Sachbuch schreiben – Impulse für Journalisten

Den Einstieg ins Thema suchen wir über die grundsätzliche Klärung der Frage, was ein Sachbuch eigentlich ist? Am Anfang stehen also die Grundformen des Sachbuchs im Unterschied zum Fachbuch oder Essay.

Wer aber liest eigentlich Sachbücher, mit welchem Ziel, und warum ist für die Zukunft eher mit einer Konjunktur des Sachbuchs zu rechnen?

Mit einem kurzen Blick in die deutsche Sachbuchtradition, die von Georg Forster über Brehm bis zu Sebastian Haffner reicht, wird deutlich, dass die Formen des Sachbuchs wie ihre Leser in spezifischen sozialen Kontexte wurzeln. Welche soziale Basis haben Sachbücher heute?

1. Was ein Sachbuch ist
2. Sachbuchleser
3. Die wichtigsten Sachbücher der Backlist
4. Sachbücher für Kinder und Jugendliche
5. Neuerscheinungen

DJV-Presseverein Ruhr
Seminar „Wenn Journalisten Bücher schreiben“
Samstag, den 23. März 2019

// Sachbuchforschung

Literaturverzeichnis Formen Autobiografie

Autobiografie (Primärliteratur)

Max Hoelz: Vom ‚Weißen Kreuz‘ zur Roten Fahne. Jugend-, Kampf- und Zuchthauserlebnisse. Malik: Berlin 1929.

Walter Benjamin: Berliner Kindheit um 1900. Suhrkamp: Frankfurt 1950. (Fassung letzter Hand von 1938 zuerst Suhrkamp: Frankfurt 1987.

Elias Canetti: Die gerettete Zunge. Geschichte einer Jugend. 1977.

Elias Canetti: Die Fackel im Ohr. Lebensgeschichte 1921-1931. 1980.

Elias Canetti: Das Augenspiel. Lebensgeschichte 1931-1937. 1985

Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben. DVA: Stuttgart 1999.

Autobiografie (Sekundärliteratur)

Daniela Langer: Autobiografie. In: Thomas Anz (Hg.): Handbuch Literaturwissenschaft. Gegenstände – Konzepte – Institutionen. Bd.2: Methoden und Theorien. Stuttgart, Weimar 2007, S. 179 – 194. *

Georg Misch: Geschichte der Autobiographie. 6 Bde. Frankfurt 1949-1969. *

Bernd Neumann: Identität und Rollenzwang. Zur Theorie der Autobiographie. Frankfurt 1970. *

Literaturverzeichnis Formen Biografie

Biografie (Primärliteratur)

Karl August Varnhagen von Ense. Biographische Denkmale. 5 Bände. 1824–1830 erschienen.

Herbert Eulenberg: Schattenbilder. Eine Fibel für Kulturbedürftige in Deutschland. Bruno Cassirer: Berlin 1910.

Herbert Eulenberg. Neue Bilder. Bruno Cassirer: Berlin 1912.

Herbert Eulenberg: Letzte Bilder. Bruno Cassirer: Berlin 1915.

Herbert Eulenberg: Die Hohenzollern. Bruno Cassirer: Berlin 1928.

Herbert Eulenberg: Heinrich Heine. Aufbau: Berlin 1947.

Valeriu Marcu: Das große Kommando Scharnhorsts. Die Geburt einer Militärmacht in Europa. Paul List: Leipzig 1928.

Valeriu Marcu: Lenin. Verschwörer und Diktator im Osten. 30 Jahre Russland. Paul List: Leipzig 1927.

Friedrich Sieburg: Napoleon. Die hundert Tage. Deutsche Verlagsanstalt: Stuttgart 1956.

Jürgen Neffe: Darwin. Abenteuer des Lebens. München: C. Bertelsmann 2008

Rüdiger Safranski: Friedrich Schiller oder die Erfindung des Deutschen Idealismus. München: Hanser 2004.

Barbara Beuys: Sophie Scholl. München: Hanser 2010.

Portraits

Valeriu Marcu: Schatten der Geschichte. 15 Europäische Profile. Hoffmann und Campe: Berlin und Hamburg 1926.

Ulrich Holbein: Narratorium. 255 Lebensbilder. Ammann: Zürich 2008.

Biografie (weitere):

James Boswell: Dr. Samuel Johnson. Leben und Meinungen. Mit dem Tagebuch einer Reise nach den Hebriden. Herausgegeben und übersetzt von Fritz Güttinger. Diogenes: Zürich 1981. (Erstmals unter dem Titel: The life of Samuel Johnson, LL.D. von 1791)

Jean Orieux: Das Leben des Voltaire. Aus dem Französischen von Julia Kirchner. Frankfurt: Insel 1968. (Erstmals unter dem Titel: Voltaire ou la royauté de l’ésprit Flammarion: Paris 1966)

Viktor Schklowski: Leo Tolstoi. Eine Biografie. Aus dem Russischen von Elena Panzig. Verlag Volk und Welt: Berlin 1980.

Biografie (Sekundärliteratur)

Helgard Bruhns: Herbert Eulenberg. Drama. Dramatik. Wirkung. (Diss.) Aachen 1974.

Bernhard Fetz und Wilhelm Hemecker (Hrsg.): Theorie der Biographie. Grundlagentexte und Kommentar. Walter de Gruyter: Berlin/New York 2011.

Wilhelm Hemecker (Hrsg.): Die Biographie – Beiträge zu ihrer Geschichte. Walter de Gruyter: Berlin 2009.

Friedrich Hiebel: Essayistisches über die Biographie. ders.: Biographik und Essayistik. Zur Geschichte der schönen Wissenschaften. S. 155-282. Francke: Bern und München 1970.

Historische Belletristik. Ein kritischer Literaturbericht. Hg. Von der Schriftleitung der Historischen Zeitschrift. Oldenbourg: München und Berlin 1928.

Christian Klein (Hrsg.): Grundlagen der Biographik. Theorie und Praxis des biografischen Schreibens. Metzler: Stuttgart 2002.

Christian Klein: Biografie. In: Thomas Anz (Hg.): Handbuch Literaturwissenschaft. Gegenstände –Konzepte – Institutionen. Bd.2: Methoden und Theorien. Stuttgart, Weimar 2007, S. 187 – 194.

Christian Klein (Hrsg.): Handbuch Biographie. Methoden, Traditionen, Theorien. Stuttgart, Weimar: Verlag J. B. Metzler 2009.

Siegfried Kracauer: Kritik der biographischen Mode: Die Biographie als neubürgerliche Kunstform. In: Siegfried Kracauer: Werke Bd. 5, Nr. 486. *

Helmut Kreuzer: Biographie, Reportage, Sachbuch. Zu ihrer Geschichte seit den zwanziger Jahren. (=Arbeitsblätter für die Sachbuchforschung #8)

Leo Lowenthal: Die biographische Mode. In: Ders.: Sociologica. Aufsätze. 2. unveränderte Auflage. 1974. S. 363-386.

Ludwig Marcuse: Die Emili-Ludwig-Front. In: Das Tage-Buch 12 (1931). S. 141-143.

André Maurois: Die Biographie als Kunstwerk. In: Neue Rundschau 40/1 (1929). S. 232-248.

Carl von Ossietzky: Die Historiker sind ernstlich böse. In: Die Weltbühne 24 (1928). Bd. 2. S. 877-879.

Helmut Scheuer: Biographie. Studien zur Funktion und zum Wandel einer literarischen Gattung vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. J. B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung: Stuttgart 1979.

Michael Schikowski: Biografie. In: Klaus-Wilhelm Bramann, Michael Buchmann, ders. (Hrsg.): Warengruppen im Buchhandel – Grundlagen, Allgemeines Sortiment, Fachbuch, Edition Buchhandel Band 16. Bramann Verlag. Frankfurt 2011. S. 263 – 270.

Sebastian Ulrich: Im Dienste der Republik von Weimar. Emil Ludwig als Historiker und Publizist. In: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 49 (2001). S. 119-140.

Hans Wagener: Richard Friedenthal. Biographie des großen Biographen. Gerlingen: Bleicher 2002.

Rosmarie Zeller: Biographie und Roman. Zur literarischen Biographie der siebziger Jahre. In: Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik. Hrsg. v. Helmut Kreuzer, Jg. 10/1980, H. 40 (Sachliteratur). S. 107-126.

Christian von Zimmermann: Biographische Anthropologie. Menschenbilder in lebensgeschichtlicher Darstellung (1830-1940). de Gruyter: Berlin 2006.

Christian von Zimmermann, Nina von Zimmermann (Hrsg.): Frauenbiographilk. Lebensbeschreibungen und Porträts. Gunter Narr Verlag: Tübingen 2005. (= Mannheimer Beiträge zur Sprach- und Literaturwissenschaft Bd. 63)

Literaturverzeichnis Formen Streitschrift

Streitschrift (nach Erscheinen)

Georg Christoph Lichtenberg: Über Physiognomik wider Physiognomen. 1777.

Georg Christoph Lichtenberg: Fragmente von Schwänzen. Ein Beytrag zu den Physionomischen Fragmenten. 1783.

Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei. 1848.

Karl Gutzkow: Dionysius Longinus oder über den Schwulst in der neueren deutschen Literatur. 1878.

Julius Langbehn: Rembrandt als Erzieher. Hirschfeld, Leipzig 1890.

Theodor Herzl: Der Judenstaat. 1896.

Theodor Lessing: Der Lärm. Eine Kampfschrift gegen Geräusche unseres Lebens. Wiesbaden 1908.

Julius Möbius: Über den physiologischen Schwachsinn des Weibes. Verlag Carl Marhold 1900. (= Sammlung zwangloser Abhandlungen aus dem Gebiete der Nerven- und Geisteskrankheiten)

Heinrich Class: Wenn ich der Kaiser wär’ – politische Wahrheiten und Notwendigkeiten. Dieter’sche Verlagsanstalt, Leipzig 1913.

Herbert Eulenberg: Gegen Shaw. Eine Streitschrift mit einer Shaw-Parodie des Verfassers. C. Reißner: Dresden 1925.

Hans Sedlmayr: Verlust der Mitte. Die bildende Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts als Symptom und Symbol der Zeit. 1948.

Karlheinz Deschner: Kitsch, Konvention und Kunst. Eine literarische Streitschrift. List, München 1957.

Georg Picht: Die deutsche Bildungskatastrophe. (1964)

Joachim H. Bürger: Mann bist du gut. Was Männer den Frauen immer schon mal sagen wollten. Peter Erd Verlag 1990.

Frank Schirrmacher: Das Methusalem-Komplott. Karl Blessing Verlag, München 2004.

Eva Hermann: Das Eva-Prinzip. Für eine neue Weiblichkeit. Pendo, München 2006.

Holger Noltze: Die Leichtigkeitslüge. Über Musik, Medien und Komplexität. edition Körber-Stiftung. Hamburg 2010.

Gerlinde Unverzagt: Eltern an die Macht! Warum wir es besser wissen als Lehrer, Erzieher und Psychologen. Ullstein, Berlin 2010.

Weitere Streitschriften unter: Literaturverzeichnis Schbuchgeschichte Bevölkerungsentwicklung.

Streitschrift (Sekundärliteratur)

Richard Faber: Abendland. Ein politischer Kampfbegriff. Hildesheim 1978.

Karl Otto Hondrich: Enthüllung und Entrüstung. Eine Phänomenologie des poltischen Skandals. Suhrkamp: Frankfurt 2002.

Herfried Münkler: Mitte und Maß. Der Kampf um die richtige Ordnung. Rowohlt: Berlin 2010.

Benedikt Momme Nissen: Der Rembrandtdeutsche Julius Langbehn. Herder, Freiburg 1927.

Nautilus (d.i. Arthur Seemann): Billige Weisheit. Antidoton gegen Rembrandt als Erzieher. Leipzig 1890.

Eberhard Rathgeb: Die engagierte Nation. Deutsche Debatten 1945-2005. Hanser, München 2005.

Günther Rühle: Im voraus. In: Bücher, die das Jahrhundert bewegten. Zeitanalysen – wiedergelesen. Herausgegeben von Günther Rühle. Piper, München 1978. S. 9-11.

Günther Rühle: Das Gesicht des Jahrhunderts. In: Bücher, die das Jahrhundert bewegten. Zeitanalysen – wiedergelesen. Herausgegeben von Günther Rühle. Piper, München 1978. S. 224-246.