengsel, manchmal gar Anachronismen oder Formulierungen, die Stefan George <a href='http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/raulff3.jpg'><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/raulff3-100x159.jpg" alt="" title="raulff3" width="100" height="159" class="alignleft size-thumbnail wp-image-710" /></a>geradezu erbost hätten - alles zugegeben Scherze, die hier leicht dürftig wirken könnten - treffen nur dann, wenn man sie im Kontext des Textes genießen kann. Durch sie wird die ganze Ehrpusseligkeit des George-Kreises überhaupt erträglich und, Sie werden es selbst feststellen können, interessant. - Die ungeheure Wurschtigkeit des Buchumschlags, den der Autor im Verlag durchgesetzt haben wird - er zeigt eine Bucht, in der die Asche Ernst Kantorowiczs dem Meer übergeben wurde - wird zwar auf der Umschlagrückseite des Buches erklärt, ist aber im Grunde auch so eine heitere Fopperei des allzu flüchtigen Buchhandelsflaneurs.   </p>
<p>Nominiert waren:</p>
<p><strong>Michael Hampe</strong><br />
Das vollkommene Leben<br />
Hanser 2009<br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/autoren/hampe/"><em>Link zur Besprechung.</em></a></p>
<p><strong>Steffen Martus</strong><br />
Die Brüder Grimm<br />
Rowohlt 2009<br />
<a href="http://www.iaslonline.de/index.php?vorgang_id=3182"><em>Link zu einer Besprechung von Berthold Friemel.</em></a></p>
<p><strong>Frank Schirrmacher</strong><br />
Payback<br />
Blessing 2009</p>
<p><strong>Wolfgang Ullrich</strong><br />
Raffinierte Kunst<br />
Wagenbach 2009<br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/autoren/ullrich/"><em>Link zur Besprechung.</em></a></p>
<p>Von der Liste der Nominierten wurde aufgrund von &#8220;Ungereimtheiten in der Biografie des Autors&#8221; (Jury) entfernt:</p>
<p><strong>Norbert Leithold</strong><br />
Graf Goertz<br />
Osburg 2010</p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/corine-sachbuchpreistrager-2009/"><em>Zum Corine Sachbuchpreis 2009</em></a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Literaturverzeichnis Sachbuchdidaktik</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchdidaktik/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 11:55:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=984</guid>
		<description><![CDATA[Richard Bamberger: Probleme des Sachbuches für die Jugend. (= Schriften zur Jugendlektüre Bd. III). Wien 1966. 
Hans Bödecker: Sachbuch, Kind, Altersstufe. In: Probleme des Sachbuches für die Jugend. Hrsg. von Richard Bamberger. (= Schriften zur Jugendlektüre Bd. III). Wien 1966. S. 33-46.
Klaus Doderer: Das Sachbuch als literarpädagogisches Problem. Diesterweg: Frankfurt 1961.
Christine Garbe: Gebt uns Bücher, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Richard Bamberger: Probleme des Sachbuches für die Jugend. (= Schriften zur Jugendlektüre Bd. III). Wien 1966. </p>
<p>Hans Bödecker: Sachbuch, Kind, Altersstufe. In: Probleme des Sachbuches für die Jugend. Hrsg. von Richard Bamberger. (= Schriften zur Jugendlektüre Bd. III). Wien 1966. S. 33-46.</p>
<p>Klaus Doderer: Das Sachbuch als literarpädagogisches Problem. Diesterweg: Frankfurt 1961.</p>
<p>Christine Garbe: Gebt uns Bücher, gebt uns Flügel! Warum Kinder Bücher brauchen – und welche? Rede zur Eröffnungsveranstaltung von LEGIMUS, Innsbruck – RUM, Tirol, 10.3.08. pdf abrufbar unter:  <a href="http://lesen.tsn.at/pix_db/documents/Gebt%20uns%20Buecher.pdf">http://lesen.tsn.at/pix_db/documents/Gebt%20uns%20Buecher.pdf</a></p>
<p>Heike Elisabeth Jüngst: Sachcomics für Kinder. In: Sachtexte für Kinder und Jugendliche. Non Fiktion. Arsenal der anderen Gattungen. 5. Jahrgang, 2010, Heft 1/2. S. 57-72.</p>
<p>Silke Körber: Was soll das Bild im Buch? Überlegungen zum &#8220;illusrierten Sachbuch&#8221;. In: Sachtexte für Kinder und Jugendliche. Non Fiktion. Arsenal der anderen Gattungen. 5. Jahrgang, 2010, Heft 1/2. S. 143-158.</p>
<p>Ilse Lichtenstein-Rother: Das Sachbuch im Bereich der Schule. In: Berichte des Instituts für Buchmarkt-Forschung. Aussichten und Probleme des Sachbuchs. Eine Vortragsammlung. Verlag für Buchmarkt-Forschung: Hamburg 1965. S. 101-118.</p>
<p>Almuth Meissner: Nach PISA ist vor PISA. Sachtexte lesen im Deutschunterricht. In: Sachtexte für Kinder und Jugendliche. Non Fiktion. Arsenal der anderen Gattungen. 5. Jahrgang, 2010, Heft 1/2. S. 73-88.</p>
<p>Klaus-Ulrich Pech: Grenzenloser Belehrungsoptimismus. In: Sachtexte für Kinder und Jugendliche. Non Fiktion. Arsenal der anderen Gattungen. 5. Jahrgang, 2010, Heft 1/2. S. 11-28.</p>
<p>Sachtexte für Kinder und Jugendliche. Non Fiktion. Arsenal der anderen Gattungen. 5. Jahrgang, 2010, Heft 1/2.</p>
<p>Horst Schaller: Das Sachbuch in der Schule. In: Probleme des Sachbuches für die Jugend. Hrsg. von Richard Bamberger. (= Schriften zur Jugendlektüre Bd. III). Wien 1966. S. 57-56.</p>
<p>Horst Schaller: Versuche mit einem zeitgeschichtlichen Jugendbuch. In: Probleme des Sachbuches für die Jugend. Hrsg. von Richard Bamberger. (= Schriften zur Jugendlektüre Bd. III). Wien 1966. S. 57-65.</p>
<p>Heinz Steinberg: Die Rolle des Sachbuches in der öffentlichen Bücherei. In: Berichte des Instituts für Buchmarkt-Forschung. Aussichten und Probleme des Sachbuchs. Eine Vortragsammlung. Verlag für Buchmarkt-Forschung: Hamburg 1965. S. 90-100.</p>
<p>Rüdiger Steinlein: Fiktionalität und Nicht-Fiktionalität im Kinder- und Jugendsachbuch. Überlegungen zur Bestimmung eines vielgestaltigen Genres. In: Sachtexte für Kinder und Jugendliche. Non Fiktion. Arsenal der anderen Gattungen. 5. Jahrgang, 2010, Heft 1/2. S. 29-44.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Literaturverzeichnis Methoden Buchwissenschaft</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-methoden-buchwissenschaft/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-methoden-buchwissenschaft/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 11:39:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=983</guid>
		<description><![CDATA[Buchmarkt
Berichte des Instituts für Buchmarkt-Forschung. Aussichten und Probleme des Sachbuchs. Eine Vortragsammlung. Verlag für Buchmarkt-Forschung: Hamburg 1965.
Erwin Barth von Wehrenalp. Über den Sachbuchautor. Voraussetzungen und Antriebe. In: Berichte des Instituts für Buchmarkt-Forschung. Aussichten und Probleme des Sachbuchs. Eine Vortragsammlung. Verlag für Buchmarkt-Forschung: Hamburg 1965. S. 77-89.
Ulf Diederichs: Annäherungen an das Sachbuch. Zur Geschichte und Definition [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Buchmarkt</strong></p>
<p>Berichte des Instituts für Buchmarkt-Forschung. Aussichten und Probleme des Sachbuchs. Eine Vortragsammlung. Verlag für Buchmarkt-Forschung: Hamburg 1965.</p>
<p>Erwin Barth von Wehrenalp. Über den Sachbuchautor. Voraussetzungen und Antriebe. In: Berichte des Instituts für Buchmarkt-Forschung. Aussichten und Probleme des Sachbuchs. Eine Vortragsammlung. Verlag für Buchmarkt-Forschung: Hamburg 1965. S. 77-89.</p>
<p>Ulf Diederichs: Annäherungen an das Sachbuch. Zur Geschichte und Definition eines umstrittenen Begriffs. In: Die deutschsprachige Sachliteratur. Hg. von R. Radler, München/Zürich 1978. S. 1-37. </p>
<p>Ulf Diederichs: Die Verwendung des Begriffes &#8216;Sachbuch&#8217;. In: Berichte des Instituts für Buchmarkt-Forschung. Aussichten und Probleme des Sachbuchs. Eine Vortragssammlung. Verlag für Buchmarkt-Forschung: Hamburg 1965. S. 35-49.</p>
<p>Kurt Eigl: Schutzumschlag und äußere Gestalt des Sachbuches. In: Probleme des Sachbuches für die Jugend. Hersg. von Richard Bamberger. (= Schriften zur Jugendlektüre Bd. III). Wien 1966. S. 135-141.</p>
<p>Wolfgang R. Langenbucher: Zur Kritik des Sachbuches. Materialien und Thesen. In: Das Buch in der dynamischen Gesellschaft. Festschrift für Wolfgang Strauß zum 60. Geburtstag. Hrsg. von Werner Adrian, Franz Hinze, Peter Meyer-Dohm und Christian Uhlig. Spee-Verlag: Trier 1970. S.83-96. </p>
<p>David Oels: Sachbuch. In: Erhard Schütz u.a (Hg.): Das BuchMarktBuch. Der Literaturbetrieb in Grundbegriffen. Reinbek: Rowohlt  2005. S. 323-327. *</p>
<p>Dörte Rehberg: Das besondere Buch. Der Buchkörper als Marketinginstrument in Zeit verschärfter Medienkonkurrenz. Hochschule der Medien. Stuttgart 2010 (= Stuttgarter Beiträge zur Verlagswirtschaft 4). URL: http://www.mediapublishing.org/images/stories/rehberg_volltext.pdf</p>
<p>Timothy W. Ryback: Hitlers Bücher. Seine Bibliothek - sein Denken. Fackelträger: Köln 2010.</p>
<p>Rudolf Schenda: Volk ohne Buch. Studien zur Sozialgeschichte der populären Lesestoffe 1770-1910. Frankfurt 1970. </p>
<p>Michael Schikowski: Geschrieben und verkauft. Das Sachbuch und sein Markt. In: Non Fiktion – Arsenal der anderen Gattungen. Hrsg. von D. Oels, S. Porombka, E. Schütz, 1. Jahrgang, Heft 1, 2006, S. 47 - 60.</p>
<p>ders.: Sozialgeschichtliche und ökonomische Grundlagen der Warengruppen. In:  Klaus-Wilhelm Bramann, Michael Buchmann, ders. (Hrsg.): Warengruppen im Buchhandel - Grundlagen, Allgemeines Sortiment, Fachbuch. Edition Buchhandel Band 16. Bramann Verlag. Frankfurt 2011. S.  24 - 45.</p>
<p>Reinhard Wittmann: Geschichte des deutschen Buchhandels. Ein Überblick. München: Beck 1991. </p>
<p><strong>Literaturbetrieb allgemein</strong></p>
<p>Matthias Beilein, Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Literaturbetrieb in Deutschland. 3. Auflage. Neufassung. edition text + kritik: München 2009.</p>
<p><strong>Konsumgeschichte allgemein</strong></p>
<p>Arne Andersen: Der Traum vom guten Leben. Alltags- und Konsumgeschichte vom Wirtschaftswunder bis heute. Frankfurt 1999.</p>
<p>Werner Graf: Literarische Sozialisation. In: Klaus-Michael Bogdal und Hermann Korte: Grundzüge der Literaturdidaktik. München 5. Auflage 2010 (= dtv 30798). S. 49 – 60. *</p>
<p>Werner Graf: Zur Sachtextpräferenz männlicher Jugendlicher. In: Geschlecht und Lesen. Mediennutzung, hrsg. v. Norbert Groeben und Bettina Hurrelmann, Siegener Periodicum zur Internationalen empirischen Literaturwissenschaft (SPIEL), Jg. 23 (2004), H. 1,<br />
S. 23-37.</p>
<p>Heinz-Gerhard Haupt, Claudius Torp (Hg.) Die Konsumgesellschaft in Deutschland 1890-1990. Ein Handbuch. Frankfurt 2009. *</p>
<p>Gerhard Schulze: Die Erlebnisgesellschaft. Kultursoziologie der Gegenwart. Frankfurt: Campus 1992. *</p>
<p><strong>Internetadressen:</strong><br />
Verzeichnis lieferbarer Bücher: www.buchhandel.de<br />
Elektronische Bücher: www.libreka.de </p>
<p>Weitere: </p>
<p>www.buchkatalog.de<br />
www.libri.de<br />
www.zweitausendeins.de<br />
www.buechergilde.de<br />
www.wbg-wissenverbindet.de<br />
www.jokers.de<br />
www.buchpreis24.de<br />
www.saison-buch.de<br />
www.weltbild.de<br />
amazon.de<br />
www.derclub.de</p>
<p>Vergriffene Titel:</p>
<p>www.eurobuch.com<br />
www.ilab.org/services/searchform.php<br />
www.abebooks.de<br />
www.alibris.com<br />
www.eurobuch.com<br />
www.zvab.com</p>
<p>Virtuelle Kataloge<br />
Karlsruher Virtueller Katalog http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/kvk.html<br />
Erlanger Liste http://www.erlangerliste.de/ressourc/lit.html<br />
Open Access http://www.open-access.net/<br />
Bayerische Staatsbibliothek http://www.bsb-muenchen.de/Literatursuche.30.0.html<br />
berliner allegroCatalog http://www.biblio.tu-bs.de/cgi-bin/acwww25u/maske.pl?db=bac<br />
Bibliotheksservice Zentrum Baden-Württemberg http://titan.bsz-bw.de/cms/recherche/<br />
Bibliothekssystem Universität Hamburg http://www.sub.unihamburg.<br />
de/informationen/projekte/hans/hanst2.htm<br />
Bibliotheksverbund Bayern http://bvba2.bib-bvb.de/V?RN=238693108<br />
Deutsche Nationalbibliothek https://portal.d-nb.de/opac.htm?method=showOptions#top<br />
Digitale Bibliothek http://metis.hbz-nrw.de/<br />
Hessisches BibliotheksInformationsSystem http://www.hebis.de/welcome.php<br />
Hochschulbibliothekszentrum http://www.hbz-nrw.de/recherche<br />
Technische Informationsbibliothek http://tiborder.gbv.de/psi/LNG=DU/DB=2.63/<br />
Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf http://www.ub.uni-duesseldorf.de/home/<br />
Universitätsbibliothek Frankfurt am Main http://kataloge.ub.uni-frankfurt.de/<br />
Verbundkatalog öffentlicher Bibliotheken http://gso.gbv.de/DB=1.126/ADVANCED_SEARCHFILTERhttp://<br />
gso.gbv.de/DB=1.126/ADVANCED_SEARCHFILTER</p>
<p>Zeitschriftenkataloge<br />
Das deutsche digitale Zeitschriftenarchiv http://www.digizeitschriften.de/<br />
Elektronische Zeitschriftenbibliothek http://rzblx1.uni-regensburg.de/ezeit/fl.phtml?<br />
bibid=HAB&#038;colors=7&#038;lang=de<br />
Zeitschriftendatenbank http://dispatch.opac.d-nb.de/DB=1.1/</p>
<p>Zeitungskataloge<br />
Google News http://news.google.de/<br />
Innsbrucker Zeitungsarchiv http://www.uibk.ac.at/iza/<br />
Worldnews http://www.wn.com/adv/</p>
<p>Volltextsuche<br />
austrian literature online http://c108-dig04.uibk.ac.at:8080/aloWeb/search.alo<br />
Google Buchsuche http://www.google.de/advanced_book_search<br />
Libreka http://www.libreka.de/<br />
The Oxford Text Archive http://ota.ahds.ac.uk/<br />
Zeno.Org http://www.zeno.org/Zeno/0/Profisuche?m=1</p>
<p>Mannheimer Texte Online http://www.uni-mannheim.de/mateo/epo.html<br />
ngiyaw-eBooks http://ngiyaw-ebooks.de/<br />
Projekt Gutenberg http://gutenberg.spiegel.de/<br />
Wikibooks http://de.wikibooks.org/wiki/Hauptseite</p>
<p>Literaturrecherche</p>
<p>Perlentaucher < http://www.perlentaucher.de/buecherschau /<br />
Buchhandelsportal <http://www.buchhandelsportal.de/<br />
literaturkritik.de < http://www.literaturkritik.de/<br />
bluetenleser - das literaturportal <http://www.bluetenleser.de/<br />
literature.de - Das Literaturportal <http://www.literaturnetz.com/<br />
Buchjournal <http://buchjournal.buchhandel.de/<br />
buch aktuell. Autoren, Trends und neue Themen http://www.buchaktuell.de/<br />
Deutschlandfunk Themenportal Literatur http://www.dradio.de/portale/literatur<br />
Innsbrucker Zeitungsarchiv <http://www.uibk.ac.at/iza/<br />
SWR-Bestenliste http://www.swr.de/bestenliste/-/id=98456/1fuhjty/index.html<br />
Newbooks Catalog Wissenschafts- und Fachliteratur http://www.newbooks.de/<br />
DeutschesFachbuch.de http://www.deutschesfachbuch.de/</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Stiefkind des Literaturbetriebs - ein Radioprogrammhinweis</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 11:15:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer absonderliche Sendezeiten und ausbleibende Wahrnehmung als Ausdruck von Geringschätzung interpretiert und dies persönlich nimmt, sollte sich von der Beschäftigung mit Sachbüchern rasch verabschieden. In der Sachbuchforschung ist man darauf angewiesen, in der Wahrnehmung des Sachbuchs nicht auf Sendezeiten zu achten und in Fällen, wo selbst die Wahrnehmung ausbleibt, seine Hoffungen auf eine ferne Zukunft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer absonderliche Sendezeiten und ausbleibende Wahrnehmung als Ausdruck von Geringschätzung interpretiert und dies persönlich nimmt, sollte sich von der Beschäftigung mit Sachbüchern rasch verabschieden. In der Sachbuchforschung ist man darauf angewiesen, in der Wahrnehmung des Sachbuchs nicht auf Sendezeiten zu achten und in Fällen, wo selbst die Wahrnehmung ausbleibt, seine Hoffungen auf eine ferne Zukunft zu richten. </p>
<p><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/hansers-100x163.jpg" alt="" title="" width="100" height="163" class="alignleft size-thumbnail wp-image-691" />Die Hoffnung hielt zuletzt Erhard Schütz hoch anlässlich seiner Besprechung des letzten Bandes von <em>Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur, Bd. 9 Nationalsozialismus und Exil</em> der 2009 das über dreissig Jahre erscheinende Werk abschloss. Schmerzlich vermisste Schütz die für diese Zeit so charakteristische Sachliteratur in Form von Reportagen und sogenannten Tatsachen- und Rohstoffromanen. (Germanistik, Heft 1, 2010) Begnügen muss man sich also weiterhin mit nur ganz gelegentlichen Beiträgen zum Sachbuch, wie den von Florian Felix Weyh. Weyh schreibt zu seinem Radiofeature:</p>
<p><em>Der erste deutsche Literaturnobelpreisträger war ein Sachbuchautor, der Historiker Theodor Mommsen. Er erhielt den Preis 1902 für seine &#8216;Römische Geschichte&#8217;. Als 1908 ein zweiter Deutscher gekürt wurde, traf es mit Rudolf Eucken wiederum keinen Belletristen, sondern einen Philosophen. Das Sachbuch hat eine lange, ruhmreiche Geschichte bis zurück ins frühe 19. Jahrhundert. Doch im Feuilleton und bei den Buchkäufern gilt es weiterhin als zweitrangige Textsorte. Nur rein nutzenorientierte Leser, so das Vorurteil, zögen das Sachbuch dem höherwertigen Roman vor. Ein Blick in die Geschichte des populären Sachbuchs zeigt jedoch, dass sich die Highlights des Genres weder sprachlich noch ästhetisch zu verstecken brauchen. Längst hat das Sachbuch eigene erzählerische Standards etabliert – und wer viele Sachbücher liest, wird zumindest nicht dümmer. Höchste Zeit also, dem Stiefkind des Literaturbetriebs mehr Aufmerksamkeit zu widmen.</em></p>
<p>Florian Felix Weyh: <strong>Stiefkind des Literaturbetriebs. Eine Geschichte des Sachbuchs. </strong> (mit Ines Geipel, David Oels, Jens Petersen, Michael Schikowski) Erstsendung am 18.02.2010, Uhr 8.30 SWR 2. <a href="http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/archiv/-/id=660334/nid=660334/did=6004182/pv=mplayer/vv=popup/grszlf/index.html"><br />
<em>Hier der Link zum Podcast.</em></a></p>
<p><strong>Wiederholung der Sendung:<br />
SR 2 Kultur-Radio<br />
Donnerstag, den 25.03.2010<br />
09.05 - 09.30</strong><br />
<a href="http://www.sr-online.de/sr2/1356/inc-2010_03_25.html">Hier der Link zur Ankündigung des Senders.</a></p>
<p>Wilhelm Haefs (Hrsg.)<br />
Sozialgeschichte der deutschen Literatur Band 9: Nationalsozialismus und Exil 1933-1945.<br />
Hanser Verlag 2009</p>
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		<title>Die 100 Sachbuch Klassiker - ein Kanon</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/die-100-sachbuch-klassiker-ein-kanon/</link>
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		<pubDate>Sat, 02 Jan 2010 12:38:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=940</guid>
		<description><![CDATA[Georg Forster, Reise um die Welt (1778 und 1780)
Johann Gottfried Seume, Spaziergang nach Syrakus (1802)
Heinrich Heine, Reisebilder (1826)
Ludwig Börne, Briefe aus Paris (ab 1832)
Johann Gustav Droysen, Geschichte Alexander des Großen (1833)
Bettina von Arnim, Dies Buch gehört dem König (1843)
Friedrich Engels, Die Lage der arbeitenden Klasse in England (1845)
Emil Adolph Roßmäßler, Populäre Vorlesungen aus dem Gebiet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Georg Forster, Reise um die Welt (1778 und 1780)<br />
Johann Gottfried Seume, Spaziergang nach Syrakus (1802)<br />
Heinrich Heine, Reisebilder (1826)<br />
Ludwig Börne, Briefe aus Paris (ab 1832)<br />
Johann Gustav Droysen, Geschichte Alexander des Großen (1833)</p>
<p>Bettina von Arnim, Dies Buch gehört dem König (1843)<br />
Friedrich Engels, Die Lage der arbeitenden Klasse in England (1845)<br />
Emil Adolph Roßmäßler, Populäre Vorlesungen aus dem Gebiet der Natur (1852)<br />
Theodor Mommsen, Römische Geschichte (1854)<br />
Alfred Brehm, Illustirtes Thierleben (ab 1864)</p>
<p>Herman Grimm, Das Leben Michelangelos<br />
Wilhelm Bölsche, Das Liebesleben in der Natur (1898)<br />
Julius Meier-Graefe, Entwicklungsgeschichte der modernen Kunst (1904)<br />
Ricarda Huch, Der große Krieg in Deutschland (1912)<br />
Oscar Bie, Die Oper (1913)</p>
<p>Egon Friedell, Kulturgeschichte der Neuzeit<br />
Arthur Fürst, Das Weltreich der Technik<br />
Werner Hegemann, Das steinerne Berlin<br />
Emil Ludwig, Goethe<br />
René Fülöp-Miller, Geist und Gesicht des Bolschewismus (1926)</p>
<p>Valeriu Marcu, Lenin (1927)<br />
Friedrich Sieburg, Gott in Frankreich? (1929)<br />
Sigmund Freud, Das Unbehagen in der Kultur (1930)<br />
Siegfried Kracauer, Pariser Leben.<br />
Heinrich Eduard Jacob, Sage und Siegeszug des Kaffees. (1934)</p>
<p>Sebastian Haffner, Anmerkungen zu Hitler<br />
Barbara Beuys, Familienleben in Deutschland<br />
Joachim-Ernst Berendt, Nada Brahma (1983)<br />
Dieter Hildebrandt, Pianoforte (1985)<br />
Rüdiger Safranski, Schopenhauer </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Literaturverzeichnis Methoden und Theorien Literatursoziologie</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-methoden-und-theorien-literatursoziologie/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 11:27:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=886</guid>
		<description><![CDATA[ Aufstieg durch Bildung
Pierre Bourdieu: Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Frankfurt: Suhrkamp 1982. *
John Carey: Hass auf die Massen. Intelektuelle 1880-1939. Steidl: Göttingen 1996.
Andreas Dörner, Ludgera Vogt: Literatursoziologie. Literatur, Gesellschaft, Politische Kultur. Opladen: Westdeutscher Verlag 1994. *
Max Horkheimer, Theodor W. Adorno: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. Frankfurt 1971 (=Fischer Taschenbuch). *
Levin Ludwig Schücking: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-977" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/aufstieg-durch-bildung.jpg" alt="" width="424" height="612" /> <em>Aufstieg durch Bildung</em></p>
<p>Pierre Bourdieu: Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Frankfurt: Suhrkamp 1982. *</p>
<p>John Carey: Hass auf die Massen. Intelektuelle 1880-1939. Steidl: Göttingen 1996.</p>
<p>Andreas Dörner, Ludgera Vogt: Literatursoziologie. Literatur, Gesellschaft, Politische Kultur. Opladen: Westdeutscher Verlag 1994. *</p>
<p>Max Horkheimer, Theodor W. Adorno: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. Frankfurt 1971 (=Fischer Taschenbuch). *</p>
<p>Levin Ludwig Schücking: Die Soziologie der literarischen Geschmacksbildung. München 1923. *</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Literaturverzeichnis Methoden und Theorien Kulturwissenschaft</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-methoden-und-theorien-kulturwissenschaft/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-methoden-und-theorien-kulturwissenschaft/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 11:25:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=887</guid>
		<description><![CDATA[Kulturwissenschaft
Claudia Benthien, Hans Rudolf Velten (Hrsg.): Germanistik als Kulturwissenschaft. Eine Einführung in neue Theoriekonzepte. Reinbek bei Hamburg 2002. *
Judith Butler: Körper von Gewicht. Die diskursiven Grenzen des Geschlechts. Berlin: Berlin Verlag 1995. *
Clifford Geertz: Dichte Beschreibung. Beiträge zum Verstehen kultureller Systeme. Frankfurt: Suhrkamp 1983. *
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kulturwissenschaft</p>
<p>Claudia Benthien, Hans Rudolf Velten (Hrsg.): Germanistik als Kulturwissenschaft. Eine Einführung in neue Theoriekonzepte. Reinbek bei Hamburg 2002. *</p>
<p>Judith Butler: Körper von Gewicht. Die diskursiven Grenzen des Geschlechts. Berlin: Berlin Verlag 1995. *</p>
<p>Clifford Geertz: Dichte Beschreibung. Beiträge zum Verstehen kultureller Systeme. Frankfurt: Suhrkamp 1983. *</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Literaturverzeichnis Methoden und Theorien Erzähltheorie</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-methoden-und-theorien-erzahltheorie/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 11:22:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=885</guid>
		<description><![CDATA[Gérard Genette: Die Erzählung. 2. Auflage. München 1998. 
Christian Klein und Matías Martínez: Wirklichkeitserzählungen. Felder, Formen und Funktionen nicht-literarischen Erzählens. J. B. Metzler: Stuttgart 2009.
Eberhard Lämmert: Bauformen des Erzählens. Stuttgart 1955. 
Matias Martinez und Michael Scheffel: Einführung in die Erzähltheorie. München. 7. Aufl. 2007. 
Wolf Schmid: Elemente der Narratologie. Berlin, 2. verbesserte Auflage 2008. 
Karl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gérard Genette: Die Erzählung. 2. Auflage. München 1998. </p>
<p>Christian Klein und Matías Martínez: Wirklichkeitserzählungen. Felder, Formen und Funktionen nicht-literarischen Erzählens. J. B. Metzler: Stuttgart 2009.</p>
<p>Eberhard Lämmert: Bauformen des Erzählens. Stuttgart 1955. </p>
<p>Matias Martinez und Michael Scheffel: Einführung in die Erzähltheorie. München. 7. Aufl. 2007. </p>
<p>Wolf Schmid: Elemente der Narratologie. Berlin, 2. verbesserte Auflage 2008. </p>
<p>Karl Wagner (Hrsg.): Moderne Erzähltheorie. Grundlagentexte von Henry James bis zur Gegenwart. Wien, WUV-Verlag 2002 (=UTB 2248). </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Literaturverzeichnis Methoden und Theorien allgemein</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-methoden-und-theorien-allgemein/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-methoden-und-theorien-allgemein/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 11:21:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=884</guid>
		<description><![CDATA[Modellanalysen Fiktion
Oliver Jahraus, Stefan Neuhaus (Hrsg.): Kafkas &#8220;Urteil&#8221; und die Literaturtheorie. Zehn Modellanalysen. Reclam: Stuttgart 2002.
Petra Morsbach: Warum Fräulein Laura freundlich war. Über die Wahrheit des Erzählens. Piper: München 2006. (Analysen von Der Vater eines Mörders von Alfred Andersch und Die Blechtrommel von Günter Grass)
Elke Richter, Karen Struve, Natascha Ueckmann (Hrsg.): Balzacs &#8220;Sarrasine&#8221; und die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Modellanalysen Fiktion</strong></p>
<p>Oliver Jahraus, Stefan Neuhaus (Hrsg.): Kafkas &#8220;Urteil&#8221; und die Literaturtheorie. Zehn Modellanalysen. Reclam: Stuttgart 2002.</p>
<p>Petra Morsbach: Warum Fräulein Laura freundlich war. Über die Wahrheit des Erzählens. Piper: München 2006. (Analysen von <em>Der Vater eines Mörders</em> von Alfred Andersch und <em>Die Blechtrommel </em>von Günter Grass)</p>
<p>Elke Richter, Karen Struve, Natascha Ueckmann (Hrsg.): Balzacs &#8220;Sarrasine&#8221; und die Literaturtheorie. Zwölf Modellanalysen. Reclam: Stuttgart 2011.</p>
<p>David E. Wellbery (Hrsg.): Positionen der Literaturwissenschaft. Acht Modellanalyse am Beispiel von Kleists &#8216;Das Erdbeben in Chile&#8217;. Beck: München 2008. </p>
<p><strong>Modellanalyse Non Fiktion</strong></p>
<p>Petra Morsbach: &#8220;Die Mitschüler erschwerten mir den Alltag&#8221;. <em>Mein Leben</em> von Marcel Reich-Ranicki. In: dies. Warum Fräulein Laura freundlich war. Über die Wahrheit des Erzählens. Piper: München 2006. S. 56 - 114.</p>
<p>Heinz Schlaffer: Das entfesselte Wort. Nietzsches Stil und sein Folgen. Hanser: München 2007. Darin vor allem: S. 16 - 38.</p>
<p><strong>Methoden und Theorien allgemein</strong></p>
<p>Johannes Anderegg: Das Fiktionale und das Ästhetische. In: Poetik und Hermeneutik 10. Funktionen des Fiktiven. Hrsg. von Dieter Henrich und Wolfgang Iser. München 1983. S. 153-172. </p>
<p>Inge Auböck: Die verschiedenen Auffassungen des Begriffes Sachbuch. In: Probleme des Sachbuches für die Jugend. Hrsg. von Richard Bamberger. (= Schriften zur Jugendlektüre Bd. III). Wien 1966. S. 18-32.</p>
<p>Richard Bamberger: Probleme und Problematik des Sachbuches. In: Probleme des Sachbuches für die Jugend. Hrsg. von Richard Bamberger. (= Schriften zur Jugendlektüre Bd. III). Wien 1966. S. 5-17.</p>
<p>Ernst Glaser: Kann die Wissenschaft verständlich sein? Von der Schwierigkeit ihrer Popularisierung. Econ: Düsseldorf 1965. </p>
<p>Oliver Gorus: Erfolgreich als Sachbuchautor. Von der Buchidee bis zur Vermarktung. Gabal: Offenbach 2011.</p>
<p>Annett Gröschner, Stephan Porombka (Hg.): Poetik des Faktischen. Vom erzählenden Sachbuch zur Doku-Fiktion. Werkstattgespräche. Klartext: Essen 2009. </p>
<p>Meike Herrmann: Fiktionalität gegen den Strich lesen. Was kann die Fiktionstheorie zu einer Poetik des Sachbuchs beitragen? (=Arbeitsblätter für die Sachbuchforschung #6)</p>
<p>Ralf Klausnitzer: Literatur und Wissen. Zugänge - Modelle - Analysen. De Gruyter: Berlin 2008. </p>
<p>Alf Mentzer, Ulrich Sonnenschein (Hrsg.): 22 Arten, eine Welt zu schaffen. Erzählen als Universalkompetenz. S. Fischer: Frankfurt 2008. (= Fischer Taschenbuch) </p>
<p>David Oels: Mit hundert Sachen erzählt. Sachbuch, Literatur und die Wiederkehr des Erzählens. In: Erhard Schütz und Thomas Wegmann (Hg.):literatur.com. Tendenzen im Literaturmarketing. Berlin 2002, S. 81- 106 (=Arbeitsblätter für die Sachbuchforschung #4).</p>
<p>David Oels: Wissen und Unterhaltung im Sachbuch, oder: Warum es keine germanistische Sachbuchforschung gibt und wie eine solche aussehen könnte. In: Zeitschrift für Germanistik N.F. 15(2005)1, S. 8-27 (=Arbeitsblätter für die Sachbuchforschung #1).</p>
<p>Stephan Porombka: Regelwissen und Weltwissen für die Jetztzeit. Die Funktionsleistungen der Sachliteratur (=Arbeitsblätter für die Sachbuchforschung #2).</p>
<p>Stephan Porombka: Prosatextanalyse: Sachbücher und -texte. In: Thomas Anz (Hg.): Handbuch Literaturwissenschaft. Gegenstände – Konzepte – Institutionen. Bd.2: Methoden und Theorien. Stuttgart, Weimar 2007, S.155-160. </p>
<p>Heinz Schlaffer: Poesie und Wissen. Die Entstehung des ästhetischen Bewusstseins und der philologischen Erkenntnis. Frankfurt 1990. </p>
<p>Erhard Schütz: Faktographie. (=Arbeitsblätter für die Sachbuchforschung #3).</p>
<p>Georg Stanitzek: Paratextanalyse. In: Thomas Anz (Hg.): Handbuch Literaturwissenschaft. Gegenstände – Konzepte – Institutionen. Bd.2: Methoden und Theorien. Stuttgart, Weimar 2007, S. 198 – 293.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sachbuchgeschichte Literaturverzeichnis Russland</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/sachbuchgeschichte-literaturverzeichnis-russland/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/sachbuchgeschichte-literaturverzeichnis-russland/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 10:18:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=883</guid>
		<description><![CDATA[Russland (Primärliteratur nach Erscheinen)
Egon Erwin Kisch: Zaren, Popen, Bolschewiken. Berlin 1927.
Franz Carl Weiskopf: Umsteigen ins 21. Jahrhundert. Episoden von einer Reise in die Sowjetunion. Berlin 1927.
Otto Heller: Sibirien, ein anderes Amerika. Berlin 1930.
Frida Rubiner: Der große Strom. Eine unromantische Wolgafahrt. Wien und Berlin 1930.
Ernst Glaeser und Franz Carl Weiskopf: Der Staat ohne Arbeitslose. Drei Jahre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Russland (Primärliteratur nach Erscheinen)</strong></p>
<p>Egon Erwin Kisch: Zaren, Popen, Bolschewiken. Berlin 1927.</p>
<p>Franz Carl Weiskopf: Umsteigen ins 21. Jahrhundert. Episoden von einer Reise in die Sowjetunion. Berlin 1927.</p>
<p>Otto Heller: Sibirien, ein anderes Amerika. Berlin 1930.</p>
<p>Frida Rubiner: Der große Strom. Eine unromantische Wolgafahrt. Wien und Berlin 1930.</p>
<p>Ernst Glaeser und Franz Carl Weiskopf: Der Staat ohne Arbeitslose. Drei Jahre &#8216;Fünfjahresplan&#8217;. Berlin 1931.</p>
<p>Berta Lask: Kollektivgut und Sowjetgut. Ein Reisetagebuch. Berlin 1931. </p>
<p>Essad Bey: Das weiße Russland. Menschen ohne Heimat. Leipzig 1932.</p>
<p>René Fülöp-Miller: Der Geist des Bolschewismus. </p>
<p>René Fülöp-Miller: Lenin und Gandhi. 1927.</p>
<p>René Fülöp-Miller: Der heilige Teufel. Rasputin und die Frauen. Tatsachenroman. 1927.</p>
<p>Otto Heller: Wladi Wostol! Der Kampf um den fernen Osten. Berlin 1932.</p>
<p>Ludwig Renn: Rußlandfahrten. Berlin 1932.</p>
<p>Essad Bey: Russland am Scheideweg. Berlin 1933.</p>
<p><strong>Russland (Sekundärliteratur)</strong></p>
<p>Rolf Butang: Eine biographische Skizze. In: René Fülöp-Miller: Katzenmusik. Hrsg. mit einem biographischen Nachwort von Rolf Butang. Weidle: Bonn 1998.</p>
<p>Andy Hahnemann: Texturen des Globalen. Geopolitik und populäre Literatur in der Zwischenkriegszeit 1918-1939. Diss. Universitätsverlag Winter: Heidelberg 2010.</p>
<p>Tom Reiss: Der Orientalist. Auf den Spuren von Essad Bey. Osburg Verlag: Berlin 2008.</p>
<p>Erhard Schütz: Kritik der literarischen Reportage. Wilhem Fink: München 1977. (Buchausgabe der Diss. Konstruktion der Wirklichkeit oder Faktenevidenz)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Literaturverzeichnis Sachbuchgeschichte Amerika</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchgeschichte-amerika/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchgeschichte-amerika/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 08:30:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=882</guid>
		<description><![CDATA[Amerika (nach Erscheinen):
Karl Lamprecht: Americana. Reiseeindrücke, Betrachtungen, geschichtliche Gesamtansicht. Hermann Heyfelder: 1906.
Arthur Holitscher: Amerika heute und morgen. S. Fischer: 1912. 
Erwin Rosen: Amerikaner. Dürr &#038; Weber: Leipzig 1920. (= Zellenbücherei Bd. 8)
Friedrich Dessauer: Auslandsrätsel. Nordamerikanische und spanische Reisebriefe. München 1922.
Arthur Holitscher (Hrsg.): Amerika. Leben, Arbeit und Dichtung. Berlin 1923. (= Jugendbücher der neuen Gesellschaft 2)
Ludwig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Amerika (nach Erscheinen):</p>
<p>Karl Lamprecht: Americana. Reiseeindrücke, Betrachtungen, geschichtliche Gesamtansicht. Hermann Heyfelder: 1906.</p>
<p>Arthur Holitscher: Amerika heute und morgen. S. Fischer: 1912. </p>
<p>Erwin Rosen: Amerikaner. Dürr &#038; Weber: Leipzig 1920. (= Zellenbücherei Bd. 8)</p>
<p>Friedrich Dessauer: Auslandsrätsel. Nordamerikanische und spanische Reisebriefe. München 1922.</p>
<p>Arthur Holitscher (Hrsg.): Amerika. Leben, Arbeit und Dichtung. Berlin 1923. (= Jugendbücher der neuen Gesellschaft 2)</p>
<p>Ludwig Lewisohn: Gegen den Strom. Eine amerikanische Chronik. Frankfurt 1924.</p>
<p>Bernhard Goldschmidt: Von New York bis Frisco. Ein deutsches Reisetagebuch. Berlin 1925.</p>
<p>Carl Hollweg: Columbusfahrt. Politische, wirtschaftliche und soziale Entdeckerbetrachtungen auf einer Amerikareise. Berlin 1925.</p>
<p>Alfred Kerr: Yankee-Land. Eine Reise. Berlin 1925.</p>
<p>Franz Westermann: Amerika, wie ich es sah. Reiseskizzen eines Ingenieurs. Halberstadt 1925.</p>
<p>Anton Erkelenz: Amerka von heute. Briefe von einer Reise. Berlin o. J. [1926]</p>
<p>Egon Erwin Kisch: (beehrt sich darzubieten) Paradies Amerika. Berlin 1930. </p>
<p>René Fülöp-Miller: Die Phantasiemaschine. Eine Saga der Gewinnsucht. 1931.</p>
<p>Heinrich Hauser: Feldwege nach Chicago. Berlin 1931.</p>
<p>E. Ahlswede: In Gottes eigenem Land. Ein Blick ins &#8220;Dollar-Paradies&#8221;. Nach eigenen Erlebnissen erzählt. Franz Eher: Berlin 1942.</p>
<p>Margret Boveri: Amerika-Fibel für erwachsene Deutsche. Ein Versuch Unverstandenes zu erklären. Minerva: Berlin 1946. (Neu erschienen mit einer Rezension von Theodor Heuss und Einleitung von Heike B. Görtemaker. Landt: Berlin 2006.)</p>
<p>Friedrich Schönemann: Kleine Amerikakunde. Athenäum: Bonn 1950.</p>
<p>Karlheinz Deschner: Der Moloch. &#8220;Sprecht sanft und tragt immer einen Knüppel bei euch!&#8221;. Zur Amerikanisierung der Welt. Wilhelm Heyne: München 1992. (Neu unter dem Titel: Der Moloch. Eine kritische Geschichte der USA. 1994)</p>
<p>Sekundärliteratur:</p>
<p>Christian Adam: Dr. med. Ahlswede: Geisterschreiber im Dollar-Paradie. In: ders. Lesen unter Hitler. Autoren, Bestseller, Leser im Dritten Reich. Galiani: Berlin 2010. S. 123 - 126.</p>
<p>Peter Berg: Deutschland und Amerika 1918-1929. Über das deutsche Amerikabild der zwanziger Jahre. 1963.</p>
<p>Christian Freitag: Die Entwicklung der Amerikastudien in Berlin bis 1945 unter Berücksichtigung der Amerikaarbeit staatlicher und privater Organisationen. Diss. Berlin 1977.</p>
<p>Philipp Gassert: Amerika im Dritten Reich. Ideologie, Propaganda und Volksmeinung 1933 - 1945. Steiner: Stuttgart 1997. (= Transatlantische historische Studien. Bd. 7) </p>
<p>Erhard Schütz: Kritik der literarischen Reportage. Wilhem Fink: München 1977. (Buchausgabe der Diss. Konstruktion der Wirklichkeit oder Faktenevidenz)</p>
<p>Matthias Uecker: Beschreiben oder Zeigen? Heinrich Hausers Amerka-Reise als Buch und Film. In: Non Fiktion. Arsenal der anderen Gattungen. Hrsg. von David Oels, Stephan Porombka, Erhard Schütz. Sachen und Sachlichkeit - die 1920/30er Jahre. 2. Jahrgang 2007, Heft 1. S. 7-19.</p>
<p>Außerdem:</p>
<p>Upton Sinclair: Der Sumpf. Sponholtz: 1906. (Neu unter dem Titel Der Dschungel. Malik: 1924)</p>
<p>Upton Sinclair: Ist der Sumpf wahr. Sponholtz: 1906.</p>
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		<title>Literaturverzeichnis Formen Ratgeber</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 11:52:40 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ratgeber (Primärliteratur)
Friedrich Wilhelm Förster: Lebensführung. zuerst: de Gruyter 1906. 
Rudolf Eucken: Der Sinn und Wert des Lebens. Quelle &#038; Meyer: Leipzig 1907.
Friedrich Wilhelm Förster: Lebenskunde. Ein Buch für Knaben und Mädchen. G. Reimer: Berlin 1908. 
Romano Guardini: Briefe über Selbstbildung. zuerst: 1922 
Richard Müller-Freienfels: Die Seele des Alltags. Eine Psychologie für jedermann. Wegweiser-Verlag: Berlin 1925. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ratgeber (Primärliteratur)</strong></p>
<p>Friedrich Wilhelm Förster: Lebensführung. zuerst: de Gruyter 1906. </p>
<p>Rudolf Eucken: Der Sinn und Wert des Lebens. Quelle &#038; Meyer: Leipzig 1907.</p>
<p>Friedrich Wilhelm Förster: Lebenskunde. Ein Buch für Knaben und Mädchen. G. Reimer: Berlin 1908. </p>
<p>Romano Guardini: Briefe über Selbstbildung. zuerst: 1922 </p>
<p>Richard Müller-Freienfels: Die Seele des Alltags. Eine Psychologie für jedermann. Wegweiser-Verlag: Berlin 1925. (Jahresreihe für die Mitglieder des Volksverbandes der Bücherfreunde)  </p>
<p>Ludwig Paneth: Seelen ohne Kompaß. Nervenkrankheiten und psychische Störungen als Lebensprobleme des modernen Menschen. Rowohlt: Berlin 1935. Wieder: Rascher: Zürich 1941.</p>
<p>Ute Ehrhardt: Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin. Fischer: Frankfurt am Main 1994.</p>
<p>Wilhelm Schmid: Philosophie der Lebenskunst - Eine Grundlegung. Suhrkamp: Frankfurt 1998</p>
<p>Wilhelm Schmid: Schönes Leben? Einführung in die Lebenskunst. Suhrkamp: Frankfurt 2000.</p>
<p>Werner Tiki Küstenmacher, Lothar J. Seiwert: Simplify your life. Einfacher und glücklicher leben - die sieben Wege zu einem Leben ohne Ballast. Campus: Frankfurt 2001</p>
<p>Stefan Klein: Die Glücksformel oder wie die guten Gefühle entstehen. Rowohlt: Reinbek 2002.</p>
<p>Wilhelm Schmid: Glück. Alles, was Sie darüber wissen müssen, und warum es nicht das Wichtigste im Leben ist. Insel: Frankfurt 2007.</p>
<p>Eckart von Hirschhausen: Die Leber wächst mit ihren Aufgaben. Rowohlt 2008.</p>
<p>Eckart von Hirschhausen: Glück kommt selten allein. Rowohlt 2009. </p>
<p><a href='http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/img_9945.jpg'><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/img_9945-150x200.jpg" alt="" title="" width="150" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-973" /></a></p>
<p><strong>Ratgeber (Sekundärliteratur)</strong></p>
<p>Douwe Draaisma: Geist auf Abwegen. Alsheimer, Parkinson und Co. Von den Wegbereitern der Gehirnforschung und ihren Fällen. Eichborn: Frankfurt 2008.</p>
<p>Wolfgang Drost, Karl Riha: Die Geburt der &#8220;Comédie Humaine&#8221; aus dem Geist des Journalismus. Nachwort. In: Honoré de Balzac: Beamte, Schulden, elegantes Leben. Zur Sozialphysiognomik des Alltagslebens. Eine Auswahl aus den jounalistischen Schriften. Mit einem Nachwort herausgegeben von Wolfgang Drost und Karl Riha. Insel: Frankfurt 1978. S. 293 - 308.</p>
<p>Karl-Heinz Göttert: Zeiten und Sitten. Eine Geschichte des Anstands. Reclam: Stuttgart 2009. </p>
<p>Timo Heimerdinger: Der gelebte Konjunktiv. Zur Pragmatik von Ratgeberliteratur in alltagskultureller Perspektive. In: Andy Hahnemann, David Oels (Hg.): Sachbuch und populäres Wissen im 20. Jahrhundert. Frankfurt u. a. 2008. S. 97 – 108.</p>
<p>Anne Honer: Lebensweltliche Ethnographie. Ein explorativ-interpretativer Forschungsansatz am Beispiel von Heimwerker-Wissen. Deutscher Universitätsverlag. Wiesbaden 1993.</p>
<p>Eva Illouz: Die Errettung der modernen Seele. Therapien, Gefühle und die Kultur der Selbsthilfe. Suhrkamp: Frankfurt 2009. </p>
<p>Walter Muschg: Freud als Schriftsteller. In: ders.: Die Zerstörung der deutschen Literatur und andere Essays. Hrsg. von Julian Schütt und Winfried Stephan. Diogenes: Zürich 2009. </p>
<p>Nicolas Pethes: Vom Einzelfall zur Menschheit. Die Fallgeschichte als Medium der Wissenspopularisierung in Recht, Medizin und Literatur. In: Popularisierung und Popularität. Hrsg. Gereon Blaseio, Hedwig Pompe und Jens Ruchatz. Dumont: Köln 2005. S. 63-92.</p>
<p>Michael Schikowski: Ratgeber. In: Klaus-Wilhelm Bramann, Michael Buchmann, Michael Schikowski (Hrsg.): Warengruppen im Buchhandel - Grundlagen, Allgemeines Sortiment, Fachbuch. Edition Buchhandel Band 16. Bramann Verlag. Frankfurt 2011.  S. 223 - 241.</p>
<p>Hermann Veith: Das Selbstverständnis des modernen Menschen. Theorien des vergesellschafteten Individuums im 20. Jahrhundert. Campus: Frankfurt 2001.*</p>
<p>Christian von Zimmermann: Liberalethische Biographik - zur Rezeption von Smiles&#8217; <em>Self-Help</em>. In: ders. Biographische Anthropologie. Menschenbilder in lebensgeschichtlicher Darstellung (1830 - 1940). de Gruyter. Berlin 2006. S. 151 - 177.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Ulrike Baureithel: Die geistige Selbstbehauptung der Hausfrau. Haushaltsratgeber und die Rationalisierung des Privaten in der Weimarer Republik. In: Non Fiktion. Arsenal der anderen Gattungen. Hrsg. von David Oels, Stephan Porombka, Erhard Schütz. Sachen und Sachlichkeit - die 1920/30er Jahre. 2. Jahrgang 2007, Heft 1. S. 20-33.</p>
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		<title>Literaturverzeichnis Formen Essay</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 11:51:47 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Essay Separatausgaben (Primärliteratur)
Friedrich Sieburg: Die Lust am Untergang. Selbstgespräche auf Bundesebene. Eichborn Verlag: Frankfurt 2010. (zuerst 1954)
Eberhard Straub: Zur Tyrannei der Werte. Klett-Cotta: Stuttgart 2010.
Essaysammlungen
Deutscher Geist. Ein Lesebuch aus zwei Jahrhunderten. 2 Bde. Suhrkamp 1940. Revidiert und erweitert 1953 und 1982.
Deutsche Essays. Prosa aus zwei Jahrhunderten. Hrsg. von Ludwig Rohner. 4 Bde. Luchterhand: Neuwied 1968.
Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Essay Separatausgaben (Primärliteratur)</strong></p>
<p>Friedrich Sieburg: Die Lust am Untergang. Selbstgespräche auf Bundesebene. Eichborn Verlag: Frankfurt 2010. (zuerst 1954)</p>
<p>Eberhard Straub: Zur Tyrannei der Werte. Klett-Cotta: Stuttgart 2010.</p>
<p><strong>Essaysammlungen</strong></p>
<p>Deutscher Geist. Ein Lesebuch aus zwei Jahrhunderten. 2 Bde. Suhrkamp 1940. Revidiert und erweitert 1953 und 1982.</p>
<p>Deutsche Essays. Prosa aus zwei Jahrhunderten. Hrsg. von Ludwig Rohner. 4 Bde. Luchterhand: Neuwied 1968.</p>
<p>Ein Panorama europäischen Geistes. Texte aus drei Jahrtausenden. Ausgewählt und vorgestellt von Ludwig Marcuse. Mit einem Vorwort von Gerhard Szczeny. 3. Bde. Diogenes: Zürich 1977.</p>
<p>Der Kanon. Die deutsche Literatur. Essays. 5 Bde. Insel: Frankfurt 2006.</p>
<p><strong>Essay (Sekundärliteratur)</strong></p>
<p>Theodor W. Adorno: Der Essay als Form. In: Ludwig Rohner (Hrsg.): Deutsche Essays. 1968. S. 69 - 94. *</p>
<p>Wolfgang Braungart und Kai Kaufmann (Hrsg.): Essayismus um 1900. Universitätsverlag: Heidelberg 2006.</p>
<p>Friedrich Hiebel: Ralph Walso Emerson und Herman Grimm. In: ders.: Biographik und Essayistik. Zur Geschichte der schönen Wissenschaften. Francke: Bern und München 1970. S. 97-120. </p>
<p>Erdmut Jost: Wissenschaftliche Essayistik, essayistische Wissenschaft. Zum Zusammenhang von Rundschaupublizistik und Sachbuch. In: Andy Hahnemann, David Oels (Hg.): Sachbuch und populäres Wissen im 20. Jahrhundert. Frankfurt u.a. 2008. S. 201-210. *</p>
<p>Christian Schärf: Essay und Sachbuch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In: Andy Hahnemann, David Oels (Hg.): Sachbuch und populäres Wissen im 20. Jahrhundert. Frankfurt u. a. 2008. S. 273.</p>
<p>Heinz Schlaffer: Das entfesselte Wort. Nietzsches Stil und seine Folgen. Hanser: München 2007. </p>
<p>Heinz Schlaffer: Das Sexhagium und die Zechkunst. SZ-Literaturbeilage Herbst 2004. S. 3</p>
<p>Georg Stanitzek: Essay. In: Thomas Anz (Hg.): Handbuch Literaturwissenschaft. Gegenstände – Konzepte – Institutionen. Bd.2: Methoden und Theorien. Stuttgart, Weimar 2007. S. 160 – 166. </p>
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		<title>Literaturverzeichnis Formen Tagebuch</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 19:11:11 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Tagebuch
Kar August Varnhagen van Ense: Tagebücher 1834 - 1858. 
Harry Graf Kessler: Das Tagebuch 1880 - 1937. 9 Bde. Klett-Cotta.
Victor Klemperer: Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten. Tagebücher 1933 - 1945. Aufbau 1995.
Victor Klemperer: Und so ist alles schwankend. Tagebücher Juni bis Dezember 1945. Aufbau 1996.
Victor Klemperer: Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tagebuch</p>
<p>Kar August Varnhagen van Ense: Tagebücher 1834 - 1858. </p>
<p>Harry Graf Kessler: Das Tagebuch 1880 - 1937. 9 Bde. Klett-Cotta.</p>
<p>Victor Klemperer: Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten. Tagebücher 1933 - 1945. Aufbau 1995.</p>
<p>Victor Klemperer: Und so ist alles schwankend. Tagebücher Juni bis Dezember 1945. Aufbau 1996.</p>
<p>Victor Klemperer: Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum. Tagebücher 1918 - 1932. Aufbau 1996.</p>
<p>Victor Klemperer: So sitze ich denn zwischen allen Stühlen. Tagebücher 1945 - 1959. Aufbau 1999.</p>
<p>Tagebuch (Sekundärliteratur)</p>
<p>Nikolaus Gatter: „Gift, geradezu Gift für das unwissende Publicum“. Der diaristische Nachlaß von Karl August Varnhagen von Ense und die Polemik gegen Ludmilla Assings Editionen (1860-1880). Aisthesis: Bielefeld 1996.</p>
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		<item>
		<title>Literaturverzeichnis Formen Autobiografie</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 19:08:20 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=876</guid>
		<description><![CDATA[Autobiografie (Primärliteratur)
Max Hoelz: Vom &#8216;Weißen Kreuz&#8217; zur Roten Fahne. Jugend-, Kampf- und Zuchthauserlebnisse. Malik: Berlin 1929.
Walter Benjamin: Berliner Kindheit um 1900. Suhrkamp: Frankfurt 1950. (Fassung letzter Hand von 1938 zuerst Suhrkamp: Frankfurt 1987.
Elias Canetti: Die gerettete Zunge. Geschichte einer Jugend. 1977.
Elias Canetti: Die Fackel im Ohr. Lebensgeschichte 1921-1931. 1980.
Elias Canetti: Das Augenspiel. Lebensgeschichte 1931-1937. 1985
Marcel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Autobiografie (Primärliteratur)</p>
<p>Max Hoelz: Vom &#8216;Weißen Kreuz&#8217; zur Roten Fahne. Jugend-, Kampf- und Zuchthauserlebnisse. Malik: Berlin 1929.</p>
<p>Walter Benjamin: Berliner Kindheit um 1900. Suhrkamp: Frankfurt 1950. (Fassung letzter Hand von 1938 zuerst Suhrkamp: Frankfurt 1987.</p>
<p>Elias Canetti: Die gerettete Zunge. Geschichte einer Jugend. 1977.</p>
<p>Elias Canetti: Die Fackel im Ohr. Lebensgeschichte 1921-1931. 1980.</p>
<p>Elias Canetti: Das Augenspiel. Lebensgeschichte 1931-1937. 1985</p>
<p>Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben. DVA: Stuttgart 1999.</p>
<p>Autobiografie (Sekundärliteratur)</p>
<p>Daniela Langer: Autobiografie. In: Thomas Anz (Hg.): Handbuch Literaturwissenschaft. Gegenstände – Konzepte – Institutionen. Bd.2: Methoden und Theorien. Stuttgart, Weimar 2007, S. 179 - 194. *</p>
<p>Georg Misch: Geschichte der Autobiographie. 6 Bde. Frankfurt 1949-1969. *</p>
<p>Bernd Neumann: Identität und Rollenzwang. Zur Theorie der Autobiographie. Frankfurt 1970. *</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Literaturverzeichnis Formen Biografie</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-formen-biografie/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-formen-biografie/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 19:05:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=875</guid>
		<description><![CDATA[Biografie (Primärliteratur)
Karl August Varnhagen von Ense. Biographische Denkmale. 5 Bände. 1824–1830 erschienen. 
Herbert Eulenberg: Schattenbilder. Eine Fibel für Kulturbedürftige in Deutschland. Bruno Cassirer: Berlin 1910.
Herbert Eulenberg. Neue Bilder. Bruno Cassirer: Berlin 1912.
Herbert Eulenberg: Letzte Bilder. Bruno Cassirer: Berlin 1915.
Herbert Eulenberg: Die Hohenzollern. Bruno Cassirer: Berlin 1928.
Herbert Eulenberg: Heinrich Heine. Aufbau: Berlin 1947.
Valeriu Marcu: Das große [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Biografie (Primärliteratur)</strong></p>
<p>Karl August Varnhagen von Ense. Biographische Denkmale. 5 Bände. 1824–1830 erschienen. </p>
<p>Herbert Eulenberg: Schattenbilder. Eine Fibel für Kulturbedürftige in Deutschland. Bruno Cassirer: Berlin 1910.</p>
<p>Herbert Eulenberg. Neue Bilder. Bruno Cassirer: Berlin 1912.</p>
<p>Herbert Eulenberg: Letzte Bilder. Bruno Cassirer: Berlin 1915.</p>
<p>Herbert Eulenberg: Die Hohenzollern. Bruno Cassirer: Berlin 1928.</p>
<p>Herbert Eulenberg: Heinrich Heine. Aufbau: Berlin 1947.</p>
<p>Valeriu Marcu: Das große Kommando Scharnhorsts. Die Geburt einer Militärmacht in Europa. Paul List: Leipzig 1928.</p>
<p>Valeriu Marcu: Lenin. Verschwörer und Diktator im Osten. 30 Jahre Russland. Paul List: Leipzig 1927.</p>
<p>Friedrich Sieburg: Napoleon. Die hundert Tage. Deutsche Verlagsanstalt: Stuttgart 1956. </p>
<p>Jürgen Neffe: Darwin. Abenteuer des Lebens. München: C. Bertelsmann 2008</p>
<p>Rüdiger Safranski: Friedrich Schiller oder die Erfindung des Deutschen Idealismus. München: Hanser 2004.</p>
<p>Barbara Beuys: Sophie Scholl. München: Hanser 2010.</p>
<p><strong>Portraits</strong></p>
<p>Valeriu Marcu: Schatten der Geschichte. 15 Europäische Profile. Hoffmann und Campe: Berlin und Hamburg 1926.</p>
<p>Ulrich Holbein: Narratorium. 255 Lebensbilder. Ammann: Zürich 2008. </p>
<p><strong>Biografie (weitere):</strong></p>
<p>James Boswell: Dr. Samuel Johnson. Leben und Meinungen. Mit dem Tagebuch einer Reise nach den Hebriden. Herausgegeben und übersetzt von Fritz Güttinger. Diogenes: Zürich 1981. (Erstmals unter dem Titel: The life of Samuel Johnson, LL.D. von 1791)</p>
<p>Jean Orieux: Das Leben des Voltaire. Aus dem Französischen von Julia Kirchner. Frankfurt: Insel 1968. (Erstmals unter dem Titel: Voltaire ou la royauté de l’ésprit Flammarion: Paris 1966)</p>
<p>Viktor Schklowski: Leo Tolstoi. Eine Biografie. Aus dem Russischen von Elena Panzig. Verlag Volk und Welt: Berlin 1980. </p>
<p><strong>Biografie (Sekundärliteratur)</strong></p>
<p>Helgard Bruhns: Herbert Eulenberg. Drama. Dramatik. Wirkung. (Diss.) Aachen 1974.</p>
<p>Bernhard Fetz und Wilhelm Hemecker (Hrsg.): Theorie der Biographie. Grundlagentexte und Kommentar. Walter de Gruyter: Berlin/New York 2011.</p>
<p>Wilhelm Hemecker (Hrsg.): Die Biographie - Beiträge zu ihrer Geschichte. Walter de Gruyter: Berlin 2009.</p>
<p>Friedrich Hiebel: Essayistisches über die Biographie. ders.: Biographik und Essayistik. Zur Geschichte der schönen Wissenschaften. S. 155-282. Francke: Bern und München 1970.</p>
<p>Historische Belletristik. Ein kritischer Literaturbericht. Hg. Von der Schriftleitung der Historischen Zeitschrift. Oldenbourg: München und Berlin 1928.</p>
<p>Christian Klein (Hrsg.): Grundlagen der Biographik. Theorie und Praxis des biografischen Schreibens. Metzler: Stuttgart 2002.</p>
<p>Christian Klein: Biografie. In: Thomas Anz (Hg.): Handbuch Literaturwissenschaft. Gegenstände –Konzepte – Institutionen. Bd.2: Methoden und Theorien. Stuttgart, Weimar 2007, S. 187 - 194. </p>
<p>Christian Klein (Hrsg.): Handbuch Biographie. Methoden, Traditionen, Theorien. Stuttgart, Weimar: Verlag J. B. Metzler 2009. </p>
<p>Siegfried Kracauer: Kritik der biographischen Mode: Die Biographie als neubürgerliche Kunstform. In: Siegfried Kracauer: Werke Bd. 5, Nr. 486. *</p>
<p>Helmut Kreuzer: Biographie, Reportage, Sachbuch. Zu ihrer Geschichte seit den zwanziger Jahren. (=Arbeitsblätter für die Sachbuchforschung #8)</p>
<p>Leo Lowenthal: Die biographische Mode. In: Ders.: Sociologica. Aufsätze. 2. unveränderte Auflage. 1974. S. 363-386.</p>
<p>Ludwig Marcuse: Die Emili-Ludwig-Front. In: Das Tage-Buch 12 (1931). S. 141-143.</p>
<p>André Maurois: Die Biographie als Kunstwerk. In: Neue Rundschau 40/1 (1929). S. 232-248.</p>
<p>Carl von Ossietzky: Die Historiker sind ernstlich böse. In: Die Weltbühne 24 (1928). Bd. 2. S. 877-879.</p>
<p>Helmut Scheuer: Biographie. Studien zur Funktion und zum Wandel einer literarischen Gattung vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. J. B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung: Stuttgart 1979.</p>
<p>Michael Schikowski: Biografie. In: Klaus-Wilhelm Bramann, Michael Buchmann, ders. (Hrsg.): Warengruppen im Buchhandel - Grundlagen, Allgemeines Sortiment, Fachbuch, Edition Buchhandel Band 16. Bramann Verlag. Frankfurt 2011. S. 263 - 270.</p>
<p>Sebastian Ulrich: Im Dienste der Republik von Weimar. Emil Ludwig als Historiker und Publizist. In: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 49 (2001). S. 119-140.</p>
<p>Hans Wagener: Richard Friedenthal. Biographie des großen Biographen. Gerlingen: Bleicher 2002.</p>
<p>Rosmarie Zeller: Biographie und Roman. Zur literarischen Biographie der siebziger Jahre. In: Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik. Hrsg. v. Helmut Kreuzer, Jg. 10/1980, H. 40 (Sachliteratur). S. 107-126.</p>
<p>Christian von Zimmermann: Biographische Anthropologie. Menschenbilder in lebensgeschichtlicher Darstellung (1830-1940). de Gruyter: Berlin 2006.</p>
<p>Christian von Zimmermann, Nina von Zimmermann (Hrsg.): Frauenbiographilk. Lebensbeschreibungen und Porträts. Gunter Narr Verlag: Tübingen 2005. (= Mannheimer Beiträge zur Sprach- und Literaturwissenschaft Bd. 63)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Literaturverzeichnis Formen Streitschrift</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 19:01:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Streitschrift (nach Erscheinen)
Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei. 1848.
Karl Gutzkow: Dionysius Longinus oder über den Schwulst in der neueren deutschen Literatur. 1878.
Julius Langbehn: Rembrandt als Erzieher. Hirschfeld, Leipzig 1890.
Theodor Herzl: Der Judenstaat. 1896.
Theodor Lessing: Der Lärm. Eine Kampfschrift gegen Geräusche unseres Lebens. Wiesbaden 1908.
Julius Möbius: Über den physiologischen Schwachsinn des Weibes. Verlag Carl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Streitschrift (nach Erscheinen)</strong></p>
<p>Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei. 1848.</p>
<p>Karl Gutzkow: Dionysius Longinus oder über den Schwulst in der neueren deutschen Literatur. 1878.</p>
<p>Julius Langbehn: Rembrandt als Erzieher. Hirschfeld, Leipzig 1890.</p>
<p>Theodor Herzl: Der Judenstaat. 1896.</p>
<p>Theodor Lessing: Der Lärm. Eine Kampfschrift gegen Geräusche unseres Lebens. Wiesbaden 1908.</p>
<p>Julius Möbius: Über den physiologischen Schwachsinn des Weibes. Verlag Carl Marhold 1900. (= Sammlung zwangloser Abhandlungen aus dem Gebiete der Nerven- und Geisteskrankheiten)</p>
<p>Heinrich Class: Wenn ich der Kaiser wär’ - politische Wahrheiten und Notwendigkeiten. Dieter’sche Verlagsanstalt, Leipzig 1913.</p>
<p>Herbert Eulenberg: Gegen Shaw. Eine Streitschrift mit einer Shaw-Parodie des Verfassers. C. Reißner: Dresden 1925.</p>
<p>Hans Sedlmayr: Verlust der Mitte. Die bildende Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts als Symptom und Symbol der Zeit. 1948.</p>
<p>Karlheinz Deschner: Kitsch, Konvention und Kunst. Eine literarische Streitschrift. List, München 1957.</p>
<p>Georg Picht: Die deutsche Bildungskatastrophe. (1964)</p>
<p>Joachim H. Bürger: Mann bist du gut. Was Männer den Frauen immer schon mal sagen wollten. Peter Erd Verlag 1990.</p>
<p>Frank Schirrmacher: Das Methusalem-Komplott. Karl Blessing Verlag, München 2004.</p>
<p>Eva Hermann: Das Eva-Prinzip. Für eine neue Weiblichkeit. Pendo, München 2006.</p>
<p>Holger Noltze: Die Leichtigkeitslüge. Über Musik, Medien und Komplexität. edition Körber-Stiftung. Hamburg 2010.</p>
<p>Gerlinde Unverzagt: Eltern an die Macht! Warum wir es besser wissen als Lehrer, Erzieher und Psychologen. Ullstein, Berlin 2010.</p>
<p>Weitere Streitschriften unter: <a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchgeschichte-bevolkerungsentwicklung/">Literaturverzeichnis Schbuchgeschichte Bevölkerungsentwicklung.</a></p>
<p><strong>Streitschrift (Sekundärliteratur)</strong></p>
<p>Richard Faber: Abendland. Ein politischer Kampfbegriff. Hildesheim 1978.</p>
<p>Karl Otto Hondrich: Enthüllung und Entrüstung. Eine Phänomenologie des poltischen Skandals. Suhrkamp: Frankfurt 2002.</p>
<p>Herfried Münkler: Mitte und Maß. Der Kampf um die richtige Ordnung. Rowohlt: Berlin 2010.</p>
<p>Benedikt Momme Nissen: Der Rembrandtdeutsche Julius Langbehn. Herder, Freiburg 1927.</p>
<p>Nautilus (d.i. Arthur Seemann): Billige Weisheit. Antidoton gegen Rembrandt als Erzieher. Leipzig 1890.</p>
<p>Eberhard Rathgeb: Die engagierte Nation. Deutsche Debatten 1945-2005. Hanser, München 2005.</p>
<p>Günther Rühle: Im voraus. In: Bücher, die das Jahrhundert bewegten. Zeitanalysen – wiedergelesen. Herausgegeben von Günther Rühle. Piper, München 1978. S. 9-11.</p>
<p>Günther Rühle: Das Gesicht des Jahrhunderts. In: Bücher, die das Jahrhundert bewegten. Zeitanalysen – wiedergelesen. Herausgegeben von Günther Rühle. Piper, München 1978. S. 224-246.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Literaturverzeichnis Formen Reportage</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-formen-reportage/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-formen-reportage/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 18:50:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=873</guid>
		<description><![CDATA[Reportage (Primärliteratur nach Erscheinen)
Bettine von Arnim: Dies Buch gehört dem König. Hrsg. von Wolfgang Bunzel. dtv: München 2008. [zuerst Berlin 1843]
Friedrich Engels: Die Lage der arbeitenden Klasse in England. Nach eigener Anschauung und authentischen Quellen. Dietz: Berlin 1971. [zuerst Verlag Otto Wigand: Leipzig 1845]
Else Spiller: Slums. Erlebnisse in den Schlammvierteln moderner Großstädte. Czernin Verlag: 2008. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Reportage (Primärliteratur nach Erscheinen)</strong></p>
<p>Bettine von Arnim: Dies Buch gehört dem König. Hrsg. von Wolfgang Bunzel. dtv: München 2008. [zuerst Berlin 1843]</p>
<p>Friedrich Engels: Die Lage der arbeitenden Klasse in England. Nach eigener Anschauung und authentischen Quellen. Dietz: Berlin 1971. [zuerst Verlag Otto Wigand: Leipzig 1845]</p>
<p>Else Spiller: Slums. Erlebnisse in den Schlammvierteln moderner Großstädte. Czernin Verlag: 2008. [zuerst 1911]</p>
<p>Egon Erwin Kisch: Der rasende Reporter. Leipzig 1925.</p>
<p>Joachim von Delbrück: Der Tag ohne Licht. Sechs Monate unter Bergleuten. Berlin 1928.</p>
<p>Heinrich Hauser: Friede mit Maschinen. Reclam: Leipzig 1928. </p>
<p>Erich Gottgetreu: Haben Sie gelesen, daß &#8230;? Reportagen. Berlin 1929. </p>
<p>Heinrich Hauser: Schwarzes Revier. Berlin 1930.</p>
<p>Egon Erwin Kisch: (berichtet:) Asien gründlich verändert. Berlin 1932.</p>
<p>Egon Erwin Kisch: Abenteuer in fünf Kontinenten. Reportagen. Zürich 1948.</p>
<p>Günter Wallraff: Industriereportagen. Rowohlt: Reinbek 1970.</p>
<p>Stefan Aust: Der Baader-Meinhof-Komplex. Hoffmann und Campe: Hamburg 1985. Neuausgabe 2008.</p>
<p>Marie-Luise Scherer: Ungeheuer Alltag. Rowohlt: Reinbek 1988.</p>
<p>Marie-Luise Scherer: Der Akkordeonspieler. Andere Bibliothek 2004.</p>
<p>Ilija Trojanow: Nomade auf vier Kontinenten. Auf den Spuren von Sir Richard Francis Burton. Frankfurt  2007.</p>
<p>Julia Friedrichs: Gestatten: Elite. Auf den Spuren der Mächtigen von morgen. Hoffmann und Campe: Hamburg 2008.</p>
<p>Christiane Hoffmann: Hinter den Schleiern Irans. Einblicke in ein verborgenes Land. Dumont: Köln 2008.</p>
<p>Annett Gröschner, Arwed Messmer: Verlorene Wege. Nürnberg 2009.</p>
<p>Christoph Schlingensief: So schön wie hier kann es im Himmel nicht sein. Köln 2009.</p>
<p>Volker Zastrow: Die Vier. Eine Intrige. Berlin 2009.</p>
<p>Ines Geipel: Seelenriss. Depression und Leistungsdruck. Klett-Cotta: Stuttgart 2010.</p>
<p>Benjamin von Stuckrad-Barre: Auch Deutsche unter den Opfern. Köln 2010.</p>
<p>Moritz von Uslar: Deutschboden. Eine teilnehmende Beobachtung. Kiepenheuer &#038; Witsch: Köln 2010.</p>
<p>Julia Friedrichs: Ideale. Auf der Suche nach dem, was zählt. Hoffmann und Campe: Hamburg 2011.</p>
<p>Marc Fischer: Die Sache mit dem Ich. Reportagen. Kiepenheuer &#038; Witsch: Köln 2012.</p>
<p>Ines Geipel: Der Amok-Komplex oder die Schule des Tötens. Klett-Cotta: Stuttgart 2012.</p>
<p>Außerdem:</p>
<p>Herman Bang: Exzentrische Existenzen. Erzählungen und Reportagen. Insel: Frankfurt 2007. [die Reportagen erschienen zuerst in Zeitschriften ab 1880]</p>
<p>Sammlungen:</p>
<p>Reportagen zur Weltgeschichte. Hrsg. von Joachim G. Leithäuser. Stuttgart 1964.</p>
<p>Georg Brunhold: Nichts als die Welt. Reportagen und Augenzeugenberichte aus 2500 Jahren. Herausgegeben und um die „Bibliothek des Reporters“ ergänzt von Georg Brunhold. Begleitet von 12 Photoreportagen aus dem letzten Jahrzehnt. Berlin: Galiani 2009. </p>
<p><strong>Reportage (Sekundärliteratur)</strong></p>
<p>Ernst Glaeser: Fazit. Ein Querschnitt durch die deutsche Publizistik. Hamburg 1929.</p>
<p>Michael Haller: Die Reportage. Ein Handbuch für Journalisten. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft mbH 1997. </p>
<p>Reiner Kunze: Wesen und Bedeutung der Reportage. Leipzig 1960. (= Beiträge zur Gegenwartsliteratur 17)</p>
<p>Matías Martínez: Erzählen im Journalismus. In: Christian Klein und Matías Martínez: Wirklichkeitserzählungen. Felder, Formen und Funktionen nicht-literarischen Erzählens. J. B. Metzler: Stuttgart 2009. S. 179-191.</p>
<p>Wolfgang Mönke: Das literarische Echo in Deutschland auf Friedrich Engels&#8217; Werk &#8220;Die Lage der arbeitenden Klasse in England&#8221;. Akademie Verlag: Berlin 1965.</p>
<p>Non Fiktion. Arsenal der anderen Gattungen. Hrsg. Von David Oels, Stephan Porombka, Erhardt Schütz. Reportage. 4. Jahrgang, 2009, Heft 1. </p>
<p>Stephan Porombka: Journalismus. In: Erhard Schütz u.a. (Hg.): Das BuchMarktBuch. Der Literaturbetrieb in Grundbegriffen. Reinbek: Rowohlt  2005. S. 160-168. *</p>
<p>Stephan Porombka: Journalistische Formate.. In: Thomas Anz (Hg.): Handbuch Literaturwissenschaft. Gegenstände – Konzepte – Institutionen. Bd.2: Methoden und Theorien. Stuttgart, Weimar 2007, S. 194 – 198. </p>
<p>Dieter Schlenstedt: Die Reportage bei Egon Erwin Kisch. Berlin 1959. (= Germanistische Studien)</p>
<p>Erhard Schütz: Kritik der literarischen Reportage. Wilhem Fink: München 1977. (Buchausgabe der Diss. <em>Konstruktion der Wirklichkeit oder Faktenevidenz</em>)</p>
<p>Erhard Schütz: Egon Erwin Kisch – Faktograph oder Fiktio-Fürst? In: Andy Hahnemann, David Oels (Hg.): Sachbuch und populäres Wissen im 20. Jahrhundert. Frankfurt u.a. 2008, S. 183-202. *</p>
<p>Siegfried Weischenberg; Armin Scholl; Maja Malik: Die Souffleure der Mediengesellschaft Report über die Journalisten in Deutschland.  Konstanz: UVK  2006.</p>
<p>Siehe auch: <a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchgeschichte-amerika/">Literaturverzeichnis Sachbuchgeschichte Amerika </a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Literaturverzeichnis Formen allgemein</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-formen-allgemein/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-formen-allgemein/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 18:47:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=872</guid>
		<description><![CDATA[Kauffmann, K. /Schütz, Erhard: Die lange Geschichte der kleinen Form. Beiträge zur Feuilletonforschung. Berlin 2000.
Helmut Koopmann: Zweckliteratur im frühen 19. Jahrhundert. In: Walter Hinck (Hrsg.): Textsortenlehre - Gattungsgeschichte. (= medium literatur 4. Hrsg. von Eberhard Lämmert) Quelle &#038; Meyer: Heidelberg 1977. S. 77 - 92.
Michael Schikowski: Das Sachbuch als unsachliche Erzählung. Die fünf Grundformen des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kauffmann, K. /Schütz, Erhard: Die lange Geschichte der kleinen Form. Beiträge zur Feuilletonforschung. Berlin 2000.</p>
<p>Helmut Koopmann: Zweckliteratur im frühen 19. Jahrhundert. In: Walter Hinck (Hrsg.): Textsortenlehre - Gattungsgeschichte. (= medium literatur 4. Hrsg. von Eberhard Lämmert) Quelle &#038; Meyer: Heidelberg 1977. S. 77 - 92.</p>
<p>Michael Schikowski: Das Sachbuch als unsachliche Erzählung. Die fünf Grundformen des Sachbuchs. In: Non Fiktion. 3. Jahrgang, Heft 1/2, 2008, S. 144 – 154.</p>
<p>ders.: Hölderlins Hase. Beobachtungen des Sachbuchs im Umfeld von Roman, Essay, Fachbuch und Ratgeber In: Non Fiktion. 1. Jahrgang, Heft 2, 2006, S. 163 – 173.</p>
<p>ders.: Sachbuch, Ratgeber, Fachbuch - Unterschiede und Überschneidungen. In: Klaus-Wilhelm Bramann, Michael Buchmann, ders. (Hrsg.): Warengruppen im Buchhandel - Grundlagen, Allgemeines Sortiment, Fachbuch. Edition Buchhandel Band 16. Bramann Verlag. Frankfurt 2011. S. 63 - 91.</p>
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		</item>
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		<title>Verblüffungsmaschine Fritz Kahn</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/verbluffungsmaschine-fritz-kahn/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/verbluffungsmaschine-fritz-kahn/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 14:36:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[
Uta von Debschitz, Thilo von Debschitz (Hrsg.)
Fritz Kahn
Man Machine – Maschine Mensch
Springer 2009
Nimmt man dieses wunderbar gestaltete Buch von Uta und Thilo von Debschitz zur Hand, merkt man auf Anhieb, dass es sich hier um ein herstellerisches und gestalterisches Musterstück handelt, das voller Begeisterung für seinen Gegenstand ist. So erscheint dieser Führer durch die Bilderwelt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/debschitz.jpg" alt="" title="" width="95" height="127" class="alignleft size-thumbnail wp-image-598" /><br />
<strong>Uta von Debschitz, Thilo von Debschitz </strong>(Hrsg.)<br />
Fritz Kahn<br />
Man Machine – Maschine Mensch<br />
Springer 2009</p>
<p>Nimmt man dieses wunderbar gestaltete Buch von Uta und Thilo von Debschitz zur Hand, merkt man auf Anhieb, dass es sich hier um ein herstellerisches und gestalterisches Musterstück handelt, das voller Begeisterung für seinen Gegenstand ist. So erscheint dieser Führer durch die Bilderwelt Fritz Kahns (1888 - 1968) mit einem deutschen und englischen Begleittext. </p>
<p>Als eine der vielen Analogien, die Fritz Kahn illustriert, sei hier die Gestalt des Gehirns und der Walnuss genannt, die das Buch in der Originalillustration für Kahns Buch <em>Der Mensch gesund und krank</em> abbildet. Oder die Darstellung der Verarbeitung des Sehsinns im Gehirn als Belichtung, Entwicklung und Projektion eines Kinostreifens dargestellt. Die Liebe zum Bild oder Bildchen macht aber auch diese Autoren nicht blind. Sie schreiben: </p>
<p>&#8220;Doch diese Bildsprache hat auch ihre Schwächen. So verrät Kahns Gehirnkino vermutlich mehr über die damalige Konjunktur der UFA als über die Vorgänge im Gehirn. Und was kann überhaupt eine Erklärung leisten, die an entscheidender Stelle in die Welt der Automaten wieder winzige Verwaltungsangestellte und Techniker einführen muss, die genau das vollbringen, was eigentlich die Technik erklären sollte?&#8221; </p>
<p>Man könnte hier zur Ehrenrettung Fritz Kahns und seiner Verwerter, des umtriebigen Kosmos Verlags, behaupten, dass Kahns Verfahren diverse Fachbereiche (Technik und Körper) in ein Bild bringt - und es ist nicht ganz sicher, ob dieses dann nur als bloßes Wimmelbildchen oder Verblüffungsvorlage für große Jungs, oder aber als Anregung, sich über Unterschiede Gedanken zu machen, verstanden wird. Denn aus dem Analogen, das Kahn vorlegt, folgt daraus immer schon das erweiterte Analogisieren? </p>
<p>Erst wenn die Ebene des überraschenden In-Beziehung-setzens und der heuristischen Hilfsvorstellung, die ja alle didaktischen Gründe für sich hat, verlassen wird, und die Verbindung von Technik und Körper beziehungsanalog weiter ausgebaut wird, hörte der Spaß auf. Zweifel aber bleiben. Die Struktur der Kieselalge wird bei Kahn an einer anderen Stelle einer gotischen Rosette gegenüber gestellt. (S. 140) Es käme nun auf den erläuternden Text Fritz Kahns an, um zu prüfen, ob der Leser am Ende nur die Analogie erkannt, von der Kieselalge aber genauso wenig wie von einem Kirchenfenster verstanden hat. Dann bliebe nichts als der Effekt, den schon Christoph Martin Wieland in der <em>Geschichte der Abderiten</em> beschrieben hat.<br />
&#8220;>Was ihr Welt nennt ist eigentlich eine ewige Reihe von Welten, die, wie die Häute einer Zwiebel, über ein ander liegen, und sich nach und nach ablösen.< Sehr deutlich gegeben riefen die Abderiten, sehr deutlich! Sie glaubten den Philosophen verstanden zu haben, weil sie sehr gut wußten was eine Zwiebel war.&#8221;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>NDR Kultur Sachbuchpreis - Preisträger und Longlist</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/ndr-kultur-sachbuchpreis-longlist/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/ndr-kultur-sachbuchpreis-longlist/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 15:56:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=564</guid>
		<description><![CDATA[Der NDR Kultur Sachbuchpreis ist in 2009 für das beste in deutscher Sprache erschienene Sachbuch erstmals verliehen worden.
Die Preisträger sind:
Jürgen Osterhammel: &#8220;Die Verwandlung der Welt&#8221;
Verlag C.H. Beck, München 2009
1.568 Seiten, gebunden, EUR 49,90
Hier bereits kurz besprochen.
Den zweiten Platz teilen sich:
Philipp Blom: &#8220;Der taumelnde Kontinent&#8221;
Carl Hanser Verlag, München 2009
528 Seiten, gebunden, EUR 25,90
Hier bereits kurz besprochen.
Dieter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der NDR Kultur Sachbuchpreis ist in 2009 für das beste in deutscher Sprache erschienene Sachbuch erstmals verliehen worden.</p>
<p>Die Preisträger sind:</p>
<p>Jürgen Osterhammel: &#8220;Die Verwandlung der Welt&#8221;<br />
Verlag C.H. Beck, München 2009<br />
1.568 Seiten, gebunden, EUR 49,90<br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/neues-aus-schwartau/"><em>Hier bereits kurz besprochen.</em></a></strong></p>
<p>Den zweiten Platz teilen sich:</p>
<p>Philipp Blom: &#8220;Der taumelnde Kontinent&#8221;<br />
Carl Hanser Verlag, München 2009<br />
528 Seiten, gebunden, EUR 25,90<br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/was-kommt-nach-der-biografie/"><em>Hier bereits kurz besprochen</em>.</a></p>
<p>Dieter Richter: &#8220;Der Süden. Geschichte einer Himmelsrichtung&#8221;<br />
Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2009<br />
208 Seiten, Broschur, EUR 24,90</p>
<p>Die Auswahl der Preisträger erfolgte aus folgender &#8220;Longlist&#8221;: </p>
<p>Peter Ackroyd: &#8220;Die Themse&#8221;<br />
Aus dem Englischen von Michael Müller<br />
Knaus Verlag, München 2008<br />
592 Seiten, gebunden, EUR 39,95 </p>
<p>Gottfried Beyvers, Elvira Krusch: &#8220;Kleines 1 x 1 der Relativitätstheorie&#8221;<br />
Springer Science + Business Media, Heidelberg 2009<br />
358 Seiten, gebunden, EUR 24,95 </p>
<p>Kai Bird, Martin J. Sherwin: &#8220;J. Robert Oppenheimer&#8221;<br />
Aus dem Amerikanischen von Klaus Binder und Bernd Leineweber<br />
Propyläen Verlag, Berlin 2009<br />
560 Seiten, gebunden, EUR 26,00 </p>
<p>Norman Davies: &#8220;Die große Katastrophe. Europa im Krieg 1939-1945&#8243;<br />
Droemer Verlag, München 2009<br />
847 Seiten, gebunden, EUR 36,00 </p>
<p>Ebba Drolshagen: &#8220;Der freundliche Feind. Wehrmachtssoldaten im besetzten Europa&#8221;<br />
Droemer Verlag, München 2009<br />
348 Seiten, gebunden, EUR 19,95 </p>
<p>Petra Gehring: &#8220;Traum und Wirklichkeit&#8221;<br />
Campus Verlag, Frankfurt 2008<br />
250 Seiten, Broschur, EUR 24,90 </p>
<p>David Guggerli: &#8220;Suchmaschinen. Die Welt als Datenbank&#8221;<br />
Suhrkamp Verlag / Edition Unseld 19, Frankfurt am Main<br />
117 Seiten, Broschur, EURO 10,00 </p>
<p>Thomas Kaufmann: &#8220;Geschichte der Reformation&#8221;<br />
Verlag der Weltreligionen, Frankfurt 2009<br />
915 Seiten, gebunden, ca. Euro 48,00 </p>
<p>Mojib Latif: &#8220;Klimawandel und Klimadynamik&#8221;<br />
Verlag Eugen Ulmer, Hamburg 2009<br />
219 Seiten, gebunden, EUR 29,90 </p>
<p>Ralf-Peter Märtin: &#8220;Die Varusschlacht&#8221;<br />
S. Fischer Verlag, Frankfurt 2008<br />
420 Seiten, gebunden, EUR 22,90<br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/die-besten-deutschsprachigen-sachbucher-des-jahres-2008/"><em>Hier bereits dringend empfohlen.</em></a></p>
<p>Herfried Münkler: &#8220;Die Deutschen und ihre Mythen&#8221;<br />
Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 2009<br />
384 Seiten, gebunden, EUR 19,90<br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/kontoauflosung-beim-symbolischen-kapital-preis-der-leipziger-buchmesse-fur-herfried-munkler/"><em>Hier bereits gewürdigt anlässlich des Preises der Leipziger Buchmesse</em>.</a></p>
<p>Jürgen Neffe: &#8220;Das Abenteuer des Lebens&#8221;<br />
C. Bertelsmann Verlag, München 2008<br />
544 Seiten, gebunden, EUR 22,95<br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uberflieger-und-himmelssturmer-eine-sinnlich-intellektuelle-reise-durch-die-welt-der-bucher/"><em>Das schöne Buch wird auf den Sachbuchveranstaltungen ausführlich vorgestellt.</em></a></p>
<p>Hazel Rosenstrauch: &#8220;Wahlverwandt und ebenbürtig&#8221;<br />
Eichborn Verlag, Frankfurt 2009<br />
320 Seiten, gebunden, EUR 30,00 </p>
<p>Rüdiger Safranski: &#8220;Goethe und Schiller&#8221;<br />
Carl Hanser Verlag, München 2009<br />
320 Seiten, gebunden, EUR 21,50 </p>
<p>Lee Smolin: &#8220;Die Zukunft der Physik&#8221;<br />
Aus dem Englischen von Hainer Kober<br />
Deutsche Verlags-Anstalt, München 2009<br />
496 Seiten, gebunden, EUR 24,95 </p>
<p>Ina Weisse: &#8220;Die Töchter der Weber. Geschichte einer glanzvollen Familie&#8221;<br />
Goldmann Verlag, München 2008<br />
336 Seiten, gebunden, EUR 19,95 </p>
<p>Jenner Zimmermann: &#8220;Indien&#8221;<br />
Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2009<br />
348 Seiten, gebunden, EUR 49,90 </p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/ndr-kultur-sachbuchpreis-preistrager-und-shortlist-2010/">Hier zu den Preisträgern des Jahres 2010.</a><br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/ein-neuer-sachbuchpreis/"><em>Mehr zum NDR Kultur Sachbuchpreis hier</em>.</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.immer-schoen-sachlich.de/ndr-kultur-sachbuchpreis-longlist/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Corine-Sachbuchpreisträger 2009</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/corine-sachbuchpreistrager-2009/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/corine-sachbuchpreistrager-2009/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2009 18:28:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=565</guid>
		<description><![CDATA[Mit dem Corine-Preis werden literarische Leistungen ausgezeichnet, die sich nach Ansicht des Kuratoriums durch Qualität, Aktualität und Interesse beim Publikum hervorgetan haben:
Sachbuchpreis:
Richard von Weizsäcker, Der Weg zur Einheit (C. H. Beck)
Wirtschaftsbuchpreis:
Reinhard Marx, Das Kapital (Pattloch)
Bilderwelten:
Alex MacLean, Over. Der American Way of Life oder Das Ende der Landschaft (Schirmer/Mosel)
Focus-Zukunftspreis:
Nicholas Stern, Der Global Deal (C. H. Beck)
Ehrenpreis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem Corine-Preis werden literarische Leistungen ausgezeichnet, die sich nach Ansicht des Kuratoriums durch Qualität, Aktualität und Interesse beim Publikum hervorgetan haben:</p>
<p><strong>Sachbuchpreis:</strong></p>
<p>Richard von Weizsäcker, Der Weg zur Einheit (C. H. Beck)</p>
<p><strong>Wirtschaftsbuchpreis:</strong></p>
<p>Reinhard Marx, Das Kapital (Pattloch)</p>
<p><strong>Bilderwelten:</strong></p>
<p>Alex MacLean, Over. Der American Way of Life oder Das Ende der Landschaft (Schirmer/Mosel)</p>
<p><strong>Focus-Zukunftspreis:</strong></p>
<p>Nicholas Stern, Der Global Deal (C. H. Beck)</p>
<p><strong>Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten:</strong></p>
<p>Rüdiger Safranski für sein Lebenswerk (Hanser)</p>
<p><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/safranski-100x153.jpg" alt="" title="" width="100" height="153" class="alignleft size-thumbnail wp-image-683" />Nicht ohne Bedeutung mag sein, dass der Corine-Preis im Fernsehen übertragen wird. Dieser Umstand lässt vermuten, dass es sich bei den Preisträgern um eine Schnittmenge von Sachbuch und Präsentabilität zu handeln scheint. Die Würde der Preisträger und des Kuratoriums scheint dies nicht in jedem Fall zu dienen. Man muss sehen, ob sich dieser Preis dieser medialen Zwangslage auf die Dauer einmal zu entziehen weiß.</p>
<p>Allein, Ehre wem Ehre gebührt. Wenn Safranskis letztes Buch über die Freundschaft von Schiller und Goethe sicherlich nicht preisverdächtig ist, ist er doch neben Barbara Beuys einer der Autoren, die dem Sachbuch als eigenständige Gattung ein neues Gewicht verschafft haben. Diese Ehrung trifft besonders zielgenau, da sie das Lebenswerk meint. </p>
<p><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/marx-100x155.jpg" alt="" title="" width="100" height="155" class="alignleft size-thumbnail wp-image-684" />Reinhard Marx erhält seinen Preis doch nicht etwa für schriftstellerische Leistungen? Erst im Innenteil des Buches erfährt man nämlich, dass Dr. Arnd Küppers Mitverfasser ist. Worum also genau handelt es sich? Einem Flickenteppich aus Vorträgen, Predigten und Artikeln von Reinhard Marx.<br />
Der müde Scherz der Namensgleichheit wird auch nicht überzeugt haben. Die Biege zu Marx ist schon auf dem Klappentext von erstaunlicher Naivität: &#8220;Die wirtschaftliche Globalisierung wird von vielen Menschen als existentielle Bedrohung erfahren. (&#8230;) Auch die Thesen von Karl Marx werden in dieser Debatte genannt und allzu häufig verklärt.&#8221; Von wem? Wer hat überhaupt etwas gegen Menschen, dass es nötig wurde &#8220;ein Plädoyer für den Menschen&#8221;, wie der Untertitel lautet, zu schreiben?<br />
Worin liegt also genau die Qualität dieses Buches? Vermutlich genau darin, dass diesen Texten an keiner Stelle widersprochen wird, dass ihm alle zustimmen können. </p>
<p>Schließlich, auch dies ist ein Ernst zu nehmender Aspekt, wird der Buchhandel schon jetzt von hoch produktiven Autoren bestimmt, die zum Teil weit über achtzig Jahre alt sind: Siegfried Lenz, Günter Grass, Helmut Schmidt, Hans Magnus Enzensberger. Daraus sollte man ihnen keinen Vorwurf machen. <img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/weizackerjpg.jpg" alt="" title="" width="53" height="85" class="alignleft size-thumbnail wp-image-685" />Da kommt so leicht kein Jüngerer, schon gar nicht eine Jüngere nach vorne, die im Zugriff auf den Stoff etwas wagt. Zu diesen aufmerksamkeitsökonomischen Klemmbolzen, die ihre Ämter auf Lebenszeit innezuhaben scheinen, gehört auch Richard von Weizäcker. Ein solides Buch in gepflegter Sprache, etwas zu ausgleichend, etwas zu abwägend, etwas zu verantwortungsbewusst, daher aber sicherlich so fernsehtauglich wie sein Autor.</p>
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		<title>Lest Stadtpläne</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 23:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man neu in einer Stadt ist, lernt man bestimmte Ecken immer nur getrennt voneinander kennen.  Der Weg zur Arbeit wird als ein ganz anderer wahrgenommen, als der zu den abendlichen Vergnügungstätten. Oft begreift man erst viel später, wie nah alles miteinander in Verbindung steht. Dass diese Verbindung von Arbeit und Freizeit schon länger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man neu in einer Stadt ist, lernt man bestimmte Ecken immer nur getrennt voneinander kennen.  Der Weg zur Arbeit wird als ein ganz anderer wahrgenommen, als der zu den abendlichen Vergnügungstätten. Oft begreift man erst viel später, wie nah alles miteinander in Verbindung steht. Dass diese Verbindung von Arbeit und Freizeit schon länger als Aussicht auf Arbeit als Freizeit verstanden wurde, davon handelt das vortreffliche von Irene Götz und Barabara Lemberger herausgegebene Buch <em>Prekär arbeiten, prekär leben. Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf ein gesellschaftliches Phänomen</em>. Im Blick haben einige der Autoren Bücher wie Holm Friebes und Thomas Ramges <em>Marke Eigenbau. Der Aufstand der Massen gegen die Massenproduktion</em>. Interessant immerhin, dass beide Titel im Campus Verlag erschienen sind und sich nun als sehr nahe beieinander liegende, aber auch sehr unterschiedliche Stadtteile erweisen.</p>
<p><strong>Wirtschaftshandeln und Kulturwissenschaft</strong></p>
<p>In seinem ungemein erhellenden Beitrag setzt Lutz Musner Wirtschaftshandeln und Kulturwissenschaft in Beziehung: &#8220;Die Deregulierungen der Wertschöpfungsprozesse und der öffentlichen Institutionen, die im Vordergrund der aktuellen Politik stehen, gehen im intellektuellen Bereich ironischerweise und wohl auch nicht zufällig mit einem Siegeszug des Kulturalismus und der Kulturwissenschaften einher.&#8221; <span id="more-557"></span>
 </p>
<p>Dass der Bereich des Wirtschaftshandelns sich basaler Grundüberzeugungen der Ethik und Kultur entledigt hat, ist bekannt. Die vormalige Standortgebundenheit der Wirtschaft war immer auch mit ihrer gewissermaßen landschaftlichen Einzäunung verbunden. Im Umkehrschluss wird diesem Wirtschaftshandeln nun jede Kulturlandschaft zum Anlass der Produktentwicklung. &#8220;Erleichtert wird diese Ökonomisierung des Kulturellen&#8221; schreibt Lutz Musner, &#8220;durch den Verlust der Kultur der Ökonomie.&#8221;</p>
<p><strong>Produktion ohne Verstetigung, Kreativität ohne Kontrakt</strong></p>
<p>Lutz Musner bringt zwei Entwicklungen zusammen, die Romantik der digitalen Piraterie und den realen Mangel an Perspektiven. Letzteres ist die Basis des ersteren. </p>
<p>Musner schreibt dazu: &#8220;Wenn Forschungs-, Universitäts- und Arbeitsmarktpolitiken zunehmend dazu übergehen, Produktion ohne Verstetigung, Qualifikation ohne Vertiefung, Innovation ohne Institution und Kreativität ohne Kontrakt anzustoßen und dergestalt signifikante Teile der hoch qualifizierten Jugend in prekäre Berufsperspektiven entlassen werden, wird eine neue Mentalität befördert, die den Erfordernissen einer nachhaltigen Wissenschaftsentwicklung fremd gegenüber steht. Es entsteht so nämlich eine freubeuterische, opportunistische und egomanische Geisteshaltung, der die Regeln einer libertären Gelehrtenrepublik und eines Wissenschaftsethos gleichgültig sind oder die den Regelverstoß sogar zum Prinzip individuellen Fortkommens erhebt.&#8221;</p>
<p>Auch hier liegen zwei Stadtteile plötzlich sehr nah beieinander. In den Debatten werden die Perspektiven derjenigen nicht diskutiert, die vor dreißig Jahren noch alle Lehrer wurden. Anlässlich der Lebenserinnerungen von Joachim Kaiser kann man sich die Unterschiede nochmals klar machen. Sie wurden <a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/die-akkumulation-des-ideals/">hier bereits unter dem Titel <em>Akkumulation des Ideals</em> besprochen</a>. Wer weiß aber, ob die hippen und jungen Leute je sich so lange in einer Stadt aufhalten, dass ihnen die Zusammenhänge aufgingen. Wahrscheinlich kommen sie nicht einmal dazu, sich einen Stadtplan zu kaufen.</p>
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		<title>Literaturverzeichnis Sachbuchgeschichte Frankreich</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchgeschichte-frankreich/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 13:44:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Johann Christoph Nemeitz: Séjour de Paris. 1717 erschienen.
Johann Michael von Loen: Der französische Hof nebst dem Caracter der Franzosen. 1751 erschienen.
Johann Gottfried Herder: Journal meiner Reise im Jahr 1769. 1878 erschienen.
Johann Kaspar Riesbeck: Briefe eines reisenden Franzosen über Deutschland. 1783 erschienen.
Sophie von La Roche: Journal einer Reise durch Frankreich. 1787 erschienen.
Johann Heinrich Campe: Briefe aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Johann Christoph Nemeitz: Séjour de Paris. 1717 erschienen.</p>
<p>Johann Michael von Loen: Der französische Hof nebst dem Caracter der Franzosen. 1751 erschienen.</p>
<p>Johann Gottfried Herder: Journal meiner Reise im Jahr 1769. 1878 erschienen.</p>
<p>Johann Kaspar Riesbeck: Briefe eines reisenden Franzosen über Deutschland. 1783 erschienen.</p>
<p>Sophie von La Roche: Journal einer Reise durch Frankreich. 1787 erschienen.</p>
<p>Johann Heinrich Campe: Briefe aus Paris zur Zeit der Revolution. 1790 erschienen.</p>
<p>Johann Joseph Görres: Resultate meiner Sendung nach Paris. 1800 erschienen.</p>
<p>Ernst Moritz Arndt: Ueber Volkshaß und über den Gebrauch einer fremden Sprache. 1813 erschienen. Wieder: ders. Schriften für und an seine geliebten Deutschen. 1845 erschienen.</p>
<p>Ludwig Börne: Schilderungen aus Paris. 1822 - 1824 publiziert.</p>
<p>Karl Gutzkow: Briefe aus Paris. 2 Bde. Brockhaus, Leipzig 1842.</p>
<p>Heinrich Heine: Lutezia. 1840-1843 publiziert. 1854 als Buch erschienen.</p>
<p>Max Nordau: Paris. Studien und Bilder aus dem wahren Milliardenlande. 2. Bde. Leipzig 1881.</p>
<p>Fritz von Unruh: Flügel der Nike. Buch einer Reise. 1925.</p>
<p>Friedrich Sieburg: Gott in Frankreich? Ein Versuch. 1927.</p>
<p>Siegried Kracauer: Jacques Offenbach und das Paris seiner Zeit. Eine Gesellschaftsbiographie. 1937. </p>
<p>Dolf Sternberger: Panorama oder Ansichten vom 19. Jahrhundert. 1938.</p>
<p>Walter Benjamin: Das Passagen-Werk. Fragment. Entstanden 1927-1940. Suhrkamp, Frankfurt 1982.</p>
<p>Peter Scholl-Latour: Leben mit Frankreich. 1988.</p>
<p>Ulrich Wickert: Frankreich: die wunderbare Illusion. Hoffmann &#038; Campe, Hamburg 1989.</p>
<p>Karlheinz Stierle: Der Mythos von Paris. Zeichen und Bewußtsein der Stadt. München 1993.</p>
<p>Karl Heinz Götze: Französische Affairen. Ansichten von Frankreich. S. Fischer, Frankfurt 1994.</p>
<p>Thankmar von Münchhausen: Paris. Geschichte einer Stadt. Von 1800 bis heute. München 2007.</p>
<p>Karl Heinz Götze: Süßes Frankreich? Mythen des französischen Alltags. S. Fischer, Frankfurt 2010.</p>
<p>Sekundärliteratur:</p>
<p>Walter Benjamin: Friedensware. Rez. Literarische Welt. 2. Jahrgang 1926. Nr. 21/22, S. 9-10. Wieder in: Hans Mayer (Hrsg.): Deutsche Literaturkritik. Vom Kaiserreich bis zum Ende der Weimarer Republik. S. Fischer: Frankfurt 1978. S. 405 - 412. (Rezension von Fritz von Unruh, Flügel der Nike)</p>
<p>Ruth Florack: Tiefsinnige Deutsche, frivole Franzosen. Nationale Stereotype in deutscher und französischer Literatur. Stuttgart, Weimar: Metzler 2001.</p>
<p>Sieglinde Geisel: Irrfahrten und Weltenbummler. Wie das Reisen uns verändert. Berlin 2008.</p>
<p>Esther Marian: Individuum und Gesellschaft in Siegfried Kracauers <em>Jacques Offenbach und das Paris seiner Zeit</em>. In: Wilhelm Hemecker (Hrsg.): Die Biographie - Beiträge zu ihrer Geschichte. Walter de Gruyter: Berlin 2009. S. 205 - 250.</p>
<p>Rainer Sprengel: Kritik der Geopolitik. Ein deutscher Diskurs 1914-1944. Berlin 1996.</p>
<p>Andere:</p>
<p>Lucien Febvre: Der Rhein und seine Geschichte. Frankfurt 2006. (zuerst: 1931 unter dem Titel: <em>Le Rhin. Problèmes d&#8217;histoires et d&#8217;économie</em>)</p>
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		<item>
		<title>Satelliten zurück in der Atmosphäre</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Aug 2009 23:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[ Stephan Porombka, Erhard Schütz (Hrsg.)
55 Klassiker des Kulturjournalismus
Siebenhaar Verlag, Berlin 2008
In der Werbung für Sprudelwasser sieht man nie wie das Wasser irgendwo in der Tiefe abgezapft und mittels moderner Technik verarbeitet wird. Statt dessen ist immer von uralten Quellen die Rede und dass mit diesem Wasser die ganze Weisheit und Kraft der Jahrtausende alten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href='http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/porombka2.jpg'><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/porombka2.jpg" alt="" title="porombka2" width="117" height="180" class="alignleft size-medium wp-image-553" /></a> <strong>Stephan Porombka, Erhard Schütz (Hrsg.)<br />
55 Klassiker des Kulturjournalismus</strong><br />
Siebenhaar Verlag, Berlin 2008</p>
<p>In der Werbung für Sprudelwasser sieht man nie wie das Wasser irgendwo in der Tiefe abgezapft und mittels moderner Technik verarbeitet wird. Statt dessen ist immer von uralten Quellen die Rede und dass mit diesem Wasser die ganze Weisheit und Kraft der Jahrtausende alten Erde in der Flasche auf den Tisch kommt. Nicht anders verhält es sich in der Sachbuchforschung. Zu Recht übrigens. Wer was auf sich hält, malt sich einen Stammbaum. Wer eine Gattungsgeschichte zu verfassen gedenkt, wird sie nicht im Vorgestern beginnen lassen, sondern versucht möglichst tief aus dem Brunnen der Vergangenheit zu schöpfen. </p>
<p>Genauso Stephan Porombka und Erhard Schütz, die die <em>55 Klassiker des Kulturjournalismus</em> herausgeben und im Barock mit Georg Philipp Harsdörffer beginnen. Im Titel fehlt der Hinweis darauf, dass hier ausschließlich deutschsprachige Klassiker vorgestellt werden. Gegenüber dem Feuilleton, dem ein bestimmter Publikationsort zugewiesen werden kann, so wie dem Sachbuch eine bestimmte Publikationsform, fehlt dies alles im Begriff des Kulturjounalismus. Allein schon der Begriff wirkt bei näherer Betrachtung in sich widersprüchlich. Ein Journalist ist mal mit einem Fußballspiel, dann mit einem Parteitag und dann mit dem <em>flashmob</em> auf der Domplatte befasst. Nun, und manchmal zieht er über die Kollegen her. Vielleicht ist das ja dann Kulturjournalismus? </p>
<p>Die Herausgeber bekennen auch gleich: &#8220;Wer nach einer bereits erzählten und geordneten Geschichte des Kulturjournalismus sucht, wird nichts finden. Folgerichtig gibt es auch keinen offiziellen Kanon kulturjounalistischer Texte. Es gibt keine offizielle Poetik und kein offizielles Programm. Es gibt auch keine Tradition der Bildung von Gruppen oder Schulen, die Manifeste produzieren und sich auf einem - wie auch immer zugeschnittenen kulturjournalistischen Feld - gegen andere Gruppen oder Schulen positionieren.&#8221; <span id="more-550"></span></p>
<p>Die Einigung auf 55 wirkt so willkürlich wie spielerisch, und listig fordern die Herausgeber denjeingen auf, der auf noch fehlende Texte und Autoren hinweisen möchte - wie zum Beispiel die von Hermann Bahr oder Alice Schwarzer - zugleich diejenigen zu bezeichnen, die rausfliegen. So handzahm und langweilig wie Schärf in diesem Buch über Adorno schreibt, dessen <em>Minima Moralia</em> ein Schlüsseltext des Kulturjournalismus bildet, so schmerzlich vermisst man Friedrich Nietzsche. Der Einfluss Adornos wird in manchen der Texte geltend gemacht, aber noch immer im pflichtschuldigen Gestus der Besinnung auf das was wir ihm zu verdanken haben. Von der Bürde, die Nietzsche und Adorno für den Kulturjounalismus bis heute bedeuten, hätte ich gerne etwas gelesen. </p>
<p>Es wundert nicht, dass Porombka und Schütz Kulturjournalismus sehr weit fassen: &#8220;Er beobachtet, beschreibt und reflektiert Kultur als etwas, das durch Menschen als etwas Sinnhaftes hergestellt wird. Kultur erscheint ihm als herstellbares, in dauernder Herstellung befindliches Sinnkonstrukt, das sich nach selbst wiederum veränderlichen kulturellen Regeln verändert.&#8221; Und, so müsste man ergänzen, kulturjounalistisches Schreiben als Beobachterposition des Satelliten ist für Schriftsteller, denen es gelingt in das Buch <em>55 Klassiker des Kulturjournalismus</em> aufgenommen zu werden, der Wiedereintritt in die Atmosphäre der Kultur.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie schreiben?  Zwischen creative writing und Literaturwissenschaft</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/wie-schreiben-zwischen-creative-writing-und-literaturwissenschaft/</link>
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		<pubDate>Sun, 19 Jul 2009 23:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Buchmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=525</guid>
		<description><![CDATA[ 
 
Sol Steins Klassiker des creative writing ist erstmals in einer Taschenbuchausgabe bei Zweitausendeins zu haben. Er führt den stolzen Titel „Über das Schreiben“ und vertritt diesen Anspruch konsequent. Zu Recht?
 
 
Die implizite Poetologie
 
Diesen Text Sol Steins versteht man tatsächlich nur dann zu würdigen, wenn man ihn auf seinen poetologischen Rahmen bezieht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-543" title="stein" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/stein-100x164.jpg" alt="" width="100" height="164" /></span><span style="font-family: Verdana;"><em>Sol Steins Klassiker des creative writing ist erstmals in einer Taschenbuchausgabe bei Zweitausendeins zu haben. Er führt den stolzen Titel „Über das Schreiben“ und vertritt diesen Anspruch konsequent. Zu Recht?</em></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-family: Verdana;">Die implizite Poetologie</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Diesen Text Sol Steins versteht man tatsächlich nur dann zu würdigen, wenn man ihn auf seinen poetologischen Rahmen bezieht. Der Autor selbst legt dies wohlweislich nicht nahe, denn sonst könnte er nicht den Anschein erwecken, ein Buch über „das“ Schreiben, sondern womöglich „nur“ ein Buch über das Schreiben von Unterhaltungsliteratur verfasst zu haben.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Seine Vorstellungen eines gelungenen Textes gründen zunächst auf zwei poetologischen Dogmen: ein Text muss Spannung wecken und den Spannungsbogen konstant hoch halten und er muss eine möglichst weitgehende Identifikation mit der „Hauptfigur“ hervorrufen. Den Autoren erteilt er folgenden Rat: „Wenn Ihr Protagonist nicht mit aller Kraft nach einem Ziel strebt, fällt es den Lesern schwer, ihm von ganzen [!] Herzen zu wünschen, daß er es erreicht; aber genau das ist es, was die Leser antreibt, die Lektüre fortzusetzen. Je stärker die Sehnsucht, um so größer das Interesse des Lesers.“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Sowohl Spannung als auch Identifikation sind gerade Kriterien für erfolgreiche Unterhaltungsliteratur. Insofern drückt sich für Stein folgerichtig die Güte eines Textes in dessen Rang auf den Bestsellerlisten aus. Sein Bewundern über von ihm selbst lektorierte Texte bringt er so zum Ausdruck: „Einem Autor, dessen Werk ich lektoriert habe, gelang es, eine Figur durch ihren Gang so überzeugend zu charakterisieren, daß sie ohne Umschweife in die Bestsellerlisten marschierte.“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Dies ist – um allen möglichen Missverständnissen vorzubeugen – keineswegs ehrenrührig. Dies wird es allerdings in dem Moment, in dem er selbst versucht Prestige für seine eigenen und die von ihm lektorierten Texte daraus zu ziehen, dass er sich verdächtig demonstrativ gegen die sogenannte „Trivialliteratur“ abgrenzt. Wenn Sol Stein beispielsweise davon spricht, dass die Figuren der „Trivialliteratur“ „flach und klischeehaft gezeichnet“ seien, misst er sie dabei an seiner oben dargestellten impliziten Poetologie einer unreflektierten und rein affirmativen Identifikation der Rezipienten mit den Protagonisten. Und es ist doch gerade diese unhinterfragte und ungebrochene Identifikation, von der Sol Stein selbst ausgeht, die ein konstitutives Merkmal der „Trivialliteratur“ bildet.</span></p>
<p><span id="more-525"></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Dasjenige, was Sol Stein als vorgeblichen Unterschied zwischen „gehobener Literatur“ und „Trivialliteratur“ darstellt, ist tatsächlich der Unterschied zwischen technisch gut verfertigter und technisch schlecht verfertigter Unterhaltungsliteratur. Augenfällig wird dies in folgendem Abschnitt: „Dem Leser fällt es leichter, sich mit einem Wunsch zu identifizieren, den viele haben und der nicht allzu ausgefallen ist […]. Eine Liebe zu erobern oder zu verlieren, ein lebenslang erstrebtes Ziel zu verwirklichen, die Gerechtigkeit siegen zu sehen, ein Leben zu retten, Vergeltung zu üben […] – das sind die Wünsche und Sehnsüchte, für die sich die Mehrzahl der Leser interessiert. In der sogeannten Trivialliteratur […] treten [die Ereignisse] unvermittelt ein.“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Am Beispiel des empfohlenen Umgangs mit der Spannung, dem zweiten Dogma seiner Poetologie, decouvriert er seine Position selbst: „Idealerweise sollten die Kapitel so enden wie früher die Wochenserien im Kino: Die Helden befinden sich in einer schwierigen Situation, die einer Lösung harrt. Wenn Sie diese Serien nicht kennen, nehmen Sie sich die Seifenopern im Fernsehen zum Vorbild, in denen die Episoden stets so enden, daß die Zuschauer unbedingt sehen wollen, was als nächstes passiert.“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Die gut verfertigte Unterhaltungsliteratur versteht es gegenüber der schlecht verfertigten, die technischen Kunstgriffe möglichst gut als solche zu verschleiern: „Denken Sie aber daran: Manche Hindernisse [für die Protagonisten, um die Spannung zu steigern] müssen von langer Hand vorbereitet werden, damit sie nicht wie ein willkürlicher Kunstgriff des Autors wirken.“ Sol Stein kann man hier durchaus, wenn man ihn gegen seine eigene Intention als Lehrer zum Verfertigen von reiner Unterhaltungsliteratur versteht, durchaus zustimmen. Je „realistischer“ der Handlungsverlauf und die Figuren wirken, umso größer die Wahrscheinlichkeit der Identifikation. Und genau hier kann man das dritte Dogma seiner Poetologie der Unterhaltungsliteratur ablesen: Literatur muss so „realistisch“ wie möglich sein, wobei Stein hier von einem unreflektierten um nicht zu sagen naiven Verständnis von „Realismus“ ausgeht.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-family: Verdana;">Die Schreib-, Erzähltechniken und das Sachbuch</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Es ist ein Verdienst Sol Steins, das Problem des erzählenden faktualen Textes angesprochen zu haben, auch wenn die Art und Weise wie er dies tut, verkürzend und irreführend ist. Gemäß seiner Dogmen fordert er „Realismus“ und Identifikation, woraus in folgendem Beispiel eine „lebendige Gestaltung“ eines historischen Ereignisses resultieren soll: „Warum soll der Autor eines Sachbuchs Szenen nicht ebenso lebendig gestalten können wie der Romanschreiber? […] Erfindet er etwas hinzu? Der Text selbst – nicht nur das Ansehen, das Mattingly als Historiker genießt – überzeugt uns davon, daß der Autor jeden zeitgenössischen Bericht und jedes Gemälde, in denen die Geschehnisse belegt sind, ausgeschlachtet hat, um diese Szene entstehen zu lassen.“ Sol Steins Rückgriff auf das Argument aus der Autorität bzw. den Fleiß eines sachbuchschreibenden Historikers wird der Komplexität des Problems nicht gerecht, ganz abgesehen davon, dass die Auswertung fiktionaler wenn auch zeitgenössischer Gemälde keine historische Wahrheit verbürgen kann. Der Hinweis auf den fehlgeleiteten Fleiß des Historikers und der Hinweis auf den Bezug auf unkritische historische Quellen verneint auch nicht die rhetorische Frage. Dem von Stein zitierten Text kann man auch sofort entnehmen, dass seine „Lebendigkeit“ sich gerade solchen Einzelheiten verdankt, die unmöglich historisch verbürgt sein können: „Einen Augenblick lang hielt sie alle Blicke gefangen, dann sank sie in die Düsternis ihres Sessels zurück und wandte ihre ernste Unaufmerksamkeit den Richtern zu. Es war ihr nicht unangenehm, daß die Versammlung für niemanden sonst ein Auge hatte.“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Eine „ernste Unaufmerksamkeit“ kann historisch nicht verbürgt sein. Ein Sachbuch, dass sich derart weit von seiner faktualen Referenz entfernt, hat die Grenzen zum historischen Roman bereits überschritten. Aber unabhängig von diesem durch Stein schlecht gewählten Beispiel bleibt die Frage offen, wie die Möglichkeit erklärt werden kann, dass historische Fakten auf völlig unterschiedliche Weise vermittelt werden können, ohne etwas dazuerfinden zu müssen. Dazu das nächste Zitat.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">„Die folgende Geschichte einer wahren Begebenheit zeigt, wie in einem nichtfiktionalen Text die Spannung durch eine gleichbleibende Erzählperspektive aufrechterhalten wird, [&#8230;]“. Hier streift Stein beiläufig den eigentlichen Kern der Sache/des Sachbuchs: zunächst muss man wieder einmal die Differenzierung eines nichtfiktionalen Textes in Sach- und Fachbuch vornehmen, die bekanntermaßen in Amerika so nicht üblich ist. Das akademische Fachbuch kennt keinen Erzähler, denn hier greift das Axiom von Grice: der Autor muss als Person überzeugt von dem sein, was er schreibt und behauptet. Dafür steht er auch mit seiner Reputation voll ein. Das Sachbuch kennt dagegen sehr wohl eine erzählende Instanz, kann sogar durch diesen Doppelcharakter zwischen seinem referentiellen Bezug auf Faktisches und seiner Methodik als erzählend beschrieben werden. Inwieweit der Bezug auf das Faktische tatsächlich und belegbar oder nur fingierend und insofern sich dem historischen Roman annähernd ausfällt, ist dann eine Frage der Diskursethik.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-family: Verdana;">Der Text Sol Steins und dessen eigene Techniken</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">„Ein Text erfüllt seine Aufgabe besser, wenn er beim Leser Gefühle hervorruft, das gilt für den nichtfiktionalen Bereich ebenso wie für den fiktionalen. Auch wenn wir es vielleicht lieber hätten, wenn alle Menschen dieser Welt vernunftbestimmt wären, bleibt die Tatsache bestehen, daß uns das, was wir fühlen, stärker bewegt als das, was wir verstehen. Die großen Redner und Verfasser theoretischer Abhandlungen haben das schon immer gewußt.“ Man beobachte das Argument aus der Autorität am Ende des Zitats. Stein wendet hier in ironischer Weise genau das an, wovon er spricht: statt sich wenigstens auf eine konkrete Autorität zu berufen, spricht er vage von „großen“ Rednern und Theoretikern und spricht damit eben nicht den Intellekt der Leser an, wie er es suggerieren möchte, sondern gerade das Gefühl, in diesem Falle zynischerweise das Gefühl, sich intellektuell fühlen zu wollen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Nichts ist naheliegender, als zu analysieren, wie Sol Stein seine Ratschläge in seinem eigenen Buch seinen eigenen Lesern gegenüber weiterhin umsetzt. Welcher Techniken also bedient er sich außer des Arguments aus der Autorität? Der Schmeichelei und des Selbstlobs.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Zu Beginn des elften Kapitels über „Das Geheimnis [!] des gelungenen Dialogs“ – man beachte das Wort Geheimnis – zieht Stein alle Register und verbindet die Schmeichelei gegenüber potentiellen Autoren mit einer schmeichelhaften Selbstdarstellung: „Wenn Sie dieses Kapitel zu Ende gelesen haben, sind Sie mit den Geheimnissen des Dialogs vermutlich besser vertraut als die Mehrzahl der Autoren, deren Werke veröffentlicht wurden.“ Und weiter: „Im Herbst 1989 hielt ich auf Einladung der University of California in Irvine hin ein dreimonatiges Seminar […] daß meine Studenten, von denen einige bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht hatten, sich aber desungeachtet noch als Lernende empfanden, den Kurs unbedingt weiterführen wollten. Sie kamen einmal wöchentlich zusammen und bedrängten mich, zurückzukommen. […] viele dieser Autoren besuchen meine Seminare immer noch, um sich in der Kunst des Dialogentwurfs und in anderen Techniken des literarischen Schaffens zu vervollkommnen.<br />
[!]“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Stein versucht zuerst, den Ehrgeiz der potentiellen Autoren anzustacheln und suggeriert dann, er könne zu einer Vervollkommnung der Dialoggestaltung verhelfen. Man kann nur hoffen, dass die potentiellen Autoren auch hinreichend kritische Leser sind.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-family: Verdana;">Vom Nutzen des Buches</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Die Stärke des Buches liegt zweifellos darin, dass es zeigt, wie man seinen Text den Anforderungen des amerikanischen Bestsellermarktes und seiner Zielgruppe anpasst – kurz: wie man technisch gute Unterhaltungsliteratur schreibt, auch wenn dies eine Lesart ist, der Sol Stein wohl schwerlich zustimmen würde.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-544" title="fricke1" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/fricke1-100x143.jpg" alt="" width="100" height="143" /><span style="font-family: Verdana;">Wer dieses Buch gewogen und als zu leicht befunden hat, dem sei ein weiteres empfohlen, das nach wie vor zum Besten der Gattung gehört, obwohl es sich selbst vielleicht gar nicht als Schreibschule im engeren Sinne versteht: die „Einübung in die Literaturwissenschaft“ von Fricke und Zymner. Hier kann man durch Parodie und Nachdichten nicht nur die jeweiligen Eigenheiten bestimmter Gattungen, Epochen usw. kennen lernen, sondern auch, welche konkreten sprachlichen Techniken dem zu Grunde liegen. Dieses Buch ist der missing link zwischen creative writing und Literaturwissenschaft. Während Sol Stein den Autoren sagt: „Macht es so und so!“, zeigen Fricke und Zymner die vielfältigen Möglichkeiten auf und sagen: „Hier habt ihr diese und jene Techniken, die schon hier und dort verwendet wurden, und die ihr je nach euren Intentionen auswählen könnt.“</span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Sag beim Abdruck leise Danke - warum sich Autoren nicht überall bedanken müssen</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/sag-beim-abdruck-leise-danke-warum-sich-autoren-nicht-uberall-bedanken-mussen/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 23:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein erster Danke gilt meiner Frau. (sic)
Bernhard Bueb
Kürzlich hörte ich von einem Streit zwischen einem Autor und seinem Agenten. Letzterer wollte sich unbedingt in der Danksagung erwähnt wissen. So als wäre es selbstverständlich, dass wenn ein Buch nicht nur geschrieben, sondern auch gedruckt würde, damit schon klar wäre, dass der Autor sich zu bedanken habe. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mein erster Danke gilt meiner Frau.</em> (sic)<br />
Bernhard Bueb</p>
<p>Kürzlich hörte ich von einem Streit zwischen einem Autor und seinem Agenten. Letzterer wollte sich unbedingt in der Danksagung erwähnt wissen. So als wäre es selbstverständlich, dass wenn ein Buch nicht nur geschrieben, sondern auch gedruckt würde, damit schon klar wäre, dass der Autor sich zu bedanken habe. Und zwar zunächst beim Agenten.</p>
<p>Dieser Agent hat richtig beobachtet, dass inzwischen immer weniger Bücher erscheinen, in denen nicht ausführlich und lückenlos gedankt würde. Zweifellos aber wird nicht nur der vom Schreibprozess aufgeriebenen Familie gedankt, den inzwischen getrennt lebenden Partnern, den Eltern, die für das Buch ohnehin keinerlei Verständnis aufbringen, und den inzwischen vollkommen verwahrlosten Kindern, sondern auch den Agenten, die die ruinöse Idee zum Buch hatten. Man stelle sich aber einmal vor, Thomas Mann, der Peter Voss der Weltliteratur, hätte sich genötigt gefühlt, sich zu bedanken. Und wäre dies auch nur für einen seiner Romane geschehen, der Schaden für die Deutungen produzierende Germanistik wäre gar nicht abzusehen.</p>
<p><strong>Ein Blumenstrauß reicht</strong></p>
<p>Der wichtigste Grund, der einer zu ausführlichen Danksagung widerspricht, ist die Idee der Autorschaft. Beginnt eine Danksagung schon beim Agenten, der die Idee zum Buch hatte und im Autor sein dankbares Opfer gefunden hat, dann endet sie zumeist auch mit dem Lektor, der das vollkommen unbrauchbare und ausufernde Manuskript neu geschrieben und auf schlanke einhundertsechzig Seiten gebracht hat. Es muss doch nicht jeder wissen, dass zwischen der ersten Idee und dem fertigen Buch ein Autor als saure Gurke in der Sandwichsituation steckte! <span id="more-522"></span>Ich finde es dagegen für Autoren angemessener, den Agenten einen Blumenstrauß im Wert von ca. zwanzig Euro zu überreichen und den Lektoren einen Dankesbrief nicht unter drei Seiten mit der Hand zu schreiben. Ein Telefonat und eine E-Mail sind sicherlich nicht ausreichend, auch nicht, wenn man sich telefonisch bedankt und dann zusätzlich eine E-Mail schickt.</p>
<p>Danksagungen beeinflussen mein Leseverhalten sehr, denn ich lese alle Bücher von hinten nach vorn, wo ich gleich auf diesen unseligsten aller Paratexte stoße, oder ich lese etwas vom Ende, was aus der Mitte und dann den Anfang, oder nur die rechte Seite (immer die ungerade) oder ich lese das Buch einfach mal ganz. Oder ich lese das Buch im schlimmsten Fall gar nicht, und zwar genau dann, wenn schon die Danksagung langweilig ist, wenn offensichtlich keiner beleidigt sein muss, weil er etwa vergessen wurde. Ich finde, es darf ruhig mehr Beleidigte geben als nur die Agenten.</p>
<p><strong>Eine kurze Statistik der Länge der Danksagungen</strong></p>
<p>Sehr knapp in der Danksagung ist ausgerechnet:<br />
Diez, Der Tod meiner Mutter, Kiepenheuer &#038; Witsch</p>
<p>Eine Seite benötigen:<br />
Bingül, Kein Vaterland nirgends, Droemer<br />
Friedrichs, Müller, Baumholt, Deutschland dritter Klasse, Hoffmann und Campe<br />
Bueb, Von der Pflicht zu führen, Ullstein</p>
<p>Auf zwei Seiten kommen:<br />
Möller, Traumfang, Ullstein<br />
Wölk, Sternenklar, Dumont<br />
Friedrichs, Gestatten: Elite, Hoffmann und Campe</p>
<p>Nicht unter drei Seiten benötigt:<br />
Klein, Da Vincis Vermächtnis, S. Fischer</p>
<p>Rekordverdächtig sind vier Seiten bei:<br />
Ferguson, Der Aufstieg des Geldes, Econ</p>
<p>An der Spitze aber liegt mit fünf Seiten:<br />
Thornton, Sieben Tage in der Kunstwelt, S. Fischer</p>
<p>Absolut undankbar sind laut der spontanen Erhebung:<br />
Lachmann, Von Not nach Elend, Piper<br />
Minkmar, Mit dem Kopf durch die Welt, S. Fischer<br />
Chauvistré, Wir Gutkrieger, Campus<br />
Fournier, Wo fahren wir hin, Papa, dtv<br />
Onfray, Wir brauchen keinen Gott, Piper</p>
<p>Wieder einmal ist damit innerhalb der Sachbuchforschung ein Desiderat entdeckt. Von Dersideraten ist immer dann die Rede, wenn der Verfasser der Meinung ist, dass es nichts bringt, der Sache selbst auf den Grund zu gehen.  Im Anschluss an obige recht knappe empirische Untersuchung, lassen sich vielleicht drei Schlussfolgerungen formulieren, wenn auch nicht in jedem Fall verteidigen:</p>
<p>1. Deutsche Autoren bedanken sich als Neulinge fast ebenso häufig, aber nicht so umfangreich wie der etablierte angloamerikanische Autor.<br />
2. Der Umfang der Danksagung wird bei deutschen Autoren mit jedem Buch, das erscheint, halbiert. Zum Beispiel Friedrichs von zwei Seiten auf eine Seite.<br />
3. Bei angloamerikanischen Autoren scheint die Danksagung mit jedem Buch umfangreicher zu werden. Zum Beispiel bei Ferguson und Thornton.<br />
4. Franzosen bedanken sich gar nicht. Zum Beispiel Fournier und Onfray.</p>
<p>Nicht mitbedacht sind versteckte Danksagungen. Jürgen Osterhammel zum Beispiel versteckt die seine im Nachwort. Er widmet <a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/neues-aus-schwartau/">sein grandioses Buch <em>Die Verwandlung der Welt</em></a> dem Sohn. Im Nachwort kommt er darauf zurück und schreibt: &#8220;Ein freundschaftlicher Dank gebührt Jens Malte Fischer für Belehrung und Unterhaltung während meiner Münchner Zeit, Hörsaal E 2, mittwochs 16 bis 18 Uhr. Meine Familie hat das Ende der Arbeit (un)geduldig erwartet. Das werdende Buch hat Philipp während seiner ersten sechs Schuljahre begleitet. Er hat von Anfang an darauf bestanden, dass es <em>sein</em> Buch sein sollte. Und niemandem schulde ich mehr als Sabine Dabringhaus.&#8221;</p>
<p><strong>Bitte Danke - eine neue Rubrik im Börsenblatt</strong></p>
<p>Man kann nicht alle neuen Bücher auf solch elegante Weise wie bei Osterhammel durch Verschiebung ins Nachwort von der Danksagung entlasten. So wie sich die Verlage aber nicht untereinander Briefe schreiben, in denen sie sich mitteilen, für welchen Titel sie Titelschutz beanspruchen, sondern dergleichen im Börsenblatt kundtun, könnte dort eine neue Rubrik, nämlich die <em>Neuen Danksagungen</em> eingerichtet werden. Hier können Autoren jedem und allen nach Herzenslust danken. Dergleichen würde dann auch die beruflich Beleidigten und privat Übergangenen schnell dahin bringen, weil vergessen, sofort beleidigt zu sein, sich sofort übergangen zu fühlen. Umgekehrt wäre auch denkbar, im Börsenblatt zukünftig die Rubrik <em>Bitte Danke</em> einzurichten, in der sich diejenigen aufführen lassen können, die sich für ihre Idee, ihre Geduld oder irgendetwas anderes in einem zu veröffentlichenden Buch danken lassen wollen.</p>
<p>Die sinnfälligste einseitige Danksagung findet sich in Christoph Biermanns <em>Die Fußball-Matrix</em>, bei Kiepenheuer &#038; Witsch erschienen. Wie in einer Mannschaftsaufstellung erscheinen die, denen gedankt wird, zweireihig untereinander aufgereiht.</p>
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		<title>Geglücktes Spiel</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/geglucktes-spiel/</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 23:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Buchmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Andreas Diekmann
Spieltheorie. Einführung, Beispiele, Experimente
Rowohlt 2009
Die Reihe „Rowohlts Enzyklopädie“, herausgegeben von Burghard König, ist nicht nur aus dem Bereich der wissenschaftlichen Literatur nicht mehr wegzudenken. Viele Bände dieser Reihe hatten sich schon seit jeher dadurch ausgezeichnet, wissenschaftliches Grundlagenwissen aufs Konkrete anzuwenden, ohne deshalb unzulässig zu vereinfachen. Oder anders ausgedrückt: viele Bände dieser Reihe vereinigen die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Andreas Diekmann</strong><br />
Spieltheorie. Einführung, Beispiele, Experimente<br />
Rowohlt 2009</p>
<p>Die Reihe „Rowohlts Enzyklopädie“, herausgegeben von Burghard König, ist nicht nur aus dem Bereich der wissenschaftlichen Literatur nicht mehr wegzudenken. Viele Bände dieser Reihe hatten sich schon seit jeher dadurch ausgezeichnet, wissenschaftliches Grundlagenwissen aufs Konkrete anzuwenden, ohne deshalb unzulässig zu vereinfachen. Oder anders ausgedrückt: viele Bände dieser Reihe vereinigen die Vorzüge von Fach- und Sachbüchern in sich und verstehen es, die jeweiligen Nachteile zu vermeiden.</p>
<p>Ein besonders geglückter Band ist das Buch über Spieltheorie des Soziologen Andreas Diekmann. Bislang haben Darstellungen der Spieltheorie deren mathematischen Ursprung deutlich betont, was bisweilen soweit ging, dass sich eine vermeintlich populäre Darstellung „Spieltheorie für Nichtmathematiker“ betitelte, um den vermeintlichen Verständniszuwachs nur ja als Mangel an Sachverstand herauszustreichen.<span id="more-519"></span></p>
<p>Ganz anders die Darstellung von Diekmann, der so klug war zu erkennen, dass die Anwendung der Spieltheorie auf soziale Interaktionen nicht eine Übertragung eines mathematischen Modells mit zwangsläufigem Komplexitätsverlust ist, sondern dass umgekehrt soziale Interaktionen deutlich auch die Schwächen des mathematischen Modells zeigen und dass eine Entscheidungssituation nicht zwangsläufig auf eine einfache Matrix beschränkt werden kann, sondern dass auch immer wieder die einer Matrix zu Grunde liegenden Spielregeln zum Gegenstand des „Spiels“ gemacht werden können.</p>
<p>Als Beispiel sei hier das Modell des legendären Chickenspiels angeführt: zur Veranschaulichung dient in der Literatur in der Regel die Situation einer Mutprobe. Zwei Kontrahenten steuern mit ihren Wagen direkt aufeinander zu. Wer zuerst ausweicht, gilt als Feigling und hat verloren. Weichen beide nicht aus, kommt es zur Katastrophe. Natürlich analysiert Diekmann das Modell und referiert wie auch die herkömmliche Literatur, dass es hier keine dominierende Strategie gibt, zwei Nash-Gleichgewichte existieren, die beide Pareto-optimal sind. Soweit, so technisch.</p>
<p>An diese Untersuchung fügt Diekmann einen hervorgehobenen „Kasten“ mit einer Übertragung auf die Kubakrise und den Kalten Krieg an. Legendär die Forderung des renommierten Spieltheoretikers Neumann, man solle die Sowjetunion angreifen, solange sie noch nicht im Besitz der Atombombe sei. Leider vermisst man an dieser Stelle zumindest einen kurzen Hinweis auf die Analyse der strategischen Situation des Kalten Krieges durch den ebenfalls renommierten Spieltheoretiker Morgenstern: „Strategie – heute“.</p>
<p>Nach der Darstellung kommt Diekmann zu dem Schluss: „Oft ist der Feigling der Vernünftigere, der die Katastrophe verhindert; am vernünftigsten ist es aber, das Spiel gar nicht erst zu beginnen.“ So wird die Schwäche für sich allein stehender Matrizes, wie sie sich leider wie selbstverständlich in vielen Einführungen finden, deutlich: die Spieltheorie ist ein Modell, das mit seinen Vorannahmen steht und fällt.</p>
<p>Ein sozialwissenschaftlicher Zugang ist notwendig, um einerseits diese Vorannahmen explizit und damit diskutierbar zu machen, und um andererseits Faktoren zu liefern, ohne die eine Simulation einer Entscheidungssituation, wie man am Beispiel des Kalten Krieges sieht, bis zur Falschheit verkürzt ist. So sieht man, wie aus der vermeintlichen Schwäche einer praxisnahen Darstellung und einer Übertragung aufs Sozialwissenschaftliche die eigentliche Stärke des Einführungsbandes erwächst und die tatsächliche Schwäche der rein mathematischen Modelle und ihrer unreflektierten Übertragung auf außermathematische Gegenstände deutlich werden lässt.</p>
<p>Außerdem zeichnet diese Einführung aus, dass sie sich nicht wie fast alle anderen auf eine normative Spieltheorie beschränkt, sondern dass sie sich darum bemüht, möglichst viele und auch aktuelle „Spielarten“ der Spieltheorie darzustellen. Was andernorts schmerzlich vermisst wird, wird hier anschaulich und praxisnah und dennoch ohne Komplexitätsverlust dargestellt: Evolutionäre Spieltheorie und Experimentelle Spieltheorie.</p>
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		<item>
		<title>Reclams neue Reihe: Reclam Sachbuch</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/reclams-neue-reihe-reclam-sachbuch/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 May 2009 23:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Reclam Verlag schreibt in seiner Vorschau: &#8220;In den letzten Jahren aber ist die Universal-Bibliothek deutlich hinausgewachsen über eine reine Textbibliothek. Im typischen Reclam-Gelb erschienen immer mehr Sachbücher: zu Kunst und Musik, Gesellschaft und Politik, Geschichte und Religion. Diesen expandierenden Programmbereich fasst Reclam jetzt in Form einer Unterreihe der Universal-Bibliothek als Reclam Sachbuch zusammen.&#8221;
Wenn ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/detering-100x153.jpg" alt="" title="detering" width="100" height="153" class="alignleft size-thumbnail wp-image-512" />Der Reclam Verlag schreibt in seiner Vorschau: &#8220;In den letzten Jahren aber ist die <em>Universal-Bibliothek</em> deutlich hinausgewachsen über eine reine Textbibliothek. Im typischen Reclam-Gelb erschienen immer mehr Sachbücher: zu Kunst und Musik, Gesellschaft und Politik, Geschichte und Religion. Diesen expandierenden Programmbereich fasst Reclam jetzt in Form einer Unterreihe der <em>Universal-Bibliothek</em> als <em>Reclam Sachbuch</em> zusammen.&#8221;</p>
<p>Wenn ein so traditionsreiches Haus wie Reclam nun im Herbst 2009 mit <em>Reclam Sachbuch</em> in einer eigenen Reihengestaltung an den Start geht, bedeutet dies sicherlich auch, dass der Begriff  &#8216;Sachbuch&#8217; sich weiter etabliert. <span id="more-502"></span>Denn vor zehn oder zwanzig Jahren hieße sie mit großer Wahrscheinlichkeit <em>Reclam Monographie</em> und wäre sich damit des Zuspruchs der geisteswissenschaftlichen Klientel des Verlags sicher. Hörte ich noch unlängst aus einem Lektorat, dass das Sachbuch doch lediglich ex negativo, als Non-Fiktion bestimmbar sei, ist nun Reclam ex abrupto mit <em>Reclam Sachbuch</em> am Start.   </p>
<p>Aber sicher ist man in Ditzingen nicht ohne Grund auf den Gedanken gekommen, bei den Reclam-Titeln von Sachbüchern zu sprechen. Barbara Widmann, die Pressechefin von Reclam schreibt mir dazu: &#8220;Da in der gelben UB meist nur Klassiker vermutet werden, wurden unsere Sachbücher oft übersehen. Nun werden sie hoffentlich deutlich sichtbar und bekommen die Aufmerksamkeit, die sie verdienen.&#8221; Nach dem Eichborn Verlag, dessen <a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/die-andere-bibliothek-oder-die-schonheit-des-sachbuchs/"><em>Andere Bibliothek</em> hier schon einmal als heimliche Sachbuchreihe beschrieben wurde</a>, nun also Reclam.  </p>
<p>Man will bei Reclam mit den Büchern nicht nur in Hinsicht der Aufmerksamkeit wo hin, sondern auch innerhalb der Buchhandlung. Und so muss in Ditzingen einer darauf gekommen sein und vermutlich hat er gesagt: &#8220;Wenn wir nun unbedingt ins &#8216;Sachbuch&#8217; mit unseren Büchern wollen, dann schreiben wirs doch endlich auch drauf, auf die Bücher: Reclam Sachbuch!&#8221;  Wir werden sehen, ob dies nicht ex aequo weitere Verlage auf die Spur bringt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Imperium Konflikt Mythos - Varusschlacht und Hermannsdenkmal</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/imperium-konflikt-mythos-varusschlacht-und-hermannsdenkmal/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 May 2009 19:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Professor Arnulf Krause stellte sich im Lippischen Landesmuseum Detmold den Fragen des Publikums.
Die Geschichte und ihre Ereignisse sind von ihrer Bewirtschaftung durch Fachleute und den Schwarm interessierter Laien kaum mehr zu trennen. Die Varusschlacht wird daher auch als eine Medienschlacht immer wieder neu geschlagen. Im vergangenen Jahr wurde der Geschäftsführer der gemeinnützigen „Vaurusschlacht im Osnabrücker [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Professor Arnulf Krause stellte sich im Lippischen Landesmuseum Detmold den Fragen des Publikums.</em></p>
<p><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/krause-ger-100x146.jpg" alt="" title="krause-ger" width="100" height="146" class="alignleft size-thumbnail wp-image-511" />Die Geschichte und ihre Ereignisse sind von ihrer Bewirtschaftung durch Fachleute und den Schwarm interessierter Laien kaum mehr zu trennen. Die Varusschlacht wird daher auch als eine Medienschlacht immer wieder neu geschlagen. Im vergangenen Jahr wurde der Geschäftsführer der gemeinnützigen „Vaurusschlacht im Osnabrücker Land GmbH“ wegen Subventionsbetrug und Erschleichung von Fördergeldern angezeigt. Diese Anzeige kam aus dem Umfeld des Hermanndenkmals im lippischen Raum, wo man eine merklich nachlassende Attraktion zu bemerken glaubte und die „Standortfrage“ zu einem Bewirtschaftungsproblem geriet. Nicht anders – machen wir uns da nichts vor - unsere Autoren, auch sie bewirtschaften ihr Feld und dies manchmal hervorragend.<br />
Als ich auf der Buchmesse danach gefragt wurde, ob ich denn schon den Märtin gelesen hätte, konnte ich mich zunächst nicht besinnen, wusste aber dass ich ihn schon in Händen gehalten hatte und dann fielen mir plötzlich die Plateausohlen des Kaiser Augustus ein. Ein Detail, das auch aus dem Handbuch des nutzlosen Wissens hätte stammen können, aber, wie mir nun einfiel, am Anfang von Märtins Buch steht, wo der reitende Bote, nachdem er dem schockierten Kaiser die Nachricht überbracht hat und auf eben dieses Detail in seiner Verbeugung blickt. So funktionieren nicht nur Geschichten, so funktioniert auch – denke ich – die Erinnerung. <span id="more-506"></span><br />
Nun jährt sich die Schlacht im Teutoburger Wald zum 2000sten Mal. Da sie weder im Wald, noch auf dem Gelände des Waldes, den man den Teutoburger nennt, stattfand, heißt sie auch die Varus-Schlacht. Im September (wenn die Analysen eines Maultierskeletts zutreffen) des Jahres 9 nach Christus wurde drei römische Legionen und weitere Verbände und sein Tross, nahezu 18.000 Mann, unter dem Kommando des Feldherrn Publius Quinctilius Varus, von germanischen Truppen, angeführt von dem Cherusker Arminus, vernichtend geschlagen. Wird dieses Ereignis die Debatten um den <img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/krause-100x151.jpg" alt="" title="krause" width="100" height="151" class="alignleft size-thumbnail wp-image-434" />Afghanistaneinsatz deutscher Soldaten beeinflussen? Ich glaube nicht. Aber man weiß nie, zumal wir es bis ins Jahr 2018 mit kriegerischen Gedenktagen zu tun bekommen, dass uns Hören und Sehen vergeht. Es wird bis 2013 Gedenktage der Befreiungskriege hageln, dicht gefolgt vom Verlauf des Ersten Weltkriegs. Da ist das nüchterne Buch von Reinhard Wolters gerade recht, der dicht an den Quellen entlang schreibt, sich durch nichts zum Erzählen bringen lässt und ansonsten den Frischegrad von Bofrostgemüse erreicht. </p>
<p>Weitere Bücher zum Thema und darüber hinaus:</p>
<p>Peter Arens, Kampf um Germanien, Eichborn 2008<br />
Dirk Husemann, Der Sturz des römischen Adlers, Campus 2008<br />
Wolfgang Korn, Klaus Ensikat, Das Rätsel der Varusschlacht, Fackelträger 2008<br />
Arnulf Krause, Die Geschichte der Germanen, Campus 2005<br />
Ralf-Peter Märtin, Die Varus-Schlacht, S. Fischer 2008<br />
Rainer Wiegels, Die Varusschlacht, Theiss 2007<br />
Reinhard Wolters, Die Schlacht im Teutoburger Wald, C.H. Beck 2008</p>
<p><a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/auf-jeder-seite-des-buchs-nur-nicht-im-verlag/">Winston S. Churchill, Der Kreuzzug gegen das Reich des Mahdi, Eichborn 2008</a><br />
Bilderschlachten. 2000 Jahre Nachrichten aus dem Krieg. Technik-Medien-Kunst. Hrsg. von Hermann Nöring, Thomas F. Schneider, Rolf Spilker. Vandenhoeck &#038; Ruprecht, Göttingen 2009<br />
<a href="http://www.sachbuchforschung.de/html/kgds_11.html">Hans Delbrück, Geschichte der Kriegskunst, Nikol 2006</a><br />
Tom Holland, Persisches Feuer, Klett-Cotta 2008<br />
Arnulf Krause, Europa im Mittelalter, Campus 2008<br />
Arnulf Krause, Die Welt der Kelten, Campus<br />
Arnulf Krause, Die Welt der Wikinger, Campus<br />
<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/kein-lettner-fur-europa/">Paul Veyne, Als unsere Welt christlich wurde, C.H. Beck 2008</a><br />
Die großen Schlachten der Antike, Theiss 2008<br />
Stefan Weinfurter, Das Reich im Mittelalter, C.H. Beck 2008</p>
<p>Veranstalter: </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kulturwissenschaftler auf der Steuerungsebene - Wer schützt die Kulturwissenschaft vor den Ansprüchen ihrer Vertreter?</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/kulturwissenschaft-als-lightwissenschaft-wer-schutzt-die-kulturwissenschaft-vor-den-anspruchen-ihrer-vertreter/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/kulturwissenschaft-als-lightwissenschaft-wer-schutzt-die-kulturwissenschaft-vor-den-anspruchen-ihrer-vertreter/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 May 2009 23:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Buchmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=493</guid>
		<description><![CDATA[
Markus Fauser
Einführung in die Kulturwissenschaft
Wissenschaftliche Buchgesellschaft
4. Auflage 2008
Die Kulturwissenschaft ringt noch immer um ihr Selbst- und Fremdbild. Eine wichtige Rolle bei dieser Konstitution spielt das Genre des Lehrbuchs. Hierbei geht es zwar auch um wissenschaftliche Konstituentien, die eine wissenschaftliche Disziplin ausmachen, aber letztendlich auch um Einfluss, Reputation und Mittel. Dieses wissenschaftliche, institutionelle und ökonomische Feld [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/fauser1-100x147.jpg" alt="" title="fauser1" width="100" height="147" class="alignleft size-thumbnail wp-image-497" /></p>
<p><strong>Markus Fauser</strong><br />
Einführung in die Kulturwissenschaft<br />
Wissenschaftliche Buchgesellschaft<br />
4. Auflage 2008</p>
<p>Die Kulturwissenschaft ringt noch immer um ihr Selbst- und Fremdbild. Eine wichtige Rolle bei dieser Konstitution spielt das Genre des Lehrbuchs. Hierbei geht es zwar auch um wissenschaftliche Konstituentien, die eine wissenschaftliche Disziplin ausmachen, aber letztendlich auch um Einfluss, Reputation und Mittel. Dieses wissenschaftliche, institutionelle und ökonomische Feld möglichst weit abzustecken ist das Bestreben. Dabei erfreut sich die Kulturwissenschaft steigender Beliebtheit gerade auch außerhalb akademischer Kreise, wie man etwa an Neuauflagen der Texte von Egon Friedell erkennen kann. Ein gewichtiger Grund dafür dürfte in der Thematisierung des Alltags liegen (richtig: auch Simmel erfreut sich steigender Beliebtheit).</p>
<p>Denn seit Simmel und Elias ist der Alltag anerkannter Gegenstand (sozial)wissenschaftlicher Untersuchungen geworden, seit Foucault ist er sogar Mode und dadurch wissenschaftlicher Mainstream geworden. Nur wäre es für die Kulturwissenschaft ratsam, Überlegungen über den Stellenwert des Alltags in den Untersuchungen der genannten Autoren anzustellen. Simmel und Elias als Soziologen lag es insofern nahe, den Alltag zu untersuchen, als er ein Teilbereich des Gegenstands der Soziologie, nämlich der Gesellschaft ist. Foucault wiederum leitete aus bis dahin vernachlässigten Untersuchungsgegenständen wie dem Gefängnis weitreichende Thesen über die Funktionsweise von Diskursen und Gesellschaften ab.</p>
<p>Was dort genuiner Bestandteil des Untersuchungsgegenstands ist und hier Anlass für weiterführende Thesen gemäß einer zumindest teilweise elaborierten Methodik ist, wurde in jüngeren Texten häufig <img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/strassle1-100x153.jpg" alt="" title="strassle1" width="100" height="153" class="alignleft size-thumbnail wp-image-498" />zum Selbstzweck. Das Salz beispielsweise an sich mag für einige von Interesse sein und sogar für eine historisch-soziologische Problemstellung, denn das Salz ist ein wichtiger Rohstoff und war einige Zeit ökonomisch sehr bedeutsam. Für ein Verständnis der Literaturgeschichte ist es nahezu bedeutungslos. Derartige Untersuchungen laufen dann so ab, dass der Verfasser sich ex- oder implizit zu Gute hält, ein Thema untersucht zu haben, das bislang (allerdings aus gutem Grund) vernachlässigt wurde. An diese Feststellung schließt sich eine kurze Darstellung des Gegenstands und dann wiederum ein herkömmlicher, sich an der Höhenkammliteratur abmühender ideengeschichtlicher Abriss über einige hundert Seiten an, wie er alle paar Wochen in einem Buch erscheint.<span id="more-493"></span></p>
<p><strong>Kultur: Meer ohne Ufer</strong></p>
<p>Wo liegt das Problem? Erstens im Gegenstandsbereich der Kulturwissenschaft oder genauer ausgedrückt: in der fehlenden Thematisierung der Bedeutung eines Gegenstandes für die Kultur als solche. Denn der Gegenstandsbereich der Kulturwissenschaft ist uferlos. Daraus folgt ein gestiegener Anspruch an die Begründung der Relevanz einer Untersuchung eines Gegenstandes und der Begründung des dadurch erhofften Erkenntnismehrwerts. Der Literaturbetrieb wird dafür gescholten, dass er Neuheit als Selbstzweck herausstellt. Die Wissenschaft verfährt ähnlich, indem die „Erstbesetzung“ eines Themas bereits als Leistung anerkannt wird, ohne nach dem Nachweis der Relevanz zu fragen.</p>
<p>Zweitens liegt das Problem neben dem Gegenstand in der fehlenden bzw. nicht reflektierten Methodik. Es ist eine von der Kulturwissenschaft nicht eingestandene Tatsache, dass sie keine genuine Methodik vorweisen kann (und eigentlich auch gar nicht müsste, würde sie nicht immer ihren Anspruch als Leitwissenschaft herausstreichen). Wer an dieser Stelle beispielsweise die cultural studies als Gegenbeispiel anführen möchte, dem sei entgegengehalten, dass sich diese „Methode“ nur so nennt, denn ihr liegt eben keine Methodik sondern nur eine Reklamation eines Gegenstandes für sich selbst zu Grunde. Und ein Gegenstand macht keine Methode.</p>
<p>Drittens liegt das Problem in dem von Vertretern der Kulturwissenschaft häufig formulierten Anspruch, eine „Leitwissenschaft“ zu sein, weil man sich dadurch steigenden Einfluss erhofft. Diesen Anspruch kann man indes nur verfehlen; zweifellos ist die Kulturwissenschaft insofern „übergeordnet“, als sie die Ergebnisse vieler anderer Disziplinen für eigene Synthesen und Analogien nutzt und auch darauf angewiesen ist. Die Metapher der „Überordnung“ bezeichnet hier allerdings keine Hierarchie qualitativer Art im Erkenntnisprozess, so ein häufiges Missverständnis dem die Kulturwissenschaft natürlich gerne Vorschub leistet, sondern lediglich eine späte „Produktionsstufe“ im Erkenntnisprozess, die ihrerseits mit Nachteilen verbunden ist. Denn wo Philosophie, Soziologie, Literaturwissenschaft usw. ihre mehr oder weniger genau begrenzten Gegenstandsbereiche beackern, elaborierte Methoden entwickeln und anwenden und Arbeitstechniken pflegen und tradieren, fehlt dies bislang der Kulturwissenschaft.</p>
<p>Diese Problematik zeichnet sich bei der von der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft verlegten „Einführung in die Kulturwissenschaft“ deutlich ab. Sie erscheint jetzt in einer beachtlichen vierten Auflage und darf damit bereits jetzt als ein Klassiker gelten. Wie sich eine Disziplin durch das Genre der Lehr- und Einführungsbücher sowie dem der Textsammlungen und Reader konstituiert, ist aufschlussreich. Daher ist für eine adäquate Einordnung dieser Titel auch der Selbstanspruch, der hier für die Disziplin formuliert wird von Interesse.</p>
<p><strong>Die Superdisziplin?</strong></p>
<p>Die erste Auflage des Titels von Markus Fauser erschien bereits im Jahr 2003, also ein Jahr vor der ganz ähnlich aufgebauten und im akademischen Bereich ebenfalls häufig verwendeten „Einführung in die Europäische Kulturgeschichte“ von Achim Landwehr. Letzterer ist vorsichtig genug, um in seinem Vorwort zu schreiben: „Im Umkehrschluss bedeutet dies freilich nicht, dass europäische Kulturgeschichte eine neue &#8216;Superdisziplin&#8217; darstellt, die alle anderen Fächer abschaffen wollte.“ um dann die „gezielte Überschreitung“ der Grenzen von Disziplinen und das Stellen von „sehr (!) grundlegenden Fragen“ für die Kulturwissenschaft zu reklamieren.</p>
<p>Weniger vorsichtig dafür mit umso mehr Selbstbewusstsein geht der gelernte Germanist Fauser vor. Daher überrascht es auch nicht, wenn Fauser schreibt: „Die Beschäftigung mit Literaturtheorien ist deshalb längst kein abgehobenes Ansinnen kleiner Spezialistenzirkel mehr, sondern eine Voraussetzung für die Teilnahme am transdisziplinären Gespräch. Die Kompetenzen und die analytischen Fähigkeiten, zu denen die Literaturtheorie erzieht, sind auch diejenigen, die beim Dialog zwischen den Fachsprachen eine wichtige Rolle spielen.“ Es ist sehr schön für Fauser, dass er immer dort tätig ist, wo eine wichtige Rolle gespielt wird – oder war es umgekehrt? Jedenfalls ist es misslich für seine Argumentation, dass er unterschlägt, dass die Methoden der Literaturwissenschaft selten von ihr selbst stammen – man denke nur an Hermeneutik, Ideengeschichte, Exegese, Diskursanalyse, Dekonstruktion usw.</p>
<p>Hier wird auch das Überschreiten von Grenzen der Disziplinen genannt, aber sofort ein Anspruch daraus abgeleitet: „Die traditionellen Methoden und Theorien bündelt man zu einem neuen Forschungsprinzip, das nicht mehr ein bestimmtes System bevorzugt, sondern lediglich eine praktische Form für die Arbeit vorgibt.“ </p>
<p>Erstens ist es schwierig, aus einer Mischung von Methoden und Theorien ein Prinzip zu generieren und dieses Prinzip dann nochmals seinerseits zu einer Vorgabe für die praktische Arbeit umzuwandeln, erscheint geradezu abenteuerlich, wenn hier nicht einfach ein schiefes Bild bzw. Begriffsverwirrung vorherrschen sollte. Oder nicht doch eine Demonstration am Objekt selbst? Ist dieser Satz bereits das Ergebnis einer praktischen Arbeit, die sich nach einem Prinzip gerichtet hat, das aus traditionellen Methoden und Theorien gemischt wurde? Früher war alles einfacher; damals nannte man die unreflektierte Vermischung von Methoden und Theorien, gerade wenn sie von widersprüchlichen Vorannahmen ausgehen, Eklektizismus und versuchte, selbigen zu vermeiden.</p>
<p>Weiter scheint Fauser aus einem zwar gewollten aber unreflektierten Eklektizismus schließen zu dürfen, dass die Kulturwissenschaft „eine Metaebene der Reflexion, eine Steuerungsebene für die Modernisierung der Geisteswissenschaften“ bildet und „funktioniert wie eine Art (!) Moderation der multiperspektivischen Vernetzung von Einzelergebnissen aus Disziplinen“. Irgendwo zwischen dem ungerechtfertigten Anspruch einer Metaebene der Reflexion und dem unfreiwillig ehrlichen Zugeständnis, man moderiere lediglich die Ergebnisse anderer Disziplinen, dürfte das Zutreffende und das Angemessene liegen.</p>
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		<title>Im Maschinenraum des Literaturbetriebs</title>
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		<pubDate>Sun, 17 May 2009 23:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Für den Literaturbetrieb lässt sich keine verlässliche Defintion auftreiben, meint Michael Buchmann. Daher hat er für seine Literaturbetriebsforschung in Karlsruhe einige historische Texte aus dem Maschinenraum der Literatur aufgesammelt und erörtert in seinem Seminar unter Mithilfe von Prof. Dr. Schmidt-Bergmann, Bernt Ture von zur Mühlen und Dr. Bernd Villhauer die Mechanik des Betriebs. Im Vorgriff [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für den Literaturbetrieb lässt sich keine verlässliche Defintion auftreiben, meint Michael Buchmann. Daher hat er für seine Literaturbetriebsforschung in Karlsruhe einige historische Texte aus dem Maschinenraum der Literatur aufgesammelt und erörtert in seinem Seminar unter Mithilfe von Prof. Dr. Schmidt-Bergmann, Bernt Ture von zur Mühlen und Dr. Bernd Villhauer die Mechanik des Betriebs. Im Vorgriff auf meinen Beitrag zum Thema, der am 9. Juni 2009 unter dem Titel &#8220;Der Betrieb - Bücher machen, kommunizieren und verbreiten&#8221; statt findet, hier einige Bemerkungen zu den Nebengeräuschen aus dem Maschinenraum des Literaturbetriebs.</p>
<p><strong>Die Maschine ist zu laut</strong></p>
<p>In besonders emphatischer Weise, die sich um keine empirische Grundierung der Überlegungen mehr kümmert, ist immer häufiger vom direkten Verhältnis des Autors zu seinen Lesern die Rede. Als sei der Weg vom Laptop des Autoren auf den Bildschirm des Lesers ein Weg, der die Mittler, die nichts weiter als Störer und Verhinderer seien, endlich überspringen kann. Allerdings, mit den Büchern und ihrer Digitalisierung verhält es sich wie mit der Schule, alle besuchten eine und daher können alle mitreden. Die Art der munteren Unmittelbarkeit zwischen Autor und Leser hat den Charme, den alle Ideen der Vereinfachung der Verhältnisse haben. Man stellt die Maschine ab und schickt die Belegschaft nach Hause. Dann ist Ruhe und Autor und Leser schauen sich tief in die Augen.      </p>
<p><strong>Vergleiche mit der Musikindustrie</strong><span id="more-477"></span></p>
<p>Der Vergleich mit dem Untergang der verbreitenden Musikindustrie, von der ja die Mär erzählt wird, dass sie sich dem  Fortschritt verweigert hätte, ist ein häufig zu lesender Missgriff, der besonders gut zeigt, wie blödsinnig begeistert man sich selbst im Feuilleton gibt. Musik ist ein von Texten wohl zu unterscheidendes Medium, dessen Unmittelbarkeit gegenüber Texten jeder sofort erfährt, sofern er Musik hört und Texte liest. Man kommt also im Grunde selbst drauf. </p>
<p><strong>Topografie des Wissens</strong></p>
<p>Mancher wird das kennen, dass man noch weiß wo in der vorletzten und vorvorletzten Wohnung ein bestimmtes Buch stand, wo die Anstreichungen waren oder der Eckenknick. Nun, wer das nicht kennt, stellt seine Bücher ohnehin alphabetisch auf. Dass die Topografie des Wissens in E-books simuliert werden kann, ist richtig und wäre eine interessante Dialektik. Denn in der Rede vom entindividualisierten Buch in digitalisierter Form steckt zugleich das Gegenteil: Nicht nur im DAM-Sicherungscode, mit dem die Weitergabe der Daten verhindert wird, wird das digitale Buch reindividualisiert. Auch in der Möglichkeit Randnotizen, Verweise, Glossen und Erläuterungen abzuspeichern, stecken Verfahren, die das digitale Buch fast zum Palimsest werden lassen, zu einem - je nach dem, wer dort reingeschrieben hat - Hypertext, den man als E-only veröffentlichen könnte. Solche und die weiteren zahlreichen Rückkopplungseffekte auf das gedruckte wie auch das digitale Buch sebst werden noch viel zu wenig berücksichtigt. </p>
<p><strong>Totenscheine - jeder kommt mal dran</strong></p>
<p>In der Regel werden vor allem Teilbereiche der Literatur dem Untergang geweiht. Die Prognosen über Warengruppen, die es angeblich treffen soll, schießen heftig ins Kraut. Im Grunde weiß aber niemand, was die Digitalisierung der Literatur bedeutet. Jürgen Neffe räumt, wohl nicht ohne Hintergedanken, neben den Romanen und Wörterbüchern nur den Biografien eine Überlebenschance ein. (<a href="http://www.zeit.de/2009/18/L-Buch">ZEIT, 23.04.2009</a>) Dass man gerade dem Fachbuch so gerne schon den Totenschein ausstellt, zeigt eine besonders dramatische Unkenntnis der Kostenstruktur der Digitalisierung komplexer Texte mit Tabellen, Grafiken und Bildern. Wer das in den Chefetagen deutscher Großbuchhandlungen liest - es steht ja schließlich in der Zeitung - denkt schon an die Flächenverkleinerungen in dieser ansonsten stabilen und von Moden extrem unabhängigen Warengruppe. Der Vorteil ist jedoch, dass die Verkleinerung der Fläche den angelesenen Prognosen des Umsatzrückgangs die besten Voraussetzungen für ihre Bestätigung verschafft.  </p>
<p><strong>Kommunikation als Störung</strong></p>
<p>Dazu passt die Vorstellung einiger Marktteilnehmer, man könnte diese ungeordneten Kommunikationsverhältnisse des Buchhandels versachlichen und kontrollieren. Die Vorstellung, dass man das Buch und den Leser einfach nur an einem neutralen Ort zusammenbringen müsse und dieser dann schon das kaufen wird, was er kaufen will, beherrscht hier das Denken. Alle Zwischenglieder werden danach als Störung, als überflüssige Einmischung und vor allem als Verkaufsverhinderer umdefiniert. Die Branche des Kommunikationsmediums Buch verweigert sich - zumindest in ihren großkalibrigen Teilnehmern - mehr und mehr der Kommunikation. Die Geräuschkulisse des Literaturbetriebs, ob es sich nun um Veranstaltungen, den Bezug des Börsenblatts für Mitarbeiter oder Besuche der Vertreter handelt, wird ausgesperrt und im Verkaufsraum umsurrt den einsamen Kunden lediglich das öde Geräusch der Klimaanlage.</p>
<p><strong>Der Literaturbetrieb in der Bahn, beim Bäcker und im Bett</strong></p>
<p>Der Literaturbetrieb erzeugt eigene Geräusche, die man von dergleichen Nebengeräusche gut unterscheiden kann. Denn worauf es bei der Literatur sei sie nun fiktional oder faktual ankommt, ist die Kommunikation. Was sind Bücher anderes als Kommunikation? Vom ersten Gespräch zwischen Autor und Lektor bis zur Empfehlung unter Freunden nichts als Kommunikation über das was man gelesen hat. Dazwischen liegen Lektorats- und Vertreterkonferenzen, Vorschautexte und Einkaufssitzungen, Vertretergespräche in Buchhandlungen - bis dahin gibt es das Buch weder als gebundenes noch als digitales - schließlich die Verkaufsgespräche in Buchhandlungen und die unzähligen Gespräche in der Bahn, beim Bäcker und im Bett. Vielleicht ist das der Literaturbetrieb? Wenn wir nicht darüber reden, existiert das Buch nicht, weder das gute noch das schlechte Buch, weder der Penner noch der Renner, auch nicht das digitale.       </p>
<p>Hier geht es in den <a href="http://www.literaturbetrieb.wg.am/reader_literaturbetrieb_einfuehrung.pdf">Maschinenraum:<br />
<a href="http://www.literaturbetrieb.wg.am/reader_literaturbetrieb_einfuehrung.pdf">http://www.literaturbetrieb.wg.am/reader_literaturbetrieb_einfuehrung.pdf</a></p>
<p>Hier zu einem von Dezember 2008 stammenden<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturbetriebsforschung/"> Kurztext zur Literaturbetriebsforschung</a>.</p>
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		<title>Wiedersehen mit dem Sachbuch - Der NDR Kultur Sachbuchpreis</title>
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		<pubDate>Sun, 10 May 2009 23:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Der NDR Kultur Sachbuchpreis ist eine Auszeichnung, die für das beste in deutscher Sprache erschienene Sachbuch im Herbst 2009 verliehen wird. Das stimmt hoffnungsfroh, dann aber heißt es: &#8220;Prämiert werden herausragende Autorenleistungen, mit denen gesellschaftlich und wissenschaftlich relevante Themen für ein allgemeines Publikum verständlich gemacht werden.&#8221; Das Sachbuch wird also auch hier nach dem Gegensatz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der NDR Kultur Sachbuchpreis ist eine Auszeichnung, die für das beste in deutscher Sprache erschienene Sachbuch im Herbst 2009 verliehen wird. Das stimmt hoffnungsfroh, dann aber heißt es: &#8220;Prämiert werden herausragende Autorenleistungen, mit denen gesellschaftlich und wissenschaftlich relevante Themen für ein allgemeines Publikum verständlich gemacht werden.&#8221; Das Sachbuch wird also auch hier nach dem Gegensatz von verständlich-unverständlich oder relevant-irrelevant betrachtet. Ein Gegensatz, auf den das Sachbuch seit den 1920er Jahren festgenagelt wird. Warum ist das Sachbuch noch immer die mitunter zähe Zweitverwertung des Expertenwissens?</p>
<p>Warum also unterscheidet man nicht langweilig-unterhaltsam, ernst-heiter, vorhersehbar-verblüffend?  Aber warten wir die Begründung der Jury im Herbst ab. Über den Preisträger entscheidet eine &#8220;Jury von Fachleuten aus der Buch- und Medienbranche sowie aus der Wissenschaft&#8221;, heißt es bei NDR Kultur. So ganz medial geöffnet will man nun doch nicht sein und gibt zu beachten &#8220;dass die elektronische Einsendung von Büchern nicht zugelassen ist, da der Aufwand des Ausdruckens nicht geleistet werden kann.&#8221; <span id="more-476"></span></p>
<p>Die Jury stellt am 25. August eine zwanzig Titel umfassende &#8220;Longlist&#8221; vor. Am 25. September erfolgt daraus dann die Auswahl der &#8220;Shortlist&#8221; mit sechs Titeln. Anfang Oktober werden drei Preisträger benannt. Der Preisträger erhält 10.000 Euro die beiden anderen Finalisten der Verleihungsveranstaltung erhalten je 2.000 Euro. Das ist nicht knauserig, wird damit doch immerhin das erste Kapitel des Buches anständig bezahlt.</p>
<p>NDR Hörfunkdirektor Joachim Knuth: &#8220;Wir glauben, dass es eine Renaissance des Sachbuches gibt, die sich in unserem Programm widerspiegeln sollte, aber auch in unserem öffentlichen Engagement.&#8221; Diesem Glauben schließt man sich gerne an. Zwar ist es nicht so, dass der Anteil des Sachbuchs bei über 80 % liegt, wie neulich in der &#8216;Welt&#8217; zu lesen war, die wohl alles was nicht bei drei auf dem Elfenbeinturm ist für ein Sachbuch hält, aber der Blick auf das Sachbuch hat sich in den letzen zehn Jahren zweifellos verändert. Gleichwohl, wenn das Sachbuch jetzt plötzlich in den Lichtkegel der Kulturbeauftragten gerät, ist dies nicht schon gleich die Wiederkehr des Sachbuchs, sondern bloß ein Wiedersehen.  </p>
<p>Für die Auswahl der Preisträger zum NDR Kultur Sachbuchpreis sind zwei Gremien zuständig: ein aus zehn Mitgliedern bestehender Beirat und eine sechsköpfige Jury. Der Sachbuchautor allerdings,der die Jury für die NDR Kultur Sachbuchliste betrachtet, kann der hoffnungsfroh sein, wenn er sich mit Wirtschaft, Technik oder Naturwissenschaft beschäftigt hat? </p>
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		<title>Der Stoff aus dem die Träume sind - Stoffgeschichten vom Wasser bis zum Wissen</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/der-stoff-aus-dem-die-traume-sind-stoffgeschichten/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 May 2009 23:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[ein Abend mit Michael Schikowski und Christoph Wortberg
 Am Anfang war das Wasser . Dann aber sind es die Rohstoffe Holz, Kohle und Lehm vor allem, die Deutschland zu einem bedeutenden Industriestandort werden ließen. Mit Hilfe der Wasserkraft entstehen darauf Industrien, die Papier und Glas herstellen, Metalle und Seide verarbeiten. Außereuropäische Stoffe wie Kaffee, Kakao [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>ein Abend mit Michael Schikowski und Christoph Wortberg</strong></p>
<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-478" title="blackbjpg" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/blackbjpg-100x160.jpg" alt="" width="93" height="149" /> <img class="alignleft size-thumbnail wp-image-479" title="radkau2" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/radkau2-100x150.jpg" alt="" width="100" height="150" />Am Anfang war das Wasser . Dann aber sind es die Rohstoffe Holz, Kohle und Lehm vor allem, die Deutschland zu einem bedeutenden Industriestandort werden ließen. Mit Hilfe der Wasserkraft entstehen darauf Industrien, die Papier und Glas herstellen, Metalle und Seide verarbeiten. Außereuropäische Stoffe wie Kaffee, Kakao und Farbstoffe kommen hinzu. Ein spannender Abend voller Stoffgeschichten vom Wasser zum Wissen.<span id="more-440"></span></p>
<p>Vorgestellt und gelesen werden u.a.:</p>
<p>David Blackbourn, Die Eroberung der Natur (DVA)<br />
Niall Ferguson, Der Aufstieg des Geldes (Econ)<br />
Johannes Fried, Wissenskulturen (Campus)<br />
Gunther Hirschfelder, Purer Genuss? (Campus)<br />
Heinrich Eduard Jacobs, Kaffee (Oekom)<br />
Peter Cornelius Mayer-Tasch, Welt ohne Wasser (Campus)<br />
Luitgard Marschall, Aluminium - Metall der Moderne (Oekom)<br />
Sidney Mintz, Die süße Macht (Campus)<br />
Reinhard Osteroth, Erfinderwelten (Rowohlt Berlin)<br />
Joachim Radkau, Holz (Oekom)<br />
Joachim Radkau, Technik in Deutschland (Campus)<br />
Ulf von Rauchhaupt, Die Ordnung der Stoffe (S. Fischer)<br />
Jens Soentgen, Armin Reller: CO 2 - Lebenselixier und Klimakiller (Oekom)<br />
Tom Vanderbilt, Auto (Hoffmann und Campe)<br />
Andreas Weber, Biokapital (Berlin)<br />
Florian Werner, Die Kuh (Nagel &amp; Kimche)</p>
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		<title>„Dieser langweilige und wenig erträgliche Zustand …“</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Apr 2009 23:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Buchmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Prof. Dr. Michel Clement
Dipl. Eva Blömeke
Dr. Frank Sambeth
Ökonomie der Buchindustrie
Herausforderungen in der Buchbranche erfolgreich managen
Gabler 2009
Vor wenigen Tagen erschien im Tagesspiegel ein Bericht über den Zustand des Buchhandels im Allgemeinen und des Berufsbilds des Sortimenters im Besonderen. Die dort vielzitierten „bibliophilen Kreise“, die ironischerweise gegen die Buchhändler abgegrenzt werden, die sich ihrerseits doch selbst diesen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/clement-100x141.jpg" alt="" title="clement" width="100" height="141" class="alignleft size-thumbnail wp-image-473" />Prof. Dr. Michel Clement<br />
Dipl. Eva Blömeke<br />
Dr. Frank Sambeth<br />
<strong>Ökonomie der Buchindustrie</strong><br />
Herausforderungen in der Buchbranche erfolgreich managen<br />
Gabler 2009</p>
<p>Vor wenigen Tagen erschien im <a href="http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/geschichte/Buchhandel-E-Book;art15504,2766230">Tagesspiegel ein Bericht über den Zustand des Buchhandels</a> im Allgemeinen und des Berufsbilds des Sortimenters im Besonderen. Die dort vielzitierten „bibliophilen Kreise“, die ironischerweise gegen die Buchhändler abgegrenzt werden, die sich ihrerseits doch selbst diesen Kreisen zurechnen oder doch zumindest den Anspruch erheben sollten, zu diesen zu gehören –, eben diese „bibliophilen Kreise“ werden einen Bezug zu einem Artikel von <a href="http://www.zeno.org/Literatur/M/Tucholsky,+Kurt/Werke/1914/Der+deutsche+Buchh%C3%A4ndler">Tucholsky über die deutschen Buchhändler ziehen, der vor 95 Jahren in der Schaubühne</a> erschien.</p>
<p>Tucholsky beklagt dort ein Grundübel und erweist sich damit nicht nur als aktueller denn je sondern auch noch ein wenig hellsichtiger als der Journalist des Tagesspiegels. Während letzterer zwar von ähnlichen Beobachtungen wie Tucholsky ausgeht, stört dieser sich zwar ebenfalls an der mangelnden Sachkenntnis von Buchhändlern. Dies übrigens ein Beleg, dass Bildungsbürger und fachkundige Vielleser die Buchhändler nicht erst seit heute als ungebildet bzw. als ungenügend gebildet empfinden. Tucholsky führt dies auf einen Umstand zurück, der in der Branche ebenfalls nicht neu ist: die Buchhändler verdienen zu wenig. Dann kommt er zu seinem grundlegenden Kritikpunkt, in dem er das Grundübel sieht, nämlich nicht einer Ökonomisierung als solcher, sondern einer fehlenden Sachkenntnis, die nun leider nicht nur die Literatur und die Allgemeinbildung, sondern auch die ökonomischen Leitlinien erfasst hat.</p>
<p><strong>Ökonomisierung ohne Fachkenntnis</strong><span id="more-472"></span></p>
<p>So könnte man in Anlehnung an Tucholsky den Taggesspiegelartikel etwas relativieren und sagen, das Problem bestehe nicht in einer fortschreitenden Ökonomisierung der Buchbranche, sondern in einer Ökonomisierung ohne Fachkenntnis. <!--more-->Weder eine alle regionale Unterschiede ignorierende Ökonomisierung noch eine Ökonomisierung, die den Einkauf in zentrale Stellen ohne Kundenkontakt verlagert, noch ein Einsparen an qualifiziertem Personal, noch ein Bestellverhalten, dass sich ausschließlich an der Buchdicke und nicht mehr am Inhalt orientiert, ist eine mit Fachkenntnissen gesegnete Ökonomisierung. Ein aktuelles und wunderbares Beispiel aus der Fachliteratur für die Unkenntnis sowohl der Ökonomie wie der buchhändlerischen Praxis ist der Band „Die Ökonomie der Buchindustrie“, der vor kurzem im Gablerverlag erschienen ist.</p>
<p><strong>Pressespiegel statt Wissenschaft</strong></p>
<p>Dieser Band wurde just in dem Moment auf den Markt geworfen, als die zweite Presswehe der Totgeburt des Sonyreaders die Branche ereilte und sich die berufsberatenden Autoren des Bandes unproportional ausführlich dem Thema E-Book widmeten (der Stand der Dinge rechtfertigt hier wohl inzwischen die Verwendung des Präteritums), besteht ihr Beruf doch in der Durchsetzung von Neuem (oder sollte man besser formulieren – Anderem?) als Selbstzweck. Die Kommentare der Kollegen Buchhändler zu den Texten dieses Bandes sollen hier aus Schicklichkeitsgründen unzitiert bleiben. Ohnehin steht in diesem Band für die Branchenpraktiker nichts Neues – sieht man sich die Literaturlisten genauer an, entdeckt man nur selten einen Text, der nicht im Börsenblatt oder Buchreport veröffentlicht wurde. Dieser Band ist bei weitem kein Ratgeber, der einem Branchenpraktiker bei der täglichen Arbeit oder Ausrichtung seines Betriebs behilflich sein könnte; seinen Grund hat dies in einer weiteren, nämlich einer wissenschaftlichen Unzulänglichkeit: hier werden Brachendiskussionen der Branchenpresse entnommen und lediglich zusammengestellt und wiedergegeben. Auf fundierte (wirtschafts-)wissenschaftliche Erklärungen statt reiner Beschreibungen wartet man vergeblich. Nur aus solchen Erklärungen hätten sich fundierte und zielgerichtete Ratschläge ableiten lassen. Ist es also Selbstironie oder unfreiwillige Komik, dass sich der Band mit dem Begriff „Buchindustrie“ ausgerechnet an Adornos „Kulturindustrie“ anlehnt?</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Literaturverzeichnis Sachbuchgeschichte Technik Auto</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-sachbuchgeschichte-technik-auto/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Jan 2009 13:02:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Primärliteratur (Auto):
Emil Jung, Radfahrseuche und Automobil-Unfug (1902)
Otto Julius Bierbaum, Eine empfindsame Reise im Automobil (1903)
Theodor Lessing, Der Lärm (1908)
Paul Grätz, Im Auto quer durch Afrika (1910)
Filius (= A. Schmal), Die Kunst des Fahrens (1922)
Henry Ford, Mein Leben und Werk (1923)
Filius (= A. Schmal): Ohne Chauffeur (1924)
Carl Benz, Lebensfahrt eines deutschen Erfinders (1925)
Egon Erwin Kisch, Paradies [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Primärliteratur (Auto):</strong></p>
<p>Emil Jung, Radfahrseuche und Automobil-Unfug (1902)</p>
<p>Otto Julius Bierbaum, Eine empfindsame Reise im Automobil (1903)</p>
<p>Theodor Lessing, Der Lärm (1908)</p>
<p>Paul Grätz, Im Auto quer durch Afrika (1910)</p>
<p>Filius (= A. Schmal), Die Kunst des Fahrens (1922)</p>
<p>Henry Ford, Mein Leben und Werk (1923)</p>
<p>Filius (= A. Schmal): Ohne Chauffeur (1924)</p>
<p>Carl Benz, Lebensfahrt eines deutschen Erfinders (1925)</p>
<p>Egon Erwin Kisch, Paradies Amerika</p>
<p>Heinrich Hauser, Feldwege nach Chicago (1928)</p>
<p>Ilja Ehrenburg, Das Leben der Autos (1929)</p>
<p>Edlef Köppen, Heeresbericht (1930)</p>
<p>Franz Buchholz, Der gefährliche Augenblick (Einleitung Ernst Jünger) (1931)</p>
<p>Heinrich Hauser, Am laufenden Band (1936)</p>
<p>August Horch, Ich baute Autos (1937)</p>
<p>Wilfried Bade, Das Auto erobert die Welt (1938)</p>
<p>Heinz Sponsel, Liebesbriefe an mein Auto (1951)</p>
<p>Alexander Spoerl, Mit dem Auto auf du (1953)</p>
<p>Eugen Diesel, Wir und das Auto (1956)</p>
<p>Hans Erb, Auto über alles (1966)</p>
<p>Norbert Norton, Weltmacht Auto (1966)</p>
<p>Rainer Schönhammer, Das Leiden am Beifahren (1995)</p>
<p>Franz Josef Oller (Hrsg.) Mein erstes Auto (1996)</p>
<p>Susanne Vieser, Frauen in Fahrt (1996)</p>
<p>Frank Lämmel, Autofahren (1998)</p>
<p><strong>Sekundärliteratur (Auto):</strong></p>
<p>Borscheid: Das Tempo-Virus, 2004</p>
<p>Härtel, Stromlinien, 2004 </p>
<p>Möser, Geschichte des Autos, 2002 usw</p>
<p>Johann-Günther König: Die Geschichte des Automobils. Reclam: Stuttgart 2010.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Literaturverzeichnis Methoden und Theorien Diskurstheorie</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-methoden-und-theorien-diskurstheorie/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturverzeichnis-methoden-und-theorien-diskurstheorie/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 2008 23:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>noname</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[
Diskurs gescheitert
Pierre Bourdieu: Die Regeln der Kunst. Genese und Struktur des literarischen Feldes. Frankfurt: Suhrkamp 1999. 
Michel Foucault: Der Wille zum Wissen. Sexualität und Wahrheit. Frankfurt: Suhrkamp 1977. 
Andy Hahnemann: Texturen des Globalen. Geopolitik und populäre Literatur in der Zwischenkriegszeit 1918-1939. Diss. Universitätsverlag Winter: Heidelberg 2010.
Achim Landwehr: Historische Diskursanalyse. Frankfurt 2008.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-976" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/neue-illus-008.jpg" alt="" width="406" height="541" /><br />
<em>Diskurs gescheitert</em></p>
<p>Pierre Bourdieu: Die Regeln der Kunst. Genese und Struktur des literarischen Feldes. Frankfurt: Suhrkamp 1999. </p>
<p>Michel Foucault: Der Wille zum Wissen. Sexualität und Wahrheit. Frankfurt: Suhrkamp 1977. </p>
<p>Andy Hahnemann: Texturen des Globalen. Geopolitik und populäre Literatur in der Zwischenkriegszeit 1918-1939. Diss. Universitätsverlag Winter: Heidelberg 2010.</p>
<p>Achim Landwehr: Historische Diskursanalyse. Frankfurt 2008.</p>
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		</item>
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		<title>Literaturbetriebsforschung</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/literaturbetriebsforschung/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Dec 2008 21:06:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Das große Versprechen der Geisteswissenschaften lautete einmal mutabor, ich werde verwandelt werden. Dieser fromme Glaube an die Macht der Verwandlung durch die Bücher scheint allerdings langsam verloren zu gehen.
Daneben wird der banale Kostendruck auf die Nebenbetriebsstellen der Wissensgesellschaft in letzter Zeit besonders plausibel. So sind es sogar die Studenten der Geisteswissenschaften selbst, die verstärkt nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das große Versprechen der Geisteswissenschaften lautete einmal <em>mutabor</em>, ich werde verwandelt werden. Dieser fromme Glaube an die Macht der Verwandlung durch die Bücher scheint allerdings langsam verloren zu gehen.</p>
<p>Daneben wird der banale Kostendruck auf die Nebenbetriebsstellen der Wissensgesellschaft in letzter Zeit besonders plausibel. So sind es sogar die Studenten der Geisteswissenschaften selbst, die verstärkt nach objektiven Verwertungsmöglichkeiten ihres akkumulierten Wissens fragen. Eine bloß subjektive Verwertung eines geisteswissenschaftlichen Studiums, an deren Ende die Verwandlung stehen sollte, scheint den Studenten selbst kein nachvollziehbares oder glaubwürdiges Ziel mehr.</p>
<p>Im Sommersemester 2009 wird unter der Ägide von Prof. Burkhardt Krause am <a href="http://fakultaet.geist-soz.uni-karlsruhe.de/szk/index.php">Studienzentrum Kulturarbeit (SZK) der Universität Karlsruhe (TH)</a> das Seminar <em>Einführung in den Literaturbetrieb</em> statt finden. Gegenstand einer Literaturbetriebsforschung sind die Darstellungs- und Verwertungsplattformen der Literatur, zu denen Buchhandels-, Verlagswesen, Literaturvereine, literarische Agenturen und die Literaturkritik zählen. Sie alle versuchen dem ästhetischen und kulturellen Anspruch ihres Gegenstandes gerecht zu werden und ihn zugleich zu verwerten.<span id="more-407"></span></p>
<p>Denn Bücher sind zunächst - manchmal sogar bevor sie geschrieben werden - Gegenstände der Kalkulation, der Distribution und Zirkulation. Eine lange aber deshalb noch nicht sättigende Nahrungskette der Literatur, deren Zwischenglieder weder den Produktionsprozess noch den Leseprozess unbeeinflusst lassen. Dass man sich dieser Einflüsse nicht bewusst werden mag, ist hinzunehmen, die es trotzdem mögen, haben dazu nun innerhalb der Literaturbetriebsforschung Gelegenheit. Dazu sind Kenntnisse der konkreten Arbeitsbedingungen in den jeweiligen Branchen unabdingbar.</p>
<p>Vielleicht wird den Studenten nach dem Abschreiten der literarischen Verwertungskette, wie im Märchen von Hauff, das heute vergessen scheinende <em>mutabor</em> wieder einfallen und wirken.</p>
<p>Das <a href="http://www.literaturbetrieb.wg.am/">Studienzentrum Kulturarbeit (SZK) der Universität Karlsruhe (TH) hat ein Portal</a> eingerichtet, auf dem die ersten Module einer Literturbetriebsforschung von Michael Buchmann entwickelt und vorgestellt werden.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Defintion des Sachbuchs im Dreisprung</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/defintion-des-sachbuchs-im-dreisprung/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Dec 2008 23:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem Artikel äußert sich Ute König zum Sachbuch.  Sie können ihn hier lesen. Dieser Artikel steckt bis obenhin voll von Auffassungen, die sich mehr der bloßen Meinungsfreude der Autorin als der Lektüre wirklicher Sachbücher verdanken. Zum Thema Schule fühlt sich ja auch jeder kompetent sich zu äußern, schließlich hat man jahrelange Erfahrungen damit. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem Artikel äußert sich Ute König zum Sachbuch. <a href="http://buecher-ratgeber-lebenshilfe.suite101.de/article.cfm/das_genre_sachbuch"> Sie können ihn hier lesen.</a> Dieser Artikel steckt bis obenhin voll von Auffassungen, die sich mehr der bloßen Meinungsfreude der Autorin als der Lektüre wirklicher Sachbücher verdanken. Zum Thema Schule fühlt sich ja auch jeder kompetent sich zu äußern, schließlich hat man jahrelange Erfahrungen damit. Die Defintion von Sachbüchern wird dabei ähnlich leichtfertig angegangen. Da muss man nur den Begriff auseinander nehmen und von Büchern und Sachen reden. Bücher kennt jeder, muss man also nicht drüber reden. </p>
<p>Über die Sachen schreibt Frau König dann holprig: &#8220;Charakteristisch für ein Sachbuch ist, dass es allein durch seine Thematik Auskunft gibt über gesellschaftliche Probleme und Trends. Das Sachbuch beschäftigt sich immer mit einem Thema seiner Zeit und spiegelt somit Entwicklungen in der Gesellschaft wieder. (sic!) Wie kein anderes Genre ist das Sachbuch auf das &#8216;Heute&#8217; fokussiert, es will dem Leser jetzt etwas nahe bringen, ihn in seiner jetzigen Situation ansprechen.&#8221; </p>
<p>Unter der Überschrift &#8220;Vermittlung von anwendbarem Wissen&#8221; erfolgt ausgerechnet der Hinweis auf den Klassiker von Ceram: &#8220;Mit einer Gesamtauflage von 5 Millionen Exemplaren ist <em>Götter, Gräber und Gelehrte</em> von C.W. Ceram bis heute das erfolgreichste Sachbuch. Es gilt in Deutschland als Wegbereiter des modernen Sachbuchs. Ceram führt den Leser in die Methoden und Ergebnisse seiner Wissenschaft ein, indem er die Geschichte der Archäologie als Tatsachenroman erzählt.&#8221;<br />
Es gilt eben nur als Wegbereiter, ist es aber nicht. Wir sollten den nachwachsenden Autoren nicht solche abgedroschenen Unsinn erzählen. </p>
<p>Denn zweifellos hat Frau König Ceram nur flüchtig gelesen, denn sie schreibt: &#8220;Letzten Endes erhält der Leser aber nur so viel Wissen, wie er für den Smalltalk auf einer Party braucht.&#8221; Eine Auskunft über Sachbücher, die ich im Rahmen der Veranstaltungsreihe <em>Immer schön sachlich</em> häufiger höre. Ich glaube aber, die Leute, die sowas sagen, werden gar nicht so oft auf Partys eingeladen. Und das liegt nicht an den Sachbüchern. </p>
<p>Fassen wir zusammen: Der Dreisprung einer Sachbuchdefintion setzt sich aus Hinweisen zu Inhalt, Historie und Funktion des Sachbuchs zusammen. Beim Inhalt wird Aktualität angenommen, bei der Historie wird Ceram genannt und bei der Funktion wird auf dummes Partygeschwätz verwiesen. Eine Defintion des Sachbuchs, die den unschlagbaren Vorteil hat, dass sie sich ohne Lektüre von Sachbüchern als besonders verbreitungsfähig erweist.</p>
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		<title>Autoren der Sachen an sich</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/autoren-der-sachen-an-sich/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Dec 2008 09:41:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Über Sach- und Fachbuchkritik veröffentlicht Felix Struening eine Analyse zur Verbreitung und Struktur. Man bekommt darin eine Theorie der Sachliteratur und dazu noch eine Theorie der Literaturkritik geliefert, die dann in einem dritten Teil empirisch an Hand der Rezensionen von FAZ, NZZ und ZEIT etc. überprüft werden. Sachbücher können da nicht auch noch erwartet werden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über <em>Sach- und Fachbuchkritik</em> veröffentlicht Felix Struening eine <em>Analyse zur Verbreitung und Struktur</em>. Man bekommt darin eine <em>Theorie der Sachliteratur</em> und dazu noch eine <em>Theorie der Literaturkritik</em> geliefert, die dann in einem dritten Teil empirisch an Hand der Rezensionen von FAZ, NZZ und ZEIT etc. überprüft werden. Sachbücher können da nicht auch noch erwartet werden, mit den üblichen Verdächtigen wie C. W. Ceram und Stefan Klein als Ausnahmen. Die Ergebisse, die Strüning hier im Rahmen dieser Arbeit vorlegt, sind hochinteressant. Interessant und aufschlussreich ist aber auch der Rahmen, innerhalb dessen sich die Arbeit liest.</p>
<p><strong>Rillenabhängigkeit im akademischen Tross</strong></p>
<p>Die ewig gleiche Spur und Rille, auf der Sachbücher in Deutschland geführt werden, da ist sich der akademische Tross mit dem publizistischen Feuilleton offenbar einig, wird auch hier nur noch einmal vertieft. Diese Rille heißt Inhalt statt Form, Faktum statt Funktion, Fundiertheit statt Fun, heißt Unterhalt statt Unterhaltung, heißt schließlich Sturheit statt Stil. Diese Rillenabhängigkeit findet sich dann begreiflicherweise auch bei Struening. Eingeklemmt zwischen akademischen Anforderungen im Sachbuch zu suchen und dann auch nach Maßgabe des Feuilletons vorzufinden, was diese Rille hergibt, bleibt er hier auf Spur. Fatal immerhin, dass die Selbstaussagen der Autoren zum Sachbuch, die der Autor alle bringt, nicht weniger fragwürdig sind.</p>
<p><strong>Autoren, Rezensenten und Beobachter auf Spur</strong></p>
<p>In seiner Auswertung schreibt Strüning: &#8220;Die Ergebnisse der Untersuchung zur Mehrfach-Erfüllung der Kriterien zeigten einen starken Fokus auf Inhalt und Kontext der besprochenen Bücher. Dies kann als Hinweis auf die hohe Wichtigkeit der Sache an sich (im Gegensatz zum Stil) gewertet werden.&#8221; (S. 119) Die Gefahr, die ich darin erblicke, ist folgende: Man stelle sich vor, auch unsere deutschen Autoren von Sachbüchern haben einen solchen starken Fokus auf den Inhalt? Und sie haben ihn! Und so schreiben sie manchmal auch. Autoren spuren da nicht weniger als ihre Rezensenten und die Beobachter von Autoren und Rezensenten.</p>
<p><strong>Stilkritik außer Sichtweite</strong></p>
<p>Strüning ist daher schon fast gezwungen den oben zitierten Satz mit der Fußnote zu kommentieren: &#8220;Ob stilistische Merkmale in der Literaturkritik eine größere Rolle spielen, wäre an anderer Stelle zu untersuchen.&#8221; Ja, leider, bei der Literaturkritik der Sachbücher und in einer Analyse zu ihrer Verbreitung und Struktur, wie sie Strüning vorlegt, ist Stilkritik, ist Kritik der Machart weit außer Sichtweite. Woran das liegt? Na, man kommt in Wahrheit gar nicht auf den Gedanken, hier Literatur vor sich zu haben. Denkbar ist also, dass eine solche Untersuchung ohne Ergebnis bliebe, eine solche Magisterarbeit also gar nicht geschrieben werden könnte. Da hat sich Felix Strüning, was unbedingt für ihn spricht, zweifellos richtig entschieden.</p>
<p>Auf seinem Rezensionsblog <a href="http://www.BuchTest.com">www.BuchTest.com</a> kann er das ja dann in Zukunft auszugleichen suchen.</p>
<p>Hier der Link zur Magisterarbeit von Felix Strüning, die bei Erhard Schütz im Rahmen des Forschungsprojektes zum Sachbuch in Berlin enstanden ist. Sie wurde im Verlag LiteraturWissenschaft von Thomas Anz als Online-Publikation veröffentlicht:  <a href="http://www.literaturwissenschaft.de/content_onlineStruening_Sachbuchkritik.php">http://www.literaturwissenschaft.de/content_onlineStruening_Sachbuchkritik.php</a></p>
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		<title>Erzählen</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/erzahlen/</link>
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		<pubDate>Sun, 02 Nov 2008 23:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[
22 Arten, eine Welt zu schaffen. Erzählen als Universalkompetenz. Herausgegeben von Alf Mentzer und Ulrich Sonnenschein. Fischer Taschenbuch 2008
Unter dem Gesichtpunkt der Erzählung, das zeigt dieser Band aus dem Funkkolleg des Hessischen Rundfunks, werden plötzlich auch die anderen Gattungen und Formen sichtbar, in denen erzählt wird. Dabei werden Reiseberichte, politische Sachbücher, Bücher über Religion, psychologische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/arten-100x152.jpg" alt="" title="arten" width="100" height="152" class="alignleft size-thumbnail wp-image-364" /><br />
<strong>22 Arten, eine Welt zu schaffen. Erzählen als Universalkompetenz.</strong> Herausgegeben von Alf Mentzer und Ulrich Sonnenschein. Fischer Taschenbuch 2008</p>
<p>Unter dem Gesichtpunkt der Erzählung, das zeigt dieser Band aus dem Funkkolleg des Hessischen Rundfunks, werden plötzlich auch die anderen Gattungen und Formen sichtbar, in denen erzählt wird. Dabei werden Reiseberichte, politische Sachbücher, Bücher über Religion, psychologische Ratgeber, ja sogar das Erzählen in der Wissenschaft genannt und erläutert. Ein wunderbares Einführungsbuch für alle, die sich mit dem Sachbuch beschäftigen wollen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Modellbaukasten</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/der-modellbaukasten/</link>
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		<pubDate>Fri, 31 Oct 2008 14:37:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[
Mikael Krogerus, Roman Tschäppeler 
50 Erfolgsmodelle
Kein &#038; Aber 2008
Dass ein Buch nicht zur Gattung des erzählenden Sachbuchs gehört, soll uns hier nicht davon abhalten, es kurz vorstellen. Denn es ist sehr schön gemacht. Es ist handlich. Und, wichtiger noch, es ist eine wunderbare Basis für die Modellierung der Inhalte und Stoffe des erzählenden Sachbuchs. Daher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/krogerus-100x157.jpg" alt="" title="krogerus" width="100" height="157" class="alignleft size-thumbnail wp-image-363" /><br />
<strong>Mikael Krogerus, Roman Tschäppeler </strong><br />
<strong>50 Erfolgsmodelle</strong><br />
Kein &#038; Aber 2008</p>
<p>Dass ein Buch nicht zur Gattung des erzählenden Sachbuchs gehört, soll uns hier nicht davon abhalten, es kurz vorstellen. Denn es ist sehr schön gemacht. Es ist handlich. Und, wichtiger noch, es ist eine wunderbare Basis für die Modellierung der Inhalte und Stoffe des erzählenden Sachbuchs. Daher kann es die hier gelegentlich auftauchenden Empfehlungen an die Sachbuchautoren gut ergänzen. Ein Baukasten, mit dessen Hilfe sich Stoffe strukturieren (und vereinfachen) lassen, um sie danach zu erzählen. Insofern ist dieses Buch über Modelle selbst ein Modell, ein Modellbaukasten. </p>
<p>Die Autoren fordern auch dazu auf, Ergänzungen mitzuteilen. Dieser Aufforderung komme ich gerne nach und wünsche mir das im Buch aufgeführte Sinus-Milieu-Modell (es ist nicht ganz einfach, sich das komplett zu merken) und den ebenfalls dort wiedergegebenen Bourdieu-Kosmos (der ist sehr französisch) ergänzt durch das von Gerhard Schulze entwickelte Modell der Erlebnisgesellschaft.</p>
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		</item>
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		<title>Der ehrbare Kaufmann</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/der-ehrbare-kaufmann/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/der-ehrbare-kaufmann/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 12 Oct 2008 23:01:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Alte Sachbücher kommen immer wieder in Mode und sei es nur durch den Titel. So ist in den Zeiten der Krise der Finanzmärkte häufiger wieder vom ehrbaren Kaufmann die Rede. Was das denn für einer sei, hat 1936 bereits Theodor Bohner in seiner Geschichte des Handels und der Gewerbe versucht festzustellen. Im ersten Kapitel verteidigt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alte Sachbücher kommen immer wieder in Mode und sei es nur durch den Titel. So ist in den Zeiten der Krise der Finanzmärkte häufiger wieder vom <em>ehrbaren Kaufmann </em>die Rede. Was das denn für einer sei, hat 1936 bereits Theodor Bohner in seiner Geschichte des Handels und der Gewerbe versucht festzustellen. Im ersten Kapitel verteidigt er das Altfränkische des Titels gegen neuere Formulierungen, denn die gerade heute wieder entdeckte Realwirtschaft bildete auch schon damals die Basis aller Wertschöpfungen. Eine Neuauflage des Buches erschien 1956. Die Einleitung und das Inhaltverzeichnis der Erstausgabe lässt sich hier lesen: <a href="http://www.sachbuchforschung.de/SBDB/pix/PDF/Bohner-Kaufmann-Inhalt.pdf">http://www.sachbuchforschung.de/SBDB/pix/PDF/Bohner-Kaufmann-Inhalt.pdf</a></p>
<p><strong>Theodor Bohner</strong><br />
Der ehrbare Kaufmann. Ein Jahrhundert in Deutschlands Kontoren und Fabriken<br />
Meiner Verlag</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.immer-schoen-sachlich.de/der-ehrbare-kaufmann/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Hassprediger und Hetzkaplan - Sozialfiguren der Kulturkämpfe in Köln</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/hassprediger-und-hetzkaplan-sozialfiguren-der-kulturkampfe/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/hassprediger-und-hetzkaplan-sozialfiguren-der-kulturkampfe/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Sep 2008 23:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Innerhalb einer Geschichte des Sachbuchs finden sich zahlreiche öffentliche Debatten dokumentiert, die wie die Blaupausen gegenwärtiger Auseinandersetzungen wirken. War doch gerade Köln um die vorletzte Jahrhundertwende eine Hochburg katholischer, das hieß damals &#8220;internationaler&#8221;, also staatlicherseits irgendwie unzuverlässiger Zeitgenossen. Die Debatten von damals, in deren Verlauf der preußisch-protestantische Staat katholische Priester von der Kanzel herunter verhaftete, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Innerhalb einer <em>Geschichte des Sachbuchs</em> finden sich zahlreiche öffentliche Debatten dokumentiert, die wie die Blaupausen gegenwärtiger Auseinandersetzungen wirken. War doch gerade Köln um die vorletzte Jahrhundertwende eine Hochburg katholischer, das hieß damals &#8220;internationaler&#8221;, also staatlicherseits irgendwie unzuverlässiger Zeitgenossen. Die Debatten von damals, in deren Verlauf der preußisch-protestantische Staat katholische Priester von der Kanzel herunter verhaftete, ähneln in vielen Punkten der aktuellen Islam- und Migrationsdebatte. Historiker wie Nipperdey sprechen gar davon, dass das deutsche Reich nahezu am Rande eines Bürgerkriegs gewesen sei. Nun, soweit wird es &#8220;pro Köln&#8221; nicht bringen. </p>
<p>Die verwandten Elemente der Katholiszismus-Debatte damals und Islam-Debatte heute sind: Unannehmbare Dogmen (Unbefleckte Empfängnis Mariens von 1854, Unfehlbarkeitsdogma von 1870), bewusste Ächtung moderner Errungenschaften (Syllabus von 1864 und 1907), Internationalität vor Nationalität (Ultramontanismus), extreme Bildungsdefizite in katholisch geprägten Gebieten Deutschlands und schließlich die Herausbildung der Sozialfigur des „Hetzkaplans“. Da mag es beruhigend wirken, dass am Ende die Gründung einer Partei der Minderheit und nicht etwa der Mehrheit steht.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Holmes lebt - Taktische Thesenbildung</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/holmes-lebt-anschaulichkeit-durch-ungenauigkeit/</link>
		<comments>http://www.immer-schoen-sachlich.de/holmes-lebt-anschaulichkeit-durch-ungenauigkeit/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 31 Aug 2008 23:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Buchmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.immer-schoen-sachlich.de/?p=318</guid>
		<description><![CDATA[Pierre Bayard
Freispruch für den Hund der Baskervilles. Hier irrte Sherlock Holmes
Kunstmann 2008
Den Ausgangspunkt für Bayards neueste Untersuchung bildet eine ebenso einleuchtende wie verblüffende Feststellung: sowohl Krimiliebhaber wie auch professionelle Leser scheinen von einem unerschütterlichen Glauben an die Richtigkeit der Ergebnisse der ermittelnden Figuren in Krimis beseelt zu sein. Nachdem sowohl die Autorität des Autors als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/bayard-100x159.jpg" alt="" title="bayard" width="100" height="159" class="alignleft size-thumbnail wp-image-319" /><strong>Pierre Bayard<br />
Freispruch für den Hund der Baskervilles. Hier irrte Sherlock Holmes<br />
Kunstmann 2008</strong></p>
<p>Den Ausgangspunkt für Bayards neueste Untersuchung bildet eine ebenso einleuchtende wie verblüffende Feststellung: sowohl Krimiliebhaber wie auch professionelle Leser scheinen von einem unerschütterlichen Glauben an die Richtigkeit der Ergebnisse der ermittelnden Figuren in Krimis beseelt zu sein. Nachdem sowohl die Autorität des Autors als auch die des Erzählers durch die Literaturwissenschaft erschüttert wurde, scheint die Autoritätsgläubigkeit in ermittelnden Kommissarfiguren ein Rückzugsgebiet gefunden zu haben. Und Bayard nimmt es gleich mit dem prominentesten Vertreter seiner Art auf, mit Sherlock Holmes.<span id="more-318"></span></p>
<p>Man ahnt, dass Bayard versuchen wird, Sherlock Holmes einen Irrtum in dessen Fall Baskerville nachzuweisen. <!--more-->Unabhängig davon, ob man nun den Ergebnissen von Bayards „Ermittlungen“ Glauben schenkt oder nicht – das Buch ist weniger auf der inhaltlichen als auf der formalen Ebene von Interesse.</p>
<p>Denn im Umgang mit der Inkohärenz von Angaben eines Krimis zeigt sich ein paradigmatischer Unterschied im Interesse, das von der Literaturwissenschaft und Fachbüchern einerseits und der interessierten Öffentlichkeit und Sachbüchern andererseits an ein und denselben literarischen Text herangetragen wird: das Sachbuch als Anwalt öffentlichen Interesses frägt zunächst nach demjenigen, was die inhaltliche Ebene betrifft – vorzugsweise nach dem Whodunit. Wer war der Mörder? Und wenn nicht der von Sherlock Holmes zur Strecke gebrachte, wer war es dann? Insofern versucht Bayard im Stile eines Krimis, die Ermittlungen über die Länge des Textes zu strecken und sich die spektakuläre Enthüllung für das Ende aufzusparen.</p>
<p>Und so wie ein ambitionierter Krimi die Handlung und das Whodunit dazu nutzt, um den Lesern weniger schmackhafte als ambitionierte Aphorismen unterzujubeln, so verwendet Bayard seine eigene „Ermittlungen“ und deren Versprechen auf die Enthüllung des „eigentlichen“ Täters dazu, auch die Erwartungen seiner Kollegen vom Fach zu befriedigen. Denn die Literaturwissenschaft interessiert sich vor dem Hintergrund der Inkohärenz des Inhaltes eines Textes für ganz andere Fragen. Bayard selbst bezieht seine Beobachtung vor allem auf die Dichotomie von Fiktionalität und Faktualität und zwar auf eine Weise, die fatale ontologische Züge annimmt. Aber gehen wir die einzelnen Thesen und Schilderungen kurz im Einzelnen durch.<br />
<strong><br />
Zwischenwelten?</strong></p>
<p>Bayard geht von der Feststellung aus, dass ein literarischer Text kein geschlossenes System bildet: „Vor allem aber ist die Welt, die der literarische Text kreiert, eine unvollständige Welt, [&#8230;]“. Die Literaturwissenschaft spricht seit Ingarden von den „Leerstellen“ des Textes. Und so kamen die Rezeptionstheoetiker Jauß und Iser, im Anschluss an Ingarden, auf die Idee, dass es an der Phantasie des Lesers sei, diese Leerstellen bei Bedarf auszuschmücken. Bayard kommt wenig überraschend zum selben Schluss, ohne jedoch seine Ideengeber überhaupt zu nennen:</p>
<p>„Der Leser braucht sich zunächst nicht unbedingt darum zu kümmern, was sich in diesen Leerstellen der Erzählung abspielt [!], fühlt sich aber mit großer Wahrscheinlichkeit, ganz wie bei den Beschreibungen, aufgerufen, diese Lücken zu füllen, vor allem wenn der Text rätselhafte Spuren abwesender Ereignisse aufweist.“</p>
<p>Man beachte, mit welchem Raffinement der Erzähler seine Pointe – oder sollte ich besser sagen – seinen point of attack – vorbereitet: während man vermuten sollte, dass eine Leerstelle einfach leer ist, wird in diesem Abschnitt unterstellt, dass unabhängig vom Text und unabhängig vom Leser sich in diesen Leerstellen etwas abspielt.</p>
<p>Geradezu kühn ist dann auch die These, zu der Bayard ausholt: „Diese subjektive Unvollständigkeit des Werkes, der begrenzte Charakter der Aussagen und die Unmöglichkeit, die verfügbare Zahl an Informationen zu erhöhen, führen uns zu der Annahme, dass es um jedes einzelne Werk herum eine Zwischenwelt gibt - [&#8230;]“. Er bezieht sich damit – natürlich wieder unausgesprochenerweise – auf solche Quellen wie die möglichen Welten von Leibniz oder Meinong. Oder man erinnere sich an Parsons These von der angeblichen Unverträglichkeit zwischen den Aussagen „Sherlock Holmes raucht Pfeife“ und „Sherlock Holmes existiert nicht“. In dieselbe Kerbe schlägt auch der Erzähler: „Das Problem liegt darin, dass wir es in der Sprache oft mit sogenannten &#8216;Mischsätzen&#8217; zu tun haben. Das sind Aussagen, die sich auf beide Welten, also gleichzeitig auf die Fiktion und die Realität beziehen. Sie erlauben imaginären Figuren, sich in unserer Welt zu bewegen, [&#8230;]“.</p>
<p>Allerdings scheint Bayard den Einwand Gabriels entweder nicht zu kennen oder zu hoffen, dass ihn der geneigte Leser nicht kennt. Denn Gabriel formuliert genauer und dadurch weniger wirr: „In den Romanen Conan Doyles gibt es die Beschreibung eines Detektivs, der Sherlock Holmes heißt und Pfeife raucht.“.</p>
<p><strong>Was sind Figuren?</strong></p>
<p>Bayards zweite Begründung nimmt seine erste teilweise zurück und spätestens hier muss man sich Gedanken über die Ernsthaftigkeit des Textes machen: „Es läuft auf die Feststellung hinaus, dass fiktive Figuren zwar keine materielle Wirklichkeit besitzen, wohl aber eine psychologische, und dass diese, ob man will oder nicht, unweigerlich eine Art von Existenz mit sich bringt.“ Das soll so viel heißen wie: aus der Tatsache, dass es einige Leser gibt, die die Texte Doyles etwas zu ernst nehmen und sich daher so verhalten, als gäbe es die in diesen Texten geschilderten Figuren tatsächlich, folgt, dass es diese Figuren tatsächlich gibt. Diesem Argument liegt die unausgesprochene Prämisse zu Grunde: das, woran man so fest glaubt, dass es beginnt Auswirkungen zu zeigen, gibt es wirklich. Über die Sinnhaftigkeit urteile jeder selbst.</p>
<p>Während die gerade geschilderte Passage die – man zögert diesen Begriff in diesem Zusammenhang zu verwenden – philosophische Begründung liefern soll, versucht Bayard nur wenig später, dies durch ein historisches Ereignis anschaulich zu unterfüttern und wird wohl für die meisten Leser die wenn nicht argumentatorische so doch emotionale Schlüsselszene bilden:</p>
<p>„Die Ankündigung von Sherlock Holmes&#8217; Tod führte zu Szenen kollektiver Hysterie, und manche Leser, die ihre Emotionen nicht mehr unter Kontrolle zu halten vermochten, brachen öffentlich in Schluchzen aus. Es wird auch erzählt, dass viele junge Leute, insbesondere in der City, schwarze Bänder trugen, um ihre Trauer zu bekunden. [&#8230;] Wie soll man erklären, dass der Tod eines fiktiven Geschöpfs solche Wirkungen haben kann, wenn nicht durch die Vermutung, dass es sich eben nicht nur um eine Figur der Fiktion handelt?“</p>
<p>Und wieder kann man dieses Raffinement beobachten mit dem Bayard seine Pointen vorbereitet, indem er die These im Vorhinein implizit unterschiebt. Denn wie kann man in Bezug auf eine fiktive Figur von Tod sprechen? Das bereitet die Behauptung vor, es handele sich nicht nur um eine Figur. Warum aber nicht das Naheliegende benennen, es handele sich darum, dass einige eine fiktive Figur ernster nehmen, als sie ist? Warum solche Thesen?</p>
<p><strong>Wie Bayard lesen?</strong></p>
<p>Man muss nicht autorfixiert sein, und diese Frage nur deshalb stellen, weil der Autor in seinem letzten Text das Hohelied der freien Rezeption gesungen hat. Würde man die Überschrift des vierten Kapitels ernst nehmen („Und nichts als die Wahrheit“) - und es stellt sich die Frage, ob dieses Idiom überhaupt ernst genommen werden möchte – dann würde man das Buch als wissenschaftliches lesen, was ihm bestimmt nicht gut tun würde. Aber nach welchen Kriterien beurteilt man ein Sachbuch oder auch einen Text, der seine Thesen nicht nach Grice&#8217;schen Axiomen, sondern nach Kriterien wie Provokation und Taktik aufstellt? Die Antwort ist einfach:<br />
ein solcher Text kann adäquat nur funktionalistisch gelesen werden. Bei seinem letzten Text <img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/bayard-2-100x157.jpg" alt="" title="bayard-2" width="100" height="157" class="alignleft size-thumbnail wp-image-320" /> hatte Bayard eine Entdeckung gemacht: in den Geisteswissenschaften wird häufig über Texte gesprochen, die man nicht gelesen hat. An sich ist diese Beobachtung alles andere als neu, nur das Sprechen darüber war tabu. Von dieser Beobachtung aus stellte er einerseits die These von der Umgestaltung des Textes durch die Gesprächspartner auf und sprach andererseits die Empfehlung aus, weiterhin unbesorgt doch mit entsprechender Technik über ungelesene Bücher zu sprechen. Man erkennt ein Muster: eine zutreffende Beobachtung, eine starke aber theoretisch schwer haltbare These und eine provokante Empfehlung.</p>
<p>In seinem aktuellen Buch verfährt er ähnlich: nämlich erstens die zutreffende Beobachtung, dass man der ermittelnden Figur per definitionem Glauben schenkt. Später stellt er die These von den Zwischenwelten und dem Eigenleben von Figuren auf und stellt seine Kriminalkritik vor, die die Leser dazu einladen soll, selbst zu „ermitteln“.</p>
<p>Den literaturwissenschaftlichen Teil kann man so beispielsweise nicht an seiner offenkundigen fachlichen Schwäche messen, sondern daran, wie er auf literaturwissenschaftlich wenig vorgebildete Leser wirken soll. Und hier genügt er vollkommen, um bei dieser Lesergruppe den Anschein zu erwecken, als ob er die fachliche Debatte überblicke und diese seine Thesen stütze. Dies genügt vollkommen, denn Bayard möchte andererseits diese Leser weder langweilen, noch möchte er seine These an Anschaulichkeit einbüßen sehen. Denn eine Zwischenwelt, ein in unserer Welt eindringender Sherlock Holmes sind allemal anregender als eine Trennung semantischer Ebenen.</p>
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		<title>Drei Reisen in die Dunkelheit</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Aug 2008 23:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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Dass Bücher Moden folgen, ist ihnen schnell nicht mehr anzusehen. Nach zehn Jahren, in der Regel aber schon nach wenigen Monaten, weiß das keiner mehr. Nach hundert Jahren allerdings meint man, eine Vorreiterin vor sich zu haben, die einen gesellschaftlichen Missstand aufdeckt und öffentlich macht. Man könnte das auch bei Else Spillers 1911 in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/spiller3-100x158.jpg" alt="" title="spiller" width="100" height="158" class="alignleft size-thumbnail wp-image-307" /> </p>
<p>Dass Bücher Moden folgen, ist ihnen schnell nicht mehr anzusehen. Nach zehn Jahren, in der Regel aber schon nach wenigen Monaten, weiß das keiner mehr. Nach hundert Jahren allerdings meint man, eine Vorreiterin vor sich zu haben, die einen gesellschaftlichen Missstand aufdeckt und öffentlich macht. Man könnte das auch bei Else Spillers 1911 in Buchform veröffentlichten Reportagen glauben, weil man wenig über die Zeit und die zu dieser Zeit veröffentlichten Bücher weiß. So erkundete die Jounalistin zwar nicht als erste die Armutsviertel der europäischen Großstädte, aber sicherlich als erste Frau. Über Wien erschienen - so informiert das Nachwort von Peter Payer - vorher schon Titel von Max Winter mit &#8220;Im dunkelsten Wien&#8221; und Emil Klägers &#8220;Durch die Wiener Quartiere des Elends und des Verbrechens&#8221;.<br />
<img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/bang1-100x166.jpg" alt="" title="bang" width="100" height="166" class="alignleft size-thumbnail wp-image-308" /> Analog zu den Forschungsreisen eines Henry Morton Stanley, Georg Schweinfurth oder Hans Meyer empfand man schon weit vor Else Spiller die wild wachsenden Großstädte als neu zu entdeckende Kontinente. So veröffentlichte Herman Bang bereits 1880 seine Reportage &#8220;Armenleben&#8221;, in der er in der Begleitung eines Polizisten einen touristischen Abstieg in die Hölle des Armenviertels wagt und seine Leser keineswegs schont. Diese Reportage ist, neu übersetzt von Ulrich Sonnenberg, in dem hier abgebildeten Band von Insel erschienen.<br />
<img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/stanley-100x161.jpg" alt="" title="stanley" width="100" height="161" class="alignleft size-thumbnail wp-image-309" /> Die Analogie von Afrika und Slum stellte der Begründer der Heilsarmee, William Booth, selbst her: &#8220;Wenn es ein dunkelstes Afrika gibt, gibt es nicht auch ein dunkelstes England?&#8221; Und: &#8220;Können wir nicht Parallelen finden vor unseren Toren und nur einen Steinwurf entfernt von unseren Kathedralen und Palästen ähnliche Schrecken entdecken wie jene, die Stanley in den ausgedehnten Äquatorialwäldern erlebt hat.&#8221; Die Verbindungen der Heilsarmee wußte Else Spiller - wie Bang zuvor einen erfahrenen Polizisten - für ihre Erkundungsreisen zu nutzen. Später veröffentlichte sie eine Geschichte der Heilsarmee. Auch in Hinsicht der popularisierten Darstellung zieht man gleich. Wie der Tierfotograf Carl Schillings, der seine sensationellen Bilder von Tieren in freier Wildbahn auf Vortragsreisen vermarktete, ging Elsa Spiller mit dem gesammelten Material auf Vortragsreise und berichtete von ihren Erlebnissen.</p>
<p>Else Spiller, Slums. Erlebnisse in den Schlammvierteln moderner Großstädte. Czernin Verlag 2008<br />
Herman Bang, Exzentrische Existenzen. Erzählungen und Reportagen. Insel 2007<br />
Henry M. Stanley. Wie ich Livingstone fand. Edition Erdmann</p>
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		<title>Mitteilung an junge Schreibkräfte! Das 28. Poetenfest in Erlangen</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Aug 2008 23:01:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf dem 28. Poetenfest in Erlangen widmet man sich zum ersten Mal unter der Leitung von Florian Felix Weyh dem Sachbuch. Dazu hier die hartnäckigsten Irrtümer über Sachbücher. Nebenbei wird darin der Versuch unternommen, begabten jungen Leuten, die ein Berufsziel vor Augen haben, das sich irgendwo zwischen Poet und Schreibkraft bewegt, das Sachbuch als eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem <strong>28. Poetenfest in Erlangen</strong> widmet man sich zum ersten Mal unter der Leitung von Florian Felix Weyh dem Sachbuch. Dazu hier die hartnäckigsten Irrtümer über Sachbücher. Nebenbei wird darin der Versuch unternommen, begabten jungen Leuten, die ein Berufsziel vor Augen haben, das sich irgendwo zwischen Poet und Schreibkraft bewegt, das Sachbuch als eine Form anzuempfehlen, die es verdient, ausprobiert zu werden. Dabei werde ich meine Mitteilung über einige falsche Meinungen zu Sachbüchern durch treffende Gegenbeispiele und den allzu leichtfertigen Umgang mit Sachbuchlesern mit abschreckenden Textbeispielen illustrieren. <span id="more-300"></span></p>
<p><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/reiss-100x172.jpg" alt="" title="reiss" width="100" height="172" class="alignleft size-thumbnail wp-image-310" /><strong>Sachbücher sind sachlich geschrieben.</strong></p>
<p>Sachbücher sind nicht sachlich geschrieben. Sachbücher sind nicht objektiv, oft nicht einmal objektivierend geschrieben. Das Sachbuch ist vielmehr eine besondere Form, die eine große Fülle von literarischen Strategien ermöglicht. Dabei ist gerade die Subjektivität der Autoren besonders wichtig, was Tom Reiss in seinem bewunderswürdigen <em>Orientalisten</em> zweifellos begriffen hat. Wo die Subjektivität, die man immer im Augenwinkel halten sollte, fehlt, verbirgt sich hinter dem Autor meistens ein vorgeblich interesseloser deutscher Professor. <!--more-->Besonders tollkühn im Zugriff, grandios an den eigenen Versprechungen und deren Einschränkungen scheiternd, Wolfgang Schuller: „Es soll also erzählt werden, soweit es möglich ist, und zwar in historischer Reihenfolge; eine übersichtartige Darstellung der äußeren Lebensbedingungen der Hetären, die sich auf die griechischen und römischen Verhältnisse bezieht, steht in der Mitte zwischen beiden Teilen. Ich werde im übrigen nicht in eher trockener Weise eine nach Sachgruppen geordnete Untersuchung vorlegen, sondern von den Hetären selbst erzählen, von den antiken Quellen ausgehen und dabei möglichst viele von ihnen direkt zitieren. Die historische Anordnung ist deshalb nötig, weil nur so bei dem sehr großen Zeitraum, den das Buch umfasst, der Entwicklung des Hetärenwesens und dessen Veränderungen im Lauf der Jahrhunderte Rechnung getragen werden kann. Außerdem wird die Erzählung zur Folge haben, dass von vielen konkreten Hetären die Rede ist, dass also viele Namen fallen. Das wird hoffentlich nicht verwirrend, sondern anschaulich wirken.“</p>
<p><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/figes-100x160.jpg" alt="" title="figes" width="100" height="160" class="alignleft size-thumbnail wp-image-311" /> <strong>Sachbücher vermitteln populäre Inhalte.</strong></p>
<p>Sachbücher lassen sich niemals über den Inhalt bestimmen. Ein populärer Inhalt, sei dies nun ein Pominenter, eine Automarke oder ein alltägliches Genussmittel, ist kein Garant dafür, dass das Buch populär wird. Diese Spekulationen sind bei Verlagen sehr verbreitet und führen in der Regel zu herben Enttäuschungen. Populär, verbreitet, verkäuflich oder was man immer zur Bemessungsgrundlage des Erfolgs machen will, kann jeder Inhalt werden, auf lange Sicht aber nur ein gut geschriebenes Buch. Wie Orlando Figes <em>Flüsterer</em>. Ich weiß, dass nun tausende miese, dumme und gemeine Sachbücher der Bestsellerliste genannt werden. Das ist im Vergleich zum Roman eine absurde Argumentation, denn diese Gattung wird niemals an ihren misslungensten unter den erfolgreichen  Exemplaren gemessen. Diese Argumentation scheint aber damit zusammen zu hängen, dass im Vergelich zum Roman bei uns der Kanon der Sachliteratur irgendwie auf dem Kopf steht. </p>
<p><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/gide2-100x158.jpg" alt="" title="gide2" width="100" height="158" class="alignleft size-thumbnail wp-image-312" /><strong>Sachbücher sind Tagesware.</strong></p>
<p>Ganz im Gegenteil, Sachbücher sind Literatur, die längst kanonisiert ist. Innerhalb dessen, was unser literarisches Gedächtnis der Literatur zuordnet - also halbbewusst der fiktionalen Literatur - verstecken sich eine Fülle von Sachbüchern: Biografien, Reportagen und Reiseberichte. Hier für viele sei Gides Reisebericht aus dem Kongo genannt. Erläutern kann uns diese Panik vor der Tagesware der Verfasser des berühmten <em>Briefs an einen jungen Dichter</em> in einer Passage, die er - es handelt sich um Rilke - in einem Bettelbrief an Ellen Key am 3. April 1903 geschrieben hat: „Und der Gedanke an das Geld, der sonst für mich nicht so einzeln bestanden hat, hat andere Qualen mitheraufbeschworen: diese z.B., dass ich nun auf einmal weiss, dass meine Bildung zu gar keiner bestimmten Stellung ausreicht, kaum zu einer journalistischen Tätigkeit. Und vor der gerade habe ich ein namenloses Grauen! Ich fühle zu deutlich die Schein-Verwandtschaft zwischen Litteratur und Journalismus, von denen das eine Kunst ist und also die Ewigkeit meint und das andere ein Gewerbe mitten in der Zeit: mehr in der Zeit als irgend eines sonst.“   </p>
<p><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/fossier-100x159.jpg" alt="" title="fossier" width="100" height="159" class="alignleft size-thumbnail wp-image-316" /><strong>Sachbücher werden aus Interesse an der Sache gelesen.</strong> </p>
<p>Da die Vorstellungen über das Sachbuch immer um Sachlichkeit kreisen, haben die Vorstellungen über mögliche Leser auch vage mit irgendeinem sachlichen Interesse zu tun. Dass es leidenschaftliche Leser biografischer Werke gibt, die unterschiedslos alles lesen, was zu dieser Gattung gehört, wird dabei leicht übersehen. Das Bekenntnis, das Robert Fossier in seinem Schlusswort abgibt, drückt die unklaren Vorstellungen über die Sachbuchleser sehr deutlich aus: &#8220;Ich habe in dieser Untersuchung viele Felder berührt, wobei ich mich auf einigen zugegebenermaßen nicht sehr gut auskenne. Was bedeutet das nun für meine potenziellen Leser? Tatsächlich weiß ich nicht einmal, an wen ich mich eigentlich wende. Diese Seiten können einen ausgewiesenen Fachmann für das mittelalterliche Familienrecht oder die damaligen Ernährungsmethoden und noch viel weniger einen Kenner der Dogmengeschichte sicherlich nicht zufriedenstellen. Ich erwarte, von dieser seite durchaus Proteste zu hören. Andererseits spiele ich immer wieder auf Untersuchungen, Menschen und Ereignisse an, die nicht unbedingt zum´kollektiven Gedächtnis der <em>aufgeklärten Leserschaft</em> gehören. Vielleicht ist dieses  <img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/woelk1-100x138.jpg" alt="" title="woelk1" width="100" height="138" class="alignright size-thumbnail wp-image-315" /> Buch ja tatsächlich zu vereinfachend für den Gelehrten, zu verwirrend für den Studenten und zu unverständlich für den gewöhnlichen Interessierten - ich weiß es nicht. Ich wollte einfach nur all dies zu Papier bringen. Und nun möge der geneigte Leser darüber entscheiden.&#8221; Nach dieser Liste von Lesern, für die dieses Buch nicht geschrieben ist, muss man am Ende glauben, es sei nur für mich allein geschrieben, was im Grunde auch nicht übel ist. Sachbücher werden manchmal, wie das Buch über Astronomie von Ulrich Woelk, für nur eine Person geschrieben, seine Tochter Stella. Aber liest Stella dann aus Interesse an der Astronomie dieses Buch?</p>
<p><strong>Glück, Glanz und Ruhm versprechen nur Romane, niemals Sachbücher.</strong></p>
<p>Das stimmt auch nicht, und wenn doch, dann ganz gewiss nicht für die Zukunft. Der Nimbus, der die fiktioniale deutsche Literatur umgibt, ist in Deutschland endgültig verloren. Dies hängt auch damit zusammen, dass die Rollen, die die deutschen Schriftsteller gespielt haben - sei es die des stirnrunzelnden Mahners, des tief Einsamen, des blitzenden Intellektuellen, des bigotten Unbequemen, bräsigen Querdenkers oder schlicht des eitlen Preisträgers - zu nichts mehr taugen, nicht einmal mehr zur Parodie. Zu den Gründen später einmal. Gegenüber fiktionaler Literatur wird dagegen Sachliteratur in den nächsten Jahrzehnten mächtig aufholen. Allein, was Glück, Glanz und Ruhm angeht, wird es bescheidener, um nicht zu sagen sachlicher zugehen. Dies also als dringende Empfehlung an die jungen Schreibkräfte: Schreibt Sachbücher!</p>
<p><strong>Tom Reiss, Der Orientalist. Osburg 2008<br />
Wolfgang Schuller, Die Welt der Hetären. Klett-Cotta 2008<br />
Orlando Figes, Die Flüsterer. Leben in Stalins Russland. Berlin 2008<br />
Andre Gide, Kongo und Tschad. Olms 2008<br />
Robert Fossier, Das Leben im Mittelalter. Piper 2008<br />
Ulrich Woelk, Sternenklar. Ein kleines Buch über den Himmel. Dumont 2008<br />
</strong></p>
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		<title>Höherer Hausrat</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jul 2008 23:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[
Kommunikationswissenschaft treiben, bedeutet auch, sich mit den Apparaten zu beschäftigen, derer wir uns bei unserer Kommunikation bedienen. Welcher Art die Beziehungen aber sein mögen, die zwischen dem Gerät und dem Gesprochenen existieren, weiß ich nicht. Das Handy ist da fast schon zu anspruchsvoll, vor allem hinsichtlich seiner neuerlichen Zweckentfremdung und seiner Entwicklung zum komplexen Gebilde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-279" title="img_36131" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/img_36131-100x75.jpg" alt="" width="181" height="143" /></p>
<p>Kommunikationswissenschaft treiben, bedeutet auch, sich mit den Apparaten zu beschäftigen, derer wir uns bei unserer Kommunikation bedienen. Welcher Art die Beziehungen aber sein mögen, die zwischen dem Gerät und dem Gesprochenen existieren, weiß ich nicht. Das Handy ist da fast schon zu anspruchsvoll, vor allem hinsichtlich seiner neuerlichen Zweckentfremdung und seiner Entwicklung zum komplexen Gebilde einer elaborierten Metakommunikation. Da war man um 1900 noch hinsichtlich des Telefons höchst idealistisch gesinnt: „Der Besitzer des Telefons oder eines Telegraphen wird zum sinnlosen Schwätzer werden, wenn nicht die kunstvolle Gestalt dieser Apparate oder ihrer Umgebung ihn zwingen, ihnen nur würdige Dinge anzuvertrauen“. Ein Satz von <strong>Lothar von Kunowski</strong>, dessen programmatisches Werk  <strong>Durch Kunst zum Leben</strong> in der Jahrhundertwende seine Zeitgenossen ungeheuer beeindruckte. In dieser Zeit wird Kunstlehre zur Lebenslehre. Daher wird damals in der Ästhetisierung der Alltagskultur, eine Art höherer Hausrat, der Schutzwall vor der eindringenden industriellen Moderne gesehen - errichtet mit den Mitteln der Industrie. Adorno und Horkheimer werden das fünfzig Jahre später und unter dem Stichwort der <em>Kulturindustrie</em> unbeirrt streng, aber auch absolut ergebnislos verurteilen. Der Auffassung von Kunowskis aber entspringen auch einige der schönsten Buchreihen, die bis heute Bestand haben und im Bücherschrank auch ungelesen etwas aussagen, wie selbst Adorno einmal meinte. Mehr zu Lothar von Kunowski und schön gestalteten Büchern in der 24. Folge der <em><a href="http://www.sachbuchforschung.de/html/kgds.html">Kleinen Geschichte des Sachbuchs.</a></em></p>
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		<title>Rapunzel, lass deinen Bart herunter</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jun 2008 23:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Hans Ulrich Gumbrecht schreibt in der FAZ an einem Mittwoch im Mai unter dem Titel &#8220;Die Rückkehr des totgesagten Subjekts&#8221; über eine neue Konjunktur der Biografie und führt dafür u.a. Thomas Karlaufs Buch über Stefan George an: &#8220;Diese Konjunktur wäre viel weniger interessant, wenn sie einfach die Rückkehr einer früher einmal beliebten Gattung wäre, von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hans Ulrich Gumbrecht schreibt in der FAZ an einem Mittwoch im Mai unter dem Titel &#8220;Die Rückkehr des totgesagten Subjekts&#8221; über eine neue Konjunktur der Biografie und führt dafür u.a. T<a href="http://www.immer-schoen-sachlich.de/wie-man-freunde-gewinnt/">homas Karlaufs Buch über Stefan George</a> an: &#8220;Diese Konjunktur wäre viel weniger interessant, wenn sie einfach die Rückkehr einer früher einmal beliebten Gattung wäre, von der sich Autoren und Leser etwas ermüdet abgewandt hatten.&#8221; <img class="alignleft size-thumbnail wp-image-221" title="stach2" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/stach2-100x153.jpg" alt="" width="100" height="153" /> Habe nun ach, möchte man denken und kann sich doch nicht erinnern, je genug von Biografien bekommen zu haben. Gumbrecht weiter: &#8220;Aber gegen die Biographie waren ja, zumal in der Literaturwissenschaft und zuerst vom amerikanischen &#8216;New Criticism&#8217; ganz verschiedene, aber stets vernichtende und als absolute Verbote wirksam werdende Verdikte formuliert worden. &#8216;New Criticism&#8217; und Strukturalismus warnten vor der Konzentration auf das Leben der Autoren als Ablenkung vom Text, dem einzig legitimen Gegenstand der Reflexion und Deutung. Marxismus und Rezeptionstheorie hatten das biographische Interesse als Symptom eines nicht hinreichend demokratischen Blicks auf die Geschichte abgelehnt. Für die Dekonstruktion, den Neohistorismus im Stil Foucaults und auch für die in Deutschland so beliebte Medientheorie war jegliche Zuwendung zur biographischen Form das Anzeichen eines philosophisch längst nicht mehr haltbaren, also naiven Glaubens an die Kohärenz des &#8216;Subjekts&#8217; und damit an die rundum abgelehnte &#8216;abendländische Metaphysik&#8217;.&#8221; </p>
<p>Daran ist vielleicht nichts <img class="alignleft size-thumbnail wp-image-220" title="stach1" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/stach1-100x152.jpg" alt="" width="100" height="152" />falsch. Allein, dass sich irgendwer, der vorgehabt hätte eine Biografie zu schreiben, sich um diese Verschwörung der Experten um Frau Gotel in ihrem Rapunzelturm aus Waschbeton irgendwie je geschert hätte, das ist ein Irrtum. Damit, dass die Literaturwissenschaft sich just Thomas Karlaufs George-Biografie vornimmt, ist weniger über die Gattung der Biografie als die universitäre Literaturwissenschaft verraten. <span id="more-216"></span>So sind die Thesen, die Gumbrecht zur &#8220;Wiederkehr des biographischen Interesses während des vergangenen Jahrzehnts&#8221; vorlegt, nicht Thesen zur Biografik, sondern Thesen zur Stellung der Literaturwissenschaft zur Biografik. Umgekehrt sind die von Gumbrecht vorgeschlagenen Thesen alles andere als literaturwissenschaftliche, vielmehr ins allgemeine Lebensgefühl zielende Überlegungen. &#8220;Indem sich heute die Normalform der Arbeit und des Alltags, nicht nur in der westlichen Welt, in einer Fusion von Bewusstsein und Software vollzieht, sind die Menschen in einem solchen Maße kartesianische, von der Schwere des Körpers befreite Subkjekte geworden, dass wir unter der Vielfalt unserer geistigen Möglichkeiten - als Abwesenheit des Konkreten und des Kohärenten - ebenso leiden wie unter der wachsenden Funktionslosigkeit der physischen Seite unserer Existenz. Daraus mag eine, vielleicht für immer nostalgische, Sehnsucht nach prägnanten Lebensbildern und Lebensmustern erwachsen.&#8221;  So läßt Rapunzel nun tatsächlich ihren Bart herunter.</p>
<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-222" title="kuhn-1" src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/kuhn-1-100x157.jpg" alt="" width="73" height="113" />Hätte Reiner Stach mit seiner wunderbaren Kafka-Biografie denn gewartet, bis das von Gumbrecht anvisierte Jahrzehnt der &#8220;Funktionslosigkeit der physischen Seite&#8221; unter Literaturwissenschaftlern vollendet wäre? Ich nenne nur noch einen weiteren, der neben vielen unten am Turm steht und Rapunzel am Bart zupft: Dieter Kühn.</p>
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		<title>Wie von Wilden - Ein interessantes Objekt für eine psychiatrische Studie</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 23:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine der wichtigsten Veröffentlichungen der Expressionisten war das Buch &#8220;Der blaue Reiter&#8221;, zuerst bei Piper 1912 veröffentlicht und nun in einer neuen Ausgabe bei Prestel für Herbst 2008 angekündigt. Die Kunst der Moderne wird hier in der Form eines Almanachs präsentiert. Die Herausgeber, Wassily Kandinsky und Franz Marc, haben sich mit diesem Projekt in die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine der wichtigsten Veröffentlichungen der Expressionisten war das Buch &#8220;Der blaue Reiter&#8221;, zuerst bei Piper 1912 veröffentlicht und nun in einer neuen Ausgabe bei Prestel für Herbst 2008 angekündigt. Die Kunst der Moderne wird hier in der Form eines Almanachs präsentiert. Die Herausgeber, Wassily Kandinsky und Franz Marc, haben sich mit diesem Projekt in die vorderste Linie der Moderne katapultiert und sich zugleich die verächtlichsten Kommentare ihrer Zeitgenossen eingetragen.<span id="more-231"></span><br />
So nennt der Historienmaler Anton von Werner das Buch „ein interessantes Objekt für eine psychiatrische Studie“. Die Pole der Moderne und der Historienmalerei können nicht weit genug voneinander entfernt sein. Auf der Seite der Moderne steht Hermann Bahr, der geschickt eine dialektische Argumentationsfigur zur Rechtfertigung der Malerei des Expressionismus verwendet, die im ganzen 20. Jahrhundert Verwendung finden wird: „Daß der Expressionismus zunächst mitunter ziemlich ungebärdig, ja berserkerhaft verfahren muß, entschuldigt der Zustand, den er vorfindet. Es ist ja wirklich fast der Zustand des Urmenschen. Die Leute wissen gar nicht, wie recht sie haben, wenn sie zu spotten meinen, dass diese Bilder ‚wie von Wilden’ gemalt sind. Die bürgerliche Herrschaft hat aus uns Wilde gemacht.“ Mehr und weiter in der &#8220;<a href="http://www2.hu-berlin.de/sachbuchforschung/html/kgds_23.html">Kleinen Geschichte des Sachbuchs</a>&#8220;.</p>
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		<title>Eine pragmatische Schreibanleitung</title>
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		<pubDate>Tue, 27 May 2008 23:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[&#8220;So, was können wir jetzt noch tun?!&#8221;  Dies ist ein Satz, den manche Autoren oft genug auf Messen oder sonstwo sagen können, nach dreiundzwanzig Veranstaltungen, vier Interviews und zweiundvierzig Besprechungen, zur einer Pressefrau, die alles gegeben hat und langsam die Fassung verliert. Wie gut, dass es dann Klaus Reinhardt gibt, der schreibt: &#8220;Es hilft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;So, was können wir jetzt noch tun?!&#8221;  Dies ist ein Satz, den manche Autoren oft genug auf Messen oder sonstwo sagen können, nach dreiundzwanzig Veranstaltungen, vier Interviews und zweiundvierzig Besprechungen, zur einer Pressefrau, die alles gegeben hat und langsam die Fassung verliert. Wie gut, dass es dann Klaus Reinhardt gibt, der schreibt: &#8220;Es hilft also nichts, Sie müssen selbst aktiv werden.&#8221; Wunderbar ist dieser Satz. Küstenmacher und Kerkeling, möchte man sagen, beobachteten ihre Verkaufserfolge auch nicht vom Sofa aus! <span id="more-237"></span><br />
Dann gibt es bei Reinhardt den Satz: &#8220;Leser sind nicht so dumm&#8221;. Zum Beispiel auch nicht so berechenbar, wie Verlage und Autoren manchmal glauben. Schlimmer als dieser Irrglaube aber sind Autoren, die schielen: &#8220;Viele Autoren werden unglücklich, weil sie sich selbst und ihren Vorbildern beweisen wollen, dass sie das wissenschaftliche Handwerkszeug beherrschen, gleichzeitig aber auf ein Massenpublikum schielen. Wenn Sie dagegen wissen, was Sie mit dem nächsten Buch für sich erreichen wollen, dann können Sie einen Schritt weiter gehen und fragen: <em>Wen</em> wollen Sie erreichen?&#8221;  Schließlich, als Hoffnung für die von übermotivierten Autoren gepeinigten Buchhändler der Aufruf des Autors an seine Leser: &#8220;Aber lassen Sie die Buchhändler in Ruhe.&#8221; Klaus Reinhardt hat einen ganz pragmatischen Ratgeber geschrieben, in dem der Weg des Wissens in ein Buch beschrieben wird. Und dies durch einen vertretbaren Aufwand. Ein Weg, der kein Spaziergang ist, kein Gewaltmarsch, aber ein Buch, das lehrt Ab- und Seitenwege zu meiden.</p>
<p><strong>Klaus Reinhardt</strong>, Vom Wissen zum Buch. Fach- und Sachbücher schreiben<br />
Huber 2008. <a href="http://www.vom-wissen-zum-buch.de/">www.vom-wissen-zum-Buch.de</a></p>
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		<title>Meier-Graefes Wunderbuch</title>
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		<pubDate>Wed, 07 May 2008 23:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Jahr 1904 veröffentlichte Julius Meier-Graefe das Buch &#8220;Entwicklungsgeschichte der modernen Kunst. Vergleichende Betrachtung der bildenden Künste als Beitrag zu einer neuen Ästhetik.&#8221; Zehn Jahre später erschien es in einer völlig überarbeiteten Fassung in zwei Bänden bei Reinhard Piper. Der Haupttitel blieb, der Untertitel entfiel ersatzlos. Bei Piper wurden 1966 und 1987 noch zwei Neuausgaben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahr 1904 veröffentlichte <strong>Julius Meier-Graefe</strong> das Buch &#8220;Entwicklungsgeschichte der modernen Kunst. Vergleichende Betrachtung der bildenden Künste als Beitrag zu einer neuen Ästhetik.&#8221; Zehn Jahre später erschien es in einer völlig überarbeiteten Fassung in zwei Bänden bei Reinhard Piper. Der Haupttitel blieb, der Untertitel entfiel ersatzlos. Bei Piper wurden 1966 und 1987 noch zwei Neuausgaben publiziert. <span id="more-130"></span>Ich meine, bei einem Werk, das auch in &#8220;Kindlers Neuem Literaturlexikon&#8221; berücksichtigt wird, wäre es an der Zeit für eine Neuauflage. Der schriftstellerische Reiz dieses Werks hat schon mehr als einmal die Sachhaltigkeit aller Kunstbücher, die &#8220;bis heute&#8221; reichen und zum Teil unlesbar sind, aufgewogen. Mehr über dieses Wunderbuch des populären Sachbuchs jetzt im neuen Kapitel der <a href="http://www.sachbuchforschung.de/html/kgds.html">&#8220;Kleinen Geschichte des Sachbuchs&#8221;</a>.</p>
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		<title>Verstehen und verschleiern - Buchbesprechungen in Essen und Köln</title>
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		<pubDate>Wed, 07 May 2008 23:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Die Veranstaltung &#8220;Verstehen und verschleiern - kulturelle Unterschiede als politische Instrumente&#8221; fand am 6. Mai 2008 in der Heinrich-Heine-Buchhandlung, Essen und am 7. Mai 2008 im Anderen Buchladen, Köln statt. Zu Gast war Joana Breidenbach mit Ihrem Buch &#8220;Maxikulti&#8221;. Moderation: Michael Schikowski. Hier können Sie die Buchbesprechungen und einige Ergebnisse dieser Veranstaltungen nachlesen und kommentieren. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Veranstaltung &#8220;Verstehen und verschleiern - kulturelle Unterschiede als politische Instrumente&#8221; fand am 6. Mai 2008 in der Heinrich-Heine-Buchhandlung, Essen und am 7. Mai 2008 im Anderen Buchladen, Köln statt. Zu Gast war Joana Breidenbach mit Ihrem Buch &#8220;Maxikulti&#8221;. Moderation: Michael Schikowski. Hier können Sie die Buchbesprechungen und einige Ergebnisse dieser Veranstaltungen nachlesen und kommentieren. Eine Liste der besprochenen Bücher und einige Links finden Sie ganz unten auf dieser Seite.</em></p>
<p>1928 gründete in Ägypten ein gewisser Hassan El-Banna eine Bewegung, die später weltpolitische Bedeutung erlangen sollte: die Muslimische Bruderschaft. Aus dieser Gruppe heraus veröffentlicht Sayyid Qutb sein Buch &#8220;Im Schatten des Koran&#8221;,  in dem er den Westen aus eigener Anschauung schildert als eine korrupte Gesellschaft voller sexueller Promiskuität, von einem erdrückenden Materialismus und krankhafter Profitgier erfüllt; kurz: eine Gesellschaft ohne Moral im Zustand vollendeter Dekadenz und im Schatten des moralisch überlegenen Koran. Später hat der amerikanische Historiker Bernard Lewis dies als „Kampf der Kulturen“ reformuliert, ein Begriff, der dann bei Samuel Huntington, für den Kulturen nun zu handelnden Subjekten der Weltgeschichte mutierten, als Überschrift für seine sensationell erfolgreiche Story diente, die uns die Welt erklärte.</p>
<p>Eine kulturelle Sicht schafft sich im Laufe von nicht einmal hundert Jahren ihre eigene Realität. Ideen, die unsere Wahrnehmungen strukturieren – was ja nichts anderes heißt, als sie in Erzählungen zu fassen -  werden zu Ideen, die unsere Wirklichkeit sind. Die Ideen der Muslimischen Bruderschaft sind Realität. Dies meint jedenfalls Elie Barnavi in seinem Buch &#8220;<strong>Mörderische Religion</strong>&#8220;, in dem er die Entwicklung von Juden und Christen als Erfolgsgeschichte der Trennung von Religion und Staat erzählt. Dabei argumentiert der Franzose und gläubige Jude mit Benedikt XVI., der in seiner Regensburger Vorlesung den christlichen Glauben an die Vernunft anzuschließen und mörderische Religionen auszuschließen versucht. Barnavi macht das Zugeständnis eines gewalttätigen Kerns aller Offenbahrungsreligionen, dies jedoch allein darum, den Islam zu treffen. Warum dieser Islam nicht reformierbar sei, warum die Entwicklung des Islam zum politischen Islam, zur mörderischen Religion unumkehrbar sei, erklärt er nicht. <img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/hoffmann2.jpg" alt="" title="hoffmann2" width="56" height="85" class="alignleft size-thumbnail wp-image-148" /> Wollte er sich einmal mit Christiane Hoffmann der komplexen Wirklichkeit des politischen Islam stellen, wären derlei Zuspitzungen nahezu unmöglich. Barnavi argumentiert geradezu um den Preis der Aufrichtigkeit: „Im Iran hat die forcierte Modernisierung des letzten Schah zu Revolution eines Khomeini geführt.“ Ganz anders Christiane Hoffmann in ihrem Buch &#8220;<strong>Hinter den Schleiern Irans</strong>&#8220;, die sehr gut belegen kann, dass man im Iran unbeirrt und enthusiastisch am Fortschrittsglauben festhält. In der Langzeitstudie der Journalistin erfährt man viel von den verschiedenen Aspekten des Islam. Eine Studie, in der die Beobachterin selbst zum Objekt der Beobachtung wird.<br />
Ein Aspekt dieser Diktatur, wie vielleicht jeder Diktatur, zieht sich dabei wie ein roter Faden durch das Buch: wie die sexuelle Kontrolle in diesem Land zu unkontrollierten Ausbrüchen führt, die auch die Selbstkontrolle von Christiane Hoffmann zu rechtfertigen beginnt. Ein Buch, das wie nebenher erklärt, was das Leben in einer Gesellschaft mit uns und aus uns machen kann. <img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/courbage1.jpg" alt="" title="courbage1" width="51" height="85" class="alignleft size-thumbnail wp-image-149" /> Dazu können Youssef Coubage und Emmanuel Todd mit ihrem Buch &#8220;<strong>Die unaufhaltsame Revolution</strong>&#8221; eine aufschlussreiche Ergänzung bilden. In der Kombination von Schwächung der Religion, Alphabetisierung, Geburtenrückgang und Revolutionierung erblicken sie ein Schema, das ihnen die Entwicklung der islamischen Länder analog zur Entwicklung Europas verstehen hilft. Nach ihnen ist der politische Islam eben nicht im Aufstieg begriffen, was uns seine Vertreter und Gegner glauben machen wollen, sondern in einer tiefen Krise. Am Ende dieser Krise steht nach Coubage und Todd eben nicht die Diktatur der Religionsführer, sondern die Entislamisierung der arabischen Länder. Ein schleichender Vorgang, für den die Autoren viele Beispiele und statistisches Material aus verschiedensten Ländern von Japan bis Ruanda liefern. <img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/burke4.jpg" alt="" title="burke4" width="54" height="85" class="alignleft size-thumbnail wp-image-156" /> Die dazu passenden Geschichten erzählt Jason Burke in seinem Buch &#8220;<strong>Reise nach Kandahar</strong>&#8220;. Bei seinen Recherchen vor Ort diskutiert Burke mit den Mullahs der Taliban, spricht mit Sufi-Lehrern und pakistanischen Heiligen, er isst Couscous mit algerischen Mudschaheddin und trinkt Tee mit Berbern im Atlasgebirge. Aus all dem und das ist ja auch der Kern all dessen was uns interessiert, schält sich eine Theorie über den militärischen Islam heraus, die nach Burke darin besteht – typisch für den, der immer unterwegs ist – dass es keine gibt.</p>
<p>Nun haben wir die pauschale Verurteilung des Islam durch einen Franzosen und dagegen die differenzierte Wahrnehmung einer deutschen Journalistin vor Ort, die Analyse der Statistiker aus Frankreich gegenüber der keine Verallgemeinerung preisgebende Erzählung des reisenden Engländers. Was ist nun richtig? Gehen wir nach Deutschland und stellen den klaren Schnitt einer Einwanderin gegen die hochdifferenzierte Analyse einer Journalistin.<br />
<img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/ahadi4.jpg" alt="" title="ahadi4" width="52" height="85" class="alignleft size-thumbnail wp-image-157" /><br />
Für den glasklaren Schnitt steht Mina Ahadis Buch &#8220;<strong>Ich habe abgeschworen</strong>&#8220;. Frau Ahadi gründete im Februar 2007 in Köln den „Zentralrat der Ex-Muslime“. Sie erzählt in ihrem Buch zahlreiche Geschichten und Fälle, in denen die Frauen Opfer des politischen Islam sind. Wie bei Christiane Hoffmann und Jason Burke sind es hier die wahren und klaren Geschichten von konkreten Menschen und Schicksalen, von denen es immer heißt, dass sie niemanden kalt lassen.<br />
Der Kernbegriff all dieser Bücher ist Kultur. Genau dieser Begriff steht im Zentrum des analytischen Buches &#8220;<strong>Maxikulti</strong>&#8221; von Joana Breidenbach. Dabei haben wir gerade in Deutschland ein spezifisches Verhältnis zur Kultur, insofern wir Kultur gelegentlich als Gegenbegriff zur Zivilisation verwenden. Was wir mit Kultur meinen, ist das Überzeitliche, Ewige, mit dem wir - im Gegensatz zur Beliebigkeit zivilisatorischer Erscheinungen - an das heranreichen, was uns mit Vergangenheit und Zukunft verbindet. Diese Verständnis von Kultur ist eine Erfindung des 19. Jahrhunderts. Die Hochkultur wendete sich der Volkskultur zu, entdeckt und entwickelt sie als nationale Substanz, auf deren Grundlage sich Staaten gründen lassen. Im zweiten Schritt wird die frische Erinnerung an den Prozess der Erfindung gelöscht und der nationale Mythos schließt sich als unentstanden, überzeitlich und unhinterfragbar ab.<br />
<img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/scholl2.jpg" alt="" title="scholl2" width="56" height="85" class="alignleft size-thumbnail wp-image-158" />Peter Scholl-Latour ist es vor allem, der in seinem Buch &#8220;<strong>Zwischen den Fronten</strong>&#8221; an den Konfliktlinien der Welt mentalitätsgeschichtlich tief eingegrabene Kulturunterschiede herausarbeitet. Scholl-Latour ist Reisender, einer der vor Ort ist und mit jedem Satz, den er schreibt, von da erzählt, wo er sich gerade befindet. Er kommt ganz ohne irgendwelche Einlassungen seiner Kollegen aus. Allenfalls werden sie genannt, wenn er sie, wie die Mehrzahl der Politiker, wegen nach seiner Ansicht falscher und traumtänzerischer Einschätzungen verspottet. Dabei neigt er mehr und mehr dazu, alle erzählerischen Faxen fortzulassen und, wie unter Zeitdruck, möglichst schnell zum Punkt zu kommen. Scholl-Latour  kommt in seinen Ansichten gleich zwei Lagern sehr nahe: den islamistischen Kulturkämpfern, nach denen Europa schlicht die (im Zweifel christliche) Moral zur Verteidigung auch nur der eigenen Interessen fehle, und den Multikulturalisten, nach denen kulturelle Prägungen unverrückbar fest stehen und aus den Menschen Vollstrecker ihrer kulturellen Anlagen werden lässt. </p>
<p><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/koran.jpg" alt="" title="koran" width="54" height="85" class="alignleft size-thumbnail wp-image-159" /> Die großen Bucherfolge Scholl-Latours verdanken sich u.a. auch der Tatsache, dass die Kenntnis fremder Kultur in Deutschland als hohes Bildungsgut gilt. So ist das Buch &#8220;<strong>Der Koran für Kinder und Erwachsene</strong>&#8221;  auch ein paradoxes Phänomen, insofern hier Migranten und ihren Kindern eine der Hauptschriften des Herkunftlandes ihrer Großeltern in einem deutschen Verlag nahegebracht wird.<br />
Die Kenntnis fremder Kulturen stellte das heraus, was man Weltläufigkeit nannte und produzierte ein Wissen, dass sich als tieferes Verstehen vermarkten ließ. Die Anpassungsleistungen der Urlauber an die fremde Kultur der Gastländer oder das, was sie in Reiseführeren darüber gelesen hatten, waren zugleich Ausweis von Bildung und Kennerschaft. Durch bewußte Ablehnung der Attribute, die den Tourist kennzeichnen, war man näher dran, tauchte man tiefer ein, war man der fremden Kultur näher. Hinzu kam die Idee, dass aus der Begegnung mit Fremden eine für die eigene Kultur inspirierende Kraft ausgehe. Im Vergessen darüber, dass dies immer schon - auch und gerade im Populären - so verstanden und praktiziert wurde, hielt man dies vor dreissig Jahren für eine relativ neue Erfindung. Neu ist allerdings die Wendung ins Politische, insofern nun über die Begegnung mit dem Fremden auch eine Distanz zu eigenen Positionen und Sichtweisen gewonnen werden könnte. In einer weiteren Form wurde das Verstehen des Fremden generell als Versuch der Aneignung des Fremden abgelehnt und als mehr oder weniger kritisches Geltenlassen des Fremden verstanden. Dies machte dann den Kern des Verständnisses einer multikulturellen Gesellschaft aus.</p>
<p>In Deutschland wurde unter dem Label „Multikulti“ aus dem Verstehen, so jedenfalls die häufig geäußerte Kritik, ein Verschleiern. Anthropologisch fundiertes Kulturverständnis sorgte dafür, dass man im Anschluss an Gehlen, Kultur als zweite Natur mit der Neigung zur Verhärtung, eines Nicht-aus-sich-herauskönnens verstand. Hier konnten einerseits alle Topoi der Kulturkritik von Schiller bis Adorno abgerufen und andererseits Kultur als bewahrenswerte, weil nur um den Preis der Entfremdung aufgebbare, Sedimentierung einer Eigenart vorgestellt werden. Dazu gehörten dann eben auch Eigenheiten, die den Menschenrechten und europäischen Vorstellungen widersprachen.   </p>
<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-64" title="breidenbach-maxikulti" src="http://blog.immer-schoen-sachlich.de/uploads/breidenbach-maxikulti-100x153.jpg" alt="" width="100" height="153" /> Dass dieses Verständnis, wie im Falle der eingangs genannten Autoren Lewis und Huntington, das Wahrgenommene wie bei einem Kurzschluss Wirklichkeit werden lässt, schildert Joana Breidenbach am Beispiel der Irakpolitik der USA. Hier brachte das Verständnis der Kultur dieses Landes, dass Religionszugehörigkeit alles andere bestimme, die politische Organisation des Landes nach Religionszugehörigkeit allererst hervor. Damit uns diese Kurzschlüsse an runden Tischen nicht in Deutschland ereilen, gibt uns Joana Breidenbach einen guten Prüfstein für kulturelle Argumentationen: Kulturelle Vorlieben sind schützenswert, weil sie Ausdruck einer individuellen Wahl sind und nicht weil sie durch eine Gruppe legitimiert werden.    </p>
<p>Für uns Heutige ist Kultur weniger ein Überbau oder Gegenstand einer Weltanschauung, viel mehr ist sie inzwischen eine Art von Infrastruktur erlebnisorientierter Angebote, die in der bloßen Dichte von Festivals, Ausstellungen und Theater ihren eigenen quantitativen Gradmesser besitzt. Darin zeigt sich auch, dass das Wissen über fremde Kulturen ein entscheidender Bestandteil unserer eigenen Kultur ist. Wofür auch Hans Jansens &#8220;<strong>Mohammed</strong>&#8221; ein Beispiel sein mag, einer aus dem Niederländischen übersetzten Biographie, die vor aktualisierenden und zeitgeschichtlichen Bezugnahmen  auf die Ereignisse in den Niederlanden nur so strotzt. Wenn man also gelegentlich fragt, ob man sich auch in arabischen Ländern so für Jesus interessiere, kann das schon sein, zeigt aber zugleich, dass der oder die Fragende ein möglicherweise spezifisches Element unserer Kultur nicht im Blick hat. Man sehe sich aber darauf hin auch einmal Produkte wie Fersehreportagen, die Verkaufszahlen der oben genannten Sachbücher oder einfach nur einen Jahrgang von GEO genauer an. Das Ergebnis könnte sein: Unsere Kultur ist eine Kultur des Fremdverstehens.</p>
<p>Gegen solche Reduzierung von Kultur auf Funktionsleistungen formulierte Martin Mosebach einmal: &#8220;Kultur heißt, einen Baum zu pflanzen aufgrund von Erfahrungen, die man nicht selbst gemacht hat, damit er Früchte hervorbringe, die man nicht selbst ernten wird.&#8221; Jedoch, das ist nicht Kultur, das ist nicht einmal kulturelles Gedächtnis mehr, das ist Max Webers Auffassung von Wissenschaft okuliert vom Schönwettergärtner deutscher Kulturlandschaften. Da ist Heiner Müller vielleicht näher auch an unseren neuen, heftigen und manchmal auch tödlichen Kulturkämpfen: &#8220;Es geht darum, dass die Toten einen Platz bekommen. Das ist eigentlich Kultur.&#8221; </p>
<p>Die genannten Bücher:</p>
<p><strong>Mina Ahadi, Ich habe abgeschworen (Heyne)<br />
Der Koran für Kinder und Erwachsene (übersetzt und erläutert von Lamya Kaddor und Rabeya Müller) (Beck)<br />
Elie Barnavi, Mörderische Religion (Ullstein)<br />
Joana Breidenbach, Pál Nyíri, Maxikulti (Campus)<br />
Jason Burke, Reise nach Kandahar (Patmos)<br />
Youssef Courbage, Emmanuel Todd, Die unaufhaltsame Revolution (Piper)<br />
Christine Hoffmann, Hinter den Schleiern Irans (Dumont)<br />
Hans Jansen, Mohammed. Eine Biographie (Beck)<br />
Peter Scholl-Latour, Zwischen den Fronten (Propyläen)</strong></p>
<p>Links:<br />
Zur <a href="http://www.joanabreidenbach.de">Homepage von Joana Breidenbach</a> mit weiteren Veröffentlichungen und Terminen.<br />
Zur von Joana Breidenbach mit ins Leben gerufenen Hilfsorganisation <a href="http://www.betterplace.org">betterplace.org.</a><br />
Eine hilfreiche Handreichung für einige der oben formulierten Überlegungen verdanke ich Peter J. Brenners online nachlesbaren Aufsatz: <a href="http://www.uni-koeln.de/phil-fak/idsl/dozenten/brenner/kultur.html">Kulturanthropologie und Kulturhermeneutik</a>: Grundlagen interkulturellen Verstehens. Ein Zwischenbericht, von Oktober 1999.</p>
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		<title>Sachbücher sind Literatur und Bücher über Literatur sind Sachbücher</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 17:57:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit beiden Auffassungen gibt es heute Probleme. Zwei Gegenbeispiele aus der Vergangenheit mögen uns über diesen leichten Schock und die „Literatur“ veralltäglichende dieser beiden Aussagen hinweghelfen.
Zunächst: Sachbücher sind auch Literatur. So zumindest noch die Auffassung der Literaturgeschichten um 1900. Eduard Engel schreibt in seiner zweibändigen Geschichte der Deutschen Literatur von 1912 im Schlusskapitel über „Wissenschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit beiden Auffassungen gibt es heute Probleme. Zwei Gegenbeispiele aus der Vergangenheit mögen uns über diesen leichten Schock und die „Literatur“ veralltäglichende dieser beiden Aussagen hinweghelfen.</p>
<p>Zunächst: Sachbücher sind auch Literatur. So zumindest noch die Auffassung der Literaturgeschichten um 1900. Eduard Engel schreibt in seiner zweibändigen <strong>Geschichte der Deutschen Literatur</strong> von 1912 im Schlusskapitel über „Wissenschaft und Presse“. Damit bleibt Engel bewusst hinter der neuen von Wilhelm Scherer und Wilhelm Dilthey beeinflussten Germanistik zurück. Sie interessierten sich vor allem dafür, das Geheimnis der Kunstschöpfungen aufzuklären. Dieses Ziel machte einen verengten und zumal Sachtexte ausschließenden Literaturbegriff notwendig. Engels weiter und älterer Literaturbegriff erklärt sich also auch daraus, diese Ausrichtung der Germanistik zu verweigern.</p>
<p>Dann: Bücher über Literatur sind auch Sachbücher. Sachbücher sind nicht über ihren Inhalt zu bestimmen. So müssen wir auch einlösen, was Steffen Martus unlängst noch in Zweifel zog, indem er „von einer Fixierung der Literaturgeschichtsschreibung auf die Naturwissenschaften“ (<strong>Zeitschrift für Germanistik</strong> 17, Nr. 1, 2007, S. 9) sprach und als Beleg auch die Kleine Geschichte des Sachbuchs anführte.</p>
<p>Aus der Fülle zahlreicher möglicher Beispiele stelle ich <strong>Geschichte der Weltliteratur. Dichtung fremder Völker</strong> von Paul Wiegler vor. Das Buch erschien bei Ullstein zuerst 1914, dann in zweiter Auflage 1920, wieder 1924 und 1935 und zuletzt 1949 im Verlag Heimeran in München. Paul Wiegler bestimmt den Zweck seines über 500 Seiten umfassenden und äußerst eng gedruckten Buches, „dem gebildeten Leser den Reichtum dessen zu übermitteln, was in Goethes Sinne Weltliteratur ist und bis heute nachwirkt“, so schreibt er im Vorwort zur zweiten Auflage. „Im übrigen“, so Wiegler weiter, „ist dieses Buch nicht ein Kompendium normgebender Ästhetik. Es bietet eine möglichst farbige Nacherzählung dessen, was jeweils, seit fernen Jahrtausenden, an dichterischen Symbolen hervorgebracht wurde, durch die Gesamtheiten und die Einzelnen. Der Phantasiegehalt, nicht die Form, war hier das wesentliche Prinzip, und nichts reizte so sehr wie das Werden der lyrischen und epischen Stoffe, die verblassend immer wieder aufzuleuchten beginnen. Ebenbürtig dem Werk ist das biographische Moment, das unerschöpfliche Rätsel der produktiven Naturen.“</p>
<p>Der Umfang des Werkes lässt vielleicht zunächst wirklich an ein Kompendium denken. Sicherlich wird es aufgrund seines Umfangs weniger als Ganzes gelesen worden sein. Da sich Paul Wiegler genau an das hält, was er im Vorwort verspricht: erzählen zu wollen, statt nach Normen zu urteilen, sich auf die Stoffe, statt die Formen zu konzentrieren, und als gleichberechtigte Bestandteile die Autorenbiografien heranzuziehen, genau darum ist dieses Buch ein gutes Beispiel für ein erzählendes Sachbuch. Sein Satz „Dante selbst und sein Schicksal bedeutet so viel wie die Göttliche Komödie“ liest sich wie ein gegen Friedrich Gundolf (zu diesem im nächsten Teil) gerichtetes Diktum.</p>
<p>In der Reihe „Das Weltbild der Gegenwart. Ein Überblick über das Schaffen und Wissen unserer Zeit in Einzeldarstellungen“ veröffentlichte der Germanist Richard M. Meyer als siebzehnten Band das Buch <strong>Die Weltliteratur im zwanzigsten Jahrhundert</strong>. Vom deutschen Standpunkt aus betrachtet (Deutsche Verlags-Anstalt, Berlin 1913). Meyer legt sich seinen Stoff anders zurecht, sicher auch aufgrund der Vorgaben der Reihe, in der dieses Buch erscheint. Dabei hilft ihm eine eng an Goethes Verständnis angelehnte Interpretation von Weltliteratur als „Dichtung, die aus der sittlich-ästhetischen Übereinstimmung der Völker entstehen soll, und zwar indem jede Nation sich ihrer Eigenart bewusst bleibt, aber auch der der anderen Literaturen gerecht wird“. Das führt nach Meyer zu einer „Arbeitsteilung“ der Nationen, bei der der deutschen Literatur eine bedeutende Rolle vorbehalten bleibt. Im Unterschied zu Paul Wiegler, der zahlreiche Neuauflagen erlebte, ist Meyers Text, wie die Reihe insgesamt, schon eher ein Fachbuch.</p>
<p>Hugo von Hofmannsthal löst das Problem des verengten oder erweiterten Literaturbegriffs in Der Dichter und diese Zeit von 1907 nach dem Vorbild eines die Weltliteratur umgreifenden Haeckelschen Stammbaums: „Und alles, was man im breitesten und wahllosesten Sinn Literatur nennt, bis zum Operntextbuch der vierziger Jahre, bis hinunter zum Kolportageroman, alles deszendiert von den wenigen großen Büchern der Weltliteratur. Es ist eine erniedrigte, durch zuchtlose Mischungen bis zum Grotesken entstellte Deszendenz, aber es ist Deszendenz in direkter Linie.“</p>
<p>Ebenfalls veröffentlicht unter: <a href="http://www.sachbuchforschung.de/html/kgds_18.html">http://www.sachbuchforschung.de/html/kgds_18.html</a></p>
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		<title>Die Geburt des Sachbuchs aus dem Geist der Reihe</title>
		<link>http://www.immer-schoen-sachlich.de/die-geburt-des-sachbuchs-aus-dem-geist-der-reihe/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Apr 2008 13:27:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

		<category><![CDATA[Wittmann]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer die Geschichte des Sachbuchs einmal in geordneter und übersichtlicher Folge nachlesen möchte, der greife zu Reinhard Wittmanns Buch über den Carl Hanser Verlag. Auf etwas mehr als 40 Seiten erfährt man dort alles über die wichtigsten Sachbücher von Hanser. 
Aus dem Zeitgeist der späten sechziger Jahre entwickelten Jügen Kolbe und Michael Krüger die &#8220;Reihe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer die Geschichte des Sachbuchs einmal in geordneter und übersichtlicher Folge nachlesen möchte, der greife zu Reinhard Wittmanns Buch über den Carl Hanser Verlag. Auf etwas mehr als 40 Seiten erfährt man dort alles über die wichtigsten Sachbücher von Hanser. <span id="more-47"></span><br />
Aus dem Zeitgeist der späten sechziger Jahre entwickelten Jügen Kolbe und Michael Krüger die &#8220;Reihe Hanser&#8221;, die, auch wenn die ersten Bände belletristische Werke waren, bald sowohl Klassiker als auch Kommentare zum Kulturbetrieb enthielten. &#8220;Blickt man auf die nahezu 45 Jahre&#8221;, so resümiert Wittmann, &#8220;in denen der Verlag systematisch Sachbücher publiziert hat, zurück, so wird deutlich, daß sich die politischen und kulturellen Wechselfälle in diesem Teil des Programms oft direkter ausgewirkt haben als in der Belletristik. Viele Sachbücher von Hanser spiegeln den Geist ihrer jeweiligen Entstehungszeit wider - den sie allerdings auch aktiv zu gestalten versuchten. Die &#8220;Reihe Hanser&#8221; war hierfür das prominenteste Beispiel.&#8221; </p>
<p><a href='Keine'><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/wittmann-hanser1-100x160.jpg" alt="" title="wittmann-hanser1" width="100" height="160" class="alignleft size-thumbnail wp-image-102" /></a><strong>Reinhard Wittmann, Der Carl Hanser Verlag 1928 - 2003. Eine Verlagsgeschichte. Carl Hanser Verlag 2005</strong></p>
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		<title>Das alte Möbel Sachbuch und der kulturelle Anstrich - eine Aufsatzsammlung</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Mar 2008 12:17:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Schikowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[SachBuchforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom Erstanstrich eines in Jahre gekommenen Möbels bleibt in der Regel nichts. Mehrfach überstrichen oder so gesprungen und abgriffen, dass das Stück nur noch für den Geräteschuppen taugt, wird es vielleicht auf dem Trödelmarkt wiederentdeckt und schließlich so gründlich abgebeizt, dass von der Farbe des ersten Anstrichs nur winzige Reste bleiben. So geht es allen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom Erstanstrich eines in Jahre gekommenen Möbels bleibt in der Regel nichts. Mehrfach überstrichen oder so gesprungen und abgriffen, dass das Stück nur noch für den Geräteschuppen taugt, wird es vielleicht auf dem Trödelmarkt wiederentdeckt und schließlich so gründlich abgebeizt, dass von der Farbe des ersten Anstrichs nur winzige Reste bleiben. So geht es allen Oberflächen. Sie sind uns nahe und werden nicht geschont, und auch darum kann man sie bald schon nicht mehr sehen. </p>
<p>Das populäre Sachbuch ist auch so ein oberflächlicher Anstrich der kulturellen Möblierung und wenn es in die Jahre kommt, ist es manchmal unwiederbringlich verloren. Wie der wunderbare, von Annett Gröschner wiederentdeckte Valeriu Marcu oder Herbert Paatz über den Tilman Spreckelsen schreibt. Sie sind vergessen. Wenn man will, kann man sagen, sie sind übermalt, denn ihre Themen und Bücher wurden neu geschrieben, neu getitelt und mit einem neuen Umschlag versehen. Manchmal sind sie auch ins Säurebad der Entnazifizierungsbemühungen gekommen, wie der von Andy Hahnemann im Briefwechsel mit seinem Verleger vorgestellte Anton Zischka. Diese Texte sind jetzt nachzulesen in dem Sammelband <strong>Sachbuch und populäres Wissen im 20. Jahrhundert </strong>, der auf eine Tagung aus dem Jahr 2006 an der Humboldt-Universität Berlin zurückgeht.</p>
<p>Den bekannteren Namen wie Egon Erwin Kisch oder Sebastian Haffner (über die Erhard Schütz bzw. Carsten Kretschmann schreiben) nähert man sich nun unter dem Gesichtspunkt dessen was man faktographisches Erzählen nennt. Das ist zu wenig. Man fragt sich sofort, wo bleiben Aufsätze zu Rüdiger Safranski, Barbara Beuys und Dieter Hildebrandt, um nur einmal das ungekrönte Dreigestirn des populären Sachbuchs aus dem Hanser Verlag zu nennen. Überhaupt wünscht man sich noch viel mehr über die Macher des Sachbuchs. Hier ist zunächst nur etwas über Karl Robert Langewiesche (Katrin Völkner) zu erfahren.</p>
<p>Der Zugriff auf Sachbücher erfolgt einmal durchaus inhaltlich, wenn über das paläoanthropologische Sachbuch (Oliver Hochadel), das literarturgeschichtliche Sachbuch (Stephan Porombka), das Textilsachbuch (Julia Berschik) oder das maritime Sachbuch (Patrick Ramponi) geschrieben wird. Oder man sucht sich den Zugang von einer Gattungspoetik her, wenn der Blick auf Biographien (Martin Nissen), die Ratgeberliteratur (Timo Heimerdinger und Ingrid Tomkowiak), den Science-Fiction (Robert Matthias Erdbeer) oder den Essay (Christian Schärf) konzentriert wird. </p>
<p>Unbezweifelbar bleibt, dass die Wurzeln des Sachbuchs im 19. Jahrhundert liegen, in dem eine Hinwendung zur Unterhaltung (Hans-Otto Hügel), eine neue Form der Rundschaupublizistik (Erdmut Jost) und der Topos des Erhabenen (Safia Azzouni) die Entstehung dessen, was wir heute erst seit den 60ern Sachbuch nennen, vorbereitet.</p>
<p>Schön, dass es nun diese Sammlung als Einstieg gibt. Sie zeigt auch wie tief mitunter das Oberflächliche liegen kann, wenn nur wenige Jahre vergangen sind, und wie tief uns heute dasjenige erscheinen mag, von dem wir schlicht vergessen haben, dass es einmal populär, oberflächlich, eben ein Sachbuch war.</p>
<p>Diese Sammlung lehrt einen anderen Blick auf Opas Bücherschrank und einen neuen Gang durch Antiquariate. Auch wird durch dieses Buch unsere Bereitschaft erhöht, auf dem nächsten Vorstadtflohmarkt, zwischen abgenutzten und übermalten Möbeln, doch die eine oder andere Kniebeuge für die Durchsicht solcher Bücherkisten zu absolvieren, wie sie der Umschlag von Tim Sparenberg auf dem Band zeigt. </p>
<p><a href='Keine'><img src="http://www.immer-schoen-sachlich.de/uploads/oels-sachbuch-100x140.jpg" alt="" title="oels-sachbuch" width="100" height="140" class="alignleft size-thumbnail wp-image-103" /></a><strong>Andy Hahnemann/David Oels (Hrsg.) Sachbuch und populäres Wissen im 20. Jahrhundert. Peter Lang, Frankfurt 2008</strong></p>
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