Heinrich Heine: Deutschland. Ein Wintermärchen

ein musikalisch-poetischer Konzert- und Leseabend
mit dem Velvet Quartett und Michael Schikowski

 

 

 

Heinrich Heine (1797 – 1856) veröffentlicht 1821 seine erste Liedersammlung. Bald darauf machen ihn seine Reisebilder berühmt.

1831 geht er als politischer Korrespondent nach Paris. Von dort berichtet er über die französischen Zustände und schreibt für die Franzosen über Deutschland. Ab 1835 sind alle seine Schriften laut Bundestagsbeschluss in Deutschland verboten.

Erst 1843 sieht er die Heimat wieder. Diese Reiseeindrücke liegen dem Wintermärchen zugrunde. Zusammen mit den Neuen Gedichten erscheint es zuerst im September 1844. An seinen Verleger Campe schreibt Heine: Es ist ein gereimtes Gedicht, welches die ganze Gärung unserer deutschen Gegenwart in der kecksten, persönlichsten Weise ausspricht.

Sein geistreich-spielerischer Prosastil macht ihn auch heute noch zu einem herausragenden Autor. Im Wintermärchen aber erlaubt er sich unzählige Frechheiten, die, wenn schon vom Zensor verboten, dann auch in den Reimen den Regelbruch auskosten – zum Vergnügen seiner Zuhörer.

Ich bin diesmal sicher, so schreibt er weiter an Campe, dass ich ein Werkchen gegeben habe, das mehr Furore machen wird als die populärste Broschüre, und das dennoch den bleibenden Wert einer klassischen Dichtung haben wird.

Das Velvet Quartett spielt an diesem Abend Streichquartette von Robert Schumann und Joseph Haydn. Michael Schikowski rezitiert Heines Wintermärchen.

Velvet Quartett:

Ezgi Su Apaydin
Laura Muskare
Patricia Gomez Carretero
Frederick Winterson

 

Mülheimer Literaturclub
Holsteinstr.
Samstag, 7. November 2026
Beginn 19.30 – Eintritt € 22/20

Buchhandlung Till Eulenspiegel
Wöllner Stift Rösrath
Freitag, 8. Januar 2027
Beginn 19.30 – Eintritt € 25

 

Gegründet im Jahr 2020, vereint das Velvet Quartett vier junge Musiker aus der Türkei, Lettland, Spanien und Deutschland. Das Ensemble, das in Essen und Berlin ansässig ist, begann seine künstlerische Reise unter der Leitung von Andreas Reiner und setzt diese mit der Mentorschaft von Oliver Wille und dem Quatuor Ébène fort.

Seitdem wurde das Quartett von weltbekannten Kammermusikern wie dem Belcea Quartett, Cuarteto Casals, Kuss Quartett, Modigliani Quartett, Gerhard Schulz (Alban Berg Quartett), Gregor Sigl, Heime Müller (Artemis Quartett), Adrian Brendel, Barbara Maurer und anderen beeinflusst.

Das Quartett hat in internationalen Wettbewerben Anerkennung gefunden, darunter den 1. Platz beim Gianni Bergamo Classic Music Award 2024 in Lugano und den Köhler-Osbahr Kammermusik-Wettbewerb, und trat bei renommierten Veranstaltungen wie der String Quartett Biennale in der Philharmonie de Paris auf. Es war außerdem im Rahmen der Vibre! String Quartett Festival Residency in Bordeaux zu Gast und ist Stipendiat des W. Richard – Dr. Dörken Stiftungsfonds, mit Konzerten in ganz Deutschland und Live-Auftritten auf WDR 3. Zudem ist das Velvet Quartett Teil des Programms „Le Dimore del Quartetto“.

Das Quartett ist bekannt für seine Vielseitigkeit und verbindet das klassische Streichquartett-Repertoire mit interdisziplinären Projekten, wie der kürzlichen Zusammenarbeit mit Tänzern des Aalto Theaters Essen in der Produktion Last.

Mit einem klaren Engagement für sowohl klassische Traditionen als auch innovative Projekte entwickelt sich das Velvet Quartett kontinuierlich weiter und inspiriert ein weltweites Publikum.

Michael Schikowski ist für Verlage und Buchhandlungen tätig. Er war Lehrbeauftragter der Universitäten Bonn und Düsseldorf. Seit einigen Jahren hat er sich mit literarischen Lesungen u.a. zu Dostojewski, Austen, Fallada, Thomas Mann, Kafka und George Eliot einen Namen gemacht. Zuletzt trat er mit Lesungen zum Werk von Rainer Maria Rilke hervor. Ein Leseabend zu Robert Walser ist in Vorbereitung.

KONTAKT:
Frederick Winterson, E-Mail: quartetvelvet (at) gmail.com
Michael Schikowski, E-Mail: schikowski (at) immerschoensachlich.de

// Immer schön sachlich

// Allgemein

Literaturverzeichnis Sachbuchgeschichte Medien

Medien (nach Erscheinen)

Willy Hellpach: Die geistigen Epidemien. Frankfurt: Rütten und Loening 1906

Karl Steinbuch: Falsch Programmiert. Über das Versagen unserer Gesellschaft in der Gegenwart und vor der Zukunft. Stuttgart: DVA 1961.

Frank Schirrmacher: Payback. München: Blessing 2009.

Medien (Sekundärliteratur)

Hartmut Böhme, Peter Matussek, Lothar Müller: Mediale Praktiken. In: dies.: Orientierung Kulturwissenschaft. Was sie kann, was sie will. Reinbek, 2. Auflage 2002. (= Rowohlt Taschenbuch). S. 179 – 202.

// Allgemein

Literaturverzeichnis Sachbuchgeschichte Beziehung und Liebe

Beziehung und Liebe (nach Erscheinen):

August Forel: Die sexuelle Frage. Reinhardt: München 1905.

Helene Stöcker: Die Liebe und die Frauen. Bruns Verlag: Minden 1906.

Iwan Bloch: Das Sexualleben unserer Zeit in seinen Beziehungen zu modernen Kultur. Marcus: Berlin 1907.

Max Hodann: Geschlecht und Liebe in biologischer und gesellschaftlicher Beziehung. Greifenbergverlag: Rudolstadt 1927.

Fritz Brupbacher: Liebe, Geschlechtsbeziehungen und Geschlechtspolitik. Neuer Deutscher Verlag: Berlin 1930.

Diotima (d. i. Lenore Kühn): Die Schule der Liebe. Diederichs: Jena 1930.

Fritz Kahn: Unser Geschlechtsleben- Ein Führer und Berater für Jedermann. Albert Müller: Rüschlikon-Zürich 1937.

Beate Uhse. 1946

Wilhelm Reich: Die sexuelle Revolution. 1957.

Erich Fromm: Die Kunst des Liebens. Ullstein: Frankfurt am Main 1959.

Peter Lauster: Die Liebe. Psychologie eines Phänomens. Rowohlt: Reinbek 1980.

Beziehung und Liebe (Sekundärliteratur):

Eva Illouz: Der Konsum der Romantik. Liebe und die kulturellen Widersprüche des Kapitalismus. Campus: Frankfurt 2003.

Hans Jörg Rheinberger und Staffan Müller-Wille: Vererbung. Geschichte und Kultur eines biologischen Konzepts. S. Fischer: Frankfurt 2009.

Elke Reinhardt-Becker: Seelenbund oder Partnerschaft? Liebessemantiken in der Literatur der Romantik und der Neuen Sachlichkeit. Campus: Frankfurt 2005.

Anna Maria Sigmund: „Das Geschlechtsleben bestimmen wir“. Sexualität im Dritten Reich. Heyne: München 2008.

// Allgemein

Literaturverzeichnis Sachbuchgeschichte Erziehung

Erziehung (Primärliteratur)

Hedwig Dohm: Die Mütter. Beitrag zur Erziehungsfrage. S. Fischer 1903.

Wilhelm Ament: Die Seele des Kindes. Eine vergleichende Lebensgeschichte. Kosmos Bücherei 1906.

Johanna Haarer: Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind. München: Gerber 1934.

Helmut Kentler: Sexualerziehung. Rowohlt 1970.

Alice Miller: Das Drama des begabten Kindes und die Suche nach dem wahren Selbst. Suhrkamp: Frankfurt a.M. 1979.

Jirina Prekops Der kleine Tyrann. Kösel 1988

Bernhard Bueb: Lob der Disziplin. Eine Streitschrift. Ullstein: Berlin 2007.

Michael Winterhoff: Warum unsere Kinder Tyrannen werden. Oder die Abschaffung der Kindheit. Gütersloher Verlagshaus 2008.

Erziehung (Sekundärliteratur)

Christina Bartz: Vom Einzelfall zum Wissen über die Wirkung von Medien. In: Jens Ruchatz, Stefan Willer und Nicolas Pethes: Das Beispiel. Epistemologie des Exemplarischen. Kulturverlag Kadmos: Berlin 2007. S. 375-389.

Miriam Gebhardt: Die Angst vor dem kindlichen Tyrannen. Eine Geschichte der Erziehung im 20. Jahrhundert. DVA: München 2009.

Michael Hagner: Der Hauslehrer. Die Geschichte eines Kriminalfalls. Suhrkamp: Berlin 2010.

Christian Klein: Von rechter Sittlichkeit und richtigem Betragen. Erzählen im moralisch-ethischen Diskurs. In: Christian Klein und Matías Martínez: Wirklichkeitserzählungen. Felder, Formen und Funktionen nicht-literarischen Erzählens. J. B. Metzler: Stuttgart 2009. S. 160-178.