Bücher zum Leseabend

Neuerscheinung:

Der Buchhandel

Kultur und Krise

Bramann Verlag
112 Seiten, Klappenbroschur
978-3-95903-008-1

Bücher müssen nicht unbedingt
in den Medien sein,
ihre Medien sind die
Buchhändlerinnen und Buchhändler.

Im Buchhaus

Wohnzimmer, Bücherei, Buchhandlung

Bramann Verlag
112 Seiten, Klappenbroschur
978-3-934054-85-1

Mit dem Wissen vermehrt sich das Vergnügen an guten Büchern und zwar in der Form körperlicher Anwesenheit, gesellschaftlicher Zusammenkunft und ergebnisoffener Begegnung. Genau darin ist die Buchkultur ein ereignisförmiges Medium.

Glanz und Melancholie

Anmerkungen zur Buchgestalt

Bramann Verlag
112 Seiten, Klappenbroschur
978-3-934054-41-7

Bücher sprechen zu uns – lange bevor wir sie lesen. Ihre Buchgestalt, ihr Format, ihre Farbe und ihr Material haben einen tiefen Einfluss auf unser Leseerlebnis. Was sie zu sagen haben, verrät uns die Buchgestalt.

Über Lesen

Ferne und Nähe großer Romane

Bramann Verlag
112 Seiten, Klappenbroschur
ISBN 978-3-934054-64-6

An bedeutenden Romanen von Jane Austen, Honoré de Balzac, Charles Dickens, Lew Tolstoi, Mark Twain und Theodor Fontane erfahren wir, dass die Freude am Lesen, vielleicht der Reiz des Lesens überhaupt, auf sich widersprechenden Empfindungen beruht.


Warum Bücher?

Buchkultur in Zeiten der Digitalkultur

Bramann Verlag
104 Seiten, Klappenbroschur
ISBN 978-3-934054-59-2

Die Buchkultur hat bislang den Fortschritt der Technik kritisch begleitet. Nun greift die Technik selbst in den Fortschritt der Buchkultur ein und transformiert sie zur Digitalkultur.

»Michael Schikowski glaubt mit einer fast schon beneidenswerten Zuversicht an die Zukunft des Buches. Empfehlenswert.«

Gutenbergs Welt, WDR

»Besser kann man nicht sagen, was es mit der Digitalkultur insgesamt auf sich hat.«

Uwe Jochum, Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie

// Immer schön sachlich

// Bücher

Am Kopierer der Kreationisten

Richard Dawkins
„Der Gotteswahn“
Ullstein 2007

Machen wir uns nichts vor, Dawkins schreibt nur für die, die ohnehin schon seiner Meinung sind. Zweifellos leben wir in religös leicht übermotivierten Zeiten, in denen dieses Buch sich als kalte Dusche für allzu überbordenden Glaubenseifer erweisen mag. Ich fürchte jedoch, die die Dawkins meint, duschen woanders.

Dawkins Vorstellung von der Welt kann man vielleicht darauf simplifizieren, dass alles was ist, nicht anderes will, als sich selbst reproduzieren. Wenn Sie das als eine für Sie besonders schwierige Aufgabenstellung auffassen, kann ich Sie beruhigen: Gelegentliche Fehler in der Kopie führen zu Varianten, die die eigentlich evolutionäre Entwicklung verursachen. Was unsere Kinder glücklicherweise so ganz anders als wir selbst geraten lässt. Das gilt sowohl für die biografische wie auch die kulturelle Evolution, für Gene also, wie für – wie Dawkins sie nennt – Meme. Das sind Ideen, Erzählungen und Rituale, die wieder nichts anderes im Sinn haben als sich zu reproduzieren. Ein solches Mem ist auch der Kreationismus, an dessen Kopierer Dawkins aber den Stecker zieht.
Dawkins langt also recht grob hin. Das Buch muss man irgendwie schon mit grimmiger Miene lesen. Da hört sich Goethe 1782 in einem Brief an Lavater doch ganz anders an: „Du hälst das Evangelium, wie es steht, für die göttliche Wahrheit. Mich würde eine vernehmliche Stimme vom Himmel nicht überzeugen, dass das Wasser brennt und dass das Feuer löscht, dass ein Weib ohne Mann gebiert und dass ein Toter aufersteht. Vielmehr halte ich dieses für Lästerungen gegen den großen Gott und seine Offenbarung in der Natur.“

// Bücher

Ein geschliffener Zeitpfeil

Alan Weisman „Die Welt ohne uns“
Reise über eine unbevölkerte Erde.
Piper 2007 und Piper Taschenbuch

Wissen Sie wie alte Bücher riechen? Ihr Zerfall geht mit muffigen Ausdünstungen vonstatten. Wenn wir nun alle von der Erde verschwinden, würden Ihre Bücher also zerfallen – übrigens auch die, die sich mit dem Klimawandel befassen. Das Buch von Alan Weismann sähe demselben Schicksal entgegen, das der Autor mit der gesamten Kultur und Zivilisation gedanklich durchspielt. Ein geschliffener Zeitpfeil, dessen Verlauf niemand verfolgt, der aber auch ins Herz derjenigen trifft, die sich mal Gruseln mögen. Eine pfiffige Idee, die der Autor in seinem Buch großartig entfaltet. Und ach, wie schön den Dom auf dem Umschlag zu sehen, im kölschen Urwald.

// Bücher

Die Folge von Betriebsunfällen

Fritz Stern
Fünf Deutschland und ein Leben
Erinnerungen.
Beck 2007

Würde man Deutschland und die Geschichte der Deutschen als eine große Firma betrachten, käme man wahrscheinlich schnell zu dem Schluss, dass dieses Unternehmen sich zu verschiedenen Zeitpunkten seiner wechselvollen Geschichte mangels Kapital und Vertrauen aus dem aktiven Wirtschaftsleben verabschiedet hätte. Nun kann man aber Staaten, zumal Deutschland, nicht einfach dichtmachen und so wenig ein Staat von seiner Zukunft, kann er von seiner Vergangenheit abgeschnitten werden. Beides führt zu aufregenden und spannenden Debatten. » weiter lesen