Die Demonstration eines Mordes

 

Fjodor Dostojewski
Die Dämonen
Roman
Aufbau Taschenbuch

Die Dämonen ist einer der fünf großen Romane Dostojewskis. Er wurde als Buch erstmals 1873 publiziert, allerdings zunächst noch unvollständig.

Werchowenski, Sohn eines liberalen Vaters, schart einige Männer um sich und erschießt den vollkommen wehrlosen Schatow. Statt des Mörders bekennt Kirillow, den Mord begangen zu haben. Dann begeht er Selbstmord.

Ein Motiv für diesen Mord an Schatow existiert nicht. Werchowenski demonstriert die Möglichkeit eines Mordes und bleibt unbehelligt. Das Buch zur Zeit.

// Immer schön sachlich

// Leseabend

Alles erfunden – alles wahr. Neuerscheinungen

img_0189Michael Schikowski wechselt plausibel, fesselnd und unterhaltsam zwischen kurzen Leseproben und einordnenden Rezensionen.
GENERAL-ANZEIGER BONN

Eine exzellent moderierte Tour d’ Horizon.
KÖLNISCHE RUNDSCHAU

Aus der Fülle der Neuerscheinungen dieses Jahres hat Michael Schikowski die besten Romane und die interessantesten Sachbücher ausgewählt – mit Leidenschaft und kühlem Blick. Vorgestellt werden unterhaltsame Romane, spannende Biografien, scharfsinnige Essays, komische Geschichten oder einfach nur schöne Bücher. Michael Schikowski verschafft Einblicke in wichtige Neuerscheinungen und liest einzelne Passagen vor. Freuen Sie sich auf einen spannenden Abend mit Schmökern und Raritäten, Herausforderungen und Entdeckungen.

Bonn VHS Literarischer Salon der Zentralbibliothek
Mittwoch, den 4. Dezember 2019
Beginn 19.00 Uhr

Link zur Buchauswahl 2019

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Zu Michael Schikowski

Bücher zum Leseabend

Weitere Leseabende: Jane AustenHonoré de BalzacHeinrich BöllDie Schwestern BrontëDaniel Defoe Charles DickensFjodor DostojewskiGeorge EliotLouise Erdrich Hans FalladaLion FeuchtwangerTheodor FontaneGrimmelshausenVictor Hugo Franz Kafka – Gottfried Keller Jack LondonThomas MannMark TwainHerman Melville MultatuliRomain Rolland Anna SeghersLew Tolstoi

Ein historischer Leseabend: Der Deutsch-Französische Krieg 1870/71
Weitere: November 18. Texte zur Revolution in Deutschland„Heeresbericht“. Texte zum Ersten WeltkriegNapoleonOktober 17. Texte zur Russischen Revolution / Neuerscheinungen des Jahres

 

// Leseabend

„Welche Siege, welche Verluste!“ – Der Deutsch-Französische Krieg 1870/71

ein Leseabend zum 150. Jahrestag des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 mit Michael Schikowski

Die Niederlage Frankreichs im Deutsch-Französischen Krieg bescherte Frankreich eine lange Zeit der Krise. Die Losung lautete damals: „Immer daran denken, niemals davon sprechen“. Es entstanden zu Wiederaufrichtung des französischen Selbstbewusstseins Kirchen wie Sacre-Coeur und Romanwerke wie Romain Rollands „Johann Christof“.

Für Preußen endete der Krieg von 70/71 mit einem Sieg und der Reichsgründung, von dem sich weder Preußen noch das Deutsche Reich je wieder erholen sollte. Nietzsche war der erste scharfe Kritiker eines kulturellen Überlegenheitsgefühls der Deutschen. Die kollektiven Erfahrungen dieses Krieges bilden für den späteren Ersten Weltkrieg, seinen Beginn und Verlauf eine wichtige Erklärungs- und Wahrnehmungsresource. Fontane schrieb: „Welche Siege, welche Verluste! … noch zwei solcher Siege und – wir sind ruiniert.“

 

Zu Michael Schikowski

Bücher zum Leseabend

Weitere Leseabende: Jane AustenHonoré de BalzacHeinrich BöllDie Schwestern BrontëDaniel Defoe Charles DickensFjodor DostojewskiGeorge EliotLouise Erdrich Hans FalladaLion FeuchtwangerTheodor FontaneGrimmelshausenVictor Hugo Franz KafkaGottfried Keller Jack LondonThomas MannMark TwainHerman Melville MultatuliRomain Rolland Anna SeghersLew Tolstoi

Ein historischer Leseabend: Der Deutsch-Französische Krieg 1870/71
Weitere: November 18. Texte zur Revolution in Deutschland„Heeresbericht“. Texte zum Ersten WeltkriegNapoleonOktober 17. Texte zur Russischen Revolution / Neuerscheinungen des Jahres

// Bücher

Mehr Verstehen, weniger Verständnis

Timo Lochocki
Die Vertrauensformel
So gewinnt unsere Demokratie ihre Wähler zurück
Herder 2018

Bis auf ganz wenige Ausnahmen bringen Bücher, zumal in der Form des populären Sachbuchs, Ordnung in unseren Kopf. Schlicht dadurch, dass sie Sätze enthalten, die Sachverhalte in eine Reihenfolge bringen oder als Ursache und Wirkung darstellen. Darin sind sie für jeden Leser überprüfbar. Einfach darum, weil wir zurückblättern können.

In den Debatten, die uns die Populisten mit einem enormen Erfolg aufzwingen, können wir genau dies nicht. Wir können weder die Zeit anhalten – gleichsam die Lektüre unterbrechen -, noch auf eine Behauptung zurückkommen. Es geht immer weiter. Und dies mündlich, bzw. was die mediale Verbreitung angeht, quasimündlich.

Der Aufreger von gestern lässt uns baff zurück und bevor uns überhaupt eine Entgegnung einfällt, hat man längst an anderer Stelle das nächste Ding rausgehauen. All dies geschieht mit einer Unverfrorenheit und Schnelligkeit, der kaum beizukommen ist. Dass dies auch mit digitalen Medien zu tun hat, dass sie also die Bereitstellungsstruktur schaffen, die die repräsentativ-demokratischen Strukturen aushebeln, wurde hinreichend deutlich – in Büchern.

Was hat es also für einen Sinn, zu Nichtlesern im Medium des Buches zu sprechen? Keinen. Dies meint auch Timo Lochocki, der der Politik, aber auch uns, den allzu schnell einknickenden oder sich wegdrückenden Mitdiskutanten, einige Gegenmittel vorschlägt.

Dazu gehört zunächst einmal, eine eigene Kommunikationsstrategie zu entwickeln und diese mit emotionalen Narrativen auszustatten. Die alte Bescheidenheit und Zurückhaltung aufgeben, das Abwägen und Geltenlassen zurückstellen und die Überzeugungen persönlicher vertreten. Mehr Verstehen, weniger Verständnis. Die Themensetzungen der Populisten liegenlassen, nicht kommentieren oder aufgreifen.

Man möchte hinzufügen: als Linke und Konservative sich endlich wieder mit dem Kern der eigenen politischen Überzeugungen beschäftigen: Marx und Carlyle lesen!