Hans Fallada. Ein Leseabend mit Michael Schikowski

 

 

 

 

Lesung aus dem Werk von Hans Fallada

Hans Falladas Romane haben zu keinem Zeitpunkt ihre große Beliebtheit eingebüßt. Sein letztes Buch Jeder stirbt für sich allein von 1947 wurde sechzig Jahre nach der Erstveröffentlichung von Kritik und Lesern als spektakuläre Wiederentdeckung gefeiert.

Falladas Weltbestseller von 1932 Kleiner Mann – was nun? zeigt, dass Falladas Blick auf Deutschland schärfer sah, als man sich damals zu drucken wagte. Er erzählt in zum Teil rührend komischen Szenen von dem jungen Paar Emma und Johannes Pinneberg, das im Berlin der Wirtschaftskrise durchzukommen versucht.

Es sind Romane der großen Stadt, in der der Kleinbürger sein Glück zu machen sucht, in einer Zeit, in der nichts unwahrscheinlicher scheint, als ein Auskommen ohne Verlust moralischer Integrität. Es ist, wie Kurt Tucholsky in einer Besprechung zu Bauern, Bonzen und Bomben schrieb, “jener Brodem aus Klatsch, Geldgier, Ehrgeiz und politischen Interessen”, die Falladas Romane bieten. Und Hermann Broch schrieb über Wolf unter Wölfen: “Da ist alles vorhanden, was ein gutes Buch ausmacht, da ist alles von innen angepackt, jeder Ihrer Menschen aus seinem Eigen-Sein entwickelt.”

Für seine aus unmittelbarer Anschauung geschöpften Portraits der deutschen Kleinbürger und Angestellten, ihrer Leiden und Freuden, ist Fallada berühmt. Er arbeitete als Hofinspektor, Buchhalter und Annoncensammler. An diesem Leseabend wird das Beste von Hans Fallada zu hören sein.

Aus Der eiserne Gustav von Hans Fallada:

 

Hörproben zum Leseabend

 

// Immer schön sachlich

// MÜLHEIMER LITERATURCLUB

Saison 2026

 

Goethe. Ein Leseabend

Goethe ist für die zeitgenössische Literatur von eminenter Bedeutung. Denn mit ihm beginnt eine Entwicklung, die sich zuerst in Deutschland, dem Land der Übersetzer und Übersetzungen, Weltliteratur nennt. Ihr erster und wichtigster Repräsentant wird Goethe. In Dichtung und Wahrheit, mit dem Goethe für das Genre der Autobiographie, wie für viele andere, Maßstäbe setzt, zeigt sich die spezifische Haltung Goethes, die sich aus den Erfahrungen seiner Lebenszeit vom Erdbeben von Lissabon bis zu den Kriegen im Gefolge der französischen Revolution ergibt.

Goethe ist der Repräsentant einer Literatur,  die sich allein an dem ausrichtet, das ihr gemäß ist – auch über den Punkt hinaus, der die Naturwissenschaft vorgibt. In Zeiten der Kriege und Krisen ist darum Goethe derjenige, der weder Nachrichten beachtet noch Zeitungen liest. Goethe ist uns, wer hätte das gedacht, näher als wir selbst jemals vermutet hätten.

Mülheimer Literaturclub im Et Kapellche e.V.
Samstag, 3. Januar 2026
Beginn 18 Uhr, Eintritt: 10/8 €

 

Sarah Jäger

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der VHS Mülheim.

Mülheimer Literaturclub im Et Kapellche e.V.
Sonntag, 10. Mai 2026
Beginn 11 Uhr, Eintritt: 10/8 €

 

Lyrischer Landgang

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der VHS Mülheim.

Mülheimer Literaturclub im Et Kapellche e.V.
Sonntag, 30. Mai 2026
Beginn 11 Uhr, Eintritt: 10/8 €

 

Mülheimer Literaturclub zu Besuch

Ort und Zeit wird noch bekannt gegeben
Sommer 2026
Beginn 20.30 Uhr, freier Eintritt
 

Talking Horns

Ein Konzert in Zusammenarbeit mit dem Mülheimer Literaturclub.

Mülheimer Literaturclub im Et Kapellche e.V.
Sonntag, 4.  Oktober 2026
Beginn 19 Uhr, Eintritt: 18/10 € 

Die schönen Seiten des Lesens

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der VHS Mülheim.

Mülheimer Literaturclub im Et Kapellche e.V.
Sonntag, 15. November 2026
Beginn 18 Uhr, Eintritt: 10/8 €
 

Lieblingsstücke

Musik und Lesung

Die Klavier-Studierenden der HfMT Köln und der Mülheimer Literaturclub präsentieren ihre Lieblingsstücke. Werke der Literatur, die wir gerne hören. Werke der Klavierliteratur, die wir gerne spielen. Der Abend wird von den Studierenden der Klavierklasse Prof. Gesa Lücker und dem Mülheimer Literaturclub gemeinsam gestaltet. Moderation und Lesung: Michael Schikowski.

Eine Mit freundlicher Unterstützung der Kreissparkasse Köln, Wiener Platz. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der HfTM Köln und der VHS Köln-Mülheim.

Tickets unter: vhs-kundenzentrum (at) stadt-koeln.de

Bezirksrathaus Wiener Platz
Donnerstag, 26. November 2026
Beginn 18 Uhr – Eintritt frei
 

Und kerzenhelle wird die Nacht

der inzwischen 7. Weihnachtsabend mit dem Mülheimer Literaturclub und den Dellbrücker Symphonikern

Lieder, Geschichten und Gedichte zur Vorweihnachtszeit mit Barbara Böhler und Michael Schikowski. Das Ensemble der Dellbrücker Symphoniker unter der Leitung von Albert Otto-Gaede begleitet diesen Abend mit weihnachtlichen Glanzstücken klassischer Musik.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der VHS Mülheim.

Mülheimer Literaturclub im Et Kapellche e.V.
Sonntag, 6. Dezember 2026
Beginn 18 Uhr, Eintritt: 10/8 €

 

 

 

// Allgemein

Johann Wolfgang Goethe. Ein Leseabend mit Michael Schikowski

 

 

Goethe ist für die zeitgenössische Literatur von besonderer Bedeutung. Mit ihm beginnt eine Entwicklung, die sich zuerst in Deutschland, dem Land der Übersetzungen, Weltliteratur nennt. Ihr erster und wichtigster Repräsentant, als Übersetzer von Diderot und Hafis, ist Goethe.

Mit ihm wird außerdem eine neue Stufe kultureller Differenzierung erreicht, nach der Autor und erzählerisches Ich fortan zu unterscheiden seien. Vor allem seit seinem Werther distanzieren wir das Geschriebene als sogenannte Rollenprosa vom Autor, ein Kulturfortschritt, der gerade in Fällen von heutigen Skandalisierung verloren zu gehen scheint.

In Dichtung und Wahrheit, mit dem Goethe für das Genre der Autobiographie Maßstäbe setzt, erweist sich die spezifische immer wieder als kalt und wenig enthusiastische beschriebene Haltung Goethes, die sich aber aus den Erfahrungen von Krisen und Kriegen ergibt, nachvollziehbar. Zumal auch wir nun davon betroffen sind. Goethe ist vom Erdbeben von Lissabon, dem Siebenjährigen Krieg, der Französischen Revolution bis zu den napoleonischen Kriegen zeit seines Lebens umgeben von Ereignissen, die ihn in der Konzentration auf sich und das, was ihn betrifft, was ihn interessiert und angeht, abbringen wollen.

Goethe ist der Repräsentant einer Literatur,  die sich allein an dem orientiert, das ihr gemäß ist – auch über den Punkt hinaus, der die Naturwissenschaft vorgibt. In Zeiten der Kriege und Krisen ist darum Goethe derjenige, der weder Nachrichten beachtet noch Zeitungen liest. Goethe ist uns näher als wir selbst jemals vermutet hätten.

 

Mülheimer Literaturclub im Et Kapellche e.V.
Samstag, 3. Januar 2026
Beginn 18 Uhr

Buchhandlung Goethe & Hafis
Freitag, 6. März 2026
Beginn 19.30 Uhr

 

// Leseabend

Hermann Burger. Ein Leseabend mit Michael Schikowski

 

 

Mit dem Roman Schilten wird Hermann Burger 1976 berühmt. Inzwischen liegen seine Romane und Texte im Verlag Nagel & Kimche vor und erscheinen dort als Taschenbuch.

Hermann Burger, geboren 1942 in Aarau und gestorben 1989 auf Schloss Brunegg, ist ein Virtuose der Genauigkeit, in dessen Werk Schriftstellerei und Literaturwissenschaft, Kultur und Sport eine fruchtbare Verbindung eingehen. Er schrieb Reportagen und Essays und über Eishockey, Bobfahren und Literatur.

Wer nicht auf die bekannten Jubiläen warten möchte, sei es nun ein runder Geburtstag oder, bei Burger naheliegender, der auch einen Tractatus logico-suicidalis verfasste, der Todestag, dem bleibt nichts als hier und jetzt mit Hermann Burger zu beginnen.

Im Mittelpunkt dieses Leseabend stehen die episch-wuchtigen Romane. Da ist zunächst der Roman von Krankheit und Heilung Die Künstliche Mutter, der Roman eines verhinderten Tabakfabrikanten Brenner und natürlich der unvergessliche Schulhausroman Schilten. Schulbericht zuhanden der Inspektorenkonferenz.

Mit freundlicher Unterstützung des Verlags Nagel & Kimche

 

Überblick aller Leseabende