Über Beethoven. Ein Leseabend zum Beethovenjahr 2020

Dichter und Musiker über Ludwig van Beethoven

Beethovens Leben und Werk hat in der Literatur zahlreiche Spuren hinterlassen. Ihnen folgt dieser Leseabend in den Werken u. a. von Marcel Proust, Thomas Mann und Lew Tolstoi.

E.T.A. Hoffmann urteilte: Beethovens Musik bewegt die Hebel der Furcht, des Schauers, des Entsetzens, des Schmerzes.

Die Ambivalenz seiner Musik, die von Überwältigung und Befreiung bis zum Ausdruck direkter Gewalt reicht, zeigt sich in den Texten von Romain Rolland, Carson McCullers oder Anthony Burgess.

Termine:

Buchhandlung Ute Hentschel e.K.
Mittwoch, den 18. März 2020
Hauptstr. 26
51399 Burscheid

 

Neuerscheinungen zum Beethovenjahr

Bücher zum Leseabend.

Zu Michael Schikowski.

// Immer schön sachlich

// Buchhandel

Geschützt: Buchhandel 2/2019 Saarland

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// Leseabend

Moby Dick. Ein Leseabend mit Michael Schikowski

Lesung aus Moby Dick von Herman Melville
200. Geburtstag von Herman Melville

In dem Jahrhundertroman Moby Dick erzählt Herman Melville von dem Walfangschiff Pequod, auf dem der junge Ismael anheuert. Der Kapitän der Pequod, der besessende Ahab, macht Jagd auf weißen Wal.

Herman Melvilles Moby Dick ist eine Allegorie auf den Kampf des Menschen mit der Natur. Er vereint biblische Motive mit dem Kosmos Shakespeares und ein bedeutendes Kapitel der Wirtschaftsgeschichte mit einer überwältigenden Erzählung.

Melvilles Roman, dem die Anerkennung lange versagt blieb, gilt heute als Begründer der amerikanischen Literatur. An diesem Abend werfen wir auch einen Blick auf Melvilles weitere Werke wie Mardi, Typee und John Marr, die gerade in Neuübersetzungen erschienen sind.

TERMINE:

Kuppelsaal im Monopol, Bonn
Mittwoch, den 20. November 2019
Beginn: 20.00 Uhr

Altenberger Dom-Laden, Odenthal
Donnerstag, den 12. März 2020
Beginn: 19.30 Uhr

 

Zu Michael Schikowski

Bücher zum Leseabend
Weitere Leseabende: Jane AustenHonoré de BalzacHeinrich BöllDie Schwestern BrontëDaniel Defoe Charles DickensFjodor DostojewskiGeorge EliotLouise Erdrich Hans FalladaLion FeuchtwangerTheodor FontaneGrimmelshausenVictor Hugo Franz Kafka – Gottfried Keller Jack LondonThomas MannMark TwainHerman Melville MultatuliRomain Rolland Anna SeghersLew Tolstoi

Ein historischer Leseabend: Der Deutsch-Französische Krieg 1870/71
Weitere: November 18. Texte zur Revolution in Deutschland„Heeresbericht“. Texte zum Ersten WeltkriegNapoleonOktober 17. Texte zur Russischen Revolution / Neuerscheinungen des Jahres

 

// Bücher

Brief an den Heimatminister

Kathrin Gerlof
Nenn mich November
Roman
Aufbau 2018

Das Land war einmal der zurückgebliebene Raum. Nun ist es der Raum, der industriell vollkommen erschlossen ist. Ein Raum, aus dem die Natur, die Tiere vor allem, in die Stadt ausweichen, weil nichts als Mais angebaut wird, für die Biogasanlagen von Kramer. Kramer ist der eine Großbauer, der andere ist Schulz. Was Marthe nur fehlt, ist das Internet. Dafür muss man auf eine Anhöhe in der Nähe.

Marthe und David Lindenblatt sind in der Stadt gescheitert und ziehen in ein Dorf von siebzig Seelen, in das alte Schusterhaus, das ihnen Tante Wally hinterlassen hat. Gescheitert sind sie an der bloß verbalen Aufgeschlossenheit der Städter für ökologisches Handeln. Auf sie bezogen haben sie ihr Geld in biologisch abbaubares Einweggeschirr investiert – mit der städtischen Verhaltensstarre nicht rechnend, die sie auf dem produzierten Geschirr sitzen bleiben lässt.

Das Leben ist einfacher, als die meisten glauben. Wenn man Grundsätze hat. Marthe weiß es. Sie hat. Ich habe nicht umsonst einen ganzen Tag damit zugebracht. Wann war das? Vor zwei Jahren.

Da kamen sie und ihr Mann auf die Idee, kompostierbares Wegwerfgeschirr zu produzieren. Kathrin Gerlof wechselt die Fokalisierung der Erzählung mitten im Satz. Ein Stilmittel, das den Perspektivwechsel deutlich markiert. Und statt Marthe hören wir dann von der Frau, die sich November nennt. Wir wechseln von der Stadt aufs Land, von Marthe zu November.

Marthe, die fahrig redende Städterin, erinnert die Dörfler an einen Mann, der eine Bibliothek besaß. Ein Studierter, wie es dann weiter heißt, der tatsächlich im Dorf geblieben war und Woche für Woche an die Universität der Bezirksstadt fuhr. Ein Germanistikprofessor, dem die meisten mit einer Mischung aus Skepsis, Unverständnis und jener Arroganz der werktätigen Bevölkerung begegneten, wie sie dieser kleine Staat gezüchtet hatte.