// Bücher

Papier und Bleistift, Stock und Hut

Achim Wohlgethan, der als deutscher Soldat in Afghanistan war, schrieb seine Erfahrungen in dem Buch „Endstation Kabul“ (Econ 2008) nieder. Ohne viel Hintersinn, allerdings auch vergeblich, verweist dieses Buch im Titel auf Weltliteratur.
Der Preisträger der Preisträger deutscher Literaturpreise, Martin Mosebach, wäre in Afghanistan sicherlich nicht so verwendungsfähig gewesen wie Achim Wohlgethan. Er brachte er seine Preisgelder auf Reisen in andere Länder unter die Leute. Herausgekommen ist ein wunderbares Buch der literarischen Reiseliteratur, einer Gattung des Sachbuchs, das unter dem Titel „Stadt der wilden Hunde“ bei Hanser (2008) erschienen ist » weiter lesen

Am Leitfaden der großen Krisen

Alan Greenspan
Mein Leben für die Wirtschaft
Campus 2007

Um etwas über Amerika und die Amerikaner zu erfahren, muss man, so die gängige Auffassung, zu den großen Erzählern wie Paul Auster, John Updike und Richard Ford greifen. Denn im Roman wird ja die Wirklichkeit so verdichtet dargestellt, wie das kein Sachbuch je schaffen könnte.
Ich beharre hier trotzdem auf Alan Greenspans „Mein Leben für die Wirtschaft“. » weiter lesen

Geschenke ohne Verpackung

Lewis Hyde
Die Gabe
Fischer 2008

Im Jahre 1983 vollzog sich unter den Kölner Galeristen eine Revolution. Die bereits 1967 als Verein progressiver Deutscher Kunsthändler gegründete Galeristenvereinigung zog in die Rheinhallen der Kölner Messe und nannte sich ein Jahr später Art Cologne. Damit wurde zeitgenössische Kunst endgültig das was die Kritiker dieser Entwicklung immer befürchtet hatten: eine Ware wie jede andere auch, » weiter lesen