Sachbuch schreiben – Impulse für Journalisten

Den Einstieg ins Thema suchen wir über die grundsätzliche Klärung der Frage, was ein Sachbuch eigentlich ist? Am Anfang stehen also die Grundformen des Sachbuchs im Unterschied zum Fachbuch oder Essay.

Wer aber liest eigentlich Sachbücher, mit welchem Ziel, und warum ist für die Zukunft eher mit einer Konjunktur des Sachbuchs zu rechnen?

Mit einem kurzen Blick in die deutsche Sachbuchtradition, die von Georg Forster über Brehm bis zu Sebastian Haffner reicht, wird deutlich, dass die Formen des Sachbuchs wie ihre Leser in spezifischen sozialen Kontexte wurzeln. Welche soziale Basis haben Sachbücher heute?

1. Was ein Sachbuch ist
2. Sachbuchleser
3. Die wichtigsten Sachbücher der Backlist
4. Sachbücher für Kinder und Jugendliche
5. Neuerscheinungen

DJV-Presseverein Ruhr
Seminar „Wenn Journalisten Bücher schreiben“
Samstag, den 23. März 2019

// Sachbuchforschung

Literaturverzeichnis Sachbuchgeschichte Technik Auto

Primärliteratur (Auto):

Emil Jung, Radfahrseuche und Automobil-Unfug (1902)

Otto Julius Bierbaum, Eine empfindsame Reise im Automobil (1903)

Theodor Lessing, Der Lärm (1908)

Paul Grätz, Im Auto quer durch Afrika (1910)

Filius (= A. Schmal), Die Kunst des Fahrens (1922)

Henry Ford, Mein Leben und Werk (1923)

Filius (= A. Schmal): Ohne Chauffeur (1924)

Carl Benz, Lebensfahrt eines deutschen Erfinders (1925)

Egon Erwin Kisch, Paradies Amerika

Heinrich Hauser, Feldwege nach Chicago (1928)

Ilja Ehrenburg, Das Leben der Autos (1929)

Edlef Köppen, Heeresbericht (1930)

Franz Buchholz, Der gefährliche Augenblick (Einleitung Ernst Jünger) (1931)

Heinrich Hauser, Am laufenden Band (1936)

August Horch, Ich baute Autos (1937)

Wilfried Bade, Das Auto erobert die Welt (1938)

Heinz Sponsel, Liebesbriefe an mein Auto (1951)

Alexander Spoerl, Mit dem Auto auf du (1953)

Eugen Diesel, Wir und das Auto (1956)

Hans Erb, Auto über alles (1966)

Norbert Norton, Weltmacht Auto (1966)

Rainer Schönhammer, Das Leiden am Beifahren (1995)

Franz Josef Oller (Hrsg.) Mein erstes Auto (1996)

Susanne Vieser, Frauen in Fahrt (1996)

Frank Lämmel, Autofahren (1998)

Sekundärliteratur (Auto):

Borscheid: Das Tempo-Virus, 2004

Härtel, Stromlinien, 2004

Möser, Geschichte des Autos, 2002 usw

Johann-Günther König: Die Geschichte des Automobils. Reclam: Stuttgart 2010.

Literaturverzeichnis Methoden und Theorien Diskurstheorie


Diskurs gescheitert

Pierre Bourdieu: Die Regeln der Kunst. Genese und Struktur des literarischen Feldes. Frankfurt: Suhrkamp 1999.

Michel Foucault: Der Wille zum Wissen. Sexualität und Wahrheit. Frankfurt: Suhrkamp 1977.

Andy Hahnemann: Texturen des Globalen. Geopolitik und populäre Literatur in der Zwischenkriegszeit 1918-1939. Diss. Universitätsverlag Winter: Heidelberg 2010.

Achim Landwehr: Historische Diskursanalyse. Frankfurt 2008.

Literaturbetriebsforschung

Das große Versprechen der Geisteswissenschaften lautete einmal mutabor, ich werde verwandelt werden. Dieser fromme Glaube an die Macht der Verwandlung durch die Bücher scheint allerdings langsam verloren zu gehen.

Daneben wird der banale Kostendruck auf die Nebenbetriebsstellen der Wissensgesellschaft in letzter Zeit besonders plausibel. So sind es sogar die Studenten der Geisteswissenschaften selbst, die verstärkt nach objektiven Verwertungsmöglichkeiten ihres akkumulierten Wissens fragen. Eine bloß subjektive Verwertung eines geisteswissenschaftlichen Studiums, an deren Ende die Verwandlung stehen sollte, scheint den Studenten selbst kein nachvollziehbares oder glaubwürdiges Ziel mehr.

Im Sommersemester 2009 wird unter der Ägide von Prof. Burkhardt Krause am Studienzentrum Kulturarbeit (SZK) der Universität Karlsruhe (TH) das Seminar Einführung in den Literaturbetrieb statt finden. Gegenstand einer Literaturbetriebsforschung sind die Darstellungs- und Verwertungsplattformen der Literatur, zu denen Buchhandels-, Verlagswesen, Literaturvereine, literarische Agenturen und die Literaturkritik zählen. Sie alle versuchen dem ästhetischen und kulturellen Anspruch ihres Gegenstandes gerecht zu werden und ihn zugleich zu verwerten. » weiter lesen