Wie sollen wir leben? Die zehn Gebote und die tausend Angebote - gelesen, vorgestellt und diskutiert

Erstes Gebot: Du sollst keine anderen Götter neben mir haben -
vom Fußballgott bis zur politischen Religion

mit Dietmar Bell, Landtagsabgeordneter (SPD)
und Dr. Guido Kluth, Zehnkämpfer

Ev. CityKirche Wuppertal
Donnerstag, 26. April 2012
Beginn Uhr 19.00
Moderation: Michael Schikowski

Patrick Bahners
Die Panikmacher. Die deutsche Angst vor dem Islam
C. H. Beck

Ines Geipel
Seelenriss. Depression und Leistungsdruck
Klett-Cotta

Michael Horeni
Die Brüder Boateng. Drei deutsche Karrieren
Tropen Verlag

Thomas Pletzinger
Gentlemen. Wir leben am Abgrund
Kiepenheuer & Witsch

Oliver Lepsius und Reinhart Meyer-Kalkus (Hrsg.)
Inszenierung als Beruf. Der Fall Guttenberg
edition suhrkamp

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Zweites Gebot: Du sollst Gottes Namen achten -
von der Freiheit der Theater und des Pop

mit Bernd Noack, Theaterwissenschaftler
und Carsten Schumacher, Musikjournalist

Ev. CityKirche Wuppertal Uhr 19.00
Mittwoch, 07. November 2012
Beginn Uhr 19.00
Moderation: Michael Schikowski

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in Vorbereitung:

Drittes Gebot: Du sollst den Feiertag heiligen -
Die Religion des Shoppens

April 2013

Viertes Gebot: Du sollst Vater und Mutter ehren -
Wohin mit Vati?

September 2013

Fünftes Gebot: Du sollst nicht töten -
Gehirn, Genom und PID

April 2014

// Veranstaltungen


VERANSTALTUNG: J. R. R. Tolkiens Welt und Weisheit

Professor Dr. Arnulf Krause im Gespräch über Tolkiens “Herr der Ringe”
Moderation: Michael Schikowski


J. R. R. Tolkien ist der Autor des grandiosen Romans “Herr der Ringe”. In ihm wird dem jungen Hobbit Frodo ein Ring mit zerstörerischer Kraft anvertraut. Zusammen mit seinen Freunden macht sich Frodo auf eine abenteuerliche Reise, die bedrohte Welt von Mittelerde zu retten.

J. R. R. Tolkien ersann allerdings mehr als diese Geschichte der Welt der Hobbits. Er erzählt uns zugleich die Geschichte einer Zivilisation. Denn er war auch ein bedeutender Erforscher der mittelalterlichen Kultur. Dass ihm von dort zahlreiche Anregungen zuströmten, ist bekannt. Welche aber waren das? Was sind die Ursprünge dieses Romans? Wie entwickelte er diese Motive weiter?

Arnulf Krause ist Mediävist und einer der vielen Bewunderer des Werks von J. R. R. Tolkien. Er kennt sich aus im Europa der Kelten, Germanen, Wikinger und Franken. In der Fachwelt hochgelobt sind seine Übertragungen der altnordischen Eddas ins Deutsche. Die großen Mythen, Geschichten und Erzählungen, von denen sich auch viele Spuren im “Herr der Ringe” finden, stehen im Mittelpunkt des Abends. Von ihnen her lassen sich J. R. R. Tolkiens Welt und Weisheit verstehen.

Prof. Dr. Arnulf Krause ist Germanist und Skandinavist und Experte für germanische Heldensagen und die Edda. Er lehrt als Honorarprofessor am Institut für Germanistik vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft der Universität Bonn und Köln. Er ist Autor zahlreicher erfolgreicher Sachbücher.

Die Bücher von Arnulf Krause:
Arnulf Krause: Von Göttern und Helden, Theiss
Arnulf Krause, Europa im Mittelalter, Campus
Arnulf Krause, Geschichte der Germanen, Campus
Arnulf Krause, Die Welt der Kelten, Campus
Arnulf Krause, Die Welt der Wikinger, Campus

Übersetzungen von Prof. Arnulf Krause:
Die Edda des Snorri Sturluson, Reclam
Die Götterlieder der Älteren Edda, Reclam
Die Heldenlieder der Älteren Edda, Reclam

Neuerscheinungen von Prof. Arnulf Krause:
Die Mythen des Nordens. Von der Vorzeit bis zu den Kelten und Germanen, Theiss (2010)
Reclams Lexikon der Germanischen Mythologie und Heldensage (2010)

Hier zur Tolkien-Website des Klett-Cotta Verlags.

VERANSTALTUNG: Woher wohin - Kunden, Buchhandel, Gesellschaft 2010 - 2020

ein Workshop veranstaltet von Nachdruck NRW
Sonntag, 18. April 2010, Landesverband NRW, Geschäftsstelle Düsseldorf
Referent: Michael Schikowski

Dieser Workshop nimmt sich nichts weniger als die Erkundung der Geschichte der Kunden- und Warengruppen vor. Dabei werden wir analog zur Entwicklung der Kundengruppen Deutschlands (Klassen, Schichten, Milieus) die großen sozialgeschichtlichen Themen und Debatten der deutschen Gesellschaft nachzeichnen. Die Warengruppen des Buchhandels, so werden wir feststellen, sind nicht vom Himmel gefallen und der Buchhandel, wie er sich heute darstellt, ist das Ergebnis einer fast einhundert Jahre andauernden Programmerweiterung und Programmvertiefung. Wie aber geht es weiter?

Werden die Produkte des Buchhandels, wie bei diesem Gastronom in London, einmal nichts weiter als sentimentale Augenblicke sein?

Nur aus dem Verständnis der Vergangenheit des Buchhandels kann die Zukunft klarer gesehen werden. Wie aber sieht die Zukunft des Buchhandels aus? Und welche Rolle werden diejenigen übernehmen können, die sich jetzt in der Ausbildung befinden?

Ziel des Seminars ist es, einen sachnahen, illusionslosen und präsisen Blick auf die heutige Gesellschaft, den Buchhandel und die Kundenstruktur zu werfen. Den Auszubildenden wird dadurch Gelegenheit gegeben, ihre Zukunft und Karriere im Buchhandel oder Verlag an den realen Gegebenheiten auszurichten und konkret zu planen. Den TeilnehmerInnen erhalten eine Teilnahmebescheinigung, die ihre Bereitschaft, sich den erhöhten Anforderungen der Branche zu stellen, deutlichen dokumentiert.

Zur Einführung in das Thema:

Michael Schikowski: Bücher entstehen im Gespräch. BuchMarkt Februar 2010. S. 42 ff. Hier die Datei des Textes im pdf-Format

Arnd Roszinsky-Terjung und Andreas Meyer: 2020: Der Leser entscheidet. BuchMarkt Januar 2010. S. 28 ff. Hier die Datei des Textes im pdf-Format.

Anmeldung zum Seminar bitte nur unter: nachdruck.nrw(a)googlemail.com

Weiterführende Literaturempfehlungen:

Chris Anderson, Free. Kostenlos. Geschäftsmodelle für die Herausforderungen des Internets. Campus Frankfurt 2009

Chris Anderson, The Long Tail. Nischenprodukte statt Massenmarkt. Hanser München 2007

Dan Ariely, Denken hilft zwar, nützt aber nichts. Warum wir immer wieder unvernünftige Entscheidungen treffen. Droemer München 2008

William Duggan, Geistesblitze. Wie wir Intuition zur Strategie machen können. Lübbe Bergisch Gladbach 2009

Holm Friebe, Thomas Ramge, Marke Eigenbau. Der Aufstand der Massen gegen die Massenproduktion. Campus Frankfurt 2009

Matthias Horx, Das Buch des Wandels. Wie Menschen Zukunft gestalten. DVA München 2009

Matthis Horx, Technolution. Wie unsere Zukunft sich entwickelt, Campus Frankfurt 2009

Martin Lindstrom, Buyology. Warum wir kaufen, was wir kaufen. Campus Frankfurt 2009

Christian Mikunda, Warum wir uns Gefühle kaufen. Die 7 Hochgefühle und wie man sie weckt, Econ Berlin 2009

Christian Schüle, Vom Ich zum Wir. Was die nächste Gesellschaft zusammenhält. Piper München 2009

Martin Simons, Vom Zauber des Privaten. Was wir verlieren, wenn wir alles offenbaren. Campus Frankfurt 2009

Tilman Spengler, Sind Sie öfter hier? Von der Kunst, ein kluges Gespräch zu führen. Ullstein Berlin 2009

Nassim Nicholas Taleb, Der Schwarze Schwan. Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse. Hanser München 2008

Eva Tenzer, Go Shopping! Warum wir es einfach nicht lassen können. Kiepenheuer Berlin 2009

Richard H. Thaler, Cass R. Sunstein, Nudge. Wie man kluge Entscheidungen anstößt. Econ Berlin 2009

Erst der obligatorische Blick in die Kamera. Lächeln! Dann in die Zukunft. Das Lächeln hält!

Link zu einem Hintergrundbericht von Michelle Jelting. Foto: Anja Bergmann

VERANSTALTUNG: Beruf: Ritter - eine spannende Lesereise

LWL Museum für Archäologie Herne
Sonntag, 21. März 2010, Beginn Uhr 14.00

Stellen Sie sich vor, Sie erwachen eines Morgens als Ritter. Wären Sie Ihren Aufgaben auf einer Burg oder bei Hofe auf Anhieb gewachsen? Wie wurde man überhaupt Ritter und - wie blieb man es?

Überraschend immerhin, dass der Ritter nur in seltenen Fällen ein finsterer Haudegen ist. Vielmehr ist er ein Meister der Karriereplanung zu der ebenso Auslandsaufenthalte (Kreuzzüge) wie die Bewirtschaftung der eigenen aber unbeheizbaren Immobilie (Burg) gehört. Fühlen Sie sich den damaligen wirtschaftlichen Gepflogenheiten (Feindliche Übernahme) und unkonventionellen Freelancern (Raubrittertum) gewachsen? Es ist gar nicht so einfach, sich bei den Damen durch geschmackvolle Berufsbekleidung (Rüstung) und einen leistungsstarken Firmenwagen (Pferd) hervorzutun. Auch damals waren schon Werte (Religion) und das Corporate Design (Wappen) der Schlüssel zum Erfolg. Der Rückzug aus dem aktiven Geschäft schließlich will ebenfalls sorgfältig vorbereitet sein, dass nicht etwa ein neues, flexibles und schnelles Betriebssystem (Bogenschützen) den Eindruck erweckt, der Recke und Ritter ließe kurzerhand sich zum alten Eisen werfen.

Ob Sie durchgekommen wären? Am Ende dieser Veranstaltung werden Sie gut vorbereitet sein, wenn Sie eines Tages an König Artus Hof erwachen …

Vorgelesen werden Texte von Mark Twain, Sir Walter Scott, Wolfram von Eschenbach, Miguel Cervantes u.a.

Buchempfehlungen:

Arnulf Krause: Europa im Mittelalter. Wie die Zeit der Kreuzzüge unsere moderne Gesellschaft prägt. Campus 2008.

Karin Schneider-Ferber: Alles Mythos. 20 populäre Irrtümer über das Mittelalter. Theiss 2009.

Steven Runciman: Geschichte der Kreuzzüge. Beck 2008. [EA 1957]

Moderation: Michael Schikowski, Lesung Christoph Wortberg