Georg Hermann. Ein Leseabend mit Michael Schikowski

 

Berühmtheit erlangt Georg Hermann durch seine wunderbaren Familienromane Jettchen Gebert und Henriette Jacoby. Vor allem durch sie wird er zum Chronisten des deutsch-jüdischen Lebens. 1871 geboren, lebte er ab 1933 einige Jahre in Italien, floh ins niederländische Exil und wurde 1943 in Auschwitz ermordet.

Hermanns Romane zeichnen sich allesamt durch naturalistische Beschreibungen der Lebenswelt aus – sei es das Biedermeier, die Gründerzeit und Jahrhundertwende, die Weimarer Republik oder das faschistische Italien und Deutschland.

Vor allem aber machen die lebensnahen und lebhaften Gesprächssituationen ihn zu einem der meistgelesenen Autoren seiner Zeit. Inzwischen liegen seine Romane im Wallstein Verlag mit ausgezeichneten Nachworten vor.

Alle seine Romane, vom Erstling Spielkinder bis zum letzten 1936 im Exil veröffentlichten Etruskischen Spiegel, durchzieht der Humor der Vergeblichkeit und des Scheiterns. Werden wir auf eine Georg Hermann- Renaissance hoffen dürfen? Hoffen schon, aber die Zeiten für Renaissancen verschiedenster Art scheinen vorbei. Es bleibt also nichts, als ihn selbst wieder zu lesen. So ist immerhin das Vergnügen auf unserer Seite.

Mit freundlicher Unterstützung des Wallstein Verlags.

Schnitzlersche Buchhandlung, Wetzlar
Mittwoch, den 18. März 2026
Beginn 19 Uhr

 

Aus Jettchen Gebert von Georg Hermann:

 

 

 

Überblick aller Leseabende

// Immer schön sachlich

// Leseabend

Rainer Maria Rilke. Eine Leseabend mit Michael Schikowski

Lesung zum Rilke-Jahr 2026

 

Rilkes Gedichte sind vielen ein Leben lang geläufig. Sie wirken bis heute. Die Intensität seiner Prosa strebte die vollkommene Erfassung des Gegenstands an. Der Weg dorthin führte Rilke über das handwerkliche Können, das jede Äußerung, gerade auch die Briefe, einschloss. Im Brief an einen jungen Dichter nennt er sein Programm: Wie ein erster Mensch zu sagen, was wir sehen und erleben und lieben.

Die Nähe zum Journalismus, zu dem er alle Gaben besaß, fürchtete er. Im Journalismus, der sich zu seiner Zeit zu einem Höhenflug anschickte, hätte er ein Auskommen gehabt. (hier zur Lesung des offenen Briefs an Maximilian Harden). Rilke entschied sich für ein prekäres und zugleich luxuriösem Dasein, wurde er doch vielfach ein Protegé der Reichen. Als Besucher von Tolstoi wurde er diesem lästig, als Sekretär Rodins produktiv. Auch in Worpswede hielt er sich auf, heiratete die Bildhauerin Clare Westhoff, und trennte sich bald darauf.

Neben einigen Gedichten werden vor allem die Prosawerke Rilkes wie die Geschichten vom lieben Gott, die unvergänglichen Briefe an einen jungen Dichter und die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge im Mittelpunkt dieses Abends stehen.

 

Literarischer Salon der Buchhandlung CoLibri
Hotel am Markt, Wipperfürth
Donnerstag, 8. Januar 2026
Beginn 18.30 Uhr

Buchhandlung am Markt, Hennef
Dienstag, 3. März 2026
Beginn: 19 Uhr

VHS Bonn – Kulturkalender
Mülheimer Platz 1
Donnerstag, 5. März 2026
Beginn 19 Uhr

Buchhandlung Rheinschmökern, Krefeld
Sonntag, 8. März 2026
Beginn: 16 Uhr

Hochschul-, Landes- und Stadtbibliothek
Fulda, Heinrich von Bibra-Platz
Dienstag, 14. April 2026

Beginn 18 Uhr
 

 

 

 

Aus: Briefe an einen jungen Dichter von Rainer Maria Rilke: