Stephen Crane – ein Lese- und Konzertabend mit Michael Schikowski und Rambling Boy Harrers

Lesung aus dem Werk von Stephen Crane, dem ersten Bad Boy der amerikanischen Literatur

Crane nur kurzes Leben – er wurde lediglich 29 Jahre alt – steckt voller Abenteuer. Er war Kriegskorrespondent, lebte in Slums, erlitt Schiffbruch vor der kubanischen Küste und war in eine skandalöse Liebesgeschichte verwickelt. Sein Werk spiegelt den neuen Auftritt der USA auf der weltpolitischen Bühne und die Umwälzungen eines aufblühenden Industriezeitalters.

Die rote Tapferkeitsmedaille ist der unvergängliche Klassiker der amerikanischen Literatur. Mit diesem Bürgerkriegsroman ist Stephen Crane der Autor zwischen Mark Twain und Ernest Hemingway. Hat er mit Twain den Sinn für das Absurde des Alltags gemein, ist er für Hemingway der entscheidende Vorläufer der short story.

Stephen Crane ist Autor zahlreicher Erzählungen und Geschichten, die nach Paul Auster zum Besten gehören, was die amerikanische Literatur hervorgebracht hat. In seinem beeindruckenden Werk finden sich die hierzulande fast unbekannten Geschichten Das blaue Hotel und Das Monster, die gerade in Neuübersetzungen erschienen sind.

Rambling Boy Harrers – ist Country- und Folk-Musiker. Er widmet sich den authentisch überlieferten Songs der 1920er Jahre.

Buchladen Sülzburgstraße
Donnerstag, 25. Februar 2027
Beginn 20 Uhr

Hörprobe aus Die rote Tapferkeitsmedaille von Stephen Crane.

// Immer schön sachlich

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Alles erfunden – alles wahr Neuerscheinungen 2021


Buchvorstellung inklusive vorgelesener Trittleiter zum
bequemen Einstieg ins Buch:

// Bücher

Rosskur vor Generaldebatten

 

 

David Runciman
So endet die Demokratie
Campus 2020

So endet die Demokratie? Inzwischen sind wir in unserer gesellschaftspolitischen Orientierung so befangen, dass dieser Buchtitel fast anstößig wirkt. Eine irrationale und fast wortmagische Vorstellung. Als sei das bloße Nachdenken über ein Ende der Demokratie schon der Anfang vom Ende. Im Gegenteil, so behauptet Runciman, in der Weigerung diesen Gedanken auch nur zuzulassen, sind gerade die Verteidiger der Demokratie auf verlorenem Posten.

Die Demokratie scheint also von zwei Seiten bedroht. Von ihren Gegnern und von denjenigen, die im Staatshandeln immer schon eine sogenannte „gelenkte Demokratie“ entdecken wollen. Die Corona-Krise lässt außerdem erkennen, und die chinesische Führung lässt keine Gelegenheit aus, darauf hinzuweisen, dass sich die Bevölkerung demokratischer Gesellschaften nur schwer überzeugen lässt, auf die Bedrohung durch Ereignisse zu fokussieren, die noch nicht eingetreten sind. Wähler, so Runciman, räumen tendenziell eher dem, was sie kennen, Priorität ein. So nachzulesen in einem Kapitel, das Runciman Katastrophe überschrieben hat.

Die Gegenmodelle, die statt der Demokratie zur Verfügung stehen, zieht Runciman auf folgende Vertauschung der Schwerpunkte zusammen: Anstelle persönlicher Achtung und kollektiver Vorteile versprechen sie persönliche Vorteile und kollektive Achtung. Die erneuerten nationalen Rituale, die sich in China und Russland zeigen, mögen für die kollektive Achtung stehen. Und die persönlichen Vorteile sind die Steuerungselemente, die gerade in Polen und Ungarn den Übergang zu einer postdemokratischen Gesellschaft erleichtern.

Die Untergangspropheten der letzten Jahrzehnte, man sieht sie sich schon die Hände reiben. Und wenn das Desaster nicht eintrifft, so warten sie einfach auf die nächsten Kennzeichen, die die Erfüllung ihrer Prognose anzeigen. Zu den Propheten des Untergangs der Demokratie zählt allerdings auch längst die Technikelite. Runciman zitiert Alessio Piergiacomi, einen Softwareentwickler bei Amazon: Jahr für Jahr werden die Durchschnittsmenschen dümmer und die Politiker betrügerischer. Auf der anderen Seite werden Computer alljährlich intelligenter. Letztlich wird es klüger sein, sie die Entscheidungen treffen und uns von ihnen regieren zu lassen.

Letztlich, so kann man entgegnen, wird es noch ein wenig klüger sein, Runciman zu lesen. Eine echte intellektuelle Rosskur vor heiklen Generaldebatten.

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Alles erfunden – alles wahr. Buchauswahl 2023

Daron Acemoglu, Simon Johnson: Macht und Fortschritt.
Asfa-Wossen Asserate: Deutsch vom Scheitel bis zur Sohle. Ein Vademecum
JG Ballard: Die Dürre. Die Flut. Romane
Ursel Bäumer: Louise. Roman
Maya Binyam: Galgenmann. Roman
Enid Blyton: Die Abenteuer-Reihe
Linde Dielemans: Zeit der Bronze. Jugendsachbuch
Rachel Ferguson: Die Brontes gingen zu Woolworth. Roman
Lena Frings: Talmäander. Essay
Nora Haddada: Nichts in den Pflanzen. Roman
Josephine W. Johnson: Novemberschwestern. Roman
Florian Knöppler: Südfall. Roman
Eve Langley: Pea Pickers. Roman
Demian Lienhard: Mr. Goebbels Jazz Band. Roman
Arno Lücker: 250 Komponistinnen
Mary Miller: Biloxi. Roman
Gianna Molinari: Hinter der Hecke die Welt. Roman
Szilvia Molnar: Milchbar. Roman
Jasmin Ramadan: Auf Wiedersehen. Roman
Erika Schellenberger: Alles behalten für immer. Ruth Rilke Roman
Beliban zu Stolberg: Zweistromland. Roman
William Thackeray: Jahrmarkt der Eitelkeit. Roman
Don Winslow: City of Dreams. Thriller
Harro Zimmermann: Günter Grass. Biographie
Ariana Zustra: tot oder lebendig. Roman

 


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