Fjodor Dostojewski. Ein Leseabend mit Michael Schikowski

Lesung aus dem Werk von Fjodor Dostojewski

 

Dostojewski beginnt seine schriftstellerische Laufbahn als Anhänger der westlichen Literatur und ihrer Emanzipationsbestrebungen. Er schreibt mit Arme Leute den ersten bedeutenden sozialen Roman Russlands. Nach seiner Verhaftung und in der Verbannung wandelt er sich. Die Ideen Europas werden ihm zum Gegenbild. Vor allem das Europa des beschleunigten Kapitalismus und des wachsenden Unglaubens.

In seinen Romanen, vor allem Der Idiot, Die Dämonen und Die Brüder Karamasoff, entwickelt er die Idee einer historischen Aufgabe Russlands. Hier entsteht die Idee der russischen Seele.

Dostojewski gestaltet die Welt der Menschen als durch religiöse Mächte und philosophische Motive bestimmt. Dass er dies als Psychologe unternimmt und in der Form des Romans gestaltet, im Medium der großen europäischen Kunstform, macht ihn zum modernsten Schriftsteller, den wir im Augenblick haben.

 

Buchhandlung am Markt, Hennef
Mittwoch, 17. Februar 2027
Beginn 19 Uhr

 

// Leseabend

Die Kunst der schönen Bücher – ein Verlags- und Leseabend mit Michael Schikowski

An diesem Abend geht Michael Schikowski den phänomenalen Erlebnissen der schönen Bücher nach. Er bespricht, erläutert und liest die zuletzt erschienenen außergewöhnlich gestalteten Bücher.

Jedes Buch besitzt eine einzigartige inhaltliche wie handwerkliche Qualität. Vorgestellt werden u.a. die Neuerscheinungen der legendären Anderen Bibliothek, die Landschaftsbücher des Hamburger Newcomers KJM und die Kinderklassiker des Kindermann Verlags. Außerdem mit dabei einige weitere belletristische Verlage.

In Büchern gehen Text und Buchgestalt eine sich reflektierende Verbindung ein, die jedes Buch zu einem besonderen Erlebnis des Kopfes und der Sinne machen: „Du öffnest das Buch, das Buch öffnet dich!“

Hier zum Überblick aller Leseabende:

Überblick aller Leseabende

Heinrich Heine – ein Leseabend mit Michael Schikowski

 

Heinrich Heine (1797 – 1856) veröffentlichte 1821 seine erste Liedersammlung. Bald darauf machten ihn seine Reisebilder berühmt.

1831 ging er als politischer Korrespondent nach Paris. Von dort berichtete er über die französischen Zustände und schrieb für die Franzosen über Deutschland. Ab 1835 waren alle seine Schriften laut Bundestagsbeschluss in Deutschland verboten.

Sein geistreich-spielerischer Prosastil macht ihn auch heute noch zu einem herausragenden Autor. Seine impressionistische Erzählkunst und brillanter Plauderstil bezaubern, auch dadurch, dass sie unversehens von Scherz, Satire und Ironie durchzogen sind.

Über seine Kinderzeit in Düsseldorf schrieb er in Ideen. Das Buch LeGrand: „Apfeltörtchen waren damals meine Passion. Jetzt ist es Liebe, Wahrheit, Freiheit und Krebssuppe.“ An diesem Leseabend wird das Beste von Heinrich Heine zu hören sein.

 

Hörprobe aus Ideen. Das Buch Le Grand von Heinrich Heine:

Die Insel – fünf Romane aus England. Ein Leseabend mit Michael Schikowski

Die englische Literatur ist reich an den bedeutenden Romanen der Weltliteratur. Für diesen Leseabend widmen wir uns den Autorinnen der Insel. Ihre Bücher, einmal zur Hand genommen, begleiten ihre Leserinnen und Leser ein Leben lang.

Jane Austen, die Schwestern Bronte und Virginia Woolf sind natürlich die Namen, die zuerst genannt werden. Dass auch George Eliots unbedingt dazu gehören muss, soll an diesem Leseabend bewiesen werden. Wer sie noch nicht kennt, darf sich auf eine Entdeckung freuen.

George Eliot ist die Schöpferin zahlreicher aufgeweckter und ungestümer Frauengestalten. Ihre Erzählkunst kennzeichnet differenzierte psychologische Einfühlung und eine überragende intellektuelle Durchdringung. Wer die fünfte im Kreis der ausgewählten Autorinnen ist, wird noch nicht verraten. Sicher ist nur, dass an diesem Abend das Beste der großen Autorinnen der englischen Literatur zu hören sein wird.