Max von der Grün. Ein Leseabend mit Michael Schikowski

Lesung zum 100. Geburtstag von Max von der Grün
Mit Irrlicht und Feuer von Max von der Grün erschien 1963 eine für das lesende Publikum vollkommen neue Art von Literatur. War sein Erstling Männer in zweifacher Nacht aus dem Jahr zuvor noch weitgehend unbeachtet geblieben, wurde diese Provokation der restaurativen Zeit der frühen 60er Jahre sehr viel ernster genommen.
Das literarische Neuland, das der Bergmann und Autor Max von der Grün damit betrat, wurde bereits von der Gründung der Dortmunder Gruppe 61 vorbereitet, die sich selbst als Zäsur gegenüber der Nachkriegsliteratur verstand. Doch wurde von der Grüns Darstellung der Arbeitswelt unter Tage auch von der IG Bergbau scharf zurückgewiesen.
Von der Grüns Anspruch war, wie es bei ihm heißt, frei von politischen und staatlichen Aufträgen und Richtlinien mit den sozialen und menschlichen Problemen der industriellen Arbeitswelt auseinanderzusetzen. Von der Welt und Menschen verändernden Kraft der Literatur war er überzeugt: Ob Literatur die Welt verändern kann? Mich hat die Literatur verändert – und in bin Teil dieser Welt.
An diesem Leseabend wird das Beste aus Max von der Grüns Romanen zu hören sein.
Mülheimer Literaturclub
Samstag, 11. Juli 2026
Beginn 19 Uhr
Buchhandlung Alfred Böttger, Bonn
Donnerstag, 3. September 2026
Beginn 20 Uhr
Buchhandlung Margret Holota, Hamm
Mittwoch, 30. September 2026
Beginn 19.30 Uhr
In spannenden neuen Büchern finden sich Betrachtungen, die das Zusammenleben von Tier und Mensch beschreiben. Die Reise beginnt bei Charles Darwin selbst, in dessen Geburtsjahr 1809 Jean-Baptiste Lamarcks berühmte Philosophie Zoologique erschien, und endet bei den modernen Versuchen einer neuen Wissenschaft von der Natur, in der Tier und Mensch als fühlende Wesen Platz haben. 

Für diese Veranstaltung sind die absolut komischsten Sachbücher dieses Jahres vorgesehen. Jetzt sage keiner, Sachbücher und Sachbuchleser seien ohnehin irgendwie komisch! Denn in Wahrheit sind Sachbücher – richtig ausgewählt – ein probates Mittel gegen die allgemein verbreitete belletristische Kopfhängerei.



Wer es aber nicht glauben mag, der höre selbst, denn die Lektürevorschläge werden sofort durch Christoph Wortberg am Objekt sachkundig überprüft. Er liest Ausschnitte aus einigen der vorgestellten Bücher. Dabei wird sich zeigen, dass Sachbücher wesentlich amüsanter, unterhaltsamer, spannender, ja wirklich und wahrhaftig komischer sein können als gemeinhin angenommen.

Wir lernen die Ursprünge der Artus-Legende kennen, die Bedeutung der Gralsgeschichten für die europäische Elite und die Entdeckungen und Erfindungen, die die Kreuzritter aus dem Orient nach Europa brachten. Wir hören von den Sagen der Nibelungen und was hinter den Geschichten von Hagen und Siegfried steckt. Wir erfahren etwas vom Ausbau des mittelalterlichen Straßensystems, bei dem der legendäre Jakobsweg eine wichtige Rolle spielte, und wir sehen, dass die Erfindung des Fegefeuers schließlich Europa für die Entwicklung des Handels öffnete.