Stephen Crane – ein Lese- und Konzertabend mit Michael Schikowski und Rambling Boy Harrers

Lesung aus dem Werk von Stephen Crane, dem ersten Bad Boy der amerikanischen Literatur

Crane nur kurzes Leben – er wurde lediglich 29 Jahre alt – steckt voller Abenteuer. Er war Kriegskorrespondent, lebte in Slums, erlitt Schiffbruch vor der kubanischen Küste und war in eine skandalöse Liebesgeschichte verwickelt. Sein Werk spiegelt den neuen Auftritt der USA auf der weltpolitischen Bühne und die Umwälzungen eines aufblühenden Industriezeitalters.

Die rote Tapferkeitsmedaille ist der unvergängliche Klassiker der amerikanischen Literatur. Mit diesem Bürgerkriegsroman ist Stephen Crane der Autor zwischen Mark Twain und Ernest Hemingway. Hat er mit Twain den Sinn für das Absurde des Alltags gemein, ist er für Hemingway der entscheidende Vorläufer der short story.

Stephen Crane ist Autor zahlreicher Erzählungen und Geschichten, die nach Paul Auster zum Besten gehören, was die amerikanische Literatur hervorgebracht hat. In seinem beeindruckenden Werk finden sich die hierzulande fast unbekannten Geschichten Das blaue Hotel und Das Monster, die gerade in Neuübersetzungen erschienen sind.

Rambling Boy Harrers – ist Country- und Folk-Musiker. Er widmet sich den authentisch überlieferten Songs der 1920er Jahre.

 

Buchhandlung van Wahden
Haus Eifgen, Wermelskirchen
Donnerstag, 18. Februar 2027
Beginn 20 Uhr

 

Buchladen Sülzburgstraße
Donnerstag, 25. Februar 2027
Beginn 20 Uhr

 

Hörprobe aus Die rote Tapferkeitsmedaille von Stephen Crane.

// Leseabend

Joseph Roth. Ein Leseabend mit Michael Schikowski

Joseph Roth zählt zu den bedeutendsten Erzählern des 20. Jahrhunderts. Mit seinen Romanen Hiob, Radetzkymarsch und Die Kapuzinergruft hat er Weltliteratur geschaffen. Im Untergang der Habsburgermonarchie erzählt Roth den Untergang des alten Europa.

Als Erzähler und bedeutender Journalist gehört er zu den seinen Lesern zugewandten Autoren. Mit seinen Feuilletons wurde Roth zu den gefragtesten Journalisten seiner Zeit. Genauigkeit und lebendige Bildlichkeit machen seine Texte zu einer auch heute noch unbedingt fesselnden Lektüre.

Was kann also näher liegen als einen Erzähler der Über- und der Untergänge zu entdecken, der mit sicherem erzählerischen Instinkt und unverwechselbaren Stil das Leben der Zwischenkriegszeit zeichnet. Roth, der selbst den Weg vom jüdischen Außenseiter zum Starjournalisten der Weimarer Republik ging, schafft Figuren, die von Unsicherheit, Melancholie und oft nihilistischer Verzweiflung geprägt sind. Roth wurde 1894 im galizischen Brody geboren und starb 1939 im Pariser Exil.

An diesem Leseabend wird das Beste von Joseph Roth zu hören sein.

Homburger Lesezeit im Saalbau
Dienstag, 13. Oktober 2026
Beginn 19 Uhr

Mülheimer Literaturclub
Samstag, 31. Oktober 2026
Beginn 19 Uhr

Buchhandlung Colibri, Wipperfürth
Donnerstag, 14. Januar 2027
Beginn 18.30 Uhr
 

E.T.A. Hoffmann. Ein musikalisch-fantastischer Leseabend

mit Diana Sahakyan und Michael Schikowski

Das schriftstellerische Werk des Juristen E.T.A. Hoffmann war überaus erfolgreich. Das Typische der „Klassiker“ hatte bei ihm allerdings keinerlei Platz –  ihn beschäftigte der normwidrige Charakter. Durch die Fantasiestücke, sein Erstling von 1814, wie die Nachtstücke von 1816 wurde er rasch als „Gespenster-Hoffmann“ populär.

Seine andere große Leidenschaft galt der Musik, war er doch zudem Komponist und Kapellmeister. Zu Mozarts Ehren ersetzte er seinen dritten Vornamen durch „Amadeus“. Als Musikschriftsteller war er einer der ersten, der über das Requiem von Mozart schrieb und der die überragende Bedeutung Beethovens erkannte.

Die Tiere wie Meister Floh, der Hund Berganza und Kater Murr nehmen bei Hoffmann eine titelgebende Rolle ein – eine auch unheimliche Seite des Lebendigen. Denn häufig begegnet den Figuren, wie Hoffmann einmal schreibt, „etwas fremdartig Bekanntes“, und markiert damit den Anfang der fantastischen Literatur.

In der Fantasie wird die Bindung an die Wirklichkeit aufgegeben, ihr ist in unzähligen Kombinationen alles möglich. Vor allem in der Musik bleiben die Begrenzungen der Sinnenwelt zurück. Statt bestimmter Gefühle ermöglicht sie, sich einer „unaussprechlichen Sehnsucht“ hinzugeben.

E.T.A. Hoffmann (1776 – 1822) lebte und schrieb in der nach-napoleonischen Zeit der Restauration und Demagogenverfolgung. Ihm bot allein die Kunst ein Ausweg. Im realen Leben ist ihre Verwirklichung allerdings nicht möglich. Wo dies versucht wird, schlagen die Ereignisse in Wollust, Verbrechen und Wahnsinn um.

Diana Sahakyan spielt an diesem Abend Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethovens, ergänzt von Klavier-Werken aus der Feder von E.T.A. Hoffmann. Michael Schikowski führt durch den Abend und liest aus Hoffmanns Werk.

Diana Sahakyan

Die in Eriwan geborene Pianistin Diana Sahakyan begann im Alter von sechs Jahren mit dem Musikunterricht. Ihre musikalische Grundausbildung erhielt sie, an der nach A. Spendiaryan benannten Eriwaner Musikschule.

Nach ihrem Studium am Staatlichen Konservatorium in Eriwan, setzte sie ihr Studium in Deutschland an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main, unter der Leitung der Professoren Lev Natochenny, Catherine Vickers und Oliver Kern fort.

Diana Sahakyans einzigartige Konzertauftritte haben das Publikum in Konzertsälen, wie der Alten Oper Frankfurt, der Liederhalle Stuttgart, dem Kurhaus Wiesbaden, dem Concertgebouw Amsterdam und dem Aram Khachaturyan Concert-Hall begeistert. Als Solistin und Kammermusikerin trat sie bei renommierten Festivals, wie den Festspielen Mecklenburg Vorpommern, dem Rheingau Musikfestival und dem Musikfestival Rhein-Hessen auf.

Diana Sahakyans Debütalbum mit Werken von weiblichen Komponistinnen wurde 2022 bei dem deutschen Musiklabel „Kaleidos Musikeditionen“ erschienen. Mit diesem Album, das durch den Deutschen Musikrat und dem Kulturamt Frankfurt gefördert wird, leistet Diana Sahakyan einen Beitrag dazu, die Musik von selten rezipierten, doch fantastischen Frauen in der Gegenwart erklingen zu lassen.

Michael Schikowski

Michael Schikowski ist für Verlage und Buchhandlungen tätig. Er war Lehrbeauftragter der Universitäten Bonn und Düsseldorf. Seit einigen Jahren hat er sich mit literarischen Lesungen u.a. zu Dostojewski, Austen, Fallada, Thomas Mann, Kafka und George Eliot einen Namen gemacht. Zuletzt trat er mit Lesungen zum Werk von Rainer Maria Rilke hervor. Leseabende zu Robert Walser und Joseph Roth sind in Vorbereitung.

KONTAKT:

Diana Sahakyan, E-Mail: info (at) dianasahakyan.de

Michael Schikowski, E-Mail: schikowski (at) immerschoensachlich.de

Die Kunst der schönen Bücher – ein Verlags- und Leseabend mit Michael Schikowski

An diesem Abend geht Michael Schikowski den phänomenalen Erlebnissen der schönen Bücher nach. Er bespricht, erläutert und liest die zuletzt erschienenen außergewöhnlich gestalteten Bücher.

Jedes Buch besitzt eine einzigartige inhaltliche wie handwerkliche Qualität. Vorgestellt werden u.a. die Neuerscheinungen der legendären Anderen Bibliothek, die Landschaftsbücher des Hamburger Newcomers KJM und die Kinderklassiker des Kindermann Verlags. Außerdem mit dabei einige weitere belletristische Verlage.

In Büchern gehen Text und Buchgestalt eine sich reflektierende Verbindung ein, die jedes Buch zu einem besonderen Erlebnis des Kopfes und der Sinne machen: „Du öffnest das Buch, das Buch öffnet dich!“

Hier zum Überblick aller Leseabende:

Überblick aller Leseabende