Drei Welten – drei Werke

Unter dem Titel Drei Welten – drei Werke werden drei sehr unterschiedliche Autorinnen oder Autoren vorgestellt. Die Spannungen und Unterschiede, die sich in ihren Werken ergeben mögen, sind immer auch Anlass, Entsprechungen zu entdecken.

Diesmal werden die Werke der Amerkanerin Louise Erdrich (geb. 1954), der britischen Autorin Elizabeth Taylor (1912 – 1975) und der deutschen Schriftstellerin Gabriele Tergit (1894 – 1882) vorgestellt. Ihre drei Welten könnten unterschiedlicher nicht sein. Es sind die sich behauptenden Indigenen in North Dakota auf dem Grenzgebiet zwischen der USA und Kanada, die leicht ramponierte britische Mittelklasse der Nachkriegszeit und das stets zwischen Furcht und Hoffnung lebende jüdisch-intellektuelle Milieu der Weimarer Republik.

Vielleicht ist Louise Erdrich, die gerade für ihren Roman „Der Nachtwächter“ den Pulitzer-Preis erhielt, die bekannteste Autorin der drei. Während Gabriele Tergit, deren Roman „So war’s eben“ jetzt aus dem Nachlass erschien, als literarische Wiederentdeckung gilt. Weit weniger bekannt, aber deshalb aber noch lange kein geringeres Vergnügen, sind die Romane der herrlichen Elizabeth Taylor.

In Drei Welten – drei Werke wechseln wir die Autorinnen, die Milieus und die Zeitzonen, was aber bleibt, ist das Lesevergnügen.

Durchgeführt für: VHS Bonn
Donnerstag, 10. März 2022