//

// Bücher

Ein Erotomane der Landschaft

Roger Willemsen
Die Enden der Welt
S. Fischer 2010

Roger Willemsen ist vielleicht derjenige neuere Sachbuchautor, den man mit einer Erscheinung vergleichen kann, die in Deutschland komplett vergessenen ist: Emil Ludwig. Mit ihm hat er die drei e gemeinsam: eitel, elegant, erfolgreich. In seinem neuen Buch ist Willemsen ein herrlicher Erotomane auch der Landschaften. Lässt man den Schutzumschlag fallen, hält man einen in feines Leinen gebundenen Buchleib in Händen.

// Allgemein

Beethoven 2020

Beethoven: Missa solemnis 04842 (Deutsche Bibelgesellschaft)
Gerhard von Breuning: Aus dem Schwarzspanierhause. Erinnerungen an Beethoven 31185 (Olms)
Martin Geck: So sah die Welt Beethoven 08626 (Olms)
Martin Geck: Die Sinfonien Beethovens 08556 (Olms)
Mit Beethoven durch das Jahr (Bärenreiter)
Sophia Mott: Beethoven und die Frauen 212 (Ebersbach und Simon)
Musikalische Bilderbücher: Beethovens 9. Sinfonie 11804 (Annette Betz)
Musikalische Bilderbücher: Die Mondscheinsonate 11690 (Annette Betz)
Musikalische Bilderbücher: Fidelio 11714 (Annette Betz)
Musikalische Bilderbücher: Beethoven 11669 (Annette Betz)
Musikalische Bilderbücher: Der kleine Beethoven 11576 (Annette Betz)
Musikalische Bilderbücher: Herr Beethoven macht Musik 11859 (Annette Betz)
Karl-Heinz Ott: Rausch und Stille (Hoffmann und Campe)
Anton Schindler: Ludwig van Beethoven 09828 (Olms Reprint)

// Bücher

NDR Kultur Sachbuchpreis – Preisträger und shortlist 2010

Preisträger des NDR Sachbuchpreises 2010 ist Harry Graf Kessler für die Gesamtausgabe seiner Tagebücher. Kessler lebte von 1868 bis 1937, war insofern nicht selbst in der Lage, den Preis entgegen zu nehmen. Die Herausgeber Sabine Gruber und Ulrich Ott vertraten ihn. So erhält 2010 ein Werk einen Preis, das zwar über siebzig Jahre alt ist, aber erst jetzt komplett vorliegt. So richtig es ist, dass das Tagebuch, selbst das unveröffentlichte Tagebuch eines Toten, zur Sachliteratur gezählt wird, so fragwürdig erscheint diese Vergabepraxis für die Lebenden. Nun kann der Büchner-Preis endlich auch Georg Büchner verliehen werden.

Harry Graf Kessler
Das Tagebuch 1880 – 1937
Bd 9: 1926 – 1937
Klett-Cotta 2010

John Darwin errang mit „Der imperiale Traum“ zusammen mit Peter-André Alt „Ästhetik des Bösen“ einen zweiten Platz. Vom Preisgeld entfallen 10.000 Euro auf Platz 1 und je 2.000 Euro auf die beiden weiteren Gewinner.

Peter-André Alt
Ästhetik des Bösen
C.H. Beck 2010

John Darwin
Der imperiale Traum. Die Globalgeschichte großer Reiche 1400 – 2000
Campus 2010

„John Darwin hat mit seinem Meisterwerk Maßstäbe für eine differenzierte Betrachtung imperialen Denkens und Handelns gesetzt und den Blick für ein Geschichtsbild geschärft, das nicht von der Dominanz Europas ausgeht, sondern von drei konkurrierenden Zentren her gesteuert worden ist: von Europa, der islamischen Welt und Ostasien.“

Wie vermeldet wird, wurden über 800 Einreichungen der Verlage begutachtet. Auf der shortlist fanden sich als weitere Kandidaten:

Bert Hölldobler, Edward O. Wilson
Der Superorganismus
Springer Science + Business Media 2009

Cees Nooteboom
Das Rätsel des Lichts
Schirmer/Mosel 2009

Angela Steidele
Geschichte einer Liebe.
Adele Schopenhauer
und Sibylle Mertens
Insel 2010

Heinrich August Winkler
Geschichte des Westens
C.H. Beck 2009

Maryanne Wolf
Das lesende Gehirn
Spektrum Akademischer Verlag 2009

Hier zu den Preisträgern des Jahres 2009.
Mehr zum NDR Kultur Sachbuchpreis hier.