Lesung aus dem Werk von Stephen Crane, dem ersten Bad Boy der amerikanischen Literatur
Crane nur kurzes Leben – er wurde lediglich 29 Jahre alt – steckt voller Abenteuer. Er war Kriegskorrespondent, lebte in Slums, erlitt Schiffbruch vor der kubanischen Küste und war in eine skandalöse Liebesgeschichte verwickelt. Sein Werk spiegelt den neuen Auftritt der USA auf der weltpolitischen Bühne und die Umwälzungen eines aufblühenden Industriezeitalters.
Die rote Tapferkeitsmedaille ist der unvergängliche Klassiker der amerikanischen Literatur. Mit diesem Bürgerkriegsroman ist Stephen Crane der Autor zwischen Mark Twain und Ernest Hemingway. Hat er mit Twain den Sinn für das Absurde des Alltags gemein, ist er für Hemingway der entscheidende Vorläufer der short story.
Stephen Crane ist Autor zahlreicher Erzählungen und Geschichten, die nach Paul Auster zum Besten gehören, was die amerikanische Literatur hervorgebracht hat. In seinem beeindruckenden Werk finden sich die hierzulande fast unbekannten Geschichten Das blaue Hotel und Das Monster, die gerade in Neuübersetzungen erschienen sind.
Rambling Boy Harrers – ist Country- und Folk-Musiker. Er widmet sich den authentisch überlieferten Songs der 1920er Jahre.
Buchladen Sülzburgstraße
Donnerstag, 25. Februar 2027
Beginn 20 Uhr
Hörprobe aus Die rote Tapferkeitsmedaille von Stephen Crane.
Chana, Sara Lyn
Yoga mit Hilfsmitteln
Meyer & Meyer
978-3-8403-7878-2
24 Euro
Clawien/ Buttmann
Sieben Farben Blau – Wie aus einer kleinen Auszeit auf dem Segelboot ein siebenjähriges Abenteuer wurde
Delius Klasing
978-3-667-12769-3
26,90 Euro
Hartz / Mewes
Glücksorte für Filmfans – Klappe & Action
Droste
978-3-7700-2471-1
15,99 Euro
Hesse, Helge
Ein deutsches Versprechen Weimar 1756–1933
Reclam Verlag
978-3-15-011436-0
28 Euro
Jacobshagen, Arnold
Maria Callas Kunst und Mythos
Reclam Verlag
978-3-15-011451-3
24 Euro
Moritz/ Leidinger
Lenin Die Biografie. Eine Neubewertung
Residenz Verlag
978 3 7017 3390 3
38 Euro
Pincock/ Frary
Verschlüsselt – Die Geschichte geheimnisvoller Codes von den Hieroglyphen bis heute
Haupt Verlag
978-3-258-08339-1
36 Euro
Schättin, Marco
Endlich frei! Der queere Coming-out-Ratgeber
humboldt
978-3-8426-4259-1
22 Euro
Schmitz-Esser, Romedio
Um 1500 Europa zur Zeit Albrecht Dürers
wbg
978-3-8062-4608-7
44 Euro
Sons, Sebastian
Die Neuen Herrscher am Golf
und ihr Streben nach globalem Einfluss
Dietz Verlag
978-3-8012-0660-4
19,90 Euro
Reihe Soul Places
Island
Reise Know-How
978-3-8317-3755-0
20 Euro
Weber, Amelie Marie
Generation Krise Hoffnung – Wie junge Menschen zwischen Klimawandel, Krieg und Selfie-Sucht die Zukunft gestalten
Klartext Verlag
978-3-8375-2569-4
19,95 Euro
Zeller, Uli
Erinnerungen auf vier Pfoten
Reihe: Vorlesegeschichten bei Demenz
Ernst Reinhardt Verlag
978-3-497-03219-8
13,90 Euro
Sylivia Townsend Warner
Lolly Willowes
Roman
Dörlemann 2020
Lolly Willowes ist Sylvia Warners Debütroman aus dem Jahr 1926. Ihr Plädoyer für die Freiheit alleinstehender Frauen beginnt wie ein britischer Gesellschaftroman voller Humor.
Fast unbemerkt – man muss, wie viele ausgezeichnete Bücher, auch dieses Buch zweimal lesen – wandelt er sich im weiteren Verlauf zu einem Meilenstein der feministischen Literatur. Warner endet, wo im Laufe der 1970er die Frauenbewegung anknüpft. Zwei Hörproben zeigen beide Aspekte aus diesem Roman:
Leonid Zypkin
Ein Sommer in Baden-Baden
Roman
Aufbau 2020
Das Phantastische gehört heutzutage ins Irrenhaus und nicht in die Literatur, sie ist etwas für Ärzte, nicht für Poeten. So der Literaturkritiker Belinski, Zeitgenosse Dostojewskis, über dessen Erzählung „Doppelgänger“, die 1846, vor seiner Zeit in der Verbannung und Kartoga erschien.
Vielleicht entspringt die Faszination Leonid Zypkins, wenn er sich Zeit seines Lebens mit Dostojewski befasst, weniger der Verehrung als vielmehr der Beschäftigung mit einem Rätsel, vielleicht sogar mit einem Gegner. Leonid Zypkin ist ein Autor, der in vollkommener Isolation schreibt, der in der stalinistischen Diktatur niemals publiziert, nicht einmal in den als Samisdat kursierenden Schriften.
Ein Strom von Ereignissen, Eindrücken und Emotionen setzt fast zugleich ein. Mit der Reise des Paares durch Deutschland, belastet von dem Trauma der Misshandlungen Dostojewskis in der Haft, belastet durch seine epileptischen Anfälle, Süchte und Halluzinationen beginnt dieser Roman. Begleitet von der Lektüre des Erzählers, den Erinnerungen der Dostojewskaja, die er während seiner Zugfahrt von Moskau nach St. Petersburg liest.
Dostojewskis Leben und Werk scheint von Leonid Zypkin restlos Besitz ergriffen zu haben. Dostojewski beherrscht ihn, begleitet ihn immer und überall mit hin. Und er ist, wie auf seiner Reise von Moskau aus, immer schon auf dem Weg zu ihm. Er ist das Medium, mit dem wir uns der Gegenwart Leonid Zypkins nähern können.
Eine Gegenwart, die so von der Wirklichkeit der Wirklichkeit überzeugt war, dass allein das Phantastische einen Ausweg bot. Das Phantastische, das von der Gesellschaft ausschloss und darum eine unvorstellbare Einsamkeit bedeutete.