Stephen Crane – ein Lese- und Konzertabend mit Michael Schikowski und Rambling Boy Harrers

Lesung aus dem Werk von Stephen Crane, dem ersten Bad Boy der amerikanischen Literatur

Crane nur kurzes Leben – er wurde lediglich 29 Jahre alt – steckt voller Abenteuer. Er war Kriegskorrespondent, lebte in Slums, erlitt Schiffbruch vor der kubanischen Küste und war in eine skandalöse Liebesgeschichte verwickelt. Sein Werk spiegelt den neuen Auftritt der USA auf der weltpolitischen Bühne und die Umwälzungen eines aufblühenden Industriezeitalters.

Die rote Tapferkeitsmedaille ist der unvergängliche Klassiker der amerikanischen Literatur. Mit diesem Bürgerkriegsroman ist Stephen Crane der Autor zwischen Mark Twain und Ernest Hemingway. Hat er mit Twain den Sinn für das Absurde des Alltags gemein, ist er für Hemingway der entscheidende Vorläufer der short story.

Stephen Crane ist Autor zahlreicher Erzählungen und Geschichten, die nach Paul Auster zum Besten gehören, was die amerikanische Literatur hervorgebracht hat. In seinem beeindruckenden Werk finden sich die hierzulande fast unbekannten Geschichten Das blaue Hotel und Das Monster, die gerade in Neuübersetzungen erschienen sind.

Rambling Boy Harrers – ist Country- und Folk-Musiker. Er widmet sich den authentisch überlieferten Songs der 1920er Jahre.

Buchladen Sülzburgstraße
Donnerstag, 25. Februar 2027
Beginn 20 Uhr

Hörprobe aus Die rote Tapferkeitsmedaille von Stephen Crane.

// Immer schön sachlich

// Kanon

Der Sachbuchabend 2013

Vorgestellt wurden im Herbst 2013

Christian Kreiß
Profitwahn
Warum sich eine menschengerechtere Wirtschaft lohnt
Tectum 2013

Norman Davies
Verschwundene Reiche
Die Geschichte des vergessenen Europa
Konrad Theiss 2013

Anton Holzer
Die letzten Tage der Menschheit
Der Erste Weltkrieg in Bildern mit Texten von Karl Kraus
Primus 2013

Birgit Dankert
Astrid Lindgren
Eine lebenslange Kindheit
Lambert Schneider 2013

Claudia Huboi
Kritzeln, krakeln, schreiben
Das Buchstaben-Mitmachbuch für Kinder
Haupt 2013

Thomas Koebner
Roman Polanski
Der Blick der Verfolgten
Eine Biografie
Reclam 2013

Hubert Böke
Die Trauersprechstunde
Was in der Trauer weiter hilft
Patmos 2013

Peter Schmidt
Der Junge vom Saturn oder wie ein autistisches Kind die Welt sieht.
Patmos 2013

Nam Nguyen
Sei ein Frosch! oder die Kunst, im Leben den richtigen Moment zu erwischen
Patmos 2013

Sahah Leavitt
Das große Durcheinander Alzheimer, meine Mutter und ich
Beltz 2013

Elisabeth Raffauf
Das Mädchenbuch
Beltz 2013

Herbert Renz-Polster & Gerald Hüther
Wie Kinder heute wachsen
Die Natur als Entwicklungsraum
Beltz 2013

John Darwin
Das unvollendete Weltreich
Aufstieg und Niedergang des Britischen Empire
Campus 2013

Malcolm Gladwell
David und Goliath
Die Kunst, Übermächtige zu bezwingen
Campus 2013

Oliver Janz
14
Der große Krieg
Campus 2013

Ian Morris
Krieg
Wozu er gut ist
Campus 2013

// Bücher

Kunst in Siegen


Nicole Zepter
Kunst hassen
Eine enttäuschte Liebe
Tropen 2013

Schlimmeres als in Siegen oder Hamm, Mönchengladbach oder Herford im Museum zu landen, kann der Kunst nicht passieren. Oder doch: in einem Katalog besprochen zu werden. Hier vor allem ist Kunst immer Kunst. Aber auch in Frankfurt und Köln – im Katalog sowieso.

Das möchte man mal erleben, es kommt einer in die Ausstellung und ruft: „Wie scheiße ist das denn?“ Oder ein Handzettel im Museumsladen, auf dem steht: „Es gibt keinen Katalog zur Ausstellung. Die Werke von NN waren einfach nicht gut genug.“

Oder, wenn schon der Katalog unbedingt sein muss, den Hinweis des Kurators: „Die Bilder in den oberen Räumen sind so schlecht, es lohnt nicht auf sie einzugehen.“ Oder die Leute, die einem im Aufzug begegnen und sich trauen, vor den langweiligen Sachen im Obergeschoss zu warnen. Würde man ihnen Glauben schenken? Oder nach oben eilen und den Schwurbel anstieren, bis einer heult?

Was es bei jedem Fußballspiel gibt, gibt es in der Kunst nicht. Endlich gibts dafür immerhin Nicole Zepters Buch. Gebunden in das Sackleinen, bei dem, wenn man drauf haut, man zweifellos immer den richtigen trifft. – In dieser Buchbesprechung muss einer was loswerden: alle genannten Museen habe ich aufgesucht.