Kleist. Ein Leseabend mit Michael Schikowski

Heinrich von Kleists 250. Geburtstag

Heinrich von Kleist (1777 – 1811) wird als Erzähler und Dramatiker bis heute viel gelesen und aufgeführt. In seinen Erzählungen wie Michael Kohlhaas, Das Erdbeben von Chili und Der Zweikampf ist er ein Meister der sprachlichen Genauigkeit, der sich und seinen Lesern nichts vormacht. Sind es doch zumeist die extremen Grenzsituationen, mit denen er sich beschäftigt.

Im Potsdamer Garderegiment bringt er es bis zum Leutnant, er scheidet freiwillig aus dem Dienst und studiert Philosophie, Mathematik und Staatswissenschaft. Die Beschäftigung mit den Schriften Kants lassen den Stern von Vernunft und Aufklärung für ihn verblassen. Er reist nach Paris und in die Schweiz. Dort scheitert sein Plan, das Rousseausche Ideal der Naturverbundenheit als Landwirt zu leben.

Sein fast vollendetes Drama Robert Guiskard vernichtet er bei seiner zweiten Parisreise aus Verzweiflung. 1804 tritt er in den Staatsdienst ein und wird drei Jahre als vermeintlicher Spion kurzzeitig festgenommen. Ab 1810 ist Mitherausgeber der Berliner Abendblätter, einer der ersten Tageszeitungen in Deutschland, die aufgrund der Zensur ihr Erscheinen bald wieder einstellt.

Literarisch beim zeitgenössischen Publikum gescheitert und über die politische Lage verzweifelt, nimmt er sich gemeinsam mit Henriette Vogel am Wannsee das Leben.

// Allgemein

Ursula Naumann

Schiller, Lotte und Linie. Eine klassische Dreiecksgeschichte. Insel: Frankfurt 2004.

Schillers Königin. Das Leben der Charlotte von Kalb. Insel: Frankfurt 2006.

Geträumtes Glück. Angelica Kauffmann und Goethe. Frankfurt 2007.

Auf Forsters Canapé. Liebe in Zeiten der Revolution. Insel: Berlin 2012.

Gabriele Goettle

Deutsche Sitten

Deutsche Bräuche

Deutsche Spuren

Die Ärmsten

Die Experten

Der Augenblick. Reisen durch den unbekannten Alltag. Reportagen. Kunstmann: München 2012.

Literaturverzeichnis Sachbuchgeschichte Stadt

Adolph von Schaden: Berlins Licht- und Schattenseiten nach einem mehrjährigen Aufenthalt an Ort und Stelle skizziert. Dessau 1822.

Willibald Alexis: Wiener Bilder. Leipzig 1833.

Adolph Glaßbrenner: Bilder und Träume aus Wien. 2 Bde. Leipzig 1836.

Adolph Glaßbrenner: Berlin wie es ist – und trinkt. Leipzig 1840.

Wien und die Wiener in Bildern aus dem Leben. Mit Beiträgen von Adalbert Stifter u.a. 1844.

SEKUNDÄRLITERATUR

Karl Riha: Die Beschreibung der „Großen Stadt“. Zur Entstehung des Großstadtmotivs in der deutschen Literatur (ca. 1750 – ca. 1850). Diss. Frankfurter Beiträge zur Germanistik. Bd. 11. Frankfurt 1969.

s.a. Frankreich

s.a. England