Drei Welten – drei Werke. Baum, Ditlevsen und Präauer

Unter dem Titel Drei Welten – drei Werke werden drei sehr unterschiedliche Autorinnen oder Autoren vorgestellt. Die Spannungen und Unterschiede, die sich in ihren Werken ergeben mögen, sind immer auch Anlass, Entsprechungen zu entdecken.

Diesmal werden die Werke der Dänin Tove Ditlevsen (1917 – 1976) und der beiden Österreicherinnen Vicki Baum (1888 – 1960) und Teresa Präauer (geb. 1979) vorgestellt. Ihre drei Welten könnten unterschiedlicher nicht sein: Die Kulisse eines luxuriösen Hotels, die Arbeitsbedingungen einer Schriftstellerin in den 1950er Jahren und die hippe Gastkultur moderner Westeuropäer.

Doch verbindet die überaus erfolgreiche Schriftstellerin Vicki Baum mit der wieder entdeckten Tove Ditlevsen und der gerade mit einem neuen Buch hervorgetretenen Teresa Präauer viel. In Drei Welten – drei Werke wechseln wir die Autorinnen, die Milieus und die Zeitzonen, was aber bleibt, ist das Lesevergnügen.

Literarischer Salon der Zentralbibliothek
VHS Bonn
Donnerstag, den 16. März 2023
Beginn 18.00 Uhr

Hier zum Überblick aller Leseabende:

Überblick aller Leseabende

// Immer schön sachlich

// Bücher

Denen die Zukunft entgegen kommt

 

 

Tove Ditlevsen
Kindheit
Aufbau Verlag 2021

Jugend
Aufbau Verlag 2021

Abhängigkeit
Aufbau Verlag 2021

Nach der Lektüre dieses Buches erscheint es unbegreiflich, dass von den drei Bänden der Kopenhagener Trilogie nur der letzte Band, Abhängigkeit, ins Deutsche übersetzt wurde.

Aber das kennzeichnet zugleich die Klassiker, ihnen kommt die Zukunft entgegen, bis sie wieder zeitgemäß sind.

So auch hier, denn Tove Ditlevsen schreibt im Genre des autofiktionalen Erzählens, im Genre des Memoirs. Autorinnen wie Sigrid Nunez und Arnie Ernaux haben es gerade wieder populär gemacht.

Hörprobe aus Kindheit:

Hörprobe aus Jugend:

Hörprobe aus Abhängigkeit:

// Bücher

Wer schreibt die Ost-Biografie?

 

 

 

Alexander Osang
Fast hell
Aufbau Verlag 2021

„Ich habe immer mal diese Momente von Klarheit, Hoffnung und der plötzlichen Gewissheit, die große Geschichte in einer einfachen Parabel erzählen zu können,“ schreibt Alexander Osang. Osang begegnet Uwe. Er erzählt Alexander Osang bei einer gemeinsamen Reise aus seinem Leben, in dem es kaum eine Begebenheit gibt, die nicht mit bekannten Daten und Orten der Geschichte der letzten vierzig Jahre in Verbindung steht. „Uwes Leben klingt wie ein Broadway-Musical.“

Der Spiegel, für den Osang regelmäßig arbeitet, bringt diese Geschichte nicht – alles nicht so einfach nachzuweisen. Osang meint aber: „Soweit ich das sagen konnte, stimmte alles, und doch erschien Uwe auch mir jetzt eher wie ein Romancharakter. Kein grauer Ostbürger. Niemand, den man sich in einem Nachrichtenmagazin vorstellen konnte.“

Die Kontrolle über die Biografie eines Ostdeutschen liegt immer noch nicht da, wo sie hingehört.

Hörprobe:

 

// Allgemein

Alles erfunden – alles wahr Neuerscheinungen 2021


Buchvorstellung inklusive vorgelesener Trittleiter zum
bequemen Einstieg ins Buch: